Forum


 

Griechenland-Krise: Was die Euro-Retter von den Piraten lernen können

SPIEGEL ONLINEEnde der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...832077,00.html
  1. #1

    Inszenierung der Macht ist nicht mehr als KasperleTheater

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion:
    Doch solch eine Bottoms-up-Politik, die ihre Lösungsansätze
    fortwährend neuen Realitäten anpasst, lässt sich nur schwer
    vereinbaren mit den Inszenierungen der Euro-Elite, die auf
    schwarze Limousinen setzt, auf nächtliche Durchbrüche und
    endgültige Lösungen.
    Wir werden unser Geld nicht zurückbekommen. Die Euro
    Politik von Merkel und Schäuble ist unrealistisch.

    Schuldenstaaten erklären meistens ein Schuldenmoratorium
    wie die Geschichte zeigt.
    Für diese "wir zahlen nicht Politik" holen sich die jeweiligen
    Regierungen die Zustimmung ihres Volkes.

    Diese Euro Gipfel waren lächerliche Veranstaltungen, die ihren
    Zweck, das gemeine Volk innenpolitisch zu beeindrucken,
    völlig verfehlt haben. Wie der Machtverlust von inzwischen
    7 EU Regierungen zeigt. Frau Merkel hat dem Sarkozy den
    Todeskuss gegeben. Hollande wird sehr streng sein.
  2. #2

    Die Piratenpartei hat Stellung bezogen und zwar gegen die ESM-Bank

    Die Piratenpartei NRW hat sich auf ihrem Parteitag einstimmig gegen die kriminelle Bank ausgesprochen, siehe
    "ESM-Ermächtigungsgesetz: Landesparteitag der Piratenpartei NRW lehnt ESM einstimmig ab und fordert Volksentscheid".
    Die ESM-Bank, die der Bundesbank noch diesen Monat abnicken will (siehe dazu auch "Das ESM-Finanzierungsgesetz beinhaltet zusätzliche Bankrottrisiken für Deutschland in Höhe von hunderten Milliarden Euro"), wird Deutschland zugunsten von ausländischen Parteifunktionären bis auf Hemd ausplündern, sie stellt de facto eine Blanko-Einzugsermächtigung für die Geldbörsen der Einwohner Deutschlands dar.
    Diese Bank widerspricht ALLEN europäischen Grundwerten, dem Grundgesetz, dem Recht.
    Sie muss unter allen Umständen verhindert werden.
  3. #3

    Falsch

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Die Idee der Piraten mit dem Liquid Feedback ist nicht schnell auf Veränderungen reagieren zu können. Ganz im Gegenteil. Abstimmungsprozesse bei den Piraten dauern wesentlich länger, was ihnen auch selber bewusst ist. Die große Masse kann nicht schneller entscheiden. Sie fassen das unter dem Titel Demokratie, für mich ist es ein setzen auf Schwarmintelligenz. Hierzu fiel ein richtiger Satz vor wenigen Tagen. Es gibt nicht nur die Schwarmintelligenz. Es gibt auch die Schwarmdummheit. Ich halte viel von Diskussion. Ich halte wenig davon Hinz und Kunz direkt über mein Leben bestimmen zu lassen. Insofern bin ich froh, dass es keine Regierungsbeteiligung der Piraten gibt. Zudem gibt es einen sachlichen Fehler in dem Beitrag. Der Autor liegt mit der Aussage über die Aufnahme Griechenlands falsch. Bewusst oder schlecht recherchiert. Nicht Helmut Kohl und seine Regierung beschloss die Aufnahme Griechenlands in die Währungsunion. Es verhielt sich doch genau anders herum. Während Theo Waigel vor der Aufnahme warnte, war es Hans Eichel der die Griechen mit Gewalt aufnehmen wollte. Das sollten Sie bitte noch einmal recherchieren.
  4. #4

    Genau so ist es!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Wir brauchen eine gestärkte, bodenständige, demokratische Kultur - und keine abgehobenen Technokraten, die neuerdings sogar ganz unverblümt so genannte "Expertenregierungen" bilden.
    Danke für diesen Artikel!
    Übrigens: Auch ein Dank an die giechischen Wähler! Sie führen nämlich vor Augen, dass alles vergänglich ist - sogar scheinbar zementierte politische Strukturen.
  5. #5

    .

    Die EU und ihre Länder sind eben noch Lichtjahre von der Direkten Demokratie der Schweiz entfernt.
  6. #6

    Siemens kauft sich in Griechenland frei

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/0,2828,820222,00.html
    ´´Statt der angedrohten Verhängung von Bußgeldern hat Athen sich den Angaben zufolge mit Siemens darauf geeinigt, dass der Konzern auf die Begleichung griechischer Schulden verzichtet. Es soll dabei um Verbindlichkeiten griechischer Krankenhäuser und anderer staatlicher Betriebe in Höhe von 80 Millionen Euro gehen.
    Siemens soll zudem mit etwa 90 Millionen Euro griechische Institutionen unterstützen, die Bildung fördern und die Korruption bekämpfen.

    Zusätzlich soll der Konzern in Griechenland 100 Millionen Euro in diesem Jahr investieren, damit die rund 600 Arbeitsplätze bei Siemens Griechenland erhalten bleiben. Im Gegenzug soll endgültig ein Schlussstrich unter die Schmiergeldaffäre gezogen werden. Wie das Finanzministerium weiter berichtete, werde im Sinne Siemens in der Einleitung des neuen Gesetzes eine Entschuldigung an das griechische Volk und das Parlament eingetragen.

    Siemens soll früher in Athen Schmiergelder gezahlt haben, um Aufträge von Staatsfirmen zu bekommen. Dabei soll es um Aufträge für die Digitalisierung des griechischen Telefonnetzes in den 1990er Jahren, Kommunikationssysteme für die griechischen Streitkräfte und um das Überwachungssystem für die Olympischen Spiele 2004 gegangen sein. Wegen des Siemens-Streits waren die Arbeiten am Neubau mehrerer U-Bahn-Stationen in Athen eingestellt worden. Die Stationen sollen nun bald eröffnet werden´´

    Die Krise kommt von Oben!
    Die deutschen Unternehmen und Banken und auch die in Frankreich haben gute Geschäfte gemacht mit dem griechischen Militär und der Industrie.
    Eine Regierung wie die mit Finanzminister Schäuble, der die Griechen zwang als Gegenleistung für weitere Eurohilfen aus Brüssel deutsche Waffen zu kaufen,
    as griechische Netz an die deutsche Telekom zu verramschen sollte sich jetzt nicht so ahnungslos zeigen.
    Wir werden verschaukelt, hoffentlich gibt der Wähler am Sonntag dafür die Quittung an den Urnen in NRW ab.
    Mehr Transparenz und Basisdemokratie, keine Kabinetts und Bundestags, Landesparlamentsposten mehr auf Lebenszeit!
  7. #7

    Krise des Systems oder System als Krise

    Noch wichtiger aber: Die Währungsunion ist so starr konzipiert, dass jede Krise gleich das gesamte System in Frage stellt. Weder ist die Möglichkeit eines Austritts aus dem Euro vorgesehen noch existieren automatische Geldtransfers von stärkeren zu schwächeren Ländern, die wirtschaftliche Ungleichgewichte ohne Brüche ausgleichen können.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Ganz so ist es auch nicht. Nicht jede Krise stellt das gesamte System infrage. Das Problem Griechenland hätte keine Auswirkungen gehabt, wenn es ein singuläres gewesen wäre. Griechenland wäre mit dauerhaften Transfers im Euro verblieben oder hätte austreten müssen, wenn die Bereitschaft zu diesen Transfers nicht da gewesen wäre.
    Hier aber geht es um mehr. Es geht darum, daß der Euro im Vorgriff auf eine später folgende Konvergenz der Wirtschafts- und Finanzpolitik aller Einzelstaaten eingeführt wurde. Motto: der Euro wird die ewigen Schuldenstaaten auf Dauer schon disziplinieren.

    Doch daraus wurde nichts. Die gemeinsame Währung war also da, die gemeinsame Politik jedoch nicht - und sie wird auch nicht kommen. Da die gemeinsame Währung ohne gemeinsame Politik jedoch nur mit gigantischen Geldtransfers funktioniert, zu denen die Geberländer wie zum Beispiel Deutschland niemals bereit sein werden, ist der Euro gescheitert und seine Auflösung nur noch eine Frage der Zeit.

    Das System hat nicht eine Krise. Das System ist die Krise.
  8. #8

    nette Ausgangsidee

    Aber die Piraten sollten ihre Arbeitsweise erste einmal selbst in der Praxis prüfen, bevor sie sie anderen anpreisen.

    Flexibilität? Spätestens wenn sie ein allgemeingültiges Geset zt bauen müssen, hört es mit "Liquid Feedback" auf und Basisdemokratie auf. Also lehnen wir uns erst einmal zurück und schauen an, was Piraten & Co so zustande bekommen.
  9. #9

    Flexibilitaet von DDR-Physikerinnen?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Gute Analyse!
    Merkel war die falsche Frau an der Spitze zur falschen Zeit.
    Wie soll eine in der DDR sozialisierte und auch noch gelernte Physikerin eine blitzschnelle Lernfaehigkeit aufbringen, wie sie im Griechenlandfall erforderlich gewesen waere?
    Unorthodoxe Rezepte fuer das orthodoxe Griechenland waeren angezeigt und hier im Forum damals nachlesbar gewesen.
    Aber nein: mit Konservativismus geradewegs in die Lemmingeschlucht.
    Zu mehr reicht es halt nicht.








TOP



TOP