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Griechenland-Krise: Was die Euro-Retter von den Piraten lernen können

SPIEGEL ONLINEEnde der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...832077,00.html
  1. #60

    Abwarten

    Wie immer! Die Piraten haben noh niht einmal sich selbst gefunden und schon gibt es Leute die in das naechste Chaos stuerzen wollen. Ein hunderte Millionen grosser Diskutierclub. Was kommt da raus? Seit 1945 gibt es in der Welt staendig neue Herausfordrungen. Wo stehen wir heute? Neue Herausforderungen. Aber wurden nicht allle Situationen geloest? Natuerlich laesst sich staendig etwas verbessern, aber jetzt mit solch einer PLATTEN EMPFEHLUNG zu kommen ist schon kindlicher Glaube. Aber manche Menschen , besonders die, die staendig im Internet surfen , haben am Ende nur noch den Ueberblick der Groesse ihres Sreens. Ich nennne Leute die nur noch mit dem Computer kommunizieren "Kellerasseln"
  2. #61

    .

    [QUOTE=salamist;10151470]http://www.manager-magazin.de/unternehmen/industrie/0,2828,820222,00.html
    ´´Statt der angedrohten Verhängung von Bußgeldern hat Athen sich den Angaben zufolge mit Siemens darauf geeinigt, dass der Konzern auf die Begleichung griechischer Schulden verzichtet. Es soll dabei um Verbindlichkeiten griechischer Krankenhäuser und anderer staatlicher Betriebe in Höhe von 80 Millionen Euro gehen.
    Siemens soll zudem mit etwa 90 Millionen Euro griechische Institutionen unterstützen, die Bildung fördern und die Korruption bekämpfen.

    Zusätzlich soll der Konzern in Griechenland 100 Millionen Euro in diesem Jahr investieren, damit die rund 600 Arbeitsplätze bei Siemens Griechenland erhalten bleiben. Im Gegenzug soll endgültig ein Schlussstrich unter die Schmiergeldaffäre gezogen werden. Wie das Finanzministerium weiter berichtete, werde im Sinne Siemens in der Einleitung des neuen Gesetzes eine Entschuldigung an das griechische Volk und das Parlament eingetragen.

    Siemens soll früher in Athen Schmiergelder gezahlt haben, um Aufträge von Staatsfirmen zu bekommen. Dabei soll es um Aufträge für die Digitalisierung des griechischen Telefonnetzes in den 1990er Jahren, Kommunikationssysteme für die griechischen Streitkräfte und um das Überwachungssystem für die Olympischen Spiele 2004 gegangen sein. Wegen des Siemens-Streits waren die Arbeiten am Neubau mehrerer U-Bahn-Stationen in Athen eingestellt worden. Die Stationen sollen nun bald eröffnet werden´´

    Die Krise kommt von Oben!
    Die deutschen Unternehmen und Banken und auch die in Frankreich haben gute Geschäfte gemacht mit dem griechischen Militär und der Industrie.
    Eine Regierung wie die mit Finanzminister Schäuble, der die Griechen zwang als Gegenleistung für weitere Eurohilfen aus Brüssel deutsche Waffen zu kaufen,
    as griechische Netz an die deutsche Telekom zu verramschen sollte sich jetzt nicht so ahnungslos zeigen.
    Wir werden verschaukelt, hoffentlich gibt der Wähler am Sonntag dafür die Quittung an den Urnen in NRW ab.
    Mehr Transparenz und Basisdemokratie, keine Kabinetts und Bundestags, Landesparlamentsposten mehr auf Lebenszeit![/QUOTE

    mit verlaub, aber das ist doch mumpitz. wie bei so ziemlich allen "deals" gibts ausschreibungen - zb bei den krankenhäusern oder der ubahn hat sich nicht nur siemens beworben. den zuschlag bekommt in griechenland (so wie in fast allenb ländern dieser welt) IMMER der, der am angebot vorbei ein wwenig geld locker macht.

    das ist normal und auch gut so.
  3. #62

    Sehe ich anders

    Zitat von wusel8 Beitrag anzeigen
    Wir brauchen eine gestärkte, bodenständige, demokratische Kultur - und keine abgehobenen Technokraten, die neuerdings sogar ganz unverblümt so genannte "Expertenregierungen" bilden.
    Danke für diesen Artikel!
    Übrigens: Auch ein Dank an die giechischen Wähler! Sie führen nämlich vor Augen, dass alles vergänglich ist - sogar scheinbar zementierte politische Strukturen.
    Eine Demokratie setzt regelmäßig voraus, dass der Staatsbürger mündig ist. Hier sehe ich - offen ausgesprochen - beim Volk erhebliche Defizite. Die Themenkreise werden - gerade aufgrund der internationalen Vernetzung und Verflechtung - immer komplexer, Lösungsansätze werden immer schwieriger zu erkennen, aber auch zu vermitteln, der Einzelne ist schlicht kognitiv am Ende der Erkenntnis angelangt.

    In dieser Situation ein Mehr an Demokratie zu fordern, unter dem Hinweis auf eine Art "Schwarmintelligenz" ist eine Chimäre. "Schwarmintelligenz" ist die andere Seite der Medaille des "Herdentriebs". Das gleiche ist gemeint, indes ist Schwarmintelligenz positiv, Herdentrieb negativ besetzt. Wohin ein Volk geführt werden kann, sobald die Umwelt zu komplex wird und der Einzelne überfordert wird, haben europaweit die Zeit zwischen 1914 und 1945 gezeigt. Auch hier war die Welt im Umbruch, der Alltag und die Sicherheiten waren aufgebrochen, das Selbsverständnis des Einzelnen in Frage gestellt. Und wozu führte dies? Dass wüste Demagogen diesen Zustand ausgeschlachtet haben.

    An einer parlamentarischen Demokratie geht daher kein Weg vorbei. Basisdemokratie mag etwas für Gemeinden und Vereine sein, nicht für ein Staatswesen von 80 Millionen Einwohnern.

    Wie das Volk spricht, wird durch die Zeiten von 1930 bis 1933 und auch heute in Griechenland klar und deutlich. Was nutzt es den Griechen, Parteien zu wählen, die "hart und radikal" auftreten, um die Diktate aus Brüssel (in Deutschland war es ehedem "Versailles") aufzubrechen? Nichts wird es nutzen; dieser - vom Volk selbstgewählte - Weg führt ins Chaos und zur Selbstvernichtung.

    Was schert es uns, wenn Griechenland Pleite geht? Es wird nichts passieren, nur den Griechen selbst wird es dreckig gehen. Die Reichen haben ihre Euros bereits aus dem Land geschafft, die Schulden der Privaten müssen in Euros erstattet werden, die Schuldner verdienten Drachmen. Die Folge wäre eine Verarmung des gesamten Landes....Selbst gewählt und selbst verschuldet....durch eine demokratische Abstimmung.
  4. #63

    LIQUID FEEDBACK funtioniert angeblich nur bei einem drittel der mitglieder und ist momentan total überlastet, toller tip. und das es keine ewigen wahrheiten und lösungen gibt, ist nicht wirklich eine erfindung der piraten.....
  5. #64

    Ja oder nein

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Direkte Bürgerbeteiligung. Also erstmal die Abstimmungen nachholen die in Deutschland nie durchgeführt wurde.

    Abschaffung des Euro / Rückkehr zur DM - Ja oder Nein
    Extreme Aufwertung der DM mit folgendem Zusammenbruch der Exporte und Massenentlassungen - Ja oder Nein

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Rettungspakete und Rettungsfonds - Ja oder Nein
    Darüber könnte man streiten. Ich würde die Rettungspakete nicht in Gänze ablehnen, höchstens die Ausprägung einiger damit einhergehender Regelungen.

    Aus eigener historischer Erfahrung wissen wir, dass der Aufbau eines am Boden liegenden Landes nicht in 2 Jahren zu schaffen ist. Ich bin der Meinung, dass wir mehr Geduld mit Griechenland haben sollten. Schließlich waren es auch wir, die immer fleißig günstige Kredite verteilt haben.

    Zitat von kuddel37 Beitrag anzeigen
    Danach würde es keine Euro-Retter mehr geben. So wie es jetzt läuft wird es den Euro Rettern irgendwann an den Kargen gehen.
    Das mag sein. Verraten Sie uns auch, wer den Rettern an den Kragen geht?
  6. #65

    Zitat von teekaysevenfive Beitrag anzeigen
    Es gibt nicht nur die Schwarmintelligenz. Es gibt auch die Schwarmdummheit.
    es bleiben aber Vorteile der Akzeptanz... wenn der Schwarm die falsche Entscheidung trifft, gibt es keinen "Buh-Mann"
    Sozialpsychologisch ist das sehr Vorteilhaft für das harmonische Gefüge einer Gesellschaft...

    dazu kommt, dass man eigene Fehler eher verschmerzt als wenn eine 5 Köpfige selbsternannte Elite einen in den Ruin treibt...
    dazu noch der Lerneffekt, das Hinterfragen der eigenen Meinungsbildung... alles Prozesse die verstärkt eintreten wenn man selbst mitentscheiden darf...
  7. #66

    Piraten retten Euro ?

    Ich fürchte, Herr Teevs schaut zu viele Piratenfilme.
    Im Roten Korsar von 1952 heißt es: Believe what you see – no, believe half of what you see. Herr Teeves, glauben Sie ruhig weiter, dass uns Piraten vor dem bösen Euro retten können. Erzählen Sie diesen Quatsch ihren Enkelkindern, aber doch bitte nicht im Spiegel.
  8. #67

    Blödsinn

    Zitat von Ursprung Beitrag anzeigen
    Gute Analyse!
    Merkel war die falsche Frau an der Spitze zur falschen Zeit.
    Wie soll eine in der DDR sozialisierte und auch noch gelernte Physikerin eine blitzschnelle Lernfaehigkeit aufbringen, wie sie im Griechenlandfall erforderlich gewesen waere?
    Unorthodoxe Rezepte fuer das orthodoxe Griechenland waeren angezeigt und hier im Forum damals nachlesbar gewesen.
    Aber nein: mit Konservativismus geradewegs in die Lemmingeschlucht.
    Zu mehr reicht es halt nicht.
    Vollkommener Blödsinn, was Sie hier schreiben.

    1. Frau Merkel wird ihr Pragmatismus vorgeworfen. Pragmatismus ist nichts anderes, als flexibel auf Herausforderungen zu reagieren. Sie wird Umfallerin genannt, gerade weil sie den meisten viel zu flexibel ist. Sie hat den Mut, über ihren Schatten zu springen und Dinge, die vorher anders aussahen, nach Erkenntnisgewinn anders zu beurteilen und entsprechend ihre Handlungen zu ändern. Ich fühle mich diesbezüglich gut aufgehobe; es gibt nichts schlimmeres als Parteisoldaten a la SPD, die nicht über ihren Schatten springen können, und ihre überkommenen Rezepte aus den 70er Jahren über alles stülpen wollen.
    2. Gerade eine Naturwissenschaftlerin glaubt per se nicht an Ideologien, sondern hat den Schneid, Probleme unideologisch zu betrachten und Lösungsansätze zu erarbeiten. Ein sozialistischer Parteisoldat a la Hollande oder Gabriel wird stets seine alten Rezepte anwenden; nicht so Frau Merkel.
    3. Wir befinden uns in einem europäischen Kontext. Wenn Deutschland nur so könnte wie es wollte, aber es gilt eben Kompromisse zu finden. Dies ist eben die Herausforderung der Globalisierung. Es wird nie an einem gemeinsamen Strang gezogen. Aber Globalisierung schafft gleichzeitig Wohlstand und Fortschritt.
  9. #68

    Wie mach ich aus Wasser Wein?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Es nervt gewaltig, dass die Medien die Piraten künstlich aufwerten und dabei ausblenden, was die Piraten sind: Ein Spaßverein, der sich über ein "freies Internet" oder "Cannabis für alle" definiert, ohne schlüssige Konzepte und Strukturen für die dringend anstehenden Aufgaben in D und EU. Können 8% irren? Ja, sie können!
  10. #69

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ende der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

    Griechenland: Die Euro-Retter brauchen eine neue Strategie - SPIEGEL ONLINE
    Komplexe Systeme lassen sich weder beherrschen noch berechnen. Mann, haben unsere Politiker nie Jurassic Park gesehen?


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