Griechenland-Krise: Was die Euro-Retter von den Piraten lernen können

SPIEGEL ONLINEEnde der Kontroll-Illusion: Das Athener Wahlchaos zeigt, wie leicht sich das Krisenmanagement von Merkel und Co. aus dem Tritt bringen lässt - auch weil die Euro-Retter auf immer neue endgültige Lösungen setzen. Stattdessen sollten sie sich lieber an den Ideen der Piratenpartei orientieren.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...832077,00.html
  1. #150

    Die Frage ist berechtigt.

    Zitat von ekel-alfred Beitrag anzeigen
    Das ist doch letztendlich scheißegal, wer nun wann etwas verbotenes beschlossen hat.
    Mir stinkt es jedenfalls gewaltig, Teil eines Experiments zu sein, das eine kleine Gruppe von Leuten inszeniert hat und das wahrscheinlich mit einem lauten Knall enden wird.

    Mich kotzt es an, das diese eben diese Leute nicht für ihr Handeln zur Rechenschaft gezogen werden, sei es auf der griechischen oder auf der deutschen Seite.

    Übernimmt hier eigentlich noch irgend jemand Verantwortung auf dieser Welt?
    Die Antwort ist: je weiter oben und von je weiter her, desto weniger.
  2. #151

    Tolle Kommentare lese ich hier auf meinen ersten Beitrag...

    An diesen Kommentaren erkennt man aber ganz deutlich, dass Sie die Ahnungslosen sind und dazu noch glauben, Wahrheit und Demokratieverständnis mit Löffeln gefr...en zu haben.
    Sie würden natürlich bei jeder Entscheidung 80 Millionen Einwohner abstimmen lassen. Aber sicher doch...
    Die Piratenpartei wird, wenn sie denn mal in eine Regierung kommen sollte, genau das machen, was alle anderen Parteien auch machen: Mit X-Angeordneten dies und jenes auf den Weg bringen – und zwar ohne nochmal bei jedem Bürger nachzufragen, ob es auch Recht sei.
    Alles andere ist unrealistisch und Augenwischerei.
    Wer aber was anderes glaubt und den Unsinn, den so einige Piraten u.a. im Internet verbreiten, mitträgt, kann geistig nicht (mehr) voll auf der Höhe sein…
    Guten Tag!
  3. #152

    Zitat von rick.sander Beitrag anzeigen
    Die Piratenpartei ist keine Basisdemolratie sie nennt sich nur so.
    Da haben Sie recht und unrecht. Die Piratenpartei ist eine Partei. Und sie nennt sich Piratenpartei und nicht Basisdemolratie.
    Zitat von rick.sander Beitrag anzeigen
    Basisdemokratie ist wenn das hundsgewöhnliche Parteimitglied einen Delegierten wählt und dieser auf dem Parteitag abstimmt. So ist es bei den etablierten Parteien.
    Nein. Das ist ein Element der repräsentativen Demokratie.
    Zitat von rick.sander Beitrag anzeigen
    Aber nicht bei den Piraten. Da entscheidet auf dem Parteitag, wer gerade vorbeikommt. Gewählt ist der von niemanden.
    Warum sollte er auch gewählt sein? Er ist die Basis, er wählt.
    Aber auch die Piraten haben natürlich keine reine Basisdemokratie, da unser Wahl- und Parteienrecht dies nicht erlaubt. Sie versuchen aber die Teilhabe der Basis im bestehenden repräsentativen System maximal zu erhöhen um dieses zu optimieren.
  4. #153

    Doch es geht.

    Zitat von GhostOfDorian Beitrag anzeigen
    Das Problem der Eurozone ist, wie bei den Piraten, dass man zwar einen Wunsch hat, hier den Euro fortzuführen, dort das Bedingungslose Grundeinkommen einzuführen, aber keinen gangbaren Weg, wie man diesen Wunsch erfüllen kann. Die Piraten behelfen sich damit, dass sie keine Lösungsvorschläge unterbreiten, die Europäer behelfen sich damit, dass sie Lösungsvorschläge unterbreiten, die nicht funktionieren.

    Aber keiner sagt den Bevölkerungen, was tatsächlich erforderlich wäre, um den Wunsch zu erfüllen. Das würde nämlich das Risiko in sich bergen, dass die Bürger diesen Wunsch gar nicht mehr so wünschenswert fänden.

    Das ist es, was nach Ansicht von Europas Politikern und den Piraten unter allen Umständen verhindert werden muss!
    Zitat von nalle84
    Ehrlich gesagt bin ich gegen ein bedingungsloses Grundeinkommen.
    Für ein Grundeinkommen, dass an Bedingungen geknüpft ist jedoch schon.

    Bsp. *Mind. 5 Jahre in dem Land leben (oder auch EU, wenn die vollständige Union in absehbarer Zeit kommen sollte)

    *muss die jeweilige Sprache des Landes sprechen. (muss ja nicht akzentfrei sein!!). So ist die Chance für eine Teilnahme am sozialen und beruflichen Leben gleich viel größer.

    Seien wir ehrlich. Wenn ein BGE kommt, kommen auch zu viele Menschen, die verständlicherweise auch in den Genuss kommen möchten und es ausnutzen. Das schürt lediglich den Fremdenhass, weil man sich ausgenutzt fühlt. Das kann keiner wollen.... außer den Waffenhändlern im Libanon vielleicht.

    Ein GE allein würde jedoch auch nicht auf Dauer das Problem lösen.
    Wie wäre es das jetzige Steuersystem abzuschaffen und stattdessen liegendes Geld zu besteuern? 20% um mal eine Zahl in den Raum zu werfen. Unternehmen zahlen eine Steuer von .... 10% auf das Erwirtschaftete zum Beispiel. Sonst keinerlei Steuern.
    Wieviel Geld liegt einfach nur auf Konten und generiert Zinsen? Dieses Geld zirkuliert nicht im Wirtschaftskreislauf. Es ist genügend Geld da.

    Wenn nun Geld, dass auf Konten liegt besteuert wird ist es ein Anreiz das Geld auszugeben. Die Wirtschaft wird angekurbelt. Der Staat nimmt auf jeden Fall immer Geld ein. Entweder über die Steuern des Kontogeldes, oder über die Steuern der Unternehmen. Bargeld könnte/ müsste man für das Inland soweit abschaffen. Alles läuft dann nur noch über Konten.

    Das soll mal ein Anreiz für eine Diskussion sein.
    Meiner Meinung nach, ist diese Idee, die nicht sonderlich neu und nicht von mir ist, eine sehr gute Alternative zum jetzigen System!
    07.05.12 17:19

    Die Banken hätten daran sicherlich kein Interesse. Das würde ja bedeuten, dass wir in der Lage wären unsere Schulden zu bezahlen. Somit entfallen die Zinsen. Und? Das ist doch gut. Die Kernaufgabe der Banken ist es, die Wirtschaft mit Krediten zu versorgen, wenn diese denn nötig sind!!! Stattdessen ist der Finanzsektor zu einem Casino mutiert.
  5. #154

    Mag sein,...

    Zitat von optimist2020 Beitrag anzeigen
    ...es ist wirklich ärgerlich, was SPON hier mit seiner Analyse hier treibt und namentlich und fälschlich die Regierung Kohl in diesen Zusammenhang bringt. Journalisten sind nicht gewählt und sollten keine Politik machen....
    ... aber lieber die Vierte Gewalt macht Politik, als Lobbyisten.
  6. #155

    An die dt Adresse....:

    Zitat von torfkopp Beitrag anzeigen
    machen wir uns nichts vor : Man muss ein „land europa“ eben wollen - oder man lässt es einfach ganz.

    bingo!
  7. #156

    Och Joh!

    So sympathisch der Grundgedanke der Piraten "Mehr Basisdemokratie" auch ist, aufgrund dessen ich diesen bei den letzten 2 Wahlen in Hessen auch meine Stimme gegeben habe, gewinne ich inzwischen allerdings immer mehr die Erkenntnis, das diese "Basisdemokratie" nichts anderes beinhaltet, als die Möglichkeit nach Verwirklichung höchst individueller Interessen nach "persönlichen Mehr", statt dem realem Gemeinschaftswohl. Anders läßt sich leider nicht die Forderung nach bedingungslosem Grundeinkommen ohne Darstellung der notwendigen Einnahmen oder auch die Abschaffung des Urheber- und Patentrechts in der heutigen Form erklären. Letzteres stellt sogar die gesamte Existenz unserer Wirtschaft in Frage, denn es gibt in Deutschland nichts wesentlicheres als "Wissen und Forschung" und die daraus erziehlten Einnahmen.

    So wie die kommunistischen Ideen von Marx und Co. in den bekannten Systemen pervertiert wurden, so wird es leider auch der Idee von der "Basisdemokratie" ergehen.
  8. #157

    Zitat von teekaysevenfive Beitrag anzeigen
    Abstimmungsprozesse bei den Piraten dauern wesentlich länger... Die große Masse kann nicht schneller entscheiden. Sie fassen das unter dem Titel Demokratie, für mich ist es ein setzen auf Schwarmintelligenz. Hierzu fiel ein richtiger Satz vor wenigen Tagen. Es gibt nicht nur die Schwarmintelligenz. Es gibt auch die Schwarmdummheit. Ich halte viel von Diskussion. Ich halte wenig davon Hinz und Kunz direkt über mein Leben bestimmen zu lassen.
    Je mehr Menschen ich zu einem Problem befrage, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich die richtige Lösung unter den Antworten befindet. An diesem Gesetz gibt es kein Vorbei. Und es lässt sich eben nicht in gleicher Qualität durch ein Repräsentantensystem ersetzen. Da liegt einer der Fehler im Design unseres Staates.

    Worauf es anschließend ankommt ist, dass die korrekte Antwort durch umfassende Diskussion von Für und Wider aus den vielen herausgefiltert wird. Ich denke, das ist möglich. Und wenn das etwas länger dauert, wird es dennoch zum richtigen Ergebnis führen.

    Das übrigens verstehe ich unter Demokratie. Im Gegensatz zu den angeblich alternativlosen Hau-Ruck-Ansätzen, die wir von "den Damen und Herren da oben" seit Jahren vorgesetzt bekommen.
  9. #158

    Zitat von Professor123 Beitrag anzeigen
    Wer aber was anderes glaubt und den Unsinn, den so einige Piraten u.a. im Internet verbreiten, mitträgt, kann geistig nicht (mehr) voll auf der Höhe sein…
    Guten Tag!
    Ist es das, was Sie als Lehre aus der entmenschten Lobbypolitik unserer etablierten Volksparteien gezogenen haben? "Wir waren ja schon schlecht - genau genommen so schlecht, dass wir in Zeiten des Aufschwunges keinen ausgeglichenen Haushalt gestemmt bekommen. Und alle Anderen, die da was von Transparenz und Umverteilung fasseln, werden es garantiert noch schlechter machen!"

    Lieber Professor Hasenbein,

    die Politik in den vergangenen endlosen Jahren hat in der Tat mit jeder "Reform" dafür gesorgt, dem Bürger Angst und Bange werden zu lassen vor neuen "Wohltaten" und Veränderungen.
    Da ist ihre Reaktion absolut nachvollziehbar, sofort reflexartig im Stoßgebet die Hände gen Himmel zu richten, wenn sich da jemand anschickt, mal was ganz Neues probieren zu wollen. "Nein, bloß nicht noch mehr Reformen."
    Wenn Sie nicht erkennen, dass im festgefahrenen Politiksystem der gleichgeschalteten Abnicker Rendite-orientierter Gesetzesentwürfe, aus den Federn weniger Lenker - denen weder gehobenes Interesse am Gemeinwohl, noch besondere Nähe zur Basis und deren Bedürfnissen nachgewiesen werden kann - jede neue Partei, sei sie noch so exotisch und chaotisch, eine Chance darstellt, dann bleiben Sie und ihr devotes Verständnis vom Souverän doch dort wo der Pfeffer auf Kim Il Sungs Grab wächst.

    Unser System, das griechische System, das europäische System generiert Schulden wie noch nie. Die Frage ist nicht Ob, sondern Wann uns die Illusion um die Ohren fliegt, Wohlstand auf Pump haben zu können.

    Da ist mir die Aussicht auf den Funken einer Chance, aufgezeigt durch unkonventionelle, gemeinschaftlich-beschlossener Methoden von Millionen Menschen und deren millionenfachen Wissens- und Erfahrungsschatzes, doch wesentlich lieber, vereantwortungsvoller und zukunftsträchtiger, als die Gesetzesentwürfe Derer, dessen Suppe wir und unsere Nachkommen jetzt auslöffeln dürfen. Es gilt die Chance zu diskutieren, die Krankheit durch neue Methoden zu heilen, statt deren Symptome wieder und wieder auf Kosten der Gesundheit Aller, bekämpfen und eindämmen zu wollen.
    Worin sich Ihr Vertrauen in die gegenwärtige Politik begründet, gilt es zu diskutieren.
  10. #159

    die Piraten sind vollkommen unglaubwürdig

    Alleine die Tatsache, daß die sogenannten Piraten nicht konsequent GEGEN diese "EU" sind, zeigt, daß sie keinen Durch- & Überblick haben.

    Warum? Nun, weil bei allem Transparenz- & "Liquid Democracy" Geschwafel übergangen wird, daß diese alles andere als transparente EU keinerlei demokratische Struktur aufweist, zudem auf Rundumüberwachung setzt, für die Mitgliedsländer militärische Aufrüstung fordert, & in ziemlich allen weiteren Punkten den einfältigen Tagträumereien der Piraten diametral gegenübersteht.

    Wahrscheinlich ist denen da aber gar nicht bewusst, denn das würde ja eine gründliche, Analyse der Faktenlage voraussetzen.