AFPDie Bildung einer Regierung in Athen wird immer wahrscheinlicher. Jetzt wollen sich die Konservativen an einer Koalition beteiligen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Vorsitzenden Antonis Samaras und Sozialistenchef Evangelos Venizelos.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832614,00.html
Also mich wundert es nicht, daß die etablierten Parteien in Griechenland im Moment so an Zustimmung verlieren. Würden bei uns die Löhne derart gekürzt oder eine derart hohe Arbeitslosigkeit sein, dann wäre eine Zustimmung radikaler Kräfte ebenfalls hoch. CDU und SPD würden massiv verlieren und es reichte nicht mehr für eine "große Koalition". Grüne und FDP wären marginalisiert. Gab's das nicht schon mal? Ach ja, vor 1933. Da hießen die Parteien aber noch anders (außer der SPD).
So ist er halt, der "böse" Wähler.
Griechenland muss endlich aufwachen.
Es gibt nur zwei zukunftsorientierte Richtungen:
- Im Euro bleiben und die daraus entstehende Austrerity leiden
oder
- Aus dem Euro aussteigen und auf eigene Faust die Zukunft bewaeltigen.
Persoenlich bin ich der Meinung dass GR ausserhalb des Euro eine bessere Zukunft erwartet.
Ich komme mir vor, wie in einem Irrenhaus und nicht in einem Theater, wenn ich diese griechische Tragödie mir anschaue. Die machen Selbstmord und das Volk jubelt. Gut, dann hoffe ich auf den Austritt aus der EU, denn wenn dies Schule macht "ich möchte nichts sparen etc.", dann gibt es bald nicht die EU-Zone. Manche freuen sich, aber dann in einigen Jahren meckern die gleichen Bürger über die Politiker, was die alles verbockt haben.
Niemand kann Geld verleihen, dass er nicht irgendwie über hat, schließlich bräuchte man es selbst. Und wenn man ein Kredithai ist, zumindest im Geiste, will man eben nicht nur das Geld zurück haben, sondern sogar noch mehr und immer mehr und nochmal mehr. Umso mehr, je schlechter es demjenigen gibt, denn dann kann man Druck ausüben.
Letztlich nichts weiter als ein Verbrechen, die Notlage anderer Menschen ausnutzen oder deren Schwächen.
Wäre es anders, könnte man in Deutschland ja einfach mal den Zinssatz auf griechische Verhältnisse setzen und sehen, wie toll wir dann noch sind. Würde uns sofort das Genick brechen.
Ich glaube nicht an die Theorie des "dummen Volkes", das sich nicht intelligent in die Politik einmischen kann. Deshalb wären Volksabstimmungen durchaus eine Möglichkeit, das Regieren den wahren Mehrheitsverhältnissen anzupassen. Darüberhinaus gibt es für das repräsentative System ebenfalls gute Gründe. Solange die "Repräsentanten" allerdings nur ihre Pfründe sehen, nicht "gläsern". nicht sofort abwählbar bei Fehlverhalten (gegen die Interessen ihrer Wähler) sind und vor allem für unendlich auf ihren Posten bleiben, solange ist dieses repräsentative System eine Diktatur der großen Parteien und der Lobbyisten.
Verantwortung übernehmen sie keine.