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Griechenland: Konservativer Samaras will sich an Koalition beteiligen
AFPDie Bildung einer Regierung in Athen wird immer wahrscheinlicher. Jetzt wollen sich die Konservativen an einer Koalition beteiligen. Das ist das Ergebnis eines Gesprächs zwischen dem Vorsitzenden Antonis Samaras und Sozialistenchef Evangelos Venizelos.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832614,00.html
- #90 11.05.2012 13:05 von
Katzeklo
Lieber Katzenfreund!
Wenn der Satz: „Zynisch ausgedrückt ihr könnt ohne von außen unterstützt zu werden gar nicht überleben...“ stimmt, ist Ihr Statement nicht nur zynisch sondern auch brutal. Sie verurteilen das griechische Volk damit zum Nicht-Leben. Ob mit oder ohne Euro. Aber wenn das so ist, gibt es doch zu einer Unterstützung Griechenlands gar keine Alternative! I H R E eigene Argumentation!!! - #91 11.05.2012 13:10 von
Nein, leider wurde bei meinem Zitat nur der erste Absatz des Kommentars hinzugefügt. Der Unfug sollte dem Satz gelten, dass die gewählten Volksvertreter schlauer sind das die Masse des Volkes. Denn warum sollte das so sein, wo doch das Parlament das Volk repräsentieren soll.
Also wissen die Volksvertreter dann doch besser als das Volk, was es eigentlich will? Das Parlament wird mit Politikern gefüllt, die die Interessen der Bürger im Reichstag zum Ausdruck bringen sollen. Wenn die Masse der Bürger und Wähler nunmal keine Alimentierungen nach Europa wünscht, dann haben die Volksvertreter verdammt nochmal auch im Sinne des Volkes abzustimmen - was auch immer dann für Konsequenzen dadurch entstehen. Ihr Argument ist auf jede Entscheidung im Bundestag anwendbar. Wir (die Volksvertreter) wissen es nunmal besser! Wozu dann noch wählen? - #92 11.05.2012 13:11 von
verständlich...
wenn menschen so sehr in die enge getrieben werden, ist es doch nur verständlich das sie sich wehren.
da sie das mit rechtstaalichen mitteln nur bei wahlen machen können, ist es doch sehr gut verständlich, das sie auf diese radikalen parteien hereinfallen, welche ihnen linderung ihrer not versprechen.
hunger und wohnungslosigkeit tuen eben weh.
die leute die dann "selbst schuld" rufen, sind allzumal ignoranten oder einfach nur dumm.
ich persönlich bin froh, das die griechen sich gegen diese art von ausbeutung wehren,
und wäre noch froher wenn die deutschen sich daran ein beispiel nähmen.
denn auch in good old germany werden die daumenschrauben immer enger gezogen.
auch wir bekommen eine "illusion vom demokratie" vorgegauckelt, aber wir wollen das ja so haben.... - #93 11.05.2012 13:11 von
Antikorruption
Das war Quatsch, der Griechskat war leicht durchschaubar, Samaras schmeisst schnell, die Linken reizen es aus, und Venizelaos hat Zeit zu kungeln. Dann der geradezu saudämliche Versuch mit der gesperrten Mrd. Die rasselt jetzt Pasok um die Ohren. Ich denke viele in der EU haben es nicht verstanden - das war auch und vor allem eine Antikorruptionswahl. In Brüssel werden bald auch einige Pöstchen neu besetzt werden müssen. Außerdem gab es schon gestern eine Umfrage, danach war eigentlich alles klar.
- #94 11.05.2012 13:12 von
Sie sprechen mir aus dem Herzen, was die Griechen angeht. Was die widerlichen Zinsjägerverhaltensweisen angeht, vermute ich dahinter aber fast mehr Angst als Gier. Angst: kein Vertrauen auf die Zukunft, kein Vertrauen darauf, daß die kommende berufstätige Generation für die Alten sorgen wird (Umlagesystem!) kein Vertrauen darauf, daß das Brot, was ich in zwei Jahren essen werde, erst in zwei Jahren (- ein Tag) gebacken werden kann und wird.
Ich kann nicht mit Zettel- und Zahlensammeln der Zukunft das Unbekannte "abkaufen". Das aber machen uns die Banken und Versicherungen weis, die an unserer Angst verdienen. Dummerweise ruinieren die Zins- und Zinseszinsversprechen (nichts anderes ist das dauergeblöke von notwendigem Wachstum) als Nebenwirkung unsere Gesellschaftsordnung. - #95 11.05.2012 13:16 von
Auch recht schön:
Deutscher Bundestag: Historische Debatten (13): Ringen um den Euro - #96 11.05.2012 13:19 von
- #97 11.05.2012 13:21 von
Na ja
Den Aufstand hat es in Finnland, der Slowakei und den Niederlanden schon gegeben! Nur dass eben die Medien lieber über die ach so armen Griechen berichten und deren merkwürdiges Wahlverhalten zu einer Art europäischer Ur-Demokratie hochjubeln. Senden die Finnen ein klares Signal gegen die Transferunion, ist das Rechtspopulismus. Senden die Griechen ein klares Signal, dass sie an ihrem verkommenen System nichts ändern wollen, ist das ein Schrei nach sozialer Gerechtigkeit. Journalisten urlauben eben eher im Süden als im Norden. Na ja.
Spannend wird es, wenn die Deutschen endlich klare Kante zeigen und auch mal das deutsche Volk zu Wort kommen lassen. Die EU kann wohl kaum ignorieren, wenn 30 Mio. Deutsche den Geldhahn zudrehen wollen. Meinetwegen kann man das auch über die FDP machen: Die muss den Griechenwahn stoppen, auch wenn Merkel das nicht mag und Herr Chatzimarkakis wegen Loyalitätsbeschwerden den Schlaf verliert. Der Wähler würde es belohnen. - #98 11.05.2012 13:21 von
Das ist ja alles schön und gut - nur muss das griechische Volk dann auch mit den Konsequenzen ihrer demokratischen Entscheidung leben. Das gilt für Staaten genau so wie für einzelne Personen und nennt sich "Verantwortung übernehmen". Aber bei diesem Punkt ducken sich die dollen Linksextremen ja immer weg und suchen die "Schuldigen" (Reiche, Unternehmer, etablierte Parteien, Zinssystem, Kapitalismus, schlechtes Wetter, etc pp).
Die Linke in Gr propagiert keine "komplett andere Politik", sonden ein 100%ges "weiter so wie bis 2010" - Konsum auf Kosten der anderen EU-Staaten. Da die zahlenden Länder nicht mehr mitmachen wollen, wird sich dieser echt innovative Politkansatz in Luft auflösen... - #99 11.05.2012 13:22 von
Nachgeholte Volksabstimmung!
Wieso sieht es nicht gut aus, wenn eine Regierungskoalition nicht zustande kommen sollte? Neuwahlen wären der wünschenswertere Weg. Die anvisierten Strukturmaßnahmen lassen sich doch ohnehin nur durchsetzen, wenn eine Mehrzahl der Griechen hinter ihnen steht. Und diesen Willen haben die Griechen durch die letzte Wahl nicht zum Ausdruck gebracht.
Neuwahlen kämen hingegen der von Papandreou bereits im Nov. 2011 vorgeschlagenen Volksabstimmung über den Euro-Rettungsplan gleich. Die Griechen würden nochmal ganz klar vor die möglichen Alternativen gestellt:
Wählen sie die ND und Pasok in die Regierung, dann geben sie ihr "Ja" zu den Sparmaßnahmen und können sich im Nachhinein über die Kürzungen nicht beschweren. Wählen sie die radikale Linke, sagen sie damit "Nein" zum Euro und werden wohl aus der Währungsunion ausscheiden. Auch diese Entscheidung hätten sie dann aber ganz bewusst und in eigener Verantwortung getroffen. Im Übrigen wäre letzteres wohl für alle Beteiligten ökonomisch auch am sinnvollsten.
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