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Griechenland in der Krise: Das gedemütigte Volk

Hellas liegt am Boden, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - das Volk fühlt sich von Europa und besonders den Deutschen gedemütigt. So lautet der*drastische Befund des Journalisten Georgios Delastik. Egal, wer regiert - für ihre Politiker empfinden die Griechen nur Verachtung.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...796542,00.html
  1. #220

    ...

    Zitat von Tommi16 Beitrag anzeigen
    Vielleicht lesen Sie erstmal das hier
    http://www.stellungnahme-zur-krisenp...8&L=2&id=10228
    und überdenken dann Ihre Meinung nochmal.
    Beispiel aus dem Artikel:
    Ursache des hohen Schuldenstandes war die Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise, die vergleichsweise harmlos als Hypotheken-Kredikrise 2007 in den USA begann, sich dann aber zu einer globalen Krise von historischem Ausmaß weiterentwickelt hat.
    Sie dürfen sich ja mal informieren wieviele Länder die Maastricht Kriterien vor der Subprime Krise erfüllt haben.

    Im Artikel folgt noch die übliche Phasendrescherei von "Entmachtung der entfesselten Finanzmärtkte" bis hin zu "neuer Wirtschaftsordnung". Viel geschwurbel - wenig konkreter Inhalt/Vorschläge

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die Fächer der ersten paar Unterzeichner (Professoren) zu ergoogeln.

    Prof. Dr. Elmar Altvater - Politikwissenschaftler
    Prof. Dr. Thea Bauriedl - Psychoanalytikerin
    Prof. Dr. Armin Bernhard - Allgemeine Pädagogik
    Prof. Dr. Adelheid Biesecker - VWL (doch noch!)
    Prof. Dr. Ulrich Brand - Politikwissenschaft
    PD Dr. Achim Brunnengräber - Politik- und Sozialwissenschaften
    Prof. Dr. Frigga Haug - Soziologin und Philosophin
    ...usw

    Mein Eindruck: Der wirtschaftliche Sachverstand scheint mangelhaft vertreten zu sein.
  2. #221

    Das ist mir ja sowas von egal.....

    Zitat von Chatzi Beitrag anzeigen
    Ich kann es kaum noch hören! Selbst Grieche, 45, Sohn eingewanderter Eltern, die 1971 Griechenland in dem Zustand verlassen haben, in dem er nun mal wieder ist. Und noch dazu, sind sie vor 2 Jahren wieder dorthin zurück, als Rentner. Welch Ironie der Geschichte! Bitterkeit, Demütigung, Hass, Wut, .....
    Solange Sie nur die Kohle nehmen ist es deren Problem! Oder zahlen die Griechen für uns? Und wie das ankommt ist mir auch egal! Muss ich mir jetzt schon vom Schuldner sagen lassen wie es zu laufen hat. Sie leiden an Realitätsverlust. Meinen sie es interessiert mich ob die Griechen mich mögen? Hängt das jetzt also ab von meiner Zahlungsbereitschaft? Sorry, aber auf diese Art von gemocht werden verzichte ich gerne. Würde mich mal interessieren ob die Griechen für mich gerne alles zahlen würden? Ich möchte auch mit 50 am Strand liegen, Rentner sein und mich vom Ausland alimentieren lassen. Sagen Sie - gehts eigentlich noch???
  3. #222

    Träume

    Auch ich hätte gerne ...Eigenheimzulage, Abwrackprämie, Sparerfreibetrag, ..usw.. aber das gibts nicht mehr. Klar, jammern auf hohem Niveau.

    Aber wo ist der Grieche Reliat ? Wo sind die Griechen, die sagen , okay. wir tun uns zusammen und 2-3 teilen sich eine Stelle ? wo wird überzahlte Rente zurückgezahlt ? Wo und Wer fängt mal an ? Wo gibt es einen Aufbruch zum neuen Griechenland ? LEERE !! nur maulen, motzen und schimpfen.
  4. #223

    Ne Lernphase

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hellas liegt am Boden, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - das Volk fühlt sich von Europa und besonders den Deutschen gedemütigt. So lautet der*drastische Befund des Journalisten Georgios Delastik. Egal, wer regiert - für ihre Politiker empfinden die Griechen nur Verachtung.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...796542,00.html
    Da müssen die durch.Je härter,umso gründlicher wird der Heilungserfolg werden.Und wenn der Grieche zu mir deutschem was von Überheblichkeit schwafelt nenne ich Ihn einen Dieb.
    So ist Das!Und nicht anderst.
    Wir Deutsche sollten auch schön hinkucken wie so eine Pleite geht. Auch wir kommen noch dran.Mit Sicherheit!
    Schaut man sich doch mal unsere aufgeblähte und vervorschriftete Gesellschaft an! Nur noch Häuptlinge. Keine Indianer mehr.wir werden sehen wie sowas ausgeht.
  5. #224

    man hat die Wahl

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hellas liegt am Boden, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - das Volk fühlt sich von Europa und besonders den Deutschen gedemütigt. So lautet der*drastische Befund des Journalisten Georgios Delastik. Egal, wer regiert - für ihre Politiker empfinden die Griechen nur Verachtung.
    http://www.spiegel.de/politik/auslan...796542,00.html
    Es ist doch klar, dass die Stärkeren in der EU auch eine Führungsrolle übernehmen. Es ist auch klar, dass die EU die Souveränität der Mitgliedsstaaten einschränkt. Wer ein freies, unabhängiges Land mit Markt- und Münzrecht haben will, kann den Austritt aus der EU wählen. Da aber in Wirklichkeit keine Staatsregierung mehr regiert, sondern Banken und Großkonzerne, würde ein solcher Schritt den Griechen vermutlich wenig nützen. Nur dass sie sich einen anderen Sündenbock suchen müssten. Ich bin verwundert, wie infantil die Reaktionen mancher Leute doch sind.
  6. #225

    Nichts verstanden

    Zitat von systemsurfer Beitrag anzeigen
    Kleiner Denkanstoß zu einem Thema, dass wie ich finde, bisher in allen Diskussionen zu Griechenland zu kurz kommt:
    Militärausgaben weltweit, siehe.....
    Also wirklich, systemsurfer, Du hast ja gar nichts verstanden. Griechenland wird doch immens vom NATO-Partner Türkei bedroht! Die können jeden Moment einfallen. Genauso wie alle anderen gegen die Griechen sind. Außerdem wurden sie doch quasi gezwungen, unsere Waffen zu kaufen!

    (Dieses letzte Argument habe ich jetzt schon mehrfach von Griechen gehört.)
  7. #226

    EU hat den Griechen einen Baerendienst erwiesen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Hellas liegt am Boden, nicht nur finanziell, sondern auch moralisch - das Volk fühlt sich von Europa und besonders den Deutschen gedemütigt. So lautet der*drastische Befund des Journalisten Georgios Delastik. Egal, wer regiert - für ihre Politiker empfinden die Griechen nur Verachtung.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...796542,00.html
    Alle Versprechungen vom Wohlstand im wirtschaftlich vereinigtem Europa sind (jedenfalls fuer Griechenland, aber andere werden folgen) klaeglich gescheitert. Das muslimische Nachbarvolk Griechenlands, Tuerkei, der man den Beitritt verweigert hat, boomt dagegen - ohne EU und ohne Euro und erlebt Zuwachsraten, die nur mit den von China zu vergleichen sind. Seit dem Griechenland EU beigetreten ist, ist die Produktivitaet und die Konkurrenzfaehigkeit der griechischen Wirtschaft um 30% gesunken. Am Ende des Integrationsprozesses hat die EU mit den kaeuflichen griechischen Eliten das Land in die Katastrophe gefuehrt.
    Es is falsch Deutschland daran Schuld zu geben. So einfach ist es nicht. Es ist aber das unvermeidbare Ergebnis des Systems, das von Deutschland massbeblich mitbestimmt worden ist und natuerlich deutschen Interessen gedient. Das war auch nicht anderes nicht zu erwarten. Jeder hat das Recht seine Interessen durchzustezen und zu verteidigen. Die Tragik ist, dass die Durchsetzung eigener Interesen zu einer Katastrophe fuer die untergeordneten Partner fuehrt. Man weiss seit einigen Jahren, dass finanzielle Mitteln heute die "Waffen der Massenvernichtung" (Buffet) sind. Der deutsche Drang (diesmal nicht nach Osten) sondern nach Absatzmaerkten und und der Wille die temporaere Rolle als Exportweltmeister einseitig in die Zukunft fortzuschreiben hat eine aeusserst instabile Situtation in Europa geschaffen. Das hat jetzt seinen Preis.

    Der polnische Praesident Kaczynski hat gerade ein solches Szenario fuer Polen befuerchtet, und wurde verstaendlicherweise in Deutschland dafuer verteufelt und als Kartoffel verunglimpft. Jetzt erscheint seine Skepsis gegenueber der EU und der Einfuehrung des Euro in Polen viel verstaendlicher. Klaus in der Tschechischen Republik hat aehnliche Bedenken gehabt. Orban in Ungarn wurde auch bewusst, wozu die vom Westen betriebene Verschuldung des Landes gefuehrt hat. Auch er hat in Deutschland aesserst schlechte Presse.

    Der Grundfehler scheint darin zu liegen, dass Deutschland glaubt, seine Exportweltmeisterrolle auf ewig aufrechterhalten zu koennen und jegliche Konkurrenz in der europaeischen Peripherie auszuschalten. Einmal wieder zerstoert die deutsche Tuechtigkeit andere Laender. Ein Ausweg daraus waere, dass die Deutschen fuer sich leben, mit eigener Wirtschaftszone umd mit eigener Waehrung und alle Versuche unterlassen, anderen zu sagen sei aus direkt aus Berlin, sei es aus Frankfurt, sei es aus Bruessel, was andere tun und lassen sollen. Dann koennte uns niemand etwas anhaben. dann bruacht man sich nicht zu schaemen, dass man arbeitsamer und vorsorglicher ist als andere. Mercedes und BMW werden nur den Deutschen dienen. Die Griechen, die Portugiesen, Spanier, Polen, Tschechen werden in Austos von schlechterer Qualitaet fahren, die sie aber selbst entwicklen und selbst produzieren. Das muss doch moeglich sein. Und ab und zu werden sie nach Deutschland kommen (aber nur fuer ein paar Tage, weil die deutsche Mark so teuer waere) um die deutsche Ingenieurskunst zu bestaunen.
  8. #227

    Keine Ahnung ...

    Zitat von wika Beitrag anzeigen
    Zusammenhangloses Gebrabbel, wilde Verschwörungstheorien und offensichtliches Unwissen in bezüglich unseres Wirtschaftssystems wurden von der Redaktion entfernt.
    ... aber davon jede Menge, nicht wahr? :P
    Wika, sehen Sie doch bitte ein, dass an der Pleite der Griechen nicht unser böses Geldsystem schuld ist. Die Griechen haben nun ca. 40 Jahre *deutlichst* über ihre Verhältnisse gelebt. Sie haben nicht ein bisschen mehr ausgegeben als vorhanden (so wie es z.B. Deutschland tut - und auch das ist natürlich falsch!), sondern haben durch Bilanzfälschung und dreiste Lügen nichtvorhandenes Geld mit vollen Händen aus dem Fenster geschmissen.

    Warum sollen nun Nationen, die einen geringeren Lebensstandard haben als Griechenland, aber eben sauber wirtschaften, nun den Griechen ihre völlig überzogenen Ansprüche finanzieren?

    Sollen sie pleite gehen und als abschreckendes Beispiel dafür dienen, was passiert, wenn man nur soziale Wohltaten verteilt, ohne dass es eine wirtschaftliche Basis dafür gibt.
  9. #228

    -

    Zitat von Chatzi Beitrag anzeigen
    Ich kann es kaum noch hören! Selbst Grieche, 45, Sohn eingewanderter Eltern, die 1971 Griechenland in dem Zustand verlassen haben, in dem er nun mal wieder ist. Und noch dazu, sind sie vor 2 Jahren wieder dorthin zurück, als Rentner. Welch Ironie der Geschichte! Bitterkeit, Demütigung, Hass, Wut, Gewalt und Unglaube sind kaum geeignete Wörter, um zu beschreiben, was viele Griechen heute fühlen.
    Das zu fühlen ist natürlich wesentlicher einfacher, als sich selbst 'mal an die eigene Nase zu fassen.

    Glaubt ihr wirklich, die Griechen haben das Problem selbst verschuldet? Also die aus dem gr. Volk, die jetzt "dagegen" sind? Schaut nochmal genauer hin! Findet da nicht gerade Sippenhaft statt?
    Wer, ausser den Griechen, die die jeweiligen Regierungen gewählt haben, soll denn bitte daran schuld sein? Und da die (fast) gegensätzliche Parteien Pasok bzw. die ND jeweils abwechselnd von grossen Mehrheiten, aufgrund sich übertrumpfender Wahlversprechen, gewählt wurden, kann auch davon ausgegangen werden, dass der weitaus überwiegende Anteil der Griechen jeweils eine dieser Parteien gewählt haben. Natürlich gibt es auch noch die Kommunistische Partei, die allerdings keine Chance bekam, ihre noch weitergehenden Wohltätigkeitsversprechen umzusetzen. Summasumarum kann gesagt werden, dass >90% in irgendeiner Form diese desaströse Politik mitgetragen haben.
    Das ist keine Sippenhaft, das ist die Realität.


    Auch wenn Griechenland zur Zeit der Diktatur in den 60ern am Boden lag, sind die Ursachen heute nicht dieselben.
    Wahlgeschenke, jahrelang. Erkaufte Stimmen, "Lefta" (=Geld) für das Volk, damit haben sich viele einlullen lassen, von Regierung zu Regierung.
    Richtig, ich habe das im Absatz weiter oben nur etwas weiter ausgeführt.

    Sind deutsche Rentner, die diejenigen Wählen, die das meiste versprechen, anders? Oder Mütter, die Kitas brauchen? Weissgott nicht! ht nur in Griechenand übrigens, ganz ganz schlecht an!
    Die waren zumindest anders. Sonst hätte Schröder seine Agenda2010 (eine solche hätte auch GR sehr gut getan) nicht durchziehen können. Ob das so bleibt, werden wir 2013 sehen.
  10. #229

    .

    Zitat von Fricklerzzz Beitrag anzeigen
    Mit der Verachtung ist das hier ähnlich. Außerdem sehe ich noch nicht das wir nicht genauso enden.
    Schießlich wurde in den letzten 40 Jahren von Deutschland noch niemals der Schuldenberg reduziert.
    Die Rettungsschirme werden ein Übriges tun.
    http://de.wikipedia.org/wiki/Staatsverschuldung








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