Griechenland in der Krise: Aufstand der letzten Anständigen

In Griechenland gilt Steuerhinterziehung als Volkssport, jetzt rebellieren sogar die letzten ehrlichen Zahler. Angelos Belitsakos wurde zum Vorkämpfer neuen Abgabenboykott-Bewegung, denn er hat die Wahl: Entweder sein Land geht pleite - oder er selbst.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...787237,00.html
  1. #50

    gut erkannt!

    Zitat von yarx Beitrag anzeigen
    Da haben Sie was gründlich mißverstanden. Die Schulden des Staates sind die Vermögen der Reichen. Zumindest sehr vereinfacht betrachtet. Ohne Schulden, kein Vermögen!
    Ihre Schlußfolgerung ist dennoch richtig. Nur das Abschöpfen der Reichen, kann die Staatsschulden wieder eliminieren.
    Ein weiteres Schröpfen der sozial Schwächeren zur Begleichung von Zinsen verteilt weiter Geld von unten nach oben.
    Erst wenn das hier der letzte kapiert hat, und aufhört auf die Griechen zu schimpfen, sondern statt dessen, auf seinen Staat schimpft und auf die Straße geht, wird das besser. Vielleicht!
    Gut formuliert!
    Das deckt sich ja inhaltlich mit den Aussagen von z.B. Bernd Senf oder Dirk Müller und anderen Volkswirten.
    Im Grunde können wir uns die oberen Zehntausend einfach nicht mehr lange leisten.
  2. #51

    .

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Wenn da niemand Steuern zahlt, ist Griechenland verloren. Wie konnten diese Bananenrepublik nur in die EU kommen? Ich meine niemand zahlt gerne Steuern, aber das es ohne nicht geht sollte man schon einsehen.
    Das Problem ist: Es können zu wenige Steuern zahlen.
    GR hat um ein Mehrfaches zu viel Beamte, deren grosse mehrheit fast nichts für den Staat tut. Die sind fast nicht kündbar. Bisher.
    Ich frage mich auch ernsthaft wie das Land bisher so lange über die Runden kommen konnte. Keine Industrie, aber dafür reichlich Streiks und massig Steuerhinterzieher. Was für eine Mischung...ehrlich gesagt haben diese Leute allesamt die Staatspleite verdient.
    2 mal nein. Es ist ganz einfach.
    Wir (u.a.) haben den Griechen das Geld geliehen welches Sie nicht hatten um unsere Produkte zu kaufen.
    Wir haben doppelt verdient: Am Export und an den Zinsen.
    Bis jetzt. Jetzt kommt die Kehrseite der Medaille nicht nur für die Griechen, auch für uns.
    Wir haben es verdient wenn wir grosse Teile der Schulden abschreiben müssen. Und die Griechen die vom Staat ohne grosse Gegenleistung Lohn bezohgen die eigene Pleite.
    Die Geschäftsleute in Griechenland haben den Rest des Staates finanziert. Die sollte man nicht in den Ruin treiben. Man sollte die schröpfen die viel haben, nicht die die wenig haben.
    Leider müssen wir sie wohl retten, um einen Dominoeffekt auf den Rest der EU/der Banken zu verhindern :( Pest oder Cholera....
    Nein. Wir müssen endlich unsere Banken zwingen sich in Geschäfts und Spekulationsbanken auf zu trennen. Die Geschäftsbanken brauchen wir, die anderen können auch mal Pleite gehen. Da passiert nicht so viel.
  3. #52

    ...

    Zitat von Berta Beitrag anzeigen
    Toller Euro ist das
    Was denken Sie denn wie es mit der D-Mark aussähe? Dann hätten wir eine Währung die interessant genug für Spekulationen wäre, die aber allein schon wegen der erheblich geringeren Gesamtumlaufmenge sehr viel anfälliger für Spekulationen als der Euro wäre... was glauben Sie wohl, warum die Schweizer ihren Franken nun de facto fest an den den Euro gekoppelt haben...
  4. #53

    Da kann man..

    ..nur hoffen, dass die Politiker sich endlich dazu durchringen vernünftige Pleitemechanismen für Staaten zu beschließen. Und dann kann man die Länder reihenweise damit sich befassen lassen. Man muss schlechtem Geld nicht noch mehr Gutes hinterherwerfen. Allerdings sehe ich ein, dass mit den jetzigen Mechanismen wohl eine Pleite keine Alternative ist. Denn hinterher leiden die Banken zu stark darunter und an wem lassen die es dann wieder aus?

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.
  5. #54

    Zustimmung

    Zitat von Christ 32 Beitrag anzeigen
    in dem System hat doch jeder eine pausible Erklärung warum gerade er Steuen hinterziehen musste und wie schlecht es Ihm in Prinzip geht. Jeder hinterzieht Steuern und zeigt mit dem Finger auf den nächsten der angeblich noch viel mehr hinterzieht.

    Um das System zu ändern ist es einfacher es zugrunde gehen zu lassen und dann neu wieder aufzubauen als es zu reformieren. Alle sind Teil des Systems und niemand will der Dumme sein der zahlen muss.
    Genau so funktioniert die Menschenmasse. Am Ende sind ALLE die Dummen, weil kein einzelner der Dumme sein wollte.
    Solange auch nur die DAX-Vorstände sich ständig Bereicherunszuwachsraten genehmigen, werden alle anderen auch nicht mitspielen.
  6. #55

    lle Nationen mit Exportüberschuss leben auf Kosten anderer!

    Zitat von Roueca Beitrag anzeigen
    sagen die Griechen, wir zahlen nicht sagen die Italiener usw.

    Aber wir, die wir als Nazis beschimpft wir werden zahlen!

    Denn wir haben in ....
    Alle Nationen mit Exportüberschuss leben auf Kosten der Nationen mit negativer Aussenhandelsbilanz.
    So einfach ist das.
    Und irgendwann hat das Konsequenzen.
    Für Beide.
    Logisch und richtig.

    Oder würden Sie ihrem Nachbar ständig auf Kredit liefern und ihm den Kredit selber geben, obwohl Sie wissen er kann das nie zurück zahlen??

    Genau so handeln Staaten.
    Und die Banken helfen dabei!
  7. #56

    Mal langsam

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    In Griechenland würde es ausreichen, wenn bei Nichtzahlung der Steuern das Finanzamt, wie in Deutschland, die Konten sperrt!
    Kauri
    Wer in GR alle Steuern zahlt, die er zahlen müsste, kann von dem Rest nicht leben. Das begründet die schlechte Steuermoral.
    Die Politik reagiert auf die schlechte Steuermoral, indem sie immer mehr Steuern erfindet.
    Dazwischen sitzt ein Administration (Finanzamt), die offenbar nicht gut funktioniert.
    Fazit: eigentlich müsste man für das gesamte Staatwesen den Reset-Knopf drücken.
  8. #57

    Es geht...

    Zitat von zakalwe. Beitrag anzeigen
    Wenn da niemand Steuern zahlt, ist Griechenland verloren. Wie konnten diese Bananenrepublik nur in die EU kommen? Ich meine niemand zahlt gerne Steuern, aber das es ohne nicht geht sollte man schon einsehen.
    ..da exemplarisch um einen Geschäftsmann, der seine Steuern durchaus gezahlt hat und brav war; die zusätzlichen Belastungen aber kann er nicht schultern.
    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen?!

    Es geht ja GRADE DARUM, das Schicksal solcher Leute herauszustellen.
    Herrje...
  9. #58

    Leider Gottes wahr...

    Zitat von oliver71 Beitrag anzeigen
    Das System Griechenland muss erst zusammenbrechen bevor es neu und funktionierend wieder erstehen kann. Vielleicht versteht ja der griechische Staatsbeamte erst das es so nicht weitergeht wenn es dem Staat wirklich unmöglich geworden ist Geld aufzutreiben und weiter zu zahlen.....
    Abgesehen davon, dass die Schuld nicht nur beim Griechen liegt, gebe ich ihnen in dem Satz hier Recht. Griechenland muss eine geordnete Insolvenz anstreben. Wahrscheinlich in Kombination mit einem Haircut, vielleicht sogar dem Austritt aus der Währungsunion. Das da einige Leute sehr bluten werden ist richtig, und dass es da (leider) nicht nur die Richtigen erwischt, ist auch wahr...
  10. #59

    .

    Zitat von Roueca Beitrag anzeigen
    ...der Staat hat seine Finger in meinem Geldbeutel, auf meinem Lohnzettel und ist mit meinem Arbeitgeber verbündet. So einfach ist das ...
    So einfach ist das nicht. Der Arbeitgeber sitzt im gleichen Boot wie Sie, er hat keine Chance gegen den Staat, noch weniger als Sie.