Griechenland: Auch Venizelos scheitert mit Regierungsbildung

DPADie Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen. Nun hat der Staatspräsident das Wort.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...832753,00.html
  1. #1

    optional

    Die Einschlaege kommen immer naeher!
    Kriegen wir - anteilig - nun unser Steuer-Geld von gestern zurueck?
  2. #2

    Mannomann..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen.
    Am Montag sprach Samaras mit Venizelos und Tsipras. Am Mittwoch sprach Tsipras mit Samaras und Venizelos. Heute sprach Venizelos mit Samaras und Tsipras. Nächste Woche treffen sich noch einmal alle bei Herrn Papoulias und dann wird nochmals geredet. Das ist doch irgendwie ulkig, oder?
  3. #3

    Noch auf die Schnelle das Geld verbrannt

    Dass noch am Do. über 4 Mrd. Euro an Griechenland überwiesen wurde, obwohl ein Scheitern einer Regierungsbildung vorhersehbar war, erinnert mich an die Groteske der KFW, welche der bereits pleitegegangen G&S noch ein paar davon hinterher geworfen hatten. Wurden die "Verantwortlichen" dafür etwa zur EZB strafbefördert ? Das grenzt bereits nicht mehr an Veruntreuung, das ist schon Vorsatz.
  4. #4

    und was dann

    Ich will nicht spekulieren, aber was passiert dann im Juni, wenn Tsipras die nächste Wahl gewinnt? Eine Mehrheit wird es wohl auch dann nicht geben.
    Was passiert wenn die nächste Regierung einfach in den Keller der Notenbank geht und neue griechische Euros druckt und auf den Markt wirft? Der Spiegel sollte an dieser Stelle nicht einfach DPA Meldungen abdrucken. Vielmehr sollten die Redakteure die Zeit nutzen um ordentlich zu recherchieren und die Menschen im Euroraum über das was passieren kann zu informieren. Die Politiker werden diese Aufgabe wohl kaum übernehmen.
  5. #5

    Armes Hellas...

    das haben seine Einwohner einfach nicht verdient.

    Meine Sympathie und mein Mitgefühl den Menschen in Griechenland.

    Mich deucht, jetzt wird es eng. Wenn dem Staatspräsidenten nicht das scheinbar Unmögliche gelingt, doch noch eine handlungsfähige Regierung zusammenzureden, wird es bitter - in erster Linie für die griechischen Bürger.

    Sollte die Regierung in Griechenland die mit der Troika vereinbarten Regeln nach einer eventuellen Neuwahl aufkündigen, wird der Geldstrom (auch) aus der EU sicher versiegen... Dann stehen allen Europäern aber spannende und schmerzhafte Zeiten ins Haus. Am I really looking forward to that???
  6. #6

    Um Kopf und Kragen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen. Nun hat der Staatspräsident das Wort.

    Griechenland: Koalitionsgespräche gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Don't panic! Keine Angst, bis zum 17. Juni und möglichen Neuwahlen ist noch viel Zeit. Ich wette mal: Inzwischen werden bereits von der IWF, den Banken und der EU (einschl. Merkel) Maßnahmen eingeleitet, die neue Verhandlungen über den "Sparpakt" möglich machen. Dann wird man sich hinsetzen mit griechischen Politikern aus den verschiedenen Lagern, einige (vielleicht sogar wesentliche) Veränderungen vornehmen - und schwupps, ist die Griechenlandkrise gelöst. Die Gelder können wieder rollen. Was sie auch müssen, wollen wir nicht alle zusammen in den Abgrund fahren. Wetten, dass...?
  7. #7

    Wer weiß

    Zitat von rhaertl Beitrag anzeigen
    Ich will nicht spekulieren, aber was passiert dann im Juni, wenn Tsipras die nächste Wahl gewinnt? Eine Mehrheit wird es wohl auch dann nicht geben.
    Was passiert wenn die nächste Regierung einfach in den Keller der Notenbank geht und neue griechische Euros druckt und auf den Markt wirft? Der Spiegel sollte an dieser Stelle nicht einfach DPA Meldungen abdrucken. Vielmehr sollten die Redakteure die Zeit nutzen um ordentlich zu recherchieren und die Menschen im Euroraum über das was passieren kann zu informieren. Die Politiker werden diese Aufgabe wohl kaum übernehmen.
    Eventuell reicht's halt doch. Nicht unbedingt alleine, aber mit einer anderen Splittergruppe. Oder eine der großen (sofern dann noch irgendetwas Bedeutsames von denen übrig ist) schwenkt auf den Kurs der dann stärksten Partei ein, um selbst auch weiter an der Macht zu ... Verzeihung, wollte sagen: um den Willen des Volkes umzusetzen.
    Aber der Weg bis dahin ist noch lang und es kann viel passieren. Schau'n mer mal.
  8. #8

    Venizelos scheiterte auch!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen. Nun hat der Staatspräsident das Wort.

    Griechenland: Koalitionsgespräche gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Ist es nicht besser endlich ein schreckliches Ende, denn ein unendlicher Schrecken, stündlich bald auf's Neue? DER komme mir, der je glaubte, daß 'Europa' auch nur einen €-Cent von den Milliarden €-s zurückkriege. Jetzt ist diese Rückzahlverweigerungsabsicht zumindest von Griechen bestätigt worden. Laß 'die' doch wurschteln --- Doch uns auch. Haben denn 'die Griechen' je einen Beitrag zur EU geleistet außer dem, daß sie kassierten? Oxi, oxi, adíou! Gjassas, sto kaló.

    Jürgen Schmierer.
  9. #9

    Gute Nachrichten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen. Nun hat der Staatspräsident das Wort.

    Griechenland: Koalitionsgespräche gescheitert - SPIEGEL ONLINE
    Mit der Regierungsbildung in Griechenland ist auch das Krisenmanagement von Merkel und Co. zugunsten der Banken gescheitert. Für das einfache griechische Volk, aber auch für unsere Bürger und Steuerzahler ist das eine gute Nachricht, auch wenn es medial überwiegend anders dargestellt wird.

    Bei Neuwahlen in einem Monat werden die Linken stärkste Partei und das rigide Spardiktat bei den Schwachen der Gesellschaft stoppen.
    Das Programm der hier fälschlicherweise "radikal" genannten Linken ist sehr vernünftig und zielt auf eine wesentliche Verbesserung der Einnahmesituation des Landes. Dazu sollen Vermögende konsequent herangezogen werden, also das, was Merkel, Schäuble und Banken vermeiden wollen.

    Letztlich geht es darum, ob man das griechische Volk in eine kapitalismuskonforme Gangart drängt, oder aber die Interessen der normalen Bevölkerung zum Tragen kommen. Für Letzteres steht die sog. radikale Linke - wie übrigens auch unsere Linkspartei!