Die Einschlaege kommen immer naeher!
Kriegen wir - anteilig - nun unser Steuer-Geld von gestern zurueck?
DPADie Chancen für eine Regierungsbildung in Athen sind dramatisch gesunken. Am Abend erklärten die Linksradikalen, dass sie sich nicht an einer Koalition mit Konservativen, Sozialisten und Demokratischen Linken beteiligen wollen. Nun hat der Staatspräsident das Wort.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...832753,00.html
Die Einschlaege kommen immer naeher!
Kriegen wir - anteilig - nun unser Steuer-Geld von gestern zurueck?
Am Montag sprach Samaras mit Venizelos und Tsipras. Am Mittwoch sprach Tsipras mit Samaras und Venizelos. Heute sprach Venizelos mit Samaras und Tsipras. Nächste Woche treffen sich noch einmal alle bei Herrn Papoulias und dann wird nochmals geredet. Das ist doch irgendwie ulkig, oder?
Dass noch am Do. über 4 Mrd. Euro an Griechenland überwiesen wurde, obwohl ein Scheitern einer Regierungsbildung vorhersehbar war, erinnert mich an die Groteske der KFW, welche der bereits pleitegegangen G&S noch ein paar davon hinterher geworfen hatten. Wurden die "Verantwortlichen" dafür etwa zur EZB strafbefördert ? Das grenzt bereits nicht mehr an Veruntreuung, das ist schon Vorsatz.
Ich will nicht spekulieren, aber was passiert dann im Juni, wenn Tsipras die nächste Wahl gewinnt? Eine Mehrheit wird es wohl auch dann nicht geben.
Was passiert wenn die nächste Regierung einfach in den Keller der Notenbank geht und neue griechische Euros druckt und auf den Markt wirft? Der Spiegel sollte an dieser Stelle nicht einfach DPA Meldungen abdrucken. Vielmehr sollten die Redakteure die Zeit nutzen um ordentlich zu recherchieren und die Menschen im Euroraum über das was passieren kann zu informieren. Die Politiker werden diese Aufgabe wohl kaum übernehmen.
Leider muss und kann man dies nur noch so bezeichnen. Griechenland wurde Mitglied der Eurowährungszone aus rein machtpolitischen Gründen. Es war niemals leistungs- und wettbewerbsfähig. Die jahrelangen ökonomischen Fehlentwicklungen wurden vorsätzlich und bewußt ignoriert, von den griechischen Verantwortlichen selbst, von Brüssel (insbesondere Herrn Almunja und Herrn Juncker) und von den deutschen Regierungen Schröder und Merkel und deren verantwortlichen Ministern.
Als diese Fehlentwicklungen zu dieser Staatsüberschuldungs- und Währungszonenkrise führte, tat man alles, um diese finanziellen Ausfälle zu monetarisieren, zu vergemeinschaftlichen und zu sozialisieren. Es ging vornehmlich um eine Stabilisierung der Banken und der Versicherungen.
Griechenland ist innerhalb dieser Eurowährungszone nicht ökonomisch wettbewerbsfähig und auch nicht technologisch leistungsfähig. Die eigene Volkswirtschaft befindet sich seit Jahren in einer sich verfestigenden Abschwungphase. Kürzungs- und Steuererhöhungsmaßnahmen verstärken diese erheblich. Ein Kapitalflucht findet statt und entzieht die Grundlage für weitere Investitionen.
Ein weiterer, eigentlich ungeheuerlicher Vorgang, ist die autarke und selbständige Geldschöpfung per ELA. Dies zeigt auch klar und überdeutlich, dass selbst ein Schuldenschnitt, ein Aufkauf von Staatsanleihen, ein Target 2 Kreditziellinie und LTRO Tender nicht mehr helfen können.
Schuldenkrise: Die Trickkiste der Gelddrucker - Europa - Politik - Wirtschaftswoche
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das haben seine Einwohner einfach nicht verdient.
Meine Sympathie und mein Mitgefühl den Menschen in Griechenland.
Mich deucht, jetzt wird es eng. Wenn dem Staatspräsidenten nicht das scheinbar Unmögliche gelingt, doch noch eine handlungsfähige Regierung zusammenzureden, wird es bitter - in erster Linie für die griechischen Bürger.
Sollte die Regierung in Griechenland die mit der Troika vereinbarten Regeln nach einer eventuellen Neuwahl aufkündigen, wird der Geldstrom (auch) aus der EU sicher versiegen... Dann stehen allen Europäern aber spannende und schmerzhafte Zeiten ins Haus. Am I really looking forward to that???
Don't panic! Keine Angst, bis zum 17. Juni und möglichen Neuwahlen ist noch viel Zeit. Ich wette mal: Inzwischen werden bereits von der IWF, den Banken und der EU (einschl. Merkel) Maßnahmen eingeleitet, die neue Verhandlungen über den "Sparpakt" möglich machen. Dann wird man sich hinsetzen mit griechischen Politikern aus den verschiedenen Lagern, einige (vielleicht sogar wesentliche) Veränderungen vornehmen - und schwupps, ist die Griechenlandkrise gelöst. Die Gelder können wieder rollen. Was sie auch müssen, wollen wir nicht alle zusammen in den Abgrund fahren. Wetten, dass...?
Eventuell reicht's halt doch. Nicht unbedingt alleine, aber mit einer anderen Splittergruppe. Oder eine der großen (sofern dann noch irgendetwas Bedeutsames von denen übrig ist) schwenkt auf den Kurs der dann stärksten Partei ein, um selbst auch weiter an der Macht zu ... Verzeihung, wollte sagen: um den Willen des Volkes umzusetzen.
Aber der Weg bis dahin ist noch lang und es kann viel passieren. Schau'n mer mal.
Ist es nicht besser endlich ein schreckliches Ende, denn ein unendlicher Schrecken, stündlich bald auf's Neue? DER komme mir, der je glaubte, daß 'Europa' auch nur einen €-Cent von den Milliarden €-s zurückkriege. Jetzt ist diese Rückzahlverweigerungsabsicht zumindest von Griechen bestätigt worden. Laß 'die' doch wurschteln --- Doch uns auch. Haben denn 'die Griechen' je einen Beitrag zur EU geleistet außer dem, daß sie kassierten? Oxi, oxi, adíou! Gjassas, sto kaló.
Jürgen Schmierer.