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Griechenkrise: Linker Tsipras will Euro behalten - aber keinen Sparkurs

dapdEuro ja - Sparprogramm nein: Auf diese simple Formel lässt sich das Programm des griechischen Linken Alexis Tsipras reduzieren. Bei einem Besuch in Berlin betonte er den Willen seines Landes, die Währung zu behalten. Das verordnete Reformprogramm sei jedoch "vollständig ineffizient".

http://www.spiegel.de/politik/auslan...834594,00.html
  1. #10

    So ticken Griechen

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    ... In welchen Verein sind wir da geraten?
    Na ja, noch ist er nicht griechischer Ministerpräsident. Passt irgendwie zu den Linken in Deutschland.
    So wie Herr Tsipras ticken viele Griechen, ich denke er bekommt am 17.06. die Mehrheit der Stimmen.

    Nun zeigt sich, dass zwischen den antiken Griechen, wie man sie ehrfürchtig in der Schule kennengelernt hat und den realen Griechen von heute eine schockierende Diskrepanz offenbart. Es muss wohl an der 2000 Jahren andauernden Fremdherrschaften in GR liegen, so dass offensichtlich mittlerweile Griechen das Regieren ihres kleinen Landes verlernt haben.
  2. #11

    Nein ich denke

    Zitat von ziegenzuechter Beitrag anzeigen
    das hat sich aber vor 3 wochen noch ganz anders angehoert, da hat diese partei klar geaussert dass sie raus will aus dem euro...was haben sie dem denn ueberwiesen?
    Die wollten nicht raus aus dem Euro sondern aus den Verpflichtungen unter Beibehaltung des Euro. Defakto hat sich nichts geändert. Dumm finde ich nur dass hier von den anderen Zahlern den Griechen nicht unmissverständlich klar gemacht wird das dies nicht funktioniert. Dagegen so lari fari Aussagen von Martin Scholz wir werden Griechenland nicht fallen lassen. lol
  3. #12

    Staatsbankrott

    "Deutsche Steuerzahler steckten ihr Geld in ein Fass ohne Boden, mit dem in Wirklichkeit Banken finanziert würden."
    Der Mann hat recht. Ohne die Zinszahlungen auf Staatsschulden hätte GR einen ausgeglichenen Haushalt.
    Deshalb erst Staatsbankrott mit Erlass aller Schulden, dann kann man wieder über Hilfen reden.
    Derzeit finanzieren wir nur die Zinsen für GR.
  4. #13

    Wenn die Griechen den wählen...

    ...haben sie es auch moralisch verdient, aus dem EURO und der EU rauszufliegen. "Wir wollen nicht die Zerstörung Europas" - für wie wichtig hält der sich denn ? Ist Griechenland raus, verbleiben noch 96% der Europäer in der EU - auf die immens kostenträchtigen 4%kann die EU verzichten. Olivenöl gibt es auch woanders. Und in Griechenland Urlaub machen, um sich dann als Deutscher beschimpfen zu lassen - das braucht keiner. Also liebe Griechen: Ihr habt die Kohle ausgegeben, nun zahlt sie auch zurück ! Mir zahlt die EU auch nicht meinen Ratenkredit bei der Bank ab !
  5. #14

    Wird er auch nicht!

    Zitat von masch09 Beitrag anzeigen
    Die wollten nicht raus aus dem Euro sondern aus den Verpflichtungen unter Beibehaltung des Euro. Defakto hat sich nichts geändert. Dumm finde ich nur dass hier von den anderen Zahlern den Griechen nicht unmissverständlich klar gemacht wird das dies nicht funktioniert. Dagegen so lari fari Aussagen von Martin Scholz wir werden Griechenland nicht fallen lassen. lol
    ist ja seine Pflicht als Teil des Systems! er wird die Griechen weiter retten und alimentieren, schon aus Prinzip!
    Und zwar mit IHREM Geld!
  6. #15

    Titel

    Zitat von fuchs008 Beitrag anzeigen
    "Deutsche Steuerzahler steckten ihr Geld in ein Fass ohne Boden, mit dem in Wirklichkeit Banken finanziert würden."
    Der Mann hat recht. Ohne die Zinszahlungen auf Staatsschulden hätte GR einen ausgeglichenen Haushalt.
    Deshalb erst Staatsbankrott mit Erlass aller Schulden, dann kann man wieder über Hilfen reden.
    Derzeit finanzieren wir nur die Zinsen für GR.
    Natürlich hat er recht und letztlich läuft es für alle grossen Schuldner, die nie und nimmer ihre Schulden zurückzahlen können, darauf hinaus.
    Das bedeutet aber auch das Ende für viele griechische und europäische Banken und damit auch das Ende der kreditfinanzierten europäischen Wohlfahrtsgesellschaften. Ich bezweifle, das Hr. Tsirpas und die werten Mitforisten die den deutschen Versuch, die europäischen Banken auf Kosten der Peripherie und des europäischen Steuerzahlers zu retten, soweit denken. Wünschenswert wäre es allemal.
  7. #16

    Deutschland wird zahlen - wer sonst?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Euro ja - Sparprogramm nein: Auf diese simple Formel lässt sich das Programm des griechischen Linken Alexis Tsipras reduzieren. Bei einem Besuch in Berlin betonte er den Willen seines Landes, die Währung zu behalten. Das verordnete Reformprogramm sei jedoch "vollständig ineffizient".

    Griechischer Linker Tsipras will Euro behalten aber keinen Sparplan - SPIEGEL ONLINE
    Meine Prognose ist folgende:
    Bei der nächsten Wahlrunde wird die SYRIZA wahrscheinlich vor der Nea Dimokratia die stärkste Partei werden. Bei kürzlichen Umfragen lag SYRIZA mit 20,5 % vor der ND mit 19,4 % (Pasok 11,8%, Unabhängige Griechen 7,8 %, Demokratische Linke 6,2 %, KKE 4,8 %).
    Ich gehe davon aus, dass Tsipras von der SYRIZA kaum mit ND und Pasok koaolieren wird. Zu groß und heftig waren die Differenzen und gegenseitigen Attacken in den letzten Wochen. Die Bildung einer arbeitsfähigen Regierung könnte also wieder in weite Ferne rücken - und was dann?

    Da für die deutsche Regierung, den USA u.a. der Verbleib Griechenlands in der Eurozone - wie schon zurückliegend - "systermrelevant" ist, ist der Tsipras quasi ihr "Verbündeter, denn er will auch den Euro behalten - aber bekanntlich nicht sparen.

    Was wird also die deutsche Regierung tun, um die Regierungsfähigkeit in Griechenland wiederherzustellen und um ein größeres Chaos zu vermeiden? Das Schreckgespenst Bürgerkrieg wird an die Wand gemalt!

    Natürlich - der Sparzwang für Griechenland wird aufgeweicht und Deutschland wird den Geldausfall durch Erhöhung seiner Zahlungen bzw. die Übernahme der Kosten ausgleichen. Wer soll das sonst tun? Sicherlich wurde Deutschland schon ausgeguckt.

    Den deutschen Bürgern wird man diese Mehrkosten aufbürden und wieder als absolut alternativlos für den Bestand der Eurozone und der gesamten EU bzw. der Europaidee verkaufen. Zahlt Deutschland zukünftig nicht fleißig weiter, dann wird Europa zusammenbrechen.

    Was sind gegen diese hehre Idee einige kleine Leistungskürzungen oder gar Steurerhöhungen? - Richtig nur Peanuts! Und dann sind da ja noch die Riesenexport-Einnahmen, die Purzelbäume schlagen. Da können die Bürger mal ruhig ihr Portemonnaie aufmachen!
    Ist doch einfach zu verstehen oder nicht? Schon in der Kohl-Ära hieß es bei Kritik hinsichtlich der Kosten: Europa gibt es nicht zum Nulltarif! Basta aus!
  8. #17

    Zitat von fuchs008 Beitrag anzeigen
    Ohne die Zinszahlungen auf Staatsschulden hätte GR einen ausgeglichenen Haushalt.
    Das ist schlichtweg falsch, und das kann man auch im Internet leicht recherchieren.
    Es stimmt auch nicht, dass Griechenland etwas zurückzahlt. Die Schulden Griechenlands werden über die verschiedenen Instrument der EU zurückgezahlt, von den Steuerzahlern der anderen EU-Staaten. Daher ist es auch belustigend, wenn sich Griechenland weigern würde, seine Schulden nicht mehr zu bezahlen. Das machen sie schon lange nicht mehr.

    Wie bereits gesagt, wird es dann einen Sonderfonds Griechenland der EU geben, um die Banken vor den Auswirkungen der Griechenland-Pleite zu retten. Dann müsste Griechenland marode Staatsbetriebe, Renten, Beamte und die Nomenklatura selbst bezahlen. In wenigen Wochen würde das zusammenbrechen. Ich habe keine Ahnung, wann bei der dann einsetzenden Abwärtsspirale der Tiefpunkt erreicht ist, aber man vergleiche mal Griechenland mit Rumänien, Bulgarien oder der Türkei.
  9. #18

    Griechenkrise

    Zitat von Marshmallowmann Beitrag anzeigen
    "Niemand darf erwarten, dass Deutschland und die europäischen Geberländer zu ihren finanziellen Zusagen stehen, wenn eine neue griechische Regierung dazu nicht bereit ist", so Gabriel.

    Hätte ich gerne so von der Kanzlerin gehört.. Naja.
    Leider hat Frau Merkel nicht den Mut die Wahrheit zusagen da Frau Merkel unter dem Druck der Banken steht welche leichtsinning GR das Geld aufgezwungen haben. Wenn ich als GR Geld annehme bin ich mir normalerweise bewusst dass das Geld zurueck gezahlt werden muss.
    Herr Tsipras macht sich die Angelegenheit ganz einfach. Ihr bloeden Geberlaender (Steuerzahler) koennt uns doch nicht im Stich lassen und gebt uns doch mehr Geld ohne Gegenleistung. GR hat doch den Vertrag gebrochen und nicht die Geberlaender.
    Herr Gabriel hat vollkommen recht, wenn GR seine Verpfichtungen nicht einhaelt gib es kein Geld (Fass ohne Boden)
    Raus aus dem EURO zurueck zur Drachme
  10. #19

    Seit 3 Jahren die gleiche Laier...

    Ich weiß nicht, wie ich oft ich das schon geschrieben habe: Griechenland ist nicht zu retten. Wer auch nur einmal in Athen war, sieht, dass die Verschuldung nicht durch Investition sondern durch Konsum entstanden ist. Dazu fällt mir in erster Linie der völlig überdimensionierte Staatsapparat ein. Dann ein völlig aus dem Ruder gelaufener Verteidigungshaushalt (aus Angst vor einem Einmarsch der Türkei). Dazu noch Steuervermeidung aller Griechen, die nicht angestellt sind (Ärzte, Apotheker, Anwälte, Reeder usw), dann mangelnder Wettbewerb in den sogenannten geschlossenen Berufen und last but not least eine korrupte Verwaltung, die im Euroraum ihres gleichen sucht.

    Merkt es denn immer noch niemand? Selbst ohne Zinsen auf bestehende Verbindlichkeiten ist der Staat pleite. Woher soll denn das nächste Haushaltsdefizit gedeckt werden? Tsipras ist doch der Strohhalm an den sich die Kostgänger in Griechenland klammern. Ansonsten werden auf das Gehaltsniveau ihres Nachbarn Bulgarien zurückfallen - und das bei einem Preisniveau, das derzeit locker mit Deutschland mithalten kann.
    Nein danke, dann lieber ENDLICH ein Ende mit Schrecken...








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