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Griecheenland: Richter und Ärzte streiken gegen den Sparkurs

Alexandros Michailidis/ DemotixRichter, Staatsanwälte, Mediziner: Aus Protest gegen die geplanten Milliarden-Einsparungen der Regierung streikt der Öffentliche Dienst in Griechenland. Sie fürchten eklatante Gehaltseinbußen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...856285,00.html
  1. #1

    Nein wirklich? Wahrscheinlich würde sich in diesem Fall sogar der gemütliche Deutsche Beamte (sollte es je soweit kommen, dass der Beamtenstaat mal selbst bei sich sparen muss) wehren.

    Auch ich würde mich wehren, wenn ich Gehaltseinbußen hinnehmen müsste, die andere zu verschulden haben und ohne Konsequenzen weiter machen können. Das mag zwar legal sein, aber rechtens ist es damit noch lange nicht. Und so wiederholt sich die Geschichte - viele warten wahrscheinlich nur auf den charismatischen politischen Emporkömmling mit "neuen Ideen". Dann aber werden sich die etablierten Parteien nur fragen wieso das Volk soeinen nur wählt. Sie selbst haben ja immer nur das beste für das Volk gewollt (ich schreibe bewusst an dieser Stelle "gewollt" und nicht "gemacht"). Geschichte wiederholt sich

    Stiglitz warnt ja selbst, dass die Oberen 1 Prozent etws abgeben müssen, denn sonst riskieren sie einen Umsturz bei dem alles Hab und Gut verlieren könnten. Im eigenen Interesse sollten sie also nicht alles konzentrieren, sondern auch teilen - Absolut gesehen haben sie selbst dann noch mehr als genug. Aber die komfortable Position, dass sie endlich wieder positives Ansehen genießen. Und das ist einiges wert - außer man mag irgendwann mit Panzern in die Produktionsstätten fahren.

    Lesenswert: Of the 1%, by the 1%, for the 1% | Vanity Fair
  2. #2

    Griechenland hat in den letzten 10 Jahren seine Gehälter und Renten verdoppelt. Deutschland kommt auf 45%. In 20!!!! Jahren.

    Und es ist ja nicht so,das in Griechenland die Wirtschaft so dermassen lukrativ produzierte,das sich die Gehaltserhöhungen rechtfertigen liessen.

    PS: Ich habe seit 5 Jahren eine 42 Stunden Woche.Von 38,5 Stunden erhöht worden. Das ist ein ganzer Arbeitsmonat mehr = 8% weniger Gehalt.Dazu Urlaubsgeld weg,Weihansgeld auf 60 % runter.

    Somit vor 5 Jahren locker 12% weniger Gehalt in einem Jahr bekommen.
    Und wenn ich dann schaue,wie oft man weniger Gehaltserhöhung bekommen hat,als die Inflation steigerte,habe ich als Beamter in den letzten 10 Jahren ca 20% Realeinkommensverlust gehabt.

    Falls wie in Posting 1 wieder mal jemand mit den Deutschen Beamten ankommen will.
  3. #3

    Wenn die griechischen Juristen

    als wesentliche "Staatsträger" in den letzten Jahren etwas gearbeitet und ihre Justizverwaltung auf Vordermann gebracht hätten, könnte ich das Streikverhalten verstehen. Zugleich lese ich aber, dass es nicht einmal ein funktionsfähiges Grundbuchamt gibt. Also ist j e d e Kürzung, ja Entlassung aus dem Staatsdienst bei dieser Oberschicht gerechtfertigt, ja sogar wegen fehlender Produktivität notwendig!
  4. #4

    Hätte gerne nur 20% Einkommensverlust

    Da ich seit 3 Jahren H4 bekomme, trotz "Hochqualifizierung (Dipl.Ing)" und der Aussage der Politik "gut Qualifizierte Arbeitskräfte werden gesucht". Habe einfach zu viele Jahre Erfahrung in meinem Job. Welchem Beamten kann das passieren ?
  5. #5

    Zitat von Shaft13 Beitrag anzeigen
    Griechenland hat in den letzten 10 Jahren seine Gehälter und Renten verdoppelt. Deutschland kommt auf 45%. In 20!!!! Jahren.
    Und es ist ja nicht so,das in Griechenland die Wirtschaft so dermassen lukrativ .....
    Wenn sich Löhne und Renten von 500/150 auf 1000/300,- Euro in zehn Jahren verdoppelt haben, dann ist das immer noch sehr viel weniger, als in Deutschland gezahlt wurde/wird, Kürzungen hin oder her.
    Falls mal wieder eine wie in Posting 2 jemand mit Prozenten um sich schmeißt, statt mit den tatsächlichen Einkommenszahlen in Euro.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal schwer davon aus dass die ehrenwerte Medizinerschaft gegen ein ordentliches Fakelaki auch jedes noch so kleines wehwechen behandeln wird. Kein Grund zur Sorge, business as usual..
  7. #7

    Das sind wohl genau die Berufgruppen ,

    welche sich mit einem versteuerten Jahreseinkommen von ca. 20000 Euro in ihren Luxusvillen bzw. Yachten hinter vorgezogenen Gardinen auf die Schenkel klopfen über die Dummheit der dahin siechenden normalen Bevölkerung .
  8. #8

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Richter, Staatsanwälte, Mediziner: Aus Protest gegen die geplanten Milliarden-Einsparungen der Regierung streikt der Öffentliche Dienst in Griechenland. Sie fürchten eklatante Gehaltseinbußen.

    Richter und Ärzte streiken in Griechenland gegen den Sparkurs - SPIEGEL ONLINE
    Und der deutsche Steuerzahler fürchtet sich davor irgendwelchen fremden Völkern dauerhaft einen Lebenstandard zu alimienteiren den diese Länder sich nicht selbst erwirtschaften.
    Eigentlich müsste es hier schon längst einen Generalstreik gegen diese Verschwendung deutscher Steuergelder für Länder geben, die den deutschen Steuerzahler nicht zu interessieren haben.
  9. #9

    Ach ja

    Die griechische Regierung kürzt nach der Methode Rasenmäher, denn die Spreu vom Weizen im öffentlichen Dienst zu trennen, lehnen alle ab.

    Mein Vorschlag: Alle Angestellten und Beamten sofort entlassen und nach Leistungskriterien neu einstellen. Auswahlverfahren unter Kontrolle nicht-griechischer Beamter und mit formalisierten Computertests.

    Der Artikel zeigt aber einmal mehr, dass die Griechen sich nicht zu ihrem Staat bekennen wollen. Mal sehen, wie uns die Troika das als Fortschritt verkaufen will.








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