Grenzgefechte: Türkei erwidert erneuten Granatenbeschuss aus Syrien

REUTERSDie Sorge vor einer Eskalation des Konflikts wächst: Die türkischen Streitkräfte haben erneut das syrische Grenzgebiet unter Beschuss genommen - nachdem zum wiederholten Mal eine Granate auf türkischem Gebiet eingeschlagen war.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-859964.html
  1. #1

    Welches Interesse sollte Syrien (Assad) an einem Krieg mit der Türkei haben!?

    Welches Interesse sollte Syrien (Assad) an einem Krieg mit der Türkei haben, den er/es niemals gewinnen kann? Also ist anzunehmen, dass diese Granaten entweder versehentlich (durch Unfähigkeit bei dem Versuch, Aufständische zu bekämpfen) oder mit voller Absicht, aber NICHT von der syrischen Armee da hin geschossen wurden (um ein Eingreifen der Türkei in den Bürgerkrieg in Syrien auf der Seite der Gegner des Assad-Regimes zu provozieren). Angesichts dessen kann man diese Granaten nur dann als Vorwand für einen Krieg gegen Syrien nehmen, wenn man ihn selber will. Das sollte die NATO dem Herrn Erdogan klar sagen!
  2. #2

    Auffallen

    Das fällt doch langsam auf. OK, die Erste mag noch tatsächlich eine von Assads Arme abgeschossene Granate sein, aber die folgenden? Ich denke da haben die Rebellen mitgekriegt, dass Türkei keine Scherze macht, wenn es um ihr Gebiet geht und vesuchen nun die Türkei zu reizen. Es macht doch keinen Sinn für Assad sich für Vorfälle zu entschuldigen und gleichzeitig die nächsten Angriffe zu befehlen.
    Sowie SPON berichtet hat, erhofft sich Assad immer noch zu gewinnen, da versucht man doch nicht noch einen Gegner herzuzaubern um dann ganz sicher zu verlieren.
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Sorge vor einer Eskalation des Konflikts wächst: Die türkischen Streitkräfte haben erneut das syrische Grenzgebiet unter Beschuss genommen - nachdem zum wiederholten Mal eine Granate auf türkischem Gebiet eingeschlagen war.

    Türkei erwidert erneuten Granatenbeschuss aus Syrien - SPIEGEL ONLINE
    Die Türkei wird immer verzweifelter im Konflikt,die Hoffnung dass es genau so schnell gehen wird wie in Libyen ist nicht erfüllt worden. Mit den Stämmen in Libyen war es einfacher zu verhandeln und einzelne zu kaufen,in Syrien ist die Situation ganz anders. In Syrien sind es mehrere Kulturen und Glaubensrichtungen und keine Stämme,die Alawiten,Shihiten und zum Zeil die Sunniten stehen hinter der Regierung und kämpfen gegen den Schicksal so zu enden wie Libyer und der Verfolgung aller andersgläubiger oder die Ägypter,wo die Kopzen und Armenier ihre Viertel selbst bewachen.
    Deswegen greift Erdohan zum letzten Mittel, um NATO in den Konflikt reinzuziehen und den Bündniss zu zwingen ihren Mitglied zu verteidigen. Es ist ja nicht mal klar wer da auf türkisches Gebiet Granaten abfeuert hat,für den ersten Angriff hat sich Syrien entschuldigt aber auch hinzugefügt,dass der Vorfall noch untersucht wird,da syrische Armee nicht alle Grenzübergänge unter ihrer Kontrolle haben,das haben auch die Rebellen letzte Woche mitgeteilt. Es scheint auch zu absurd,dass syrische Armee ein militärisch unwichtiges Dorf beschiesst und damit einen Krieg riskiert,es scheint viel eher nach einer Provokation der Rebellen zu sein, die ganz genau wissen dass die Türkei antworten wird. Ich hoffe sehr die Türkei behält die Nerven und untersucht zuerst wer da geschossen hat und ich hoffe auch,dass meine Vermutung falsch ist und die Türkei nichts mit den Angriffen zu tun hat...denn die Rebellen wurden überall in Syrien verdrängst und Erfolge sind nicht in Sicht,syrische Armee befreit ein Viertel nach dem anderen und dir Rebellen gehen zum Terror über,was bei der Weltgemeinschaft nicht sehr gut ankommt,daher braucht die Türkei einen Grund ...
  4. #4

    Wenn...

    die heutige Meldung der tuerkischen Zeitung stimmt, das die Granate die die 5 Menschen in der Tuerkei toeteten eine aus Natoproduktion ist, dann duerfte wohl klar sein, wer Interesse daran hat, das die Tuerkei Syrien angreift!
    Aber das ist nicht Assad und auch nicht die regulaere syrische Armee!!
  5. #5

    Zitat von vitalik Beitrag anzeigen
    Es macht doch keinen Sinn für Assad sich für Vorfälle zu entschuldigen und gleichzeitig die nächsten Angriffe zu befehlen.
    Glauben Sie, dass Assad die Kontrolle über jede einzelne Granate hat? Sind Sie sicher, dass Assad überhaupt noch die Kontrolle über die Armee hat?

    Sowie SPON berichtet hat, erhofft sich Assad immer noch zu gewinnen, da versucht man doch nicht noch einen Gegner herzuzaubern um dann ganz sicher zu verlieren.
    Vernunft spielt im Krieg keine Rolle, denn sonst gäbe es den Krieg nicht. Diktatoren wie Assad verlieren gerne den Blick für die Wirklichkeit und leben in einer eigenen Welt, umgeben von Lakaien zur Abschottung, wie eine französische Mastgans.
  6. #6

    Zitat von Emmi Beitrag anzeigen
    Angesichts dessen kann man diese Granaten nur dann als Vorwand für einen Krieg gegen Syrien nehmen, wenn man ihn selber will.
    Es spielt überhaupt keine Rolle, von wem die Granaten abgeschossen wurden. In jedem Fall ist die Regierung Syriens dafür verantwortlich, denn die Granaten kamen unbestritten von syrischem Hoheitsgebiet geflogen.
  7. #7

    Zitat von liptovskykarl Beitrag anzeigen
    Aber das ist nicht Assad und auch nicht die regulaere syrische Armee!!
    Komisch, als der türkische Kampfjet abgeschossen wurde, hat man die türkische Regierung für die Grenzverletzung verantwortlich gemacht, nicht die Besatzung. Immer wie man es gerade braucht, um das eigene Weltbild zu bestätigen. Man kennt es von Kindern. Die Phantasie hat keine Grenzen, um die eigenen Gewohnheiten und Bequemlichkeiten nicht ändern zu müssen.
  8. #8

    ...

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    Es spielt überhaupt keine Rolle, von wem die Granaten abgeschossen wurden. In jedem Fall ist die Regierung Syriens dafür verantwortlich, denn die Granaten kamen unbestritten von syrischem Hoheitsgebiet geflogen.
    Wäre der Absender ein Söldner der in der Türkei bewaffnet und von da aus ins syrische Gebiet gelassen wurde spielte das schon eine Rolle.

    Aber man kann auch annehmen dass teile der Armee, einer Milizarmee genauer gesagt, auch auf einen Sturz Assads hinarbeiten. Es müssen noch ein beträchtlicher Teil an Sunniten auf Assads Seite kämpfen, aber auch andere Religionsgruppen haben doch an den anfänglich freidlichen Protesten mitgewirkt. Es wäre eigentlich überfällig, dass die Aufständischen endlich den Milizcharakter der Armee für sich zunutze machen würden. Denn von Milizarmeen sagt man, dass sie das Volk repräsentieren und nicht einen Diktator.
  9. #9

    Zitat von reuanmuc Beitrag anzeigen
    (...)Diktatoren wie Assad verlieren gerne den Blick für die Wirklichkeit und leben in einer eigenen Welt(...)
    trotzdem erscheint das Bild vom Despoten, der, im Ohrensessel sitzend, eine weiße Perserkatze auf dem Schoß kraulend, sich teuflisch grinsend zurücklehnt, weil er nun zur Abwechslung auch mal türkische Kinder ermordet hat, irgendwie zu simpel.

    Vor einigen Tagen gab es doch die Meldung, dass die Leitung der Rebellen ihren Stützpunkt von der Türkei nach Syrien verlegt hat. Einige hier haben das weniger als Triumph der Rebellen sondern eher als Rausschmiss durch die Türken interpretiert.

    Die Schüsse auf türkisches Territorium, wenn von den Rebellen abgefeuert, könnten vielleicht sowas wie eine Antwort darauf sein. Im Sinne von: "So leicht könnt ihr euch nicht aus der Affaire ziehen."