Forum


 

Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken

APDer Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826793,00.html
  1. #20

    Steuerbezahlte Planwirtschaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

    Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Etwas Besseres konnte den Atomstromerzeugern doch gar nicht passieren. Sie werden die Rücklagen in eine staatliche Firma einbringen, die dann sämtliche Kosten und Risiken für den Rückbau und die Lagerung des Atommülls übernimmt. Also der Steuerzahler.

    Das gilt natürlich auch für die alten, abgeschriebenen Anlagen, für die die Betreiber eigentlich 100% der Kosten übernehmen müssten. So wird der Steuerzahler also auch für diese Anlagen bezahlen müssen, weil natürlich die Rücklagen auch dafür nicht ausreichen.

    Sicher; Atomenergie war die sicherste, sauberste und kostengünstige Lösung unserer Energieprobleme, allerdings nicht für den Steuerzahler. Aber das war auch nie das Ziel.
    Das Ziel der steuerbezahlten Planwirtschaft, wie sie in Deutschland -allerdings nur für Banken und Konzerne- praktiziert wird, ist die Subvention der Anfangsinvestitionen, deren Beibehaltung über die Einführungsphase hinaus, die Privatisierung der Monopolgewinne und deren Versteuerung über Auslandsgesellschaften unter Umgehung von Steuerzahlungen in Deutschland sowie die Übernahme von Verlusten durch die deutschen Steuerzahler in dem Augenblick, wo den "Experten" der Konzerne die Darstellung virtueller Verluste in den Bilanzen gelingt.

    Und unsere tumben Politclowns in Berlin stehen mit offenen Mäulern daneben und begreifen die Welt zwar nicht, erklären sie aber umso entschlossener dem staunenden Publikum.
  2. #21

    Es gibt

    Zitat von rhodensteiner Beitrag anzeigen
    Warum sollten auch die Energiekonzerne dafür zahlen? Immerhin wollte der Steuerzahler diese AKWs ja selbst und hat daher die entsprechenden Parteien gewählt. Nun muss der Steuerzahler auch für seine eigene Wahl zahlen.
    aber genügend Steuerzahler die den Ausstieg nicht wollten.
    und die sollen jetzt trotzdem zahlen.
    Für die Paranoia von vielleicht 5%?
    Das heisst gehandelt hat ja nur eine Frau in vollkommener Panik.
    So wie sie halt immer handelt.

    Liebe Ausstiegler macht doch schon mal das Portemonaie auf.

    Ich hätte mit den AKWs gut leben können.
    Alles andere nenne ich Erpressung.
  3. #22

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Bislang hat man den EVU eigentlich immer vorgeworfen, sie würden die Entsorgungskosten absichtlich zu hoch kalkulieren, um überzogene steuerbegünstigte Rückstellungen bilden zu können.
    Jetzt sollen die Kosten auf einmal zu niedrig kalkuliert sein? Was denn nun?

    Eine Kalkulation der Abriß- und Entsorgungskosten ist deshalb schwierig, weil diese nicht anhand markt- oder naturgegebener Parameter, sondern fast ausschließlich politisch bestimmt sind.

    Man könnte die Atomruinen zB einfach stehen lassen oder den Schutt wiederverwerten oder in den nächsten Braunkohletagebau verkippen. Dann würde die Entsorgung fast nichts kosten.

    Man kann aber auch alles fein säuberlich durch Spezialunternehmen sortieren und supersicher mehrfach verkapseln und dann streng bewacht in die tiefsten Stollen irgendwelcher Bergwerke einlagern, natürlich erst nach jahrzehntelangen Genehmigungs- und Gerichtsverfahren unter Beteiligung von x Behörden und Verbänden und mit hunderten aufwändiger Gutachten. Dann wird es extrem teuer.

    Wie es gemacht wird entscheidet der Gesetzgeber, und damit letztlich der Wähler und Steuerzahler. Der sollte dann konsequenterweise auch das Kostenrisiko tragen.
    Sie wissen was das Verursacherprinzip bedeutet?
  4. #23

    richtig!

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Bislang hat man den EVU eigentlich immer vorgeworfen, sie würden die Entsorgungskosten absichtlich zu hoch kalkulieren, um überzogene steuerbegünstigte Rückstellungen bilden zu können.
    Jetzt sollen die Kosten auf einmal zu niedrig kalkuliert sein? Was denn nun?

    Eine Kalkulation der Abriß- und Entsorgungskosten ist deshalb schwierig, weil diese nicht anhand markt- oder naturgegebener Parameter, sondern fast ausschließlich politisch bestimmt sind.

    Man könnte die Atomruinen zB einfach stehen lassen oder den Schutt wiederverwerten oder in den nächsten Braunkohletagebau verkippen. Dann würde die Entsorgung fast nichts kosten.

    Man kann aber auch alles fein säuberlich durch Spezialunternehmen sortieren und supersicher mehrfach verkapseln und dann streng bewacht in die tiefsten Stollen irgendwelcher Bergwerke einlagern, natürlich erst nach jahrzehntelangen Genehmigungs- und Gerichtsverfahren unter Beteiligung von x Behörden und Verbänden und mit hunderten aufwändiger Gutachten. Dann wird es extrem teuer.

    Wie es gemacht wird entscheidet der Gesetzgeber, und damit letztlich der Wähler und Steuerzahler. Der sollte dann konsequenterweise auch das Kostenrisiko tragen.
    oder man schreddert die atomkraftwerke und baut kindergärten aus dem schrott...
    wenn ich eine technologie einsetze, um milliardengewinne einzustreichen, bin ich auch für die entsorgung verantwortlich. da die atomkonzerne sich nicht darum gekümmert haben (zeit war ja genug da) macht das jetzt der gesetzgeber.
    wo genau sehen sie da ein problem?
  5. #24

    .

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Wenn einer ein Auto bestellt und es dann doch nicht will, muss dann der Hersteller für die Verschrottung des Autos sorgen?

    Schlage vor, dass nicht 'die Steuerzahler' dafür blechen, sondern nur die, die den Ausstieg gewollt haben.
    Um beim Vergleich zu bleiben: Es gibt nämlich Leute, die das bestellte Auto sehr gerne weiterfahren würden.
    Sie haben Pech. Der PKW-Hersteller wird das Auto zurücknehmen und entsorgen. Dazu ist er gesetzlich verpflichtet. Und der Käufer hat vorab dafür bezahlt.
    Es ist beim Atomstrom also fast wie beim Autohersteller. Nur das mit dem Zurücknehmen/bauen. Da haben ein paar Politiker dann doch lieber den Schw... eingekniffen.
  6. #25

    Kosten

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen

    Schlage vor, dass nicht 'die Steuerzahler' dafür blechen, sondern nur die, die den Ausstieg gewollt haben.
    Schlage vor, dass nicht 'die Steuerzahler' für die Endlagerung des Atommülls blechen, sondern nur die, die den Ausstieg nicht gewollt haben.
  7. #26

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Man könnte die Atomruinen zB einfach stehen lassen oder den Schutt wiederverwerten oder in den nächsten Braunkohletagebau verkippen. Dann würde die Entsorgung fast nichts kosten.
    Was bist du denn für einer: Pysikabwähler oder einfach nur ....?


    mfg
  8. #27

    von welchen 5% faseln sie denn?

    Zitat von felisconcolor Beitrag anzeigen
    aber genügend Steuerzahler die den Ausstieg nicht wollten.
    und die sollen jetzt trotzdem zahlen.
    Für die Paranoia von vielleicht 5%?
    Das heisst gehandelt hat ja nur eine Frau in vollkommener Panik.
    So wie sie halt immer handelt.

    Liebe Ausstiegler macht doch schon mal das Portemonaie auf.

    Ich hätte mit den AKWs gut leben können.
    Alles andere nenne ich Erpressung.
    alle umfragen sagen was anderes aus.
  9. #28

    Logo

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.
    20 Jahre weniger Laufzeit bedeuten natürlich auch 20 Jahre weniger Rückstellungen.
    Greenpeace vergißt da Krokodilstränen. Der überstürzte Atomausstieg hat eben seine Folgen. Während die Schweizer den Ausstieg bis 2035 planen und 50 Jahre Laufzeit für ein AKW einplanen, mussten die Deutschen in ihrer Hysterie natürlich wieder alle wirtschaftliche Vernunft vergessen. Dann sollte man aber auch nicht über die Kosten daraus jammern!
  10. #29

    .

    Zitat von otto_iii Beitrag anzeigen
    Bislang hat man den EVU eigentlich immer vorgeworfen, sie würden die Entsorgungskosten absichtlich zu hoch kalkulieren, um überzogene steuerbegünstigte Rückstellungen bilden zu können.
    Jetzt sollen die Kosten auf einmal zu niedrig kalkuliert sein? Was denn nun?

    Eine Kalkulation der Abriß- und Entsorgungskosten ist deshalb schwierig, weil diese nicht anhand markt- oder naturgegebener Parameter, sondern fast ausschließlich politisch bestimmt sind.

    Man könnte die Atomruinen zB einfach stehen lassen oder den Schutt wiederverwerten oder in den nächsten Braunkohletagebau verkippen. Dann würde die Entsorgung fast nichts kosten.

    Man kann aber auch alles fein säuberlich durch Spezialunternehmen sortieren und supersicher mehrfach verkapseln und dann streng bewacht in die tiefsten Stollen irgendwelcher Bergwerke einlagern, natürlich erst nach jahrzehntelangen Genehmigungs- und Gerichtsverfahren unter Beteiligung von x Behörden und Verbänden und mit hunderten aufwändiger Gutachten. Dann wird es extrem teuer.

    Wie es gemacht wird entscheidet der Gesetzgeber, und damit letztlich der Wähler und Steuerzahler. Der sollte dann konsequenterweise auch das Kostenrisiko tragen.
    Was für ein Unsinn!

    Sie können hoch radioaktiven Müll und Schutt eines AKWs nicht einfach irgendwohin transportieren und abladen. Sie müssen dafür sorgen, dass niemand durch dieses fiese Zeugs gefährdet wird, nicht heute und auch nicht in zehntausend Jahren.

    Die paar Milliarden für Genehmigungen und Gutachten sind nichts verglichen mit den Gesamtkosten.

    Die AKW-Ära kann man kurz zusammenfassen:
    * Der Bau und Betrieb eines AKWs ist kostengünstig.
    * Der Abriss eines AKWs und die Endlagerung des Atommülls ist irrsinnig teuer.
    * Beim Betrieb eines AKWs fallen für die Konzerne enorme Gewinne an.
    * Der Abriss eines AKWs und die Endlagerung des Atommülls verursachen hohe Kosten, die die Allgemeinheit zu bezahlen hat.

    Im Endeffekt ist mit AKWs gar kein Gewinn erwirtschaftet worden. Denn die hohen Kosten kommen ja erst noch.








TOP



TOP