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Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken

APDer Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826793,00.html
  1. #10

    Rücklage = Rüchstellung ??? Seit wann denn das?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

    Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Wer Rücklagen und Rüchstellungen als Synonym verwendet, der hat keine Ahnung, über was er da schreibt.

    Dann sollte man nach dem Motte: Lieber schweigen und als Narr gelten, als reden und alle zweifel beseitigen, lieber ruhig sein.

    Bei Greenpeace wird das durchgängig (fast) richtig formuliert. Bei SPON wirds dann durcheinandergeworfen. Aber Journalismus zeichnete sich ja noch nie zwingend durch Sachkenntnis aus.
  2. #11

    Nur 44 Milliarden Euro

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

    Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Mal ehrlich nur 44 Milliarden, das können wir uns doch locker leisten. Da kostet ja die Förderung der EEG bedeutend mehr. Ich glaube das die Gesamtkosten wohl deutlich höher ausfallen werden. Noch immer ist kein Endlager gefunden und die Kosten dafür und die vielen Jahre die das Lager betrieben werden muss. Die Asse muss auch gerettet werden. Kosten über Kosten.
  3. #12

    Fairste Lösung

    Zitat von Fackus Beitrag anzeigen
    Wenn einer ein Auto bestellt und es dann doch nicht will, muss dann der Hersteller für die Verschrottung des Autos sorgen?

    Schlage vor, dass nicht 'die Steuerzahler' dafür blechen, sondern nur die, die den Ausstieg gewollt haben.
    Um beim Vergleich zu bleiben: Es gibt nämlich Leute, die das bestellte Auto sehr gerne weiterfahren würden.
    Das ist die fairste Lösung. An der Autobahn sollte es Mautstellen geben, an denen pro "Atomkraft - nein danke" u.ä. Aufkleber 10 Euro für den Abriss abzugeben sind.
  4. #13

    .

    Und schon wieder wird ein Nebenschauplatz von der Atomlobby eröffnet.

    Der AKW-Ausstieg in Deutschland hat jedoch nichts mit den Rückbaukosten zu tun.

    Die Rückbaukosten fallen nicht sofort an, sondern in einem Zeitraum von rund 20 Jahren (optimistisch geschätzt). Wobei die Engländer für die "Aufbereitungsanlage" Sellafield mit einer Rückbauzeit von 100 Jahren rechnen. Der frühere Rückbau der AKWs macht den Rückbau sogar billiger, denn in 20 Jahren werden die Kosten sicherlich gestiegen sein.

    Wie auch immer. Es wird so kommen, wie es bereits von der Atomlobby geplant worden ist. Die eigentlichen Kosten der AKWs (Rückbau und Endlagerung) dürfen die Steuerzahler übernehmen, die Gewinne bleiben bei den Konzernen.

    Ich würde mich nicht wundern, wenn der Rückbau aller AKWs in Deutschland einen dreistelligen Milliardenbetrag kosten würde.
  5. #14

    Noch

    Zitat von norwood1969 Beitrag anzeigen
    ...Dann sollte man nach dem Motte: Lieber schweigen und als Narr gelten, als reden und alle zweifel beseitigen, lieber ruhig sein....
    nie war ein Spruch zutreffender wie in den Atomforen, wenn die strahlenden Brüder wieder ihre kruden Thesen verbreiten.

    Im DLF wurde eben berichtet, dass sich ab 2022 die Energieerzeuger von ihren strahlenden Tochterfirmen trennen können und diese dann u.U. - schwupps - Pleite gehen und die Entsorgungskosten für die AKWs am STEUERZAHLER hängen bleiben. Wer hätte das jemals gedacht......
  6. #15

    .

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    Das ist die fairste Lösung. An der Autobahn sollte es Mautstellen geben, an denen pro "Atomkraft - nein danke" u.ä. Aufkleber 10 Euro für den Abriss abzugeben sind.
    Herr, lass Hirn vom Himmel regnen!

    Eine längere Laufzeit der AKWs verzögert doch nur den Abriss der AKWs. Die Kosten dafür wären sogar noch höher.
  7. #16

    Atomausstieg

    Zitat von rbsch Beitrag anzeigen
    Die Rücklagen wurden im Laufe der Jahre angelegt, jeweils mit dem langfristigen Ziel der Abschaltung der KKWs im Sinn. Wenn man nun die Abschaltung einfach per Dekret um x Jahre nach vorne zieht, ist es kein Wunder, wenn die Rücklagenstruktur dazu erstmal nicht passt.
    Die Energiekonzerne müssen das halt anpassen...
    .
    Der Atomausstieg war unter Rot-Grün schon vor langer Zeit mit den Stromkonzernen vertraglich geregelt worden, auch das außreichend Rücklagen gebildet werden sollten um den Abriß zu finanzieren. Die Konzerne haben aber lediglich die Sahne abgeschöpft und darauf vertraut das die CDU den Vertrag schon rückgängigmachen wird.

    Wer übrigens verlangt das die Atomkraftgegner alleine für den Rückbau bezahlen sollen, der soll gefälligst auch verlangen das die Atomkraftbefürworter für die Kosten der Atommüllentsorgung und bewachung bis zum Jahr 12 000 bezahlen. Die Kosten für die Entseuchung von Fukushima lassen wir mal großzügig außen vor, sowas könnte in einer technisch fortschrittlicher Nation nämmlich nicht passieren ;-(
  8. #17

    realistische Kalkulation?

    Zitat von isp Beitrag anzeigen
    Natürlich werden die Abrisskosten nicht realistisch kalkuliert - man weis ja heute, nach über 40 Jahren, nimmer noch nicht, was man mit den strahlenden Überbleibseln machen soll.
    Bislang hat man den EVU eigentlich immer vorgeworfen, sie würden die Entsorgungskosten absichtlich zu hoch kalkulieren, um überzogene steuerbegünstigte Rückstellungen bilden zu können.
    Jetzt sollen die Kosten auf einmal zu niedrig kalkuliert sein? Was denn nun?

    Eine Kalkulation der Abriß- und Entsorgungskosten ist deshalb schwierig, weil diese nicht anhand markt- oder naturgegebener Parameter, sondern fast ausschließlich politisch bestimmt sind.

    Man könnte die Atomruinen zB einfach stehen lassen oder den Schutt wiederverwerten oder in den nächsten Braunkohletagebau verkippen. Dann würde die Entsorgung fast nichts kosten.

    Man kann aber auch alles fein säuberlich durch Spezialunternehmen sortieren und supersicher mehrfach verkapseln und dann streng bewacht in die tiefsten Stollen irgendwelcher Bergwerke einlagern, natürlich erst nach jahrzehntelangen Genehmigungs- und Gerichtsverfahren unter Beteiligung von x Behörden und Verbänden und mit hunderten aufwändiger Gutachten. Dann wird es extrem teuer.

    Wie es gemacht wird entscheidet der Gesetzgeber, und damit letztlich der Wähler und Steuerzahler. Der sollte dann konsequenterweise auch das Kostenrisiko tragen.
  9. #18

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Atomausstieg steht, jetzt müssen die Meiler zurückgebaut werden - einer Greenpeace-Studie zufolge wird das bis zu 44 Milliarden Euro kosten. Die Rücklagen der vier großen Stromversorger reichten nicht aus, warnen die Umweltschützer, einspringen müssten die Steuerzahler.

    Greenpeace-Studie: AKW-Betreiber könnten sich vor Entsorgungskosten drücken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    44 Milliarden? Peanuts! Zahlen wir doch aus der Portokasse.
  10. #19

    deutschland hat das "auto" zwar....

    Zitat von matthias_b. Beitrag anzeigen
    Das ist die fairste Lösung. An der Autobahn sollte es Mautstellen geben, an denen pro "Atomkraft - nein danke" u.ä. Aufkleber 10 Euro für den Abriss abzugeben sind.
    ..bestellt aber eben auch bezahlt (forschungsgelder). also ist deutschland auch berechtigt, das "auto" atomkraft zu verschrotten. vielleicht sollten sie als atom-freund schon einmal freiwillige rücklagen für den abbau ansparen...








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