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Grauer Star: Augen-OP senkt Risiko für Oberschenkelhalsbruch

CorbisSturz mit fatalen Folgen: Ein Fünftel aller älteren Menschen mit gebrochenem Oberschenkelhals stirbt im Jahr nach der Diagnose. Für manche von ihnen könnte die Lösung verblüffend einfach sein, wie eine aktuelle Studie zeigt. Eine Augen-OP bei Patienten mit grauem Star senkt das Risiko für einen Bruch.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...847431,00.html
  1. #1

    Und Fluglärm erzeugt AIDS

    Das ist auch so ein typisches Ergebnis, das man erhalten kann, wenn man Daten auswertet bzw. nach irgendwelchen Korrelationen in Daten sucht. Dabei bedeuten Korrelationen oftmals gar nichts.
    Patienten, die operiert worden sind, schonen sich vielleicht einige Tage nach der OP. D.h. sie laufen nicht herum. Vielleicht fahren diese Patienten nach der OP wieder (öfters) Auto. D.h. sie laufen nicht herum.

    Es gibt sicherlich tausende Gründe, die dafür sorgen können, dass die Verletzungsgefahr nach der OP leicht gesunken ist. Vielleicht sterben die operierten Patienten auch früher. D.h. sie laufen nicht (mehr) herum.
    Wie sieht es fünf Jahre nach der OP aus?

    Wenn man etwas in Daten findet, das interessant sein könnte, dann sollte man als ordentlicher Forscher eine Hypothese aufstellen und diese überprüfen. Irgendeinen Fund in Daten zu veröffentlichen, das ist noch keine Forschung.
  2. #2

    „Wer schlechter riecht, lässt das Essen schneller anbrennen.“

    Grauer Star ist das steigernde Unvermögen zwei getrennte Punkte ab einer gewissen Entfernung noch getrennt wahrnehmen bzw. auflösen zu können. Die Haptik und Akustik ist davon unabhängig. Die Ursache für Linsentrübung liegt statistisch im Alter, die Folge ist verminderte optische Orientierung. Der Artikel (respektive die rezitierte Statistik) gibt keine Auskunft darüber, ob vollkommen blinde Personen auch unter erhöhtem Oberhalsschenkelhalsbruch leiden.
    Auch wenn eine sogenannte „öffentliche Krankenkasse“ in den USA diese Untersuchung durchgeführt hat, gibt es keine Quellenangaben in ihrem Artikel über die Studiendauer der Untersuchung.
    Ich für meinen Teil hinterfrage diesen Artikel scharf kritisch auf Wahrheitsgehalt.
  3. #3

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    ...war um 16 Prozent niedriger als bei nicht operierten Patienten. Noch drastischer fiel der Vergleich aus...
    Wie bitte? 16% sollen drastisch sein? In Deutschland ist der Korrelationsgrad zwischen Geburten und Storchenpopulation relativ hoch. Trotzdem haben Störche mit der Geburtenrate nichts zu tun.

    Sorry, aber wenn Mediziner Statistik betreiben, kommt meistens nur Stuß raus.

    Die am häufigsten mit einer Fraktur einhergehende Diagnose der Patienten war allerdings die Osteoporose.
    Der Laie staunt, und der Fachmann wundert sich. Daran hätte ich nie gedacht. ;-)
  4. #4

    Das ist ja ein Ding!

    Wozu braucht man da Millionen Patientendaten?
    "Verblüffend"...
  5. #5

    Klingt logisch ...

    ... wenn man besser gucken kann, ist die Gefahr des Stolperns vermindert. Ergo: weniger Oberschenkelhalsbrüche ;-)
  6. #6

    ---

    Die moderne Wissenschaft beeindruckt mich doch immer wieder mit ihren gewonnen Erkenntnissen.

    Jemand der sieht wohin er läuft stürzt seltener als jemand der nichts sieht.
  7. #7

    Sommerloch?

    ältere Menschen stürzen häufig! Allen ist das sch klar. Häufig spielen die altersbedingten Veränderungen eine Rolle: Osteoporose und mangelnde Koordination der Beine zur ausreichenden Stabilität, (eine Gehirnfunktion). Da wäre eine Physiotherapie viel wichtiger als eine kosten- und folgenreiche OP sinnvoller. Augen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Man muss auch das Risiko des alters berücksichtigen und nicht alles um jeden Preis durchführen. Bei einem Alten Menschen steigt das Narkoserisiko um ein 10-faches. Wie viele Menschen bleiben nicht mehr ansprechbar nach einer Narkose? Man muss den Menschen als GANZES sehen und nicht nur die OP!
  8. #8

    Klingt trivial, aber so funktioniert EBM

    Die Nachricht klingt - wie schon viele Vorposter anmerkten - trivial, aber wenn man evidenzbasierte Medizin durchführen möchte, d.h. den Nutzen jeder Maßnahme belegen will, ist eine solche Studie unumgänglich.

    Dass es einen Zusammenhang zwischen schlechter Sicht und Stürzen gibt, ist für jeden Laien nachvollziehbar und *gerade deswegen* wird eine solche Studie durchgeführt, um herauszufinden, wie groß der Effekt eigentlich ist.

    Sowohl Zeit von Patienten und Ärzten als auch das Geld im Gesundheitssystem ist begrenzt - die Untersuchung, was "unterm Strich" bei einer medizinischen Maßnahme herauskommt, ist wichtig, bevor man sturzgefährdeten Senioren einen Augen-OP empfiehlt.
  9. #9

    Zitat von poisen82 Beitrag anzeigen
    Die moderne Wissenschaft beeindruckt mich doch immer wieder mit ihren gewonnen Erkenntnissen.

    Jemand der sieht wohin er läuft stürzt seltener als jemand der nichts sieht.
    Die Frage ist aber, ob sich es lohnt, die Linse zu ersetzen, um die Knochenbrüche und Stürze zu vermeiden. Sie ist durch die Studie offenbar nicht beantwortet.


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