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Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht

dapdIn die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828347,00.html
  1. #1

    Wann

    endlich wird dieses entsolidarisierte System abgeschafft? Entweder alle zahlen in die KV ein oder keiner, ebenso mit der RV.
    Danke Herr Rösler das sie so fähig und weitsichtig sind[sarkasmus off]
    FDP die 0,8% Partei auch in NRW.
    Mit Lindner können sie das aber sicher noch mehr unterbieten, sagen wir so 0,4%.
    Guten Rutsch ins abseits FDP'ler
  2. #2

    welche partei steht hier auf, ...

    ... und folgt endlich dem handlungsbedarf?
  3. #3

    Unglaublich dass die Politiker diese Zustände zulassen. Irgendwie hört sich das wie 3. Welt an. Deutschland als Modell für Europa: Hartz 4, Hundertausende Menschen ohne Versicherungsschutz und in Armut, zum Tod lachen. Bismarck steh auf.
  4. #4

    liebe grüße an frau ulla schmidt!
  5. #5

    Solidaritätsprinzip ist keine Einbahnstraße.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre.

    Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht - SPIEGEL ONLINE
    Ich habe mit dem Artikel ein Problem. Auf der einen Seite steht die Empathie für die Menschen, die in eine solche Praxis müssen, die unverschuldet in Schwierigkeiten gekommen sind und nun keine Krankenversicherung mehr haben.

    Auf der anderen Seite sehe ich auch das Solidarsystem in Deutschland. Ich habe mich (trotz mehrfachen anstrengenden Versuchen meines Versicherungsberaters) als Selbständiger dazu entschlossen im GKV System zu blieben - obwohl es teurer ist und obwohl man weniger Leistungen erhält. Warum? Weil ich im Notfall auf die Solidarität der anderen bauen kann, jetzt schon für ältere und damit kränkere Versicherte bezahle, so wie später jüngere gesunde Versicherte für mich als Leistungsempfänger bezahlen werden.

    Diese Wahl hatte jeder der im Artikel erwähnten Personen und diese haben sich für die günstige Luxusvariante der PKV entschieden - mit dem Risiko das es zu Situationen kommen kann, in der sie nicht mehr versichert sind und nicht zurück können in das Solidarsystem.

    Ich finde es muss eine Hilfe für solche Menschen geben, aber die kann nicht bedeuten, dass man sie ungefragt wieder ins Solidarsystem aufnimmt - anstatt dessen gehören solche Praxen staatliche gefördert und unterstützt um einen Rettungsschirm zu haben (den brauchen nämlich nicht nur Staaten).

    Hut ab vor den Ärzten in dieser Praxis!
  6. #6

    Zitat von blitzunddonner Beitrag anzeigen
    ... und folgt endlich dem handlungsbedarf?
    Bei der Lobby reicht eine Partei nicht ... Aber eine Mehrparteienkoalition müßte doch ohne weiteres drin sein.

    Mir hat noch niemand verständlich erklären können, warum es eine PKV geben muß und nicht alle in der GKV sein können. Für mich genauso unverständlich, wie die zahlreichen Versorgungswerke für Steuerberater, Apotheker, Ärzte usw. bei der Rentenversicherung.

    Allerdings sind oft die Versicherten selbst Schuld, weil sie in die PKV gehen, um Geld zu sparen und leider zu spät merken, daß die gesetzliche Versicherung langfristig doch die günstigere Alternative ist.
  7. #7

    Das deutsche Gesundheitssystem verfehlt seine Aufgabe bei der Mittelschicht - dem Kern des Volkes, der die Verantwortung selber trägt und nicht an andere delegiert. Während sich Arbeiter solidarisieren, können sich viele Selbstständige keinen Versicherungsschutz leisten oder nur unter harten wirtschaftlichen Bedingungen. In unserer Gesellschaft wird immer weniger an das Bürgertum gedacht! Nur die Privatwirtschaft kann Abhilfe schaffen. Mehr Wettbewerb in der Versicherungswirtschaft und Aufhebung der gesetzlichen Krankenversicherung zu Gunsten freier Marktwirtschaft ist die Lösung.
  8. #8

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre.

    Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht - SPIEGEL ONLINE
    Das ist ja beängstigend und kann so nicht bleiben. Ich selber war zwar einmal einige Zeit ohne Krankenversicherungsschutz, aber nur vorübergehend. Zur Nachahmung kann ich das nicht empfehlen, obwohl es trotz Motorradfahrens glimpflich abgelaufen ist. Weil sich meine damalige Situation auch heute noch verallgemeinern lässt möchte ich in diesem Zusammenhang vor der DeBeKa warnen. Es war damals so und ist wohl heute noch so, dass man als Wissenschaftler, der an der Uni forscht, nach einer gewissen Zeit ein Berufsverbot bekommt. Die Gesetze verbieten, diese Karriere ein Leben lang fortzusetzen. Also ist das Risiko sehr hoch, dass man danach langzeitarbeitslos ist. Die DeBeKa hat nichts besseres zu tun als ihre Vertreter durch die Institute zu schicken, was IMHO schon an Hausfriedensbruch grenzt, und Wissenschafter, die sich konzentrieren müssen, bei der Arbeit zu stören. Später, als Langzeitarbeitsloser, darf man die Versicherung ruhen lassen, aber es ist doch plausibel, dass man in so einer dramatischen Situation psychosomatisch erkrankt. Bei mir waren es Herzrhythmusstörungen. Das reicht dann der DeBeKa um einen nicht wieder herein zu lassen, und man muss sich zeitraubend etwas anderes suchen, obwohl man nach einem geglückten Wiedereinstieg ins Berufsleben die Zeit nicht hat.
  9. #9

    Was zur...

    Hölle? Ich bin mit dem Themengebiet nicht vertraut, aber das schießt dem Fass eindeutig den Boden aus. Warum können diese Menschen nicht in eine gesetzliche Versicherung wechseln? Warum türmen sich da auch noch Schulden auf? Und warum lässt sich die private nicht einfach kündigen?

    Ich bin fassungslos.








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