Ich stimme Ihnen weitgehend zu, aber das Problem ist nicht nur auf die PKV beschränkt. Dasselbe Problem gibt's in der GKV auch. Hab ich selbst schon im Bekanntenkreis erlebt. Der Sohn meiner Nachbarin war als Student familienversichert, aber die Familienmitversicherung lief dann mit seinem 25. Geburtstag aus. Sich selbst im Studententarif weiterzuversichern, konnte er sich aber nicht leisten, also hat er's gelassen. Und die Krankenversicherung hat sich auch nicht bei ihm gemeldet wegen Weiterversicherung usw. Zum Arzt musste er in der Zeit nicht. Und da er Student war, hatte er logischerweise auch keinen Anspruch auf Arbeitslosengeld I oder II, sodass auch nicht auf diese Weise seine Krankenkassenbeiträge übernommen wurden. Er ist halt das Risiko eingegangen und hatte Glück, dass ihm in der Zeit nichts passiert ist. Aber wenn das der Fall gewesen wäre, hätte er auch ein mächtiges Problem gehabt.
Aber als er dann über ein Jahr später mit dem Studium fertig war, dann einen Job gefunden hat und dann logischerweise wieder in seine ursprüngliche GKV reinwollte, hat er erfahren, dass das zwar geht, dass er aber Leistungen erst in Anspruch nehmen darf (außer akute Notfälle), wenn er die 2.500€ für die Zeit des Nichtversichertseins (wirklich kurios) nachgezahlt hat. Aber ohne wirksamen Versicherungsschutz hätte er gar nicht arbeiten dürfen ... ein ziemliches Dilemma. Ihm blieb dann nichts anderes übrig, als einen Kredit aufzunehmen, um den Betrag abzahlen zu können. Da er dann nach dem Studium einen guten Job gekriegt hat, hatte er Glück, dass ihm diese Möglichkeit mit dem Kredit blieb und er so wieder ins System reingekommen ist, aber die allermeisten anderen in dieser oder einer ähnlichen Situation haben das Glück nicht.

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