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Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht

dapdIn die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...828347,00.html
  1. #110

    Ich habe eine private KV mit 1200 Euro Selbstbehalt für ambulante Behandlung und damit dann extrem niedrigen Beiträgen. Für jeden Arztbesuch bezahle ich zwischen 25 und 35 Euro aus eigener Tasche, ohne Labor und andere Geräteuntersuchungen. Das kann sich im Prinzip jeder der genannten Fälle leisten. Warum diese dann da hingehen, um kostenlos behandelt zu werden, verstehe ich nicht, denn das bekommen sie bei jedem Arzt. Nur kritisch und tragisch wird es tatsächlich bei schweren Erkrankungen.
  2. #111

    Kein Problem

    Zitat von kein Ideologe Beitrag anzeigen
    ja, klar. Sie haben doch sicher auch eine Idee, wie das innerhalb der verfassungsmässigen Ordnung geht.
    Der direkte Zugriff auf die Vermögenswerte der PKV ist sicher nicht möglich. Aber man könnte durchaus eine Pflichtversicherung einführen, bei der die aus der PKV kommenden Neumitglieder einen anderen bzw. schlechteren Tarif bekommen als die GKV-Mitglieder. Wieso sollte jemand, der zeitlebens solidarisch war, nicht billiger wegkommen dürfen. Falls die Nachzahlung bzw. Überzahlung dann die eingesparten Beiträge der vergangenen Jahre überkompensiert haben, kann auch wieder derselbe Beitrag für alle gelten.

    Um die Mehrkosten tragen zu können, sollten dann die PKV-Mitglieder auf Ihre eigenen Altersrückstellungen zurückgreifen dürfen. Dann wäre das auch kein Eingriff in fremdes Eigentum.

    Man sieht: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!
  3. #112

    Mein Haus, Mein Auto, Mein Boot, Meine PKV.Des Deutschen groesstes und teuerstes Hobby ist die Angeberei.
    War schon immer so, begann in den 50.Jahren. Irgendwann hatten einige Schlauberger die Idee mit der PKV.Wie ist z.B. der Spezi unseres Expraes. reich geworden?
    Ja, da liegt man im Einzelzimmer, hat eine eigene Krankenschwester, deren Kittel oben und unten zu kurz ist.
    Morgens und abends gibt es Kuesschen und ?
    Das kann sich der Lehmann von Nebenan nicht leisten.
    Vor einiger Zeit gab es mal eine Sdg ueber aeltere PKVler, die mehr als 1000 Euro mtl zahlen mussten. Grundsatz:
    je aelter der Patient wird, desto anfaelliger und daher teurer wird er, also muss er mehr zahlen.Ja. das wird natuerlich bei Neukunden verschwiegen!
    Frueher gabs die AOK fuer die Arbeiter und die Ersatzkassen ( Warum heissen die eigentlich Ersatzkassen?} Und es wurden immer mehr, die Betriebskassen folgten. Es muss sich doch lohnen so eine Einrichtung wie die KK.
    Solidarisch bezahle ich als Renter Beitraege fuer KK und Altersversorgung, obwohl ich diese nie in Anspruch nehmen werde. Hier gehe ich zum Arzt oder in eine Hospital zahle einen geringen Obulus, gehen dann in einen Drugstore und bezahle meine Medikamente!!!
    Wenn ich eine Erkaeltung habe, geht meine Frau in den Drugstore und laesst sich 5 oder 6 Tabletten geben. Ja, hier koennen Sie die Medikamente einzeln kaufen, nicht in 20 oder 30 oder gar Klinikpackungen. Tolle Idee, aber in DE nicht durchfuehrbar, lieber wegschmeissen aber vorher zahlen. Und dieser Bloedsinn mit dem gelben Schein in DE.
    Wenn ich damals in den 50 Jahren nicht im Betrieb erschien, kam spaetestens am 2 Tag ein Kollege und fragte nach dem Befinden. " Ach so, aber morgen sollten Sie schon wieder erscheinen!"
  4. #113

    Mein Haus, Mein Auto, Mein Boot, Meine PKV.Des Deutschen groesstes und teuerstes Hobby ist die Angeberei.
    War schon immer so, begann in den 50.Jahren. Irgendwann hatten einige Schlauberger die Idee mit der PKV.Wie ist z.B. der Spezi unseres Expraes. reich geworden?
    Ja, da liegt man im Einzelzimmer, hat eine eigene Krankenschwester, deren Kittel oben und unten zu kurz ist.
    Morgens und abends gibt es Kuesschen und ?
    Das kann sich der Lehmann von Nebenan nicht leisten.
    Vor einiger Zeit gab es mal eine Sdg ueber aeltere PKVler, die mehr als 1000 Euro mtl zahlen mussten. Grundsatz:
    je aelter der Patient wird, desto anfaelliger und daher teurer wird er, also muss er mehr zahlen.Ja. das wird natuerlich bei Neukunden verschwiegen!
    Frueher gabs die AOK fuer die Arbeiter und die Ersatzkassen ( Warum heissen die eigentlich Ersatzkassen?} Und es wurden immer mehr, die Betriebskassen folgten. Es muss sich doch lohnen so eine Einrichtung wie die KK.
    Solidarisch bezahle ich als Renter Beitraege fuer KK und Altersversorgung, obwohl ich diese nie in Anspruch nehmen werde. Hier gehe ich zum Arzt oder in eine Hospital zahle einen geringen Obulus, gehen dann in einen Drugstore und bezahle meine Medikamente!!!
    Wenn ich eine Erkaeltung habe, geht meine Frau in den Drugstore und laesst sich 5 oder 6 Tabletten geben. Ja, hier koennen Sie die Medikamente einzeln kaufen, nicht in 20 oder 30 oder gar Klinikpackungen. Tolle Idee, aber in DE nicht durchfuehrbar, lieber wegschmeissen aber vorher zahlen. Und dieser Bloedsinn mit dem gelben Schein in DE.
    Wenn ich damals in den 50 Jahren nicht im Betrieb erschien, kam spaetestens am 2 Tag ein Kollege und fragte nach dem Befinden. " Ach so, aber morgen sollten Sie schon wieder erscheinen!"
  5. #114

    ??

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In die Praxis von Uwe Denker kommen die Verlierer des Gesundheitssystems. Er behandelt Patienten ohne Versicherungsschutz. Im Wartezimmer sitzt die abgestürzte deutsche Mittelschicht. Besuch bei einem Mediziner, der lieber arbeitslos wäre.
    Gratisärzte: Notaufnahme für die Mittelschicht - SPIEGEL ONLINE
    Vor längerer Zeit gab es hier im Spon schon mal so eine Debatte.
    Man sprach in der gleichen Unwissenheit und Ahnungslosigkeit wie
    es auch heute wieder der Fall ist.
    Viele Selbstständige,was die Bezeichnung auch suggeriert,sind es gewohnt und gezwungen selbständig ihre Probleme zu bewältigen und zu lösen.Staatliche Unterstützung gibt es so gut wie keine.Der Staat selbst ist auch nicht daran interressiert ob der Selbstständige seine Krankenkassenbeiträge überhaupt zahlen kann,schon garnicht wenn er fiskalische Forderungen erfüllt sehen will.
    Selbstständige achten in der Regel auf ihren guten Ruf und auf das nicht nachaußen dringen finanzieller Engpässe,weil diese hier vielbeschworene "Solidargemeinschaft" bei eventuellen Gerüchten von Existenzschwierigkeiten sehr schnell einen Bogen um solche Betriebe macht.Außerdem sind es häufig Menschen die aus der
    bürgerlichen Mitte der Gesellschaft stammen,sich wenn Zeit vorhanden war,auch um das wohlergehen der Mitmenschen und Nachbarn kümmerten.
    Es sind keine Leute denen es in die Wiege gelegt wurde morgens auf Ämtern für jeden Mist die Zeit der Beschäftigten in Anspruch nehmen.Man merkt schon recht deutlich in diesem Forum,das hier Selbstständigkeit mit Wohlstandsgarantie verknüpft wird.
  6. #115

    Zitat von Th.Tiger Beitrag anzeigen
    Und wer definiert die Einkommenshöhe? Der sich in diesem Fall arm rechendene Selbständige?
    Verabschieden Sie sich doch bitte mal von Ihren Klischees. Die Möglichkeiten sich arm zu rechnen sind auch für normale Selbstständige außerhalb der Hochfinanz sehr moderat und werden durch anderweitige Benachteiligungen kompensiert.

    Ein Beispiel gefällig? Sie zahlen auf Ihr Bruttogehalt Lohnsteuer. Der Arbeitgebernanteil ihrer Sozialbeiträge fällt da Raus, nur ihr Arbeitnehmeranteil wird berücksichtigt. Bei kleineren bis mittleren Selbstständigen wird aber dagegen alles Einkommen besteuert, auch das, woraus er den fiktiven Arbeitgeberanteil für Altersversorgung und Krankenversicherung bestreiten muss.

    Soviel Gestaltungsspielraum, dass alleine dieser Steuernachteil kompensiert wird, muss man im Rahmen der geltenden Gesetze auch erst mal finden.
  7. #116

    Wir tragen Unfallrisiken, Einbruchrisiken, Gesundheitsrisiken ... . Gegen untragbare Kosten dieser Risiken können oder müssen wir uns versichern, damit wir unkalkulierbare Kosten durch berechenbare Beiträge ersetzen und nicht zur Last für die Allgemeinheit werden. Das gestohlene Auto ersetzt uns die KFZ-Vers., wenn wir Kasko abgeschlossen haben; den Unfallschaden der Anderen ersetzt diese auch. (Wenn wir mehr Unfälle bauen, steigen die Prämien, aber die Mitmenschen bleiben vor den Kosten unseres Verhaltens geschützt.) Gesundheitskosten sind für ärztliche Leistungen, Medizin und Krankenhausaufenthalte fällig. Unser Verhalten beeinflusst diese z.T.. Notwendig ist eine Verpflichtung zur Krankenversicherung nur, damit die Allgemeinheit davor geschützt wird, dass der Einzelne zum Sozialfall wird. Die Beiträge für die Abdeckung des Versicherungsrisikos sollten dem Wettbewerb der Versicherer um ihre Kunden überlassen werden und Beiträge steuerlich abzugsfähig sein. Dann sind alle Patienten Kunden. Die Solidarität kann besser, transparenter und gerechter im Einkommensteuersystem und über Kindergeld/Freibeträge gesichert werden.
  8. #117

    Wir tragen Unfallrisiken, Einbruchrisiken, Gesundheitsrisiken ... . Gegen untragbare Kosten dieser Risiken können oder müssen wir uns versichern, damit wir unkalkulierbare Kosten durch berechenbare Beiträge ersetzen und nicht zur Last für die Allgemeinheit werden. Das gestohlene Auto ersetzt uns die KFZ-Vers., wenn wir Kasko abgeschlossen haben; den Unfallschaden der Anderen ersetzt diese auch. (Wenn wir mehr Unfälle bauen, steigen die Prämien, aber die Mitmenschen bleiben vor den Kosten unseres Verhaltens geschützt.) Gesundheitskosten sind für ärztliche Leistungen, Medizin und Krankenhausaufenthalte fällig. Unser Verhalten beeinflusst diese z.T.. Notwendig ist eine Verpflichtung zur Krankenversicherung nur, damit die Allgemeinheit davor geschützt wird, dass der Einzelne zum Sozialfall wird. Die Beiträge für die Abdeckung des Versicherungsrisikos sollten dem Wettbewerb der Versicherer um ihre Kunden überlassen werden und Beiträge steuerlich abzugsfähig sein. Dann sind alle Patienten Kunden. Die Solidarität kann besser, transparenter und gerechter im Einkommensteuersystem und über Kindergeld/Freibeträge gesichert werden.
  9. #118

    Das hat doch System und ist von der Politik so gewünscht. Selbständige Handelsvertreter, oder Bauarbeiter auf selbständiger Basis usw. Alles hat nur den Sinn, dass Unternehmer Sozialversicherungsbeiträge sparen können.
    Die Leute sollen als günstige Arbeitskräfte herhalten und wenn sie krank sind am besten für den Staat und seine Unternehmerlobby kostenfrei versterben.

    Wo sonst sollen die Ersparnisse der Krankenkassen herkommen? Leute in Risikoberufen wie Bauarbeiter, Monteure, Dachdecker usw. werden nicht mehr fest angestellt, sondern auf selbständiger Basis als eine Art Tagelöhner beschäftigt. Sie fallen aus der gesetzlichen Krankenkasse raus und die spart sich das hohe Risiko solcher Berufsgruppen ein!
  10. #119

    ....

    Zitat von f.orenstöpsel Beitrag anzeigen
    Vor längerer Zeit gab es hier im Spon schon mal so eine Debatte.
    Man sprach in der gleichen Unwissenheit und Ahnungslosigkeit wie
    es auch heute wieder der Fall ist.
    Viele Selbstständige,was die Bezeichnung auch suggeriert,sind es gewohnt und gezwungen selbständig ihre Probleme zu bewältigen und .....
    Bei den allermeisten Selbständigen setzte ich selbständiges Denken voraus!
    Wenn es aber um die simpelsten Dinge geht, scheint mir bei vielen der Geiz das Hirn zu fressen und alles rationale zu verdrängen.
    Oder was halten Sie von, z.B. einem selbständigen Schauspieler/in
    der in guten Jahren hundertausende verdiente und dann älter geworden in den Talkshows herumgreint er/sie müsse von 400€ Rente leben!








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