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Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte

DPAErst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...826153,00.html
  1. #10

    Auch Bosheit hat etwas Gutes

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

    Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Der Inhalt seines "Gedichts" ist hinreichend analysiert, dem ist nichts hinzuzufügen. Auch zu Grass ist genug gesagt, er bleibt sich treu, schon bei 9/11 machte er die Opfer zu Tätern: Sein Hass auf Amerika und Israel ist bekannt. Verdienstvoll an seinem Vorstoß ist aber, dass die Befindlichkeit der Deutschen öffentlich wird. Waren ab den 60er Jahren Arafat-Tücher an den Unis Markenzeichen, so ist diese Generation inzwischen in der Gesellschaft tonangebend. Und was sie denkt lässt sich in Hunderten Kommentaren bei der Süddeutschen und anderen Online-Foren nachlesen: Der Hass auf Israel als Staat der Juden ist erschreckend und unvergleichbar. Der hässliche Deutsche ist heute linksliberal und "friedensliebend", nur Israel muss weg.
  2. #11

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    dass er viele zustimmende mails erhalten hat glaube ich wohl..,

    aber warum bietet ihm nun auch jede Zeitung, jedes Medium mit dem Gedicht eine Bühne???
    Das Feuilleton lebt von Kontroversen am besten. Dem wird auch anständiger Jourmalismus geopfert - wie bei SPON, und wie man bei fast sämtlichen großen Tageszeitungen in D und anderswo sieht.
  3. #12

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

    Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Grass schreibt immerhin noch mit Tinte!
  4. #13

    Zitat von Frankinho Beitrag anzeigen
    Infam ist vor allem, hier den Begriff "angeblich" einzusetzen. Ich würde die Zahl der Zustimmungen zu Grass in den verschiedensten Online-Medien von SPON über tagesschau.de, sueddeutsche.de, TAZ bis hin zur "Welt", die ja nun wirklich unverdächtig ist, israelfeindlich zu sein, auf gut und gerne 70-80% schätzen. Das mag jetzt nicht repräsentativ sein, das aber quasi als Hirngespinst eines älteren Herrn darzustellen, ist schon eine abenteuerliche Sichtweise.
    Völlige Zustimmung. Grass mag sich teilweise ungeschickt angestellt haben, der Inhalt seines Gedichts trifft aber den Kern dessen, was sehr viele Menschen denken. Angesichts dessen ist es tatsächlich erschreckend, wie schnell, brutal, einseitig und vernichtend (ich wähle dieses Wort mit Absicht) die deutsche Presse über den Mann herfällt.

    Gerade vom SPON hätte ich mehr erwartet, als die Reaktionen der Leser derart zu negieren und in geradezu progagandistischem Ausmaß umzudeuten.
  5. #14

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

    Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ich will meine GEZ-Gebühren zurück, solche Volldeppen können bei RTL im Nachmittagsprogramm auftreten. Hoffentlich haben sie ihm schon die Fahrerlaubnis abgenommen. Das er haufenweise zustimmende E-Mails bekommen hat glaub ich, es gibt genügend Antisemiten im Land, Antisemitismus ist wieder schick.
  6. #15

    Noch ein Gedicht

    Zitat von Frankinho Beitrag anzeigen
    Infam ist vor allem, hier den Begriff "angeblich" einzusetzen. Ich würde die Zahl der Zustimmungen zu Grass in den verschiedensten Online-Medien von SPON über tagesschau.de, sueddeutsche.de, TAZ bis hin zur "Welt", die ja nun wirklich unverdächtig ist, israelfeindlich zu sein, auf gut und gerne 70-80% schätzen. Das mag jetzt nicht repräsentativ sein, das aber quasi als Hirngespinst eines älteren Herrn darzustellen, ist schon eine abenteuerliche Sichtweise.
    Das macht die Sache nicht viel besser. Ich bin nicht immer einer Meinung mit Herrn Schirrmacher und habe mir viel Zeit gelassen über das Gedicht nachzudenken. Nein, ich teile nicht in allem die Kritik von Broder, aber im Kern liegen beide nicht daneben. Auch die Foristen sollten sich selbstkritisch fragen. Muss man einer schon weitgehend diskreditierten moralischen Autorität wie ein pawlowscher Hund folgen? Ist es zu viel verlangt auch den Gegenstandpunkt zu sehen und sich in die andere Sichtweise einzufühlen? Muss man nicht fordern, lieber Herr Grass, noch ein Gedicht?
  7. #16

    Verortung

    Zitat von haberdachs Beitrag anzeigen
    Nein, der Antisemitismus ist bei euch Rechten zuhause, und zwar schon lange, historisch gewachsen und auf grauenhafte Weise belegbar.
    Können wir uns darauf einigen, dass der Antisemitismus sowohl in Teilen der rechten, wie auch der linken Szene vorhanden ist? Wenn auch zum Teil aus unterschiedlichen Gründen. Was die grauenhafte Belegbarkeit angeht, stimme ich Ihnen allerdings ohne 'wenn und aber' zu.
  8. #17

    das irritiert mich auch total - schließlich ist dieser Grass

    Zitat von drumsmalta Beitrag anzeigen
    Völlige Zustimmung. Grass mag sich teilweise ungeschickt angestellt haben, der Inhalt seines Gedichts trifft aber den Kern dessen, was sehr viele Menschen denken. Angesichts dessen ist es tatsächlich erschreckend, wie schnell, brutal, einseitig und vernichtend (ich wähle dieses Wort mit Absicht) die deutsche Presse über den Mann herfällt.

    Gerade vom SPON hätte ich mehr erwartet, als die Reaktionen der Leser derart zu negieren und in geradezu progagandistischem Ausmaß umzudeuten.
    ein Erz-Sozi durch und durch..
  9. #18

    Zitat von janne2109 Beitrag anzeigen
    dass er viele zustimmende mails erhalten hat glaube ich wohl..,

    aber warum bietet ihm nun auch jede Zeitung, jedes Medium mit dem Gedicht eine Bühne???
    Weil der Korken unbedingt wieder in die Flasche rein muss?

    Dass sieht man doch ganz klar daran, dass nicht über die Fakten in seinem Gedicht diskutiert wird, sondern über seine Person.
    Die angesprochenen Kritikpunkte bleiben unerwähnt.
  10. #19

    Zitat von drumsmalta Beitrag anzeigen
    Völlige Zustimmung. Grass mag sich teilweise ungeschickt angestellt haben, der Inhalt seines Gedichts trifft aber den Kern dessen, was sehr viele Menschen denken. Angesichts dessen ist es tatsächlich erschreckend, wie schnell, brutal, einseitig und vernichtend (ich wähle dieses Wort mit Absicht) die deutsche Presse über den Mann herfällt.

    Gerade vom SPON hätte ich mehr erwartet, als die Reaktionen der Leser derart zu negieren und in geradezu progagandistischem Ausmaß umzudeuten.
    "Sehr viele" ist wohl eine Frage der Definition und der Realität von online publizierten Meinungen - wer weiß denn, wie viele reale Einzelpersonen hinter diesen Äußerungen stecken, was sie umtreibt und vor welchem Hintergrund?

    Zumal es mir nicht eingängig erscheint, weshalb quantitativ meinetwegen relevante Akzeptanz für eine gewisse Position zwingend zum medialen Gegenstand werden muss? Müssen bspw. NPD-Positionen oder Verständnis für staatliche Folter oder oder oder auch ergebnisoffen thematisiert werden, weil eine nicht unerhebliche Anzahl von Wählern diese offenbar unterstützt? Sehe ich nicht - man darf Schwachsinn, den man als solchen verortet, durchaus auch so bewerten und kommentieren, wenn eine größere Zahl von Menschen ihm zustimmt.


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