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Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte

DPAErst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

http://www.spiegel.de/kultur/literat...826153,00.html
  1. #100

    Sie sind wohl irre?

    Zitat von Donald45 Beitrag anzeigen
    ... Und was sie denkt lässt sich in Hunderten Kommentaren bei der Süddeutschen und anderen Online-Foren nachlesen: Der Hass auf Israel als Staat der Juden ist erschreckend und unvergleichbar. Der hässliche Deutsche ist heute linksliberal und "friedensliebend", nur Israel muss weg.
    Es geht ausschliesslich um eine perverse, kriegstreibende, von USA und Wallstrett-Juden gestützte israelische Machtstruktur, der endlich einmal Einhalt geboten werden muss.
    Keines Falls wird das Existenzrecht Israels und ein vernünftiges Verhältnis zu seinen Nachbarn (ohne Landraub!) bestritten oder gar das israelische oder jüdische Volk verunglimpft, bekämpft oder mit Vernichtungswünschen überzogen (nicht mal der Iran will das, wenn man genau hinhört!).
    Aber auch Deutschland muss endlich sein ganzes Gewicht für eine (atom-)waffenfreie Koexistenz aller Staaten einsetzen - und hier hat Israel eine Bringeschuld! Das wurde lobenswerter Weise ja auch heute hier von Herrn Augstein jr. eingesehen und gefordert.
  2. #101

    Zitat von messias Beitrag anzeigen
    .................
    Auch hat es darüber nie für die Öffentlichkeit bestimmte CIA Berichte gegeben, im Gegensatz zum Iran, der im Dreimonatszyklus mit spy -ware observiert und ständige Kontrollen durch die IAHO eingefordert werden.
    Jeder sollte sich angesichts der wirklich vorhandenen, latenten Kriegsgefahr in der Region fragen, und des in den letzten Monaten proklamierten Rechts Israel auf einen Präventivschlag(... Ich weiß, nicht gegen das iranische Volk, wie Avi Primor so schön in seinem Interview des KSTZA von gestern sagte, sondern 'nur'gegen die Atomanlagen des Iran,) , wer Israel wohl beim Aufbau seiner Atombewaffnung geholfen hat, oder damals sofort fertige Systeme geliefert hat?
    ...............


    ,
    Nun ich nehme an, Israel spielt deshalb lieber mit verdeckten
    Karten, weil es Ausmaß und die Standorte der eigenen Atomwaffen
    vor potientiellen Angreifern geheim halten will, um sich nicht
    auf offenen Tablett präsentieren zu müssen.

    Ein atomarer Erstschlag seitens der Israelis wäre eh für dieses
    Land selbstmörderisch, da das angegriffene Land (in diesem Fall:
    Iran) genug Zweitschlagskapazitäten hätte, um sich furchtbar zu
    rächen.
  3. #102

    Na endlich!

    Na endlich bekommen wir wieder die Gelegenheit, unsere moralisch einwandfreie, politisch korrekte Gesinnung kundzutun. Endlich können wir wieder der israelischen Regierung und der ganzen Welt gegenüber beteuern, dass wir, die wir uns kollektiv und auf Lebenszeit schuldig gemacht haben, keinesfalls das geringste Recht dazu haben, auch nur die leiseste Kritik an Menschen jüdischen Glaubens zu üben. (Immerhin erlaubt man uns noch, Menschen nicht jüdischen Glaubens nach ihren Taten statt nach ihrer Religion beurteilen zu dürfen und ihnen nicht aus Gewissensgründen einen Freibrief für jedwedes Handeln ausstellen zu müssen.) Ist diese Form des Maulkorbs nicht eine Art positiver Rassismus?
    Ob Israels Drängen der USA, den Konflikt mit dem Iran militärisch zu lösen, ob die Siedlungspolitik im Gaza-Streifen, ob das Entern der Gaza-Hilfsflotte jeweils als völlig korrekte Handlungen anzusehen sind – darüber will ich nicht urteilen. Ich finde nur, dass auch ein Literaturnobelpreisträger, der als 17-jähriger ganze 5 Monate bei der Waffen-SS diente, nicht aufgrund seiner Vergangenheit in Kombination mit seiner Kritik reflexartig mit Adolf Hitler gleichgesetzt werden sollte, sondern ebenso ein Recht auf freie Meinung hat. Nicht sein Gedicht schürt den Antisemitismus, sondern die empörten Reaktionen darauf. Vielleicht sollte man darüber einmal nachdenken.
  4. #103

    Natürlich dürfen Sie Schwachsinn,

    Zitat von Macca1001 Beitrag anzeigen
    "Sehr viele" ist wohl eine Frage der Definition und der Realität von online publizierten Meinungen - wer weiß denn, wie viele reale Einzelpersonen hinter diesen Äußerungen stecken, was sie umtreibt und vor welchem Hintergrund?

    Zumal es mir nicht eingängig erscheint, weshalb quantitativ meinetwegen relevante Akzeptanz für eine gewisse Position zwingend zum medialen Gegenstand werden muss? Müssen bspw. NPD-Positionen oder Verständnis für staatliche Folter oder oder oder auch ergebnisoffen thematisiert werden, weil eine nicht unerhebliche Anzahl von Wählern diese offenbar unterstützt? Sehe ich nicht - man darf Schwachsinn, den man als solchen verortet, durchaus auch so bewerten und kommentieren, wenn eine größere Zahl von Menschen ihm zustimmt.
    den Sie als solchen eher gefühlsmäßig verorten, auch für sich als solchen bezeichnen. Wenn man, wie in Ihrem Fall, jedoch bei der Beweislast erhebliche Probleme hat, sollte man nicht jeden, der mit logischen vernünftigen Argumenten ohne jede Beschimpfung versucht, Sie zu widerlegen, der Ahnungslosigkeit zeihen und beschimpfen.

    Wenn Sie keine Argumente haben - und dass die Argumentation der Anti-Grass-Fraktion sehr hinkt, hat ja schon der oft angesprochene Artikel "So falsch liegt Günther Grass" bewiesen - im Gegensatz zur im Titel implementierten Aussage, dass Grass vollkommen daneben liegt, gibt der Text selber eher her, dass selbst nach Meinung des in der Vertretung der SPON-eigenen Anti-Grass-Redaktionsrichtlinie mehr als voreingenommenen Autors mehr für Grass´s Feststellungen spricht als dagegen - sollten Sie doch einfach still und trotzig vor sich hin sagen:"und ich habe doch recht" und ruhig sein, oder Ihre Zeit mit der Suche nach wirklich guten Argumenten füllen und sich, wenn Sie welche gefunden haben, dann wieder melden.

    Antisemitismus - den man bei funktionierendem Verstand weder Grass noch den meisten der hier für ihn votierenden unterstellen kann - ist bestimmt eine viel, viel gefährlichere Sache als der bei der Anti-Grass-Fraktion vorherrschende Philosemitismus, aber Philosemitismus hat weder was mit Logik, Vernunft noch moralischer Überlegenheit zu tun.

    Helmchen
  5. #104

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

    Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Wer hier Unsinn verzapft, ist einzig und allein Herr Frank. Wieso bitte hat sich Günter Grass "noch tiefer in selbst verzapften Unsinn" verstrickt? Er hat einfach und ergreifend seinen Standpunkt verteidigt und untermauert!
    Aber man lese weiter: "Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will."
    Klingt unlogisch. Wenn er haufenweise zustimmende Mails bekommen hat, untermauert das ja doch gerade die Richtigkeit seiner Ausführungen! Obiges Zitat klingt aber so, als wenn er dies trotz der Mails getan hätte...
    Aber gehen wir mal weiter im Text. Warum wird das "haufenweise" in Anführungszeichen gesetzt? Ein weiteres Beispiel krampfhafter Rhetorikversuche von Herrn Frank. Er bezweifelt zum einen, daß er diese Mails überhaupt bekommen haben will, zum anderen, daß es haufenweise Mails gewesen wären. Ja was denn nun?
    Es gibt keinen Grund, den Erhalt dieser Mails zu bezweifeln, wenn man sich die Vielzahl der Unterstützer hier im Forum anschaut.
  6. #105

    Zitat von derweise Beitrag anzeigen
    Günter "Krass", schon aufgrund seiner Vita, nicht geeignet, ein so komplexes Thema wie "Israel" anzugehen.
    Israel rate ich, in Richtung normaler Demokratie weiterzugehen und sich mit seinen Nachbarn auszusöhnen.
    Immer wieder beeindruckend zu lesen, wie väterlich „gerade wir als Deutsche“ Israel mit weisen Ratschlägen zu anständigem demokratischen Verhalten auf den rechten Weg weisen.
  7. #106

    Krass ist es eher, wenn Leute wegen Ihres Alters

    Zitat von hotfinger Beitrag anzeigen
    Verständlich, dass ein fast bedeutungslos gewordener alter Mann nochmal ins Rampenlicht möchte. Unverständlich und abstoßend aber, in welch selbstdiskriminierender Art und Weise er dabei vorgeht. Günter, krass.
    diskriminiert werden. Auf jeden Fall zeugt es von einer, mit Verlaub gesagt, beschissenen Erziehung - leider gibt es dafür kein vornehmeres Wort.

    Helmchen
  8. #107

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erst im "heute journal", dann in den "Tagesthemen": Mit seinem Auftritt im Abendprogramm des deutschen Fernsehens verstrickt sich Günter Grass noch tiefer in seinen selbstverzapften Unsinn. Und das, obwohl er sogar "haufenweise" zustimmende Mails bekommen haben will.

    Grass-Rechtfertigung im TV: Hoffentlich die letzte Tinte - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Schon dieser Einleitungssatz ... Hoffentlich die letzten Pixel dieses Artikelschreiber in Sachen Grass. Es ist wirklich beschämend, was sich die journalistische Schwarmintelligenz derzeit leistet.
  9. #108

    Sie verwechseln Jüdischen Glauben und Israel

    Zitat von ellur Beitrag anzeigen
    Das Schöne an Antisemiten ist, dass sie einem immer den Gefallen tun, es zu bestätigen.
    In Israel gibt es außerordentlich viele kleine Parteien im Parlament und die Regierungsbildung ist oft schwierig. Kompromisse mit radikalen Parteien sind nötig und führen zu extremen Entscheidungen.

    Warum wird die Frage eines Denkers in Deutschland nach der Kontrolle der israelischen Atomwaffen und der Besatzungs- und Enteignungspolitik dann ohne auf Fakten einzugehen, sofort als "Antisemitismus" abgebügelt?

    Genau das passiert hier durch viele Foristen. Der deutsche Schriftsteller wird als bestenfalls senil bezeichnet weil er die deutsche Lieferung von U-Booten in Spannungsgebiete anprangert.
  10. #109

    Ich bezweifle, dass Sie

    Zitat von deb2011 Beitrag anzeigen
    Und finden das Gedicht qualitativ hochwertig? Und das musste mal gesagt werden?
    irgendeine Qualifikation als Literaturkritiker haben. Ich auch nicht - aber ich lese wenigstens Romane und Lyrik. Bei den meisten weitergehenden Kritiken zu dem Gedicht habe ich Sätze gefunden wie "es reimt sich ja nicht mal".

    Wer sowas als Kritik anbringt, sollte weiter Bildzeitung lesen - wahrscheinlich ist er literarisch damit schon überfordert.

    Helmchen


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