Grass' Israel-Schelte: Dichter im Abseits

dapdGünter Grass ist Schriftsteller - aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.

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  1. #250

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Wenn man diesen Gedanken konsequent zu Ende denkt, dann war Auschwitz also eine Art erzieherische Maßnahme.
    Es wäre schlimm, wenn das Deutsche Volk und nicht nur das, nichts daraus gelernt hätte, dass man so mit Menschen nicht umgeht.
  2. #251

    Thema

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Wenn man diesen Gedanken konsequent zu Ende denkt, dann war Auschwitz also eine Art erzieherische Maßnahme.
    Konstruktive Kritik wäre ja angebrcht, aber das was sie da scheiben ist völliger Blödsinn! Das ist mal wieder der übliche Reflex bei jeder Kritik an Israel auf den Holocaust hinzuweisen! Gehts auch anders?
  3. #252

    Aus der Keule Antisemitismus

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass ist Schriftsteller - aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.

    Grass' Israel-Schelte: Dichter im Abseits - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ist mittlerweile ein Trommelstöckchen geworden das kein intelligenter
    Mensch mehr ernst nehmen kann. Wenn es trotzdem weiter eingesetzt
    wird läßt das Rückschlüsse zu und die sind für die Anwender nicht sehr
    schmeichelhaft. Und so ausnhmslos ist die Ablehnung auch nicht,
    nur bei Vordenkern und einem Teil der Meinungsbeeinflusser.
    Unabhängig vom Verfasser dieses mit letzter Tinte verfaßten Gedichts,
    verstehe ich die Aufregung nicht. Ist in dem Inhalt ein Fehler, zeigt es
    nicht die aktuelle Situation und was hat die Aussage mit einem
    Nobelpreis ( Literatur ) zu tun? Etwas mehr Unaufgeregheit stände
    den Kritikern gut zu Gesicht, besonders einem Herrn Gröhe der zu
    Hochform aufläuft ähnlich dem gehbehinderten Herrn der im
    Sportpalast die Nation zur Geschlossenheit aufrief.
  4. #253

    Zitat von nixusminimax Beitrag anzeigen
    Der Staat Israel hat seit der Ermordung Jitzchak Rabins nichts unversucht gelassen um mit seinen Nachbarn im Streit zu leben.
    Genau: die freiwilligen Rückzüge aus Südlibanon, Gaza, Teilen des Westjordanlandes, das jahrelange geduldige Ertragen von tausenden Terror-Raketen, ein historisch einmaliger Siedlungsstopp... "nichts unversucht gelassen um mit seinen Nachbarn im Streit zu leben"?

    Herzlich willkommen auf unserem Planeten. Wer so etwas schreibt, muss von einem anderen Stern sein.
  5. #254

    Kommentar zum Thema

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass ist Schriftsteller - aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.

    Grass' Israel-Schelte: Dichter im Abseits - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es sollte doch immer bedacht werden, wer hier wen bedroht. Das Regime in Teheran will Israel auslöschen, bestreitet den Holocaust und provoziert die Welt mit dem Atomstreit. Israel will Frieden mit seinen Nachbarn, wird von diesen (früher mehr) aber in seinem Existenzrecht bedroht, besonders von den Iranern. Grass legt seine Sicht der Dinge aber so aus, als wenn Israel die Existenz der arabischen Welt bedrohe. Irgendwie klingt Grass sehr bitter. Warum macht er sowas?
  6. #255

    Zitat von t-wintergerst Beitrag anzeigen
    Bedauerlich, mit welcher Selbstverständlichkeit Grass Antisemitismus unterstellt wird.
    Nicht halb so bedauerlich wie die Tatsache, dass er antisemitische Tiraden absondert und das hier kaum jemanden zu stören scheint.

    Zitat von t-wintergerst Beitrag anzeigen
    Obwohl seinen Kritikern völlig bewusst ist, dass es nicht das jüdische Volk ist, das er im Blickfeld hat, sondern die nationalistische Regierung Israels, geht ihnen der Vorwurf sehr leicht über die Lippen.
    Er spricht expressis verbis von "Israel". Von der Differenzierung, die Sie ihm zu seiner Verteidigung andichten wollen: keine Spur.
  7. #256

    Zitat von reward Beitrag anzeigen
    Ich sehe das auch so. Israel müßte wegen des illegalen Besitzes der Atomwaffe international geächtet werden.
    Wenn es illegale Atomwaffen hätte. Hat es aber nicht. Selbst dann, wenn es Atomwaffen haben sollte -- was immer noch keineswegs sicher ist -- dann wären diese vollkommen legal.
  8. #257

    Zitat von wohlmein Beitrag anzeigen
    Auch als arabischer Bewohner des Westjordanlandes, dessen Grund und Boden gerade für den israelischen Siedlungsbau "beschlagnahmt" wurde ?
    Da das bereits seit Jahren nicht mehr geschieht, also seit Jahren kein Grund und Boden mehr beschlagnahmt wird, ist Ihre Frage wohl irrelevant. Zudem hätten die palästinensischen Führer längst einen Kompromiss mit Israel finden und gemeinsam Grenzen vereinbaren können, wenn sie das denn jemals gewünscht hätten. Aber sie träumen immer noch davon, dass sie morgen stark genug sind, um Israel zu vernichten. Und sie leben ja auch gar nicht schlecht von den Flüchtlingshilfen der UNO und dem Terrorgeld aus Iran.
  9. #258

    Würdigung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Günter Grass ist Schriftsteller - aber auch eine politische Figur. Sein Gedicht zum Konflikt zwischen Israel und Iran hat deshalb in Berlin heftige Reaktionen aus den Reihen von Regierung und Opposition provoziert. Die Zeilen des Nobelpreisträgers stoßen fast ausnahmslos auf Ablehnung.
    Zu Grass-Äußerungen mag man stehen wie man möchte.
    Dankbar sollten ihm aber alle für Eines sein:

    Er sorgt für Unterhaltung und
    hält mit Schlachten von gestern
    den Kulturbetrieb am Laufen
    - mit jeder Menge Tinte.
    Wenn das nicht einer Würdigung wert ist!
  10. #259

    Thema

    Zitat von Mononatriumglutamat Beitrag anzeigen
    Genau: die freiwilligen Rückzüge aus Südlibanon, Gaza, Teilen des Westjordanlandes, das jahrelange geduldige Ertragen von tausenden Terror-Raketen, ein historisch einmaliger Siedlungsstopp... "nichts unversucht gelassen um mit seinen Nachbarn im Streit zu leben"?

    Herzlich willkommen auf unserem Planeten. Wer so etwas schreibt, muss von einem anderen Stern sein.
    Was für ein Siedlungsstopp? Und was für ein freiwilliger Abzug aus dem Gaza Streifen? Sorry, aber sie haben keine Ahnung! Israel ist aus dem Gazastreifen abgehauen, weil es seine Siedler nicht beschützen konnte! Und für die Raketen vom Gazastreifen und vom Libananon, übrigens auch die Folge jahrzehntelanger Repressionen, hat sich Israel herzliches bedankt und zwar in dem sie die ganze Infrastruktur in Schutt und Asche gebombt hat! Was letztendlich wieder dazu geführt hat, dass sich weitere Palästinenser dem bewaffneten kampf angeschlossen haben. Ein endloser Kreislauf, der seit jahrzenten andauert und in Unschuld kann dort wirklich keiner baden!