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Grass-Gedicht über Israel: Lyrischer Erstschlag
dapdIsraelis als Kriegstreiber, "Antisemitismus" als Totschlagargument: Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik ist ein prominenter Intellektueller so klischeehaft gegen Israel zu Felde gezogen wie Günter Grass.
Kritik an Israel-Gedicht "Was gesagt werden muss" von Günter Grass - SPIEGEL ONLINE
- #150 07.04.2012 19:51 von
- #151 07.04.2012 20:26 von
Wir Deuteschen müssen nur den Mut haben zu sagen,was wir für richtig halten,
Die Deutschen sollten endlich auch den Mut haben, zu sagen, was sie für richtig halten, auch wenn wir die nach den Wertevorstellungen der westlichen Welt inakzeptable Politik der israelischen Machthaber kritisieren und dafür natürlich als Atisemiten beschimpft werden. Dieses Rückgrat müssen wir zeigen, wenn wir aus unserer Geschichte ein wenig gelernt haben.
In vielen Kriegen hat sich Israel (mit Hilfe der USA) bravourös gegen arabische Angreifer verteidigt und die Sympathie der ganzen Welt war auf seiner Seite. Aber das ist lange her.
Heute ist Israel bis an die Zähne bewaffnet, auch mit Atomwaffen, liquidiert seine Feinde nach eigenem Gutdünken überall auf der Welt, versucht Atomschläge zu provozieren (Angriff auf das US-Kriegsschiff "Liberty") und praktiziert eine menschenverachtenden Palestinenser- und Siedlungspolitik. Und dann noch die Erstschlagsgrier der herrschenden israelischen Machthaber, die angeblich so viel demokratischer und besser als die mittelalterlichen Glaubenskrieger im Iran sind. Heute genießt Israel nicht mehr die uneingeschränkte Sympathie auf dieser Welt. Unseren Wertevorstellungen in Europa entsprechen jedenfalls die Machthaber auf beiden Seiten nicht. Und das zu sagen, dazu müssen wir einfach nur den Mut haben, so wie Günter Grass. Die Warnung vor Kriegstreibern kommt zu spät, wenn der Nahe Osten in Flammen steht. Diffamierung als Antisemit, Hassprediger und dergl. sind argumentative Offenbarungseide, die uns nicht abschrecken.sollten! Man kann nur hoffen, dass unsere Regierung genug Rückgrad hat und sich nicht in einen Nah-Ost-Krieg hineinziehen lässt, der von einen sogenannten Präventivschlag Israels oder der USA provoziert wird. - #152 07.04.2012 20:35 von
nene
.........
Das ist doch völliger Unsinn. Zwar ist dieses Gedicht, wie so viele Werke Grass` literarisch minderwertig, aber in der Aussage klar, berechtigt und eindeutig. Wo, bitte, soll das Klischee liegen, wenn das aggressive Verhalten Israels angeprangert wird, wenn angeprangert wird, daß Israel wie selbstverständlich und völlig unkontrolliert über Dutzende von Nuklearsprengköpfen verfügt, anderen Staaten aber schon das Streben nach diesen Waffen als teuflische Tat ausgelegt wird.
Die Klischees pflegen also ganz andere!
rabenkräheGeändert von ( um Uhr)
Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen..... - #153 07.04.2012 20:37 von
Wo ??
Ich bitte Sie - wie würden Sie das nennen was man derzeit mit Herr Grass macht oder seinerzeit mit Herr Sarrazin gemacht hat ? Das ist Zerriss vom Feinsten, wenn man das nicht schon mediale Hinrichtung nennen will. Aber ich gebe Ihnen insofern recht, das wer den Finger in die Wunde legt auch mindestens so stabil sein sollte um das entsprechend Maß an Gegenkritik zu vertragen. Wenn diese Gegenkritik jedoch, wie im Fall Grass, darin endet Antisemitismus zu unterstellen oder gar nicht abgelegte SS-Ideologie, so zeugt das von einer unglaublichen Argumentlosigkeit der Gegenseite und macht sie somit nicht besser als den Protagonisten in dieser Komödie. Und das ist ja wirklich nichts Neues von den Beschönigern der israelischen Politik.
- #154 07.04.2012 22:06 von
Sollen jetzt Gegenmeinungen rationiert werden?
Gut, dann sind wir einer Meinung.Aber ich gebe Ihnen insofern recht, das wer den Finger in die Wunde legt auch mindestens so stabil sein sollte um das entsprechend Maß an Gegenkritik zu vertragen.
Bei so viel Selbstinszenierung ist es auch logisch, dass er selbst auch als Thema seines Gedichts behandelt wird. Dass es nicht gut gegen ihn ausfällt, darf bei so einer Steilvorlage, die er selbst geliefert hat, nicht sonderlich wundern.Wenn diese Gegenkritik jedoch, wie im Fall Grass, darin endet Antisemitismus zu unterstellen oder gar nicht abgelegte SS-Ideologie, so zeugt das von einer unglaublichen Argumentlosigkeit der Gegenseite
Vielleicht hat er gehofft, dass der Antisemitismusvorwurf (den er selber thematisiert hat) das eigentliche Tabu wäre... tja, falsch gelegen. Auch das fällt mittlerweile unter der freien Meinungsäußerung, auch das muss er verkraften können.
Meiner Meinung nach wird er weder durch Antisemitismus noch durch seine Vergangenheit getrieben, sondern durch seine unermessliche Geltungssucht.
Ihm ging es in diesem Publicity-Stunt nie um die eigentliche Debatte um Israels (genauer: Netanyahus) Politik, sondern um ihn selbst.und macht sie somit nicht besser als den Protagonisten in dieser Komödie. Und das ist ja wirklich nichts Neues von den Beschönigern der israelischen Politik. - #155 10.04.2012 12:20 von
- #156 10.04.2012 12:50 von
Ich finde den Begriff Erstschlag überaus passend, wobei ich finde, das viel zu wenig über die Intention des Gedichtes nachgedacht wird.
Denn sehr interessant an dem Werk von GG ist doch, das der Finger passend, wie gemacht, pünktlich, in die Wunde gelegt wurden ist. Und das auch noch von einem Deutschen.
Hätte dieses Gedicht ein Franzose oder Engländer geschrieben, es wäre gar nicht hochgespült worden. dagegen Grass, gleich noch mit mit einer, wohl erzwungenen, SS-Vergangenheit.
Ist denn keinem aufgefallem wem das ganze Theater nützt? Grass ist alt, der hat dadurch kaum mehr Schaden. Und auch keinen Nutzen. Wem nützt das Alles also? Denn würde es niemanden nützen, wäre das Gedicht nie erschienen. Mir fiel, als ich das erste mal von dem Gedicht hörte und die Andeutung auf einen atomaren Erstschlag von Israel, die Veröffentlichten Planspiele der Russen wie sie in 2 Wochen am Atlantik stehen könnten, ein. "Erträumt" von einer russischen Hellseheerin, aber mit ausgeklügeltem taktischen und richtigem Wissen. Hust, hust ich hör die trapsen. Damals wurde damit jeglicher , wenn auch nur gedachte, Vormarsch der Russen gestoppt. Einfach, in dem rechtzeitig ein Planspiel in der Öffentlichkeit auftaucht, das sie es könnten. Und jeder drüber nachsinnieren konnte und die Öffentlichkeit darauf aufmerksam gemacht wurde.
Also zurück zum Gedicht, wirklich neu ist doch nur die Notiz das Atombomben fallen könnten, logisch korrekt da der Iran sich immer tiefer einbuddelt. Wenn, wenn nur so ein Plan in der Schublade tasächlich war, nun ist er hinüber. Also wem, nützt es? Na unserem Obama, der Wahlkampf macht und keinen Iran-Israel-Krieg möchte. Der, der Israel auch nicht die dicken Bunkerbrecher geben will, damit Israel sicher den Iran wegbomben könnte. So sitzt also der Israeli da und kann nicht, obwol wer, wie er öffentlich ja zugibt, gerne wöllte. - #157 10.04.2012 22:08 von
Was ich sehe...
...ist ein einziger krasser Widerspruch
In Deutschland sieht man sich (richtigerweise) in der historischen Verpflichtung gegenüber Israel (nie wieder Holocaust, Massenmord, Krieg von deutschem Boden) unterstützt aber im gleichen Atemzug die unkontrollierte, illegale Ausrüstung des zu beschützenden Staates mit Waffen, die zig Millionen Menschenleben auslöschen können....
Nichts hören - Nichts sehen - Nichts reden - Staatsräson - #158 26.05.2012 12:48 von
Dichterische Freiheit
Die Doppelmoral, mit der die Diskussion seitens der Printmedien an erster Stelle geführt wird, zeigt auf, wie ubiquitär die Meinungsfreiheit in Deutschland vertreten (ist)/sein soll: am Besten nur für die Presse! Da ist Einer berühmt, ein gepriesener Dichter und Schriftsteller, und schreibt die Wahrheit, und was passiert: die sonst so auf Wahrheit und Überparteilichkeit geeichte Presse fühlt sich berufen, da noch einen drauf zu setzen, und wahrhaftiger den Wahrhaftigen zu rügen. Und wer sich alles opportunistisch ins Zeug legte! Eine Sauc(s)e, DAS! Aber seit wann ist es verpönt, die Außenpolitik eines souveränen Staates künstlerisch zu kritisieren? Nun, ich bin kein Dichter oder Schriftsteller, und sage: wo er Recht hat, hat er Recht!
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