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Grass dichtet über Griechenland: Mit nachgefüllter Tinte

dapdEr hat es wieder getan: Günter Grass mischt sich erneut mit einem Gedicht in die politische Diskussion ein. Sein Thema diesmal: die prekäre Lage Griechenlands und die ihm von der Europäischen Union abverlangten Sparanstrengungen. Ein Skandal ist nicht zu erwarten.

Günter Grass dichtet über Griechenland - SPIEGEL ONLINE
  1. #50

    Sie haben recht...

    Zitat von Kurbelradio Beitrag anzeigen

    Das Gedicht Grass´ spricht etwas aus, was völlig vergessen wird: Am deutschen Wesen wird die Welt keinesfalls genesen.
    ... und das ist genau das, was die deutsche Bevölkerung will:

    Splendid Isolation...
  2. #51

    Schön gesagt

    Zitat von ton.reg Beitrag anzeigen
    Geschichte ist Geschichte, die Zeiten ändern sich und ein Patent auf Demokratie ist zwischenzeitlich abgelaufen.
    Genau so ist es und deshalb muss dieser Dummfug, dass Europa den Griechen was schulde, endlich aufhören. Wir wissen doch alle, dass die Griechen den Resteuräern was schuldet - genauer gesagt eine ganze Menge Milliarden Euros...
  3. #52

    Keineswegs...

    Zitat von laberhannes Beitrag anzeigen
    Entweder bin ich zu alt oder die Bedeutung von "Gedicht" hat sich geändert. Ich dachte eigentlich, daß ein "Gedicht" (von Dichtung) reimende Worte enthält, meist gegen Zeilenende.(...)
    ...muss sich ein Gedicht reimen, sie verwechseln das mit Kinderliedern...
  4. #53

    Wir haben halt so viel bessere:

    Zitat von ritevandenberg Beitrag anzeigen
    Als Niederländerin bin ich sehr verblüfft, wie bei Ihnen mit Dichtern umgegangen wird.Bei uns kann selbst ein Ramseyr Nasr Gedichte gegen Wilders schreiben, in das er ihm als fascist beschimpft und er hat auch ein Lied über das „Europäische Haus“ gemacht. Vielleicht sind wir ein wenig toleranter und gelassener bei solchen Dingen.Aber ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten.
    Zitat von ritevandenberg Beitrag anzeigen
    Als Niederländerin bin ich sehr verblüfft, wie bei Ihnen mit Dichtern umgegangen wird.Bei uns kann selbst ein Ramseyr Nasr Gedichte gegen Wilders schreiben, in das er ihm als fascist beschimpft und er hat auch ein Lied über das „Europäische Haus“ gemacht. Vielleicht sind wir ein wenig toleranter und gelassener bei solchen Dingen.Aber ich möchte Ihnen nicht zu nahe treten.
    Wir haben halt so viel bessere:

    Bertolt Brecht (Die Dreigroschenoper)
    Theodor Däubler (Das Nordlicht)
    Annette von Droste-Hülshoff (Die Judenbuche)
    Johann Wolfgang Goethe (Faust)
    Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Der abentheuerliche Simplicissimus)
    Gerhart Hauptmann (Die Weber)
    E. T. A. Hoffmann (Der Sandmann, Lebensansichten des Katers Murr, Meister Floh, Die Elixiere des Teufels)
    Gotthold Ephraim Lessing (Nathan der Weise)
    Heinrich Mann (Der Untertan)
    Jean Paul (Siebenkäs)
    Franz Kafka (Der Prozess)
    Anna Seghers (Das siebte Kreuz)
    Arno Schmidt (Die Schule der Atheisten)
    Ludwig Tieck (Franz Sternbalds Wanderungen)
    Johann Karl Wezel (Belphegor oder Die wahrscheinlichste Geschichte unter der Sonne)
    Christoph Martin Wieland (Aristipp und einige seiner Zeitgenossen)

    und vieles vieles mehr ...
  5. #54

    Warum begreifen Sie nicht...

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Genau so ist es und deshalb muss dieser Dummfug, dass Europa den Griechen was schulde, endlich aufhören. Wir wissen doch alle, dass die Griechen den Resteuräern was schuldet - genauer gesagt eine ganze Menge Milliarden Euros...
    ...dass die Griechen nie etwas von den Milliarden sehen, die Banken bekommen die Asche, die Griechen schulden uns nichts.
  6. #55

    Grass durchschaut Merkel wie kein zweiter.

    Europas Verteidigung beginnt am Hellespont.Ohne Euro kein Europa, weiß die Kanzlerin, weiß ihr Schatzmeister, drumm frisches Geld für mehr U-Boote, klingts nach Hämmern in den Waffenschmieden klingelts in Beuteln bei den Steuerdieben.
  7. #56

    Maulhelden hie und da

    Zitat von ritevandenberg Beitrag anzeigen
    Als Niederländerin bin ich sehr verblüfft, wie bei Ihnen mit Dichtern umgegangen wird.Bei uns kann selbst ein Ramseyr Nasr Gedichte gegen Wilders schreiben, in das er ihm als fascist beschimpft und er hat auch ein Lied über das „Europäische Haus“ gemacht. Vielleicht sind wir ein wenig toleranter und gelassener bei solchen Dingen...
    Grass darf doch auch schreiben, was er will. Aber bei uns darf man das auch kommentieren. Er ist kein heiliger Ochse - kein heiliger. Er wird auch nicht auf "die letzte Tinte" festgelegt. Obwohl es rücksichtsvoll von ihm wäre, angekündigten Unterlassungen diese folgen zu lassen - angesicht des romantizistischen Miefes, der gerade wieder aus der großdichterischen Cordhose steigt und sich pathetisch windend in die Medien sudelt.

    Kann er alles machen, der Inszenierung sind keine Grenzen gesetzt.
  8. #57

    k.T.

    Zitat von ritevandenberg Beitrag anzeigen
    Vielleicht sind wir ein wenig toleranter und gelassener bei solchen Dingen.
    Die Toleranz und Gelassenheit der Niederländer hat man aber nicht gesehen als Queen Beatrix sich in Indonesien für die Massaker der Kolonialmacht entschuldigen wollte. Stattdessen durfte sie nur ihr Bedauern ausdrücken, weil eine Entschuldigung zu Hause nicht gut angekommen wäre.
  9. #58

    k.T.

    Zitat von ritotschka Beitrag anzeigen
    So heißt es in einer Zeile des Gedichts. Ja, Griechenland funktionierte nicht so wie andere das wollten. Aber muss man dann mit so einem extremen Sparprogramm, ohne über Auswegmöglichkeiten nachzudenken, die Armut in dieses Land exportieren, insbesondere unter deutscher Federführung.
    Das wäre ja auch Unsinn. Es wird keine Armut nach GR exportiert, sondern es wurde seit langem Wohlstand in ein armes Land exportiert, das ohne diese Transfer eben wieder arm ist.
  10. #59

    Lese ich nicht, nur noch ein alter Mann

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er hat es wieder getan: Günter Grass mischt sich erneut mit einem Gedicht in die politische Diskussion ein. Sein Thema diesmal: die prekäre Lage Griechenlands und die ihm von der Europäischen Union abverlangten Sparanstrengungen. Ein Skandal ist nicht zu erwarten.

    Günter Grass dichtet über Griechenland - SPIEGEL ONLINE
    Er ist ein alter Mann, den braucht man nicht mehr zuhören. Und alleine die Überschrift ist klar: Ich der priviligierte Autor habe Geld und es geht mir richtig gut. Die Bürger, die hart arbeiten müssen, jeden Tag, sollen sich gefälligst nicht so anstellen und zahlen, für Europa, für die Wall-Street Bänker, für die Reichen.

    Günther Gras ist ein Priviligierter, er gehört nicht zu den normalen Bürgern, er hat mehr Geld und kann daher locker drüber reden, dass der Deusche doch gefälligst zu zahlen hat.

    Solche Menschen braucht unser Land nicht. Warum wandert der nicht, wie die SPD, nach Frankreich oder Griechenland aus, wenn da eh alles so viel besser und gerechter ist?








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