dapdEr hat es wieder getan: Günter Grass mischt sich erneut mit einem Gedicht in die politische Diskussion ein. Sein Thema diesmal: die prekäre Lage Griechenlands und die ihm von der Europäischen Union abverlangten Sparanstrengungen. Ein Skandal ist nicht zu erwarten.
Günter Grass dichtet über Griechenland - SPIEGEL ONLINE
Wir haben halt so viel bessere:
Bertolt Brecht (Die Dreigroschenoper)
Theodor Däubler (Das Nordlicht)
Annette von Droste-Hülshoff (Die Judenbuche)
Johann Wolfgang Goethe (Faust)
Hans Jakob Christoffel von Grimmelshausen (Der abentheuerliche Simplicissimus)
Gerhart Hauptmann (Die Weber)
E. T. A. Hoffmann (Der Sandmann, Lebensansichten des Katers Murr, Meister Floh, Die Elixiere des Teufels)
Gotthold Ephraim Lessing (Nathan der Weise)
Heinrich Mann (Der Untertan)
Jean Paul (Siebenkäs)
Franz Kafka (Der Prozess)
Anna Seghers (Das siebte Kreuz)
Arno Schmidt (Die Schule der Atheisten)
Ludwig Tieck (Franz Sternbalds Wanderungen)
Johann Karl Wezel (Belphegor oder Die wahrscheinlichste Geschichte unter der Sonne)
Christoph Martin Wieland (Aristipp und einige seiner Zeitgenossen)
und vieles vieles mehr ...
Europas Verteidigung beginnt am Hellespont.Ohne Euro kein Europa, weiß die Kanzlerin, weiß ihr Schatzmeister, drumm frisches Geld für mehr U-Boote, klingts nach Hämmern in den Waffenschmieden klingelts in Beuteln bei den Steuerdieben.
Grass darf doch auch schreiben, was er will. Aber bei uns darf man das auch kommentieren. Er ist kein heiliger Ochse - kein heiliger. Er wird auch nicht auf "die letzte Tinte" festgelegt. Obwohl es rücksichtsvoll von ihm wäre, angekündigten Unterlassungen diese folgen zu lassen - angesicht des romantizistischen Miefes, der gerade wieder aus der großdichterischen Cordhose steigt und sich pathetisch windend in die Medien sudelt.
Kann er alles machen, der Inszenierung sind keine Grenzen gesetzt.
Die Toleranz und Gelassenheit der Niederländer hat man aber nicht gesehen als Queen Beatrix sich in Indonesien für die Massaker der Kolonialmacht entschuldigen wollte. Stattdessen durfte sie nur ihr Bedauern ausdrücken, weil eine Entschuldigung zu Hause nicht gut angekommen wäre.
Er ist ein alter Mann, den braucht man nicht mehr zuhören. Und alleine die Überschrift ist klar: Ich der priviligierte Autor habe Geld und es geht mir richtig gut. Die Bürger, die hart arbeiten müssen, jeden Tag, sollen sich gefälligst nicht so anstellen und zahlen, für Europa, für die Wall-Street Bänker, für die Reichen.
Günther Gras ist ein Priviligierter, er gehört nicht zu den normalen Bürgern, er hat mehr Geld und kann daher locker drüber reden, dass der Deusche doch gefälligst zu zahlen hat.
Solche Menschen braucht unser Land nicht. Warum wandert der nicht, wie die SPD, nach Frankreich oder Griechenland aus, wenn da eh alles so viel besser und gerechter ist?