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Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers

Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825879,00.html
  1. #180

    Fleischhauer At His Best

    Besser geht es kaum. Wie so oft trifft Fleischhauer den Kern der Angelegenheit. Dieses ganze Angewanze an die Germans Next Neo-Antisemiten -Generation der Enkelchen es wird natürlich markentingmäßig von der einzig brauchbaren Anstalt dafür vorgenommen. Von der ARD. Wer noch um die Gründungshistorie der ARD als Rechtsnachfolger des Deutschen Reichsfunkes weiß, der weiß auch, hier liefen mehr Nazis rum als bei Gehlens Geheimdienst und im Auswärtigen Amt zusammen. Passt genau, dass die Tagesthemen sich mit dem SS-Opa ehrfuchtsvoll beschäftigen. Das wird ungefähr so klebrig wie das Interview mit dem lustigen "Maulhelden" auf dem ZDF vor einigen Tagen.
  2. #181

    Zitat von Tardis Beitrag anzeigen
    Es ist zwar etwas länger, aber ich denke dieses Chomsky-Interview
    Interview mit Noam Chomsky (1/4) - YouTube
    ist es durchaus wert mal angesehen zu.......
    Danke für den Hinweis. Man wünschte sich, so mancher SPON-Beiträger und die Mehrzahl der deutschen Journalisten, die nun einmal mehr auf Grass einprügeln, wäre nur halb so belesen, nur halb so unabhängig im Denken, nur halb so klug wie dieser Linguistik-Prof - dessen Irrtümer immer noch um vieles nachdenkenswerter sind als die vielen dümmlichen Kommentare zu Grass. Kontrolle der Atomanlagen und -waffen durch eine wirkliche internationale Gemeinschaft in Ländern wie Pakistan, Indien, Israel (alle nicht dem Atomwaffensperrvertrag beigetreten im Gegensatz zum Iran), Großbritannien, Russland, China... den USA - was spräche dagegen? Dann kann man es begründet auch vom Iran verlangen, nicht vorher.
  3. #182

    Warum wohl

    Zitat von kp86368 Beitrag anzeigen
    Man kann ihrer Meinung sein oder halt nicht.
    Doch bis jetzt hat mir noch niemand beweiskräftig erklären können, warum die Äußerungen des Herrn G. antisemitisch sind.
    Das wird Ihnen auch niemand erklären können, niemals ;-)
  4. #183

    Grass hat meine Hochachtung als einer der besten deutschen Schriftsteller

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle fragen sich, was Günter Grass zu seinem Ausfall gegen Israel bewegt haben mag. Er sagt, es gehe ihm um den Weltfrieden. Aber das ist Mummenschanz. Tatsächlich will er auf den letzten Metern noch einmal Recht behalten - und zwar aus ganz persönlichen Gründen.

    Grass-Debatte: Schuldverrechnung eines Rechthabers - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Grass ist nicht nur Schriftsteller in Deutschland, sonder einer der besten deutschen Schriftsteller, die es je gab und das wird auch diese Debatte überdauern.
    Alle, die sich über dieses Gedicht aufregen und Grass als Antisemiten bezeichnet haben, sollten sich einmal ganz genau mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen.
    Sie sollten sich die Frage beantworten, was ist ein Semit.
    Wenn sie diese Frage beantworten können, werden sie auch die Frage beantworten können, was ist ein "Antisemit".
    ...und sie werden zum Schluss kommen, dass eine Kritik Israels keineswegs mit Antisemitismus gleichzusetzen ist.
  5. #184

    Letzte Tinte

    In dem neuen lyrischen Werk von Günter Grass finde ich die kriegerische
    Passage besonders gelungen.

    Das Deutsche – Qualitäts – U-Boot, kommandiert von einem
    israelischen Helden a la Mosche Dajan, feuert das Iranproblem
    in den Orkus.
    Schön wäre jetzt eine literarische Reaktion von Irans Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Die blumenreiche Sprache dieses Fabulierkünstlers
    im Vergleich zu unserem Nobelpreisträger. Wer siegt, darf den Ehrentitel
    Maulheld tragen.
  6. #185

    mit Selbstmitleid fängt so manches an...

    Zitat von oedhan Beitrag anzeigen
    Das Totschlagargument Antisemitismus hängt mir ehrlich gesagt zum Hals raus (... jammer)
    Mir auch. Wenn Sie mal die Beiträge hier lesen würden, würde Sie feststellen dass der Begriff in der überwiegenden Mehrzahl von den ... äh ... "Israel-Kritikern" benutzt wird. Wer in den letzten Jahren mal einen Blick in die Zeitung geworfen hat, wird schnell feststellen, dass die Politik der israelischen Regierung fortwährend kritisiert wird, u.a. aus den USA (Obama) und aus Israel selbst.

    Nur halt ohne selbstmitleidiges Getue und schrilles Geschrei von wegen "Mund verbieten", "Tabu", "musste mal gesagt werden" usw.
    Das schlimmste, was so einem selbsternannten "Tabubrecher" hier passieren kann ist, dass die Leute in der Umgebung vor Fremdscham rot werden. Oder mit dem schwer widerlegbaren "Probieren Sie sowas mal umgekehrt im Iran" kommen (tun Sie sich keinen Zwang an).
    Reflexartige Reaktionen sehe ich jedenfalls hier vor allem von der Schwingern der Antisemitismus-Keulen-Keule.
  7. #186

    den medienvertretern und den politikern juckt einfach der arsch ...

    ... angesichts des drohenden kriegsausbruches. deswegen die hypersensible und wütende reaktion auf grass.

    btw konnte man schon mal den zungenschlag üben für das bevorstehende ereingnis.
  8. #187

    Na zumindest hab ichs mal versucht

    Zitat von bennysalomon Beitrag anzeigen
    Das wird Ihnen auch niemand erklären können, niemals ;-)
    #164
  9. #188

    Judenfeindschaft

    Zitat von pawel-kortschagin Beitrag anzeigen
    Grass ist nicht nur Schriftsteller in Deutschland, sonder einer der besten deutschen Schriftsteller, die es je gab und das wird auch diese Debatte überdauern.
    Alle, die sich über dieses Gedicht aufregen und Grass als Antisemiten bezeichnet haben, sollten sich einmal ganz genau mit dem Thema Antisemitismus auseinandersetzen.
    Sie sollten sich die Frage beantworten, was ist ein Semit.
    Wenn sie diese Frage beantworten können, werden sie auch die Frage beantworten können, was ist ein "Antisemit".
    ...und sie werden zum Schluss kommen, dass eine Kritik Israels keineswegs mit Antisemitismus gleichzusetzen ist.
    Friedrich Wilhelm Adolph Marr (* 16. November 1819 in Magdeburg; † 17. Juli 1904 in Hamburg) war ein deutscher Journalist. Er propagierte im deutschen Sprachraum als Erster den Anarchismus. 1879 prägte er den Begriff Antisemitismus und gründete die erste antisemitische politische Vereinigung: die Antisemitenliga.

    Wilhelm Marr
  10. #189

    @ Josarian

    Zitat von Josarian Beitrag anzeigen
    Wo steht das?!
    Im Gedicht von Grass.

    Zitat von Josarian Beitrag anzeigen
    Oder interpretieren Sie das?
    Alles Hören und Lesen ist immer Interpretieren. Man könnte auch interpretieren, daß Grass sich mit seinem Gedicht über den Unkrautwuchs in seinem Garten beklagen wollte, aber das erscheint doch sehr abwegig. Daß er sich damit hingegen an seiner Last mit der deutschen Geschichte abarbeitet, liegt dagegen sehr nahe. Brillianter als ich das könnte, finden Sie dies hier dargelegt:
    Eine Erläuterung: Was Grass uns sagen will - Feuilleton - FAZ

    Zitat von Josarian Beitrag anzeigen
    Dann aber ist das Ihr Gedanke und nicht der Grass'sche!
    Es ist meine Interpretation der Grass'schen Gedanken. Wenn er andere Gedanken hatte, dann stellt sich aber die Frage, warum er sein Gedicht so geschrieben hat, wie er es geschrieben hat und nicht einfach die Probleme diskutiert anstatt seiner persönlichen Befindlichkeiten von Schuld und Schweigen.


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