Gottschalk im Live-Talk auf SPIEGEL ONLINE: "Ich mache weiter!"

SPIEGEL ONLINENachschlag vom Fernsehgroßmeister: Einen Tag nach dem Ende von "Gottschalk Live" plauderte Thomas Gottschalk im Live-Talk auf SPIEGEL ONLINE - über sein Scheitern in der ARD, seinen Nachfolger Markus Lanz und seine Zukunftspläne.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,837630,00.html
  1. #40

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nachschlag vom Fernsehgroßmeister: Einen Tag nach dem Ende von "Gottschalk Live" plauderte Thomas Gottschalk im Live-Talk auf SPIEGEL ONLINE - über sein Scheitern in der ARD, seinen Nachfolger Markus Lanz und seine Zukunftspläne.

    Thomas Gottschalk im Live-Talk auf SPIEGEL ONLINE - SPIEGEL ONLINE
    Ich habe ihn schon in seinen ersten TV-Sendungen verfolgt und empfand ihn als sehr frisch, hungrig, unkonventionell und - auf eine gezügelte Weise - frech. Davon ist nichts übrig geblieben. Stattdessen sehe ich jetzt einen eitlen, satten Selbstdarsteller, der sich selbst über all die Jahre allmählich auf den Leim gegangen ist. Dass das ein üblicher Prozess ist, sehen wir z.B. an Harald Schmidt.
  2. #41

    Für eine gewisse Zeit waren die Sendungen von Harald Schmidt und Gottschalk

    Zitat von kajoter Beitrag anzeigen
    Ich habe ihn schon in seinen ersten TV-Sendungen verfolgt und empfand ihn als sehr frisch, hungrig, unkonventionell und - auf eine gezügelte Weise - frech. Davon ist nichts übrig geblieben. Stattdessen sehe ich jetzt einen eitlen, satten Selbstdarsteller, der sich selbst über all die Jahre allmählich auf den Leim gegangen ist. Dass das ein üblicher Prozess ist, sehen wir z.B. an Harald Schmidt.
    nicht sehenswert, aber es gab doch genug zum Lachen. Man sieht sich an diesen Typen satt und schaltet einfach nicht mehr ein. Das war mit dem immer überheblicher werdenden Kuhlenkampf ähnlich, gleiche Sprüche, selbstgefällige Gesten, dann ist es Zeit für den endgültigen Rückzieher. Aus und vorbei.
  3. #42

    Masslose Selbstüberschätzung

    Hr. Gottschalk war vor 20 Jahren ein frischer Wind im Deutschen Fernsehen. Leider fing er irgendwann an zu glauben, dass die grossen Weltstars seinetwegen zu "Wetten Das" kamen. Allerdings kamen sie zu "WD", weil sie Filme, Alben etc. promoten wollten und "WD" die Show mit den meisten Zuschauern in Deutschland war. Es hatte nichts mit Thomas Gottschalk zu tun. Sein Stil, seine Gesten und seine immer verkrampfteren Witze sind nicht mehr zeitgemäss. Er hat den Zug verpasst und versucht nun, die Schuld bei anderen zu suchen. Typisch masslose Selbstüberschätzung. Interessant ist auch, dass er das www verteufelt, aber ein Interview für Spiegel ONLINE gibt.
  4. #43

    Gottschalk forever

    Natürlich darf Gottschalk weitermachen, auch wenn mancher seine Ankündigung als Drohung empfunden haben wird, ohne schon gar nicht wird er uns mit seiner Haribo-Reklame weiter ins Gemüt fahren. Sollten wir alle nicht mal zusammen legen, damit der offenbar stets klamme Kommentator mal ein Jahr Pause machen kann?
  5. #44

    Ob Gottschalk früher besser war, müsste man noch mal nachprüfen, indem man sich seine alten Sendungen ansieht. Aber mittlerweile wirkt er nur noch wie ein überroutinierter Dampfplauderer, der sich selbst enorm wichtig nimmt. Natürlich würde er das nie zugeben, aber ich halte jede Wette, er ist schwerst beleidigt, dass nicht ganz Deutschland ihn umschmeichelt, herbeisehnt, zurückwünscht.

    Wie Harald Schmidt (oder Oskar Lafontaine) ist TG ein Alphatier, das ganz selbstverständlich davon ausgeht, dass es angebetet und gefeiert wird und ganz oben steht. Das hat ja auch bei Schmidt, Gottschalk und Lafo lange, jahrzehntelang funktioniert.

    Aber diese Leute erkennen nicht, dass ihre Zeit abgelaufen ist und die Leute sie einfach über haben. Ein solcher Liebesentzug ist für solche Rampensäue Majestätsbeleidigung, darüber kommen sie niemals weg, auch jemand wie Schmidt nicht, der die Demütigung durch Ironie übertüncht.

    Warum erkennt Gottschalk nicht, dass nicht das Format seiner Sendung das Problem war, sondern er selbst? Er ist ein Typ von gestern und tut mit über 60 so, als wäre er immer noch der lockere, revoluzzerhafte Tommy, der den bayrischen Rundfunk aufmischt. Dabei weiß jeder, dass er als schwerreicher CDU-Wähler, Maschmeyer-Kumpel, Werbefuzzi längst zum Establishment gehört und vor allem an seiner persönlichen Finanzoptimierung interessiert ist.
  6. #45

    Stänkern around the clock

    Wenn man sich die Ergüsse hier mal so durchliest: Gottschalk hat offenbar Recht. Nur mit der Uhrzeit hat er sich getäuscht: Die Frustrierten schaffens auch tagsüber zu stänkern.

    Ein Witz, dass die Stänkerer ihm vorwerfen er würde sich zu wichtig nehmen. Sie nehmen ihn doch so wichtig sich langatmig an ihm abzuarbeiten. Der Vorabend ist nichts für Gottschalk, aber ihn als alten Sack zur Selbstentsorgung aufzurufen ist unverschämt, respektlos und wird ihm nicht gerecht.
  7. #46

    Zitat von vogelsberg Beitrag anzeigen
    Nehmt doch alles nicht so tierisch ernst. Es ist alles nur Unterhaltung und nichts weiter. Wer die Welt erklärt haben will, muss den Papst einladen.
    Nun ja, als Gebührenzahler der ÖR lege ich aber schon Wert auf gute Unterhaltung, wenigstens manchmal - aber vielleicht bin ich wirklich nicht die Zielgruppe des Herrn Gottschalk.
  8. #47

    Zitat von texhex Beitrag anzeigen
    Da hat der Mann endlich mal das gesagt, was ich seit Wochen dachte. Stichwort negative Netzgemeinde. Ich finde es unfassbar - und unglaublic deutsch - das fast KEINE Neuigkeit von Hula über Aserbaidschan bis Röttgen - so schnell und so viele Postings im Forum sammelt wie irgendein Bericht über Gottschalk. Es gibt einfach nichts, was die Leute so sehr antörnt, wie endlich mal wieder richtig geil hassen zu können. Und dann auch noch: Jemanden hassen können, der zuvor schon viel zu lange viel zu groß war. Hassen, dissen, völlig unangemessen verletzen, und das alles nur wegen einer Sendung die nicht gefällt - so ist der Deutsche. Oder wie Thomas Gottschalk sagte: "Wer sich über mich im Netz Gedanken macht, der hat sie doch nicht alle."
    Niemand hasst hier Gottschalk! Warum sollte man einen abgehalfterten Entertainer hassen? Alles hat seine Zeit, und die Zeit des Herrn Gottschalk ist vorbei - nicht mehr und nicht weniger.
  9. #48

    Einseitige Interaktivität

    Ich habe zu denen gehört, die das Format der Sendung von beginn an kritisiert haben, weil im Grunde jedem klar sein musste, dass das nicht klappen kann. Ich weiß nicht worüber Herr Gottschalk sich beklagt: interaktiv sein zu wollen ist ein, es zu sein das zweite, denn ich hab enicht nur Kritik geübt, sondern auch eine Idee, ienen GEdanken geliefert was man hätte besser machen können.
    Wenn dann aber noch nicht mal danke für Deine Mühe, aber das gefällt uns nicht kommt, dann ist das keine Art das Internet zu nutzen, aktive Zuschauerbeteiligung zu fordern.

    Herzlich
    Rosenspiel