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Gorki Theater: Hipster im Hamsterrad

Gorki Theater/ Thomas AurinWas haben Berliner Hipster mit den Bewohnern der utopischen Stadt Coby County gemeinsam? Sie haben alles und fühlen nichts. Ein Regiekollektiv probt die Uraufführung von Leif Randts Erfolgsroman - und entblößt eine Generation der Unschlüssigkeit.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828079,00.html
  1. #1

    denglish

    [QUOTE=sysop;10037027]Was haben Berliner Hipster mit den Bewohnern der utopischen Stadt Coby County gemeinsam? Sie haben alles und fühlen nichts. Ein Regiekollektiv probt die Uraufführung von Leif Randts Erfolgsroman - und entblößt eine Generation der Unschlüssigkeit.

    city (downtown), trampen (hitchhiking), handy (cellphone) und nun
    hipster! in deutschland werden englische begriffe verwendet, die es
    entweder nicht gibt oder falsch benutzt werden. ein hipster soll wohl
    jemand sein, der angesagt, nein "in" ist. tatsächlich ist ein hipster ein
    bohemien, ein lebenskünstler. der grosse publizist johannes gross hat
    einmal sinngemäss gesagt, der grösste irrtum in gebildeten schichten
    sei der glaube, man könne englisch! das gilt offenbar auch für spiegel-online-mitarbeiter.
  2. #2

    Was ein Hipster ist, ist dem Artikel ganz gut beschrieben. Ich sehe diese Gattung nämlich jeden Tag in der Berliner U Bahn. Trendy Altkleiderklamotten, übergroße Hornbrille, Club Mate am trinken und immer irgendwie dreckig aussehen. Die haben mit Lebenskunst nichts zu tun! Die Hipster wollen alternativ sein und mit ihrem Style auffallen. Tun sie aber nicht, da mittlerweile alle gleich rumrennen. Es is einfach nur wieder ein dämlicher Modetrend wie Punk vor ein paar Jahren.
    Hauptsache anders aber dann doch irgendwie gleich.
  3. #3

    Was ein Hipster ist, ist dem Artikel ganz gut beschrieben. Ich sehe diese Gattung nämlich jeden Tag in der Berliner U Bahn. Trendy Altkleiderklamotten, übergroße Hornbrille, Club Mate am trinken und immer irgendwie dreckig aussehen. Die haben mit Lebenskunst nichts zu tun! Die Hipster wollen alternativ sein und mit ihrem Style auffallen. Tun sie aber nicht, da mittlerweile alle gleich rumrennen. Es is einfach nur wieder ein dämlicher Modetrend wie Punk vor ein paar Jahren.
    Hauptsache anders aber dann doch irgendwie gleich.
  4. #4

    .

    Ich frage mich, was an dem Thema "Wer bin ich? Bin ich nur eine Rolle? Und wenn ja, welche Rolle spiele ich?" großartig neu sein sollte? Hat Max Frisch dazu nicht schon alles gesagt?
    Das Modetrends keine Identität stiften und nur Scheinwelten vorgaukeln wurde in American Psycho bestechend genug dargestellt. Es ist ja schließlich auch kein neues Phänomen.
    Auch finde ich, hinkt der ewige Vergleich mit den 68ern. Hier ist die Vorstellung in den Köpfen, alle jungen Leute hätten rebelliert und es gab eine gemeinsame Bewegung. Es mag schon sein, dass es weniger Themen wie heute gab, für die man sich engagieren konnte, aber der Gedanke, alle hätten an einem Strang gezogen und dadurch Identität gewonnen, ist Gleichmacherei.
    Und vielleicht liegt das Problem, dass Buch und Theater beschreiben, ja gar nicht in der Ausgestaltung der Umwelt. Kann es nicht einfach daran liegen, dass es eine gesättigte Jugend gibt, ohne wirkliche Probleme? Vielleicht hätte man den Schwerpunkt auf die sozialen Vergleiche legen sollen, die ein Kennzeichen unserer Zeit sind: Besser zu sein, als andere. Und vielleicht ist dann der Vergleich mit den 68ern so erdrückend, weil es den Eindruck hinterlässt, in einer wenig spannenderen Zeit zu leben. Obwohl dies ja gar nicht stimmt, nur das Bedürfnis, sich zwingend zu vergleichen, das sehe ich jedenfalls als das Übel unserer Zeit mit all seinen Folgen.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was haben Berliner Hipster mit den Bewohnern der utopischen Stadt Coby County gemeinsam? Sie haben alles und fühlen nichts. Ein Regiekollektiv probt die Uraufführung von Leif Randts Erfolgsroman - und entblößt eine Generation der Unschlüssigkeit.

    Gorki Theater: Hipster im Hamsterrad - SPIEGEL ONLINE
    Wenn es zu viele "Hipster" gibt, ist es ja schon vorbei mit dem "Hipster". Das Problem hat der "Stino" (fuer "stinknormal") nicht, weil er sich nicht absetzten will.

    Das "alles haben und nichts fuehlen"-Problem kennen wir freilich: das sind ja auch die Leute, die mit ihrem Erfolg nicht zurechtkommen - und dann abdrehen, um irgednwo noch ein Gefuehl herauszuschlagen...
  6. #6

    David und Robert in der großen weiten Welt - herzlichen Glückwunsch!
    Danke SPON , endlich triffts mal die richtigen!


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