Forum


 

Gorbatschow-Archiv: Genossen im Untergang

Erich Honecker wusste lange vor dem Mauerfall, dass die DDR am Ende ist. Wie Dokumente aus dem privaten Gorbatschow-Archiv zeigen, bekannten seine Kader bei Kontakten mit Sowjets schon 1988: Die Lage ist ausweglos. Zu spät erkannte man den eigenen Fehler -*die Verteufelung der Perestroika.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...778590,00.html
  1. #1

    Immer noch kein Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erich Honecker wusste lange vor dem Mauerfall, dass die DDR am Ende ist. Wie Dokumente aus dem privaten Gorbatschow-Archiv zeigen, bekannten seine Kader bei Kontakten mit Sowjets schon 1988: Die Lage ist ausweglos. Zu spät erkannte man den eigenen Fehler -*die Verteufelung der Perestroika.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...778590,00.html
    Das fällt schwer zu glauben, dass Honecker die Verteufelung der Perestroika letztendlich als Fehler einschätzte. Er blieb betonköpfig bis zum Schluss. Sein "Baby", die DDR - und nur um deren Erhalt ging es ihm - wäre mit Perestroika und Reformen genausowenig zu retten gewesen. Denn die hätten letztendlich ebenso eine Öffnung oder wenigstens Durchlässigkeit der Mauer bedeutet. Und DAMIT hatte er recht: Ohne Mauer war die DDR am Ende.
  2. #2

    Nicht nur Honecker

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erich Honecker wusste lange vor dem Mauerfall, dass die DDR am Ende ist. Wie Dokumente aus dem privaten Gorbatschow-Archiv zeigen, bekannten seine Kader bei Kontakten mit Sowjets schon 1988: Die Lage ist ausweglos. Zu spät erkannte man den eigenen Fehler -*die Verteufelung der Perestroika.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...778590,00.html
    Das die DDR untergehen würde, dass wusste nicht nur E Honecker, jeder der in der DDR gelebt hatte und seine Augen nicht verschloss konnte den Untergang täglich miterleben.
    Auch wenn man es sich nicht eingestehen wollte und es dem Volk so deutlich sagte, aber in vielen ihren Reden hätte es jedem klar sein können, dass man am Ende angekommen war.
    Viele Parteifunktionäre gaben es hinter der vorgehaltenden Hand zu verstehen, dass man nicht mehr weiter wüsste und wer ihnen aufmerksam zuhörte der hätte das Kaos was ja auch zu sehen war auf uns zukommen sehen müssen.
    Nur eines wurde von M Gorbatschow auch angesprochen, dass man sich als Sozialismus und Kommunismus nicht mehr als Sieger der Geschichte fühlte und das man seine Augen aufmachen sollte und gerade das wollte E Honecker und einige seiner engsten Parteifreunde nicht wahr haben.
    Der Sozialismus war auf ganzer Ebene gescheitert und die ständige Propagander über die scheinbaren Erfolge des Sozialismus machten alles nur noch lächerlich.
    Aber die Situation und die Welt real zu betrachtren wollten viele Parteibonzen noch verhindern und man setzte dagegen seine schäfste Waffe, das MfS ein, man glaubte doch tatsächlich mit Waffengewalt noch mal alle hinauszuziehenzu können, aber zum Glück gelang es ihnen nicht.
    Man kann nicht immer nur die Wahrheit verbergen, man sollte die Fehler erkennen, aber das können ja die heutigen Machthaber auch nicht, auch sie wollen ihren Fehler in der gesellschaftlichen Entwicklung nicht eingestehen und auch heute wird alles scheinbar unternommen um diess Machthaber, das Kapital weiter am Leben zu erhalten.
    Es ist eben für alle immer schwer selbstkritisch zu sein und Fehler einzugestehen.
    HR
  3. #3

    Wie immer

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Erich Honecker wusste lange vor dem Mauerfall, dass die DDR am Ende ist. Wie Dokumente aus dem privaten Gorbatschow-Archiv zeigen, bekannten seine Kader bei Kontakten mit Sowjets schon 1988: Die Lage ist ausweglos. Zu spät erkannte man den eigenen Fehler -*die Verteufelung der Perestroika.

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...778590,00.html
    Die Lohnschreiberlinge können nicht lesen und nicht formulieren. Nichts in dem Artikel gibt die Eingangsbehauptung her. Aber das macht nichts. Schreibt ruhig so weiter.
    Ich finde interessant, auf welche Weise der "Große Bruder" (HarHarHar) auf (berechtigte??? Das würde mich interessieren!) Kritik an seiner Art, verträge einzuhalten, reagierte.

    "Ihr helft ja nicht beim Suchen der Bodenschätze!" (blaffte er zurück)

    Wer solche Freunde hat...
  4. #4

    Bitte tiefer schürfen

    „der frühere SED-Chef Erich Honecker, 79. Er ist im März in die UdSSR geflüchtet. Dass Honecker ausgerechnet bei Gorbatschow Schutz gesucht hat, um nach der deutschen Wiedervereinigung strafrechtlicher Verfolgung zu entgehen, ist nicht ohne Ironie..“

    Dieses Thema scheint für als Autoren? getarnte Nebelkerzenwerfer
    ein wahrer Leckerbissen zu sein. . Da drückt man schon schnell mal in den Skat , daß eben Herr Gorbatschow Herrn Honnecker wie auch andere ehrlich Rothäute in Bonn gegen ein stattliches Sümmchen ( Mrd) verkauft hat.

    Auch sollte man nun einmal seinen Wetterhahn auf eine Richtung einstellen. Denn Jahre später hat der nun gefeierte Anti-Kommunist und Maulwurf des Kapitals in der Sowjetspitze Gorbatschow in Ankara mit dem ehrlichsten Gesicht der Welt ( dem gleichen Gesicht wie Powel als er Massenvernichtungswaffen im Irak fand oder Scharping , als er den bösen Hufeisenplan enttarnte ) erklärt , daß sein Lebensziel schon immer der Sturz des Sozialismus war.

    „ Michail Gorbatschow hatte in gleicher Manier über den Tisch hinweg zurückgeblafft: Moskau sehe die Zusammenarbeit mit Ost-Berlin "skeptisch", die DDR beteilige sich ja nicht einmal an der Erschließung von Rohstoffen in der Sowjetunion. Honecker, so müsse er schlussfolgern, gehe es "nur um kurzfristige Vorteile" für sich. „

    Da hat der Nebelkerzenwerfer wohl die vielen Dankesbriefe sowohl der Sowjets als auch des Vorstandes der bundesdeutschen Gas- Holding in den Skat gedrückt , der fast wörtlich formulierte , daß eine solche Leistung der DDR ( gemeint war die Erdgastrasse ) in seinem Wirtschaftsgebiet unmöglich gewesen wäre .....

    Der damalige Bundesjustiz- und spätere Außenminister Klaus Kinkel erklärte .
    am 23. September 1991 auf dem Deutschen Richtertag:
    „Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen, das SED-System zu deligitimieren, das bis zum bitteren Ende seine Rechtfertigung aus antifaschistischer Gesinnung, angeblich höheren Werten und behaupteter absoluter Humanität hergeleitet hat, während es unter dem Deckmantel des Marxismus-Leninismus einen Staat aufbaute, der in weiten Bereichen genauso unmenschlich und schrecklich war wie das faschistische
    Deutschland, das man bekämpfte und – zu Recht – nie mehr wieder erstehen lassen wollte.“
    Man muß kein besonderer Denker sein , um darin nicht die Aufforderung zum tausendfachen Rechtsbruch und zum Beginn einer Menschenjagd gegenüber Rothäuten zu erkennen. Mal ehrlich , Herr Nebelkerzenwerfer , wären Sie freiwillig in Kenntnis dessen nach Deutschland zurückgekehrt ?
    Fazit : Wer die, durch den Maßstab einer starkbebilderten Zeitung vorgegebene, geistige Schürftiefe in der BRD überschreitet , landet in der Ursubstanz , aus dem dieser Artikel zusammengegossen wurde.
  5. #5

    Farbenlehre

    Zitat von Hubert Rudnick Beitrag anzeigen
    Aber die Situation und die Welt real zu betrachtren wollten viele Parteibonzen noch verhindern und man setzte dagegen seine schäfste Waffe, das MfS ein, man glaubte doch tatsächlich mit Waffengewalt noch mal alle hinauszuziehenzu können, aber zum Glück gelang es ihnen nicht.
    HR
    Ergänzung: Als die Widersprüche anlässlich der Leipziger Montagsdemonstrationen zur Entscheidung drängten, blieb den Herrschenden nur noch die Alternative, aufs eigene Volk zu schießen oder nachzugeben. Gott sei Dank entschieden sie sich für Letzteres, was allerdings den totalen Machtverlust für sie einläutete: Honecker-Ablösung, Maueröffnung und freie Wahlen waren nur noch logische Folge dieses Ganges über den Rubikon.

    Nicht missverstehen: Deswegen haben Honecker, Krenz & Co. jetzt keinen Ordén verdient, aber man sollte es erwähnen: Diese Diktatur trat - wenn auch spät - ab, ohne dass sie von außen besiegt werden musste. Sie verzichtete auch auf den Versuch, "ihr" Volk mit in den Abgrund zu reißen. Dies für alle jene, welche die politische Farbenlehre nicht beherrschen und immer noch behaupten, Rot sei dasselbe wie Braun!
  6. #6

    Haltet den Dieb!

    Zitat von condor2000 Beitrag anzeigen
    Der damalige Bundesjustiz- und spätere Außenminister Klaus Kinkel erklärte .
    am 23. September 1991 auf dem Deutschen Richtertag:
    „Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen, das SED-System zu deligitimieren,
    Ach, das ist doch ein alter blau-gelber Propaganda-Hut. Erst hat die FDP Funktionäre diverser Blockparteien integriert und sich außerdem Schriftgut, Konten und Liegenschaften gesichert, darunter das Areal der Bauernpartei in der Berliner Reinhardtstraße, heute FDP-Zentrale. 1991 haben sie dann auf Ober-Aufklärer umgeschalten und wollten noch rasch an die Spitze. Zum Delegitimieren des SED-Staates kamen die Westler doch um Jahre zu spät. Das haben die Demonstranten im Herbst 1989 selbst erledigt: Am 1. Dezember 1989 wurde aus Artikel 1 der DDR-Verfassung der Passus vom SED-Führungsanspruch gestrichen. Bei den ersten freien Volkskammerwahlen im März 1990 ist die dann umbenannte SED/PDS endgültig durchgefallen.

    Zum Artikel selbst:
    Es gab doch unzählige ostdeutsch-sowjetische Kontakte und jede Menge Sowjetspezialisten in der DDR (vom KGB-Mann bis zum Außenhändler) - denen sollte der Verfall der DDR entgangen sein? Unwahrscheinlich!
    Wahrscheinlicher ist doch, daß Genscher (auch FDP) mit Honecker in Moskau leben konnte. Gorbatschow konnte sein Gesicht bewahren und in Deutschland mußte man ihn nicht vor Gericht stellen, wo er doch vier Jahre zuvor unbehelligt und mit großem Getöse als Staatsbesucher empfangen worden war. Womöglich hätten seine Gastgeber plötzlich als Zeugen der Verteidigung auftreten müssen.








TOP



TOP