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Google Wave etc.: Das Netz hängt seine Nutzer ab
Wave ist großartig. Das Wunderwerkzeug von Google vereinigt Funktionen und Fähigkeiten, die für Arbeit wie Freizeitvergnügen unheimlich nützlich sein könnten. Trotzdem ist fraglich, ob es sich durchsetzen wird. Denn selbst Netz-Aficionados wird es mit Kommunikation und Information langsam zu viel.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...653372,00.html
- #10 06.10.2009 14:56 von labatnic
Twitter
Frag mich sowieso, wozu das Ding gut sein soll? War ehrlichgesagt noch nie auf der Website und kenne auch niemanden, der das nutzt, aber habe schon unglaublich viel drüber gelesen...
Die müssen ein verdammt fähiges Management haben dass Twitter in den Medien so gehypt wird. - #11 06.10.2009 15:27 von
- #12 06.10.2009 15:39 von calvinsan
Wave Preview
Google Wave ist eine Weiterentwicklung und ein Mashup verschiedener offener und privater Kommunikationsinstrumente. Nicht mehr und nicht weniger.
Eigentlich ist dieser Artikel nichts anderes als Suchmaschinenspam (Nutzung eines derzeit sehr häufig gesuchten Begriffs für einen Inhalt, der mit der Sache an sich wenig zu tun hat), denn es geht in dem Artikel nur bedingt um Wave.
Es geht um das grundlegende Problem der Überflutung mit Information und der zunehmenden Anzahl von Tools und Netzwerken. Wave ist halt ein weiteres Tool in dem Reigen von Twitter, Tumblr, Facebook und Co.
Eine genauere Betrachtung von Wave ist aber sicherlich angebracht, trotz aller angebrachten Skepsis gegenüber Google. Die haben hier ein durchaus gelungenes Instrument geschaffen. Die Sandbox und jetzt auch das Preview zeigen eine Anwendung, die vielleicht keine neue Technologie an den Start bringt, allerdings viele Instrumente klug integriert. Ich gebe Wave deshalb eine Chance, weil man sich bemüht hat, bestehende Technologien neu und ungewohnt zu kombinieren, die in der Zusammenarbeit zwischen den Nutzern durchaus Mehrwert schaffen können. Ob es hält, was es verspricht, bleibt abzuwarten.
Die Warnung vor Unproduktivität ist sicherlich angebracht, aber diese Warnung sollte ohnehin mit jedem neuen Dienst einher gehen. - #13 06.10.2009 15:40 von Iggy Rock
modernes Vergnügen?
Verwundert die Entwicklung? Als ich irgendwann in den 90er Jahren erstmals ins Internet ging, gab es nur eine handvoll Dinge die man effektiv selbst nutzen konnte: Email, Webseitenerstellung, IRC Chat, Webchat, Forenanfänge in Gästebuchform, diverse Messenger, FTP Transfer.
Das langte im Grunde vollkommen um sich im Netz zuhause fühlen zu können.
Dank dem Web 2.0 Tralala, wird heute getwittert, gebloggt, feedsstudiert, Videos und Fotos in Massen hochgeladen, Socialnetworking betrieben und weil der Overkill natürlich noch nicht komplett ist, gibt's alle alten Dinge noch obendrauf und einige Marktführer, Google gehört dazu, wollen scheinbar immer noch weiter gehen. Der Zweck ist fraglich, die Idee des Web 2.0, den Nutzer mal selber machen zu lassen, ist nichts anderes wie ihn noch länger im Netz fangen zu wollen, dafür arbeiten tut er selbst, der dumme Kerl.
Selbst wenn man dem Internet als Kommunikationsmedium unkritisch gegenübersteht bekommt man da einige Zweifel am Sinn, schließlich nutzt wohl kaum jemand heute wirklich alle Möglichkeiten, wozu noch mehr? Fortschritt kann es wohl nicht mehr sein, mit Sicherheit jedoch Geld. - #14 06.10.2009 16:05 von
- #15 06.10.2009 16:05 von
.
Ich sehe einen Aggregator wie Google Wave eigentlich weniger als ein Mehr an Quantität, sondern an Qualität in Form der Bündelung und Kanalisierung des immer mehr Werdenden. Mit Google Wave wird es wie mit einem Fernsehgerät sein: Man kann und muß sich das alles nicht angucken. Aber man hat es besser gebündelt in einem einzigen Kasten. Die Bündelung und damit der schnelle Zugriff und das Monitoring, hoffentlich auch die Ordnung und letztlich auch die eigenständige Begrenzung der Informationsmassen könnten damit immens erleichtert werden. Ich fände die Bündelung von Web-2.0 Diensten, überhaupt sämtlicher Internetangebote in solchen Aggregatoren jedenfalls viel rationeller, als ständig immer jedes einzelne Angebot per einzelnem Link aufrufen müssen. Das Internet könnte als "Informationsmaschine" so auch für die Nutzer, für die es schließlich da ist, weiter automatisiert und erleichtert werden.
- #16 06.10.2009 16:14 von
Geschmacksache?
Es ist wohl abhängig von der persönlichen Preferenz, welche und wieviele Dienste jemand benutzt. Wer ein groszes Mitteilungsbedürfnis hat, sollte sich allerdings gelegentlich mal fragen, ob er/sie nicht ein Persönlichkeitsdefizit hat.
Ich benutze keinerlei von irgendwelchen Diensten auszer einem Job-Suchprofil bei (verrate ich nicht), regulärer Email und regulärem Telefon, und das reicht völlig. Bei anderen Diensten stelle ich mir immer zuerst die Frage: Wieviel persönliche Daten werden von mir gefordert, und ist mir ein Dienst wichtig und wertvoll genug, das Risiko einzugehen, dass meine Daten missbraucht werden. Ich glaube, dass sich viel zu wenig Dienst-Nutzer diese Frage stellen.
Auszerdem ist es langweilig und unsozial, seine Urlaubsfotos im Netz zu verteilen. Viel sozialer ist es, sich zu treffen und die Fotos gemeinsam anzuschauen, schön was dabei essen und trinken und nett plaudern, was auch die soziale Kompetenz fördert. Diese Art der Kommunikation wird wohl immer seltener gepflegt!? - #17 06.10.2009 16:37 von
soziale Kompetenz
Eben gerade nicht. Im Netz kann man seine Urlaubsfotos ausstellen und hat damit sein Ego befriedigt, anderen zu zeigen, wie schön es doch war - ob sich das tatsächlich jemand anguckt (macht niemand), spielt dabei keine Rolle.
Wenn man das in besagter Kaffeerunde macht, zwingt man das seinen Gästen auf, die wiederum keine Wahl haben, als sich durch diese Prozedur durchzuquälen, zu lächeln und höflich zu kommentieren, dass das alles sehr schön aussieht - obwohl es sie eigentlich keinen Deut weit interessiert. Aber das ist dann wohl die von ihnen deklarierte "soziale Kompetenz". - #18 06.10.2009 17:01 von
Medienkompetenz lernen
Ich kann das ganze Geheule um ein kompliziertes Internet und das sei doch alles zu viel nicht nachvollziehen. Es gibt nicht zu viele Dienste oder Techniken, sondern zu wenig Medienkompetenz.
Natürlich gibt es Dutzende von Portalen, Diensten, Kommunikationsformen u. ä. Doch wer ist denn so blöd, alle zu haben und auch aktiv zu nutzen?
Ich geh doch auch nicht in die Bibliothek und sage, das sei alles blöd, da wisse man ja gar nicht, wo man anfangen solle.
Sich heute gegen Twitter, Facebook und E-Mail mit Händen und Füßen zu wehren, kommt in 10 Jahren ungefähr so lächerlich daher, wie Oma Erna die in den 50ern sagte: "Ne, du. Dat mit dem Telefon das las ma schön, ich fahr mal mit dem Fahrrad zu Martha rüber".
Wie weit man einen Trend mitmacht ist ja jedem selbst überlassen, nur besteht ein ziemlich großes Risiko durch vollständige Abstinenz (Isch brauch dem Twidder nöch) seine Medienkompetenz nicht nur nicht zu entwickeln, sondern den Abstand zwischen der Mediengeneration und sich selbst unendlich zu erweitern. Und so schnell kann man gar nicht schauen, wie man auch wirtschaftlich abgehängt ist. Und da kann mir x-mal irgendein Offline-Internetausdrucker erzählen "Geschäfte würden nur im persönlichen Gespräch abgewickelt".
Aus eigener Erfahrung kann ich z. B. sagen, dass Job-Recruter in vielen Medienbranchen nur noch online nachschauen oder akquirieren. Website, Social Sites, Xing-Profil. Ich bekomme im Monat bis zu 10 Job-Angebote auf Xing (ohne aktiv zu suchen). Die Zeiten, als man 120 Bewerbungsmappen eingetütet hat sind für viele schon heute vorbei.
Also: Medienkompetenz, Filtern u. ä. lernen oder man rutscht in die digitale Unterschicht ab. - #19 06.10.2009 19:22 von
Hardware noch nicht weit genug
Wave wäre schön wenn man es über ein neuronales Interface direkt mit Gedanken floaten könnte. Das würde ich mir borgen.
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