Forum


 

Prüfbericht: Ärzte machen mit Unsinn Kasse

Stoßwellen-Therapie, Vitamin-Kur, Schnarch-Entwöhnung: In deutschen Arztpraxen*erfreuen sich Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) großer Beliebtheit. Doch was ist Schrott und*was seriös?*Unabhängige Experten haben nun gängige IGeL*bewertet. SPIEGEL ONLINE zeigt zehn*klassische Fälle.*

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...810942,00.html
  1. #50

    Krankennkassen verschleudern 40 Milliarden Euro jährlich für Bürokratie!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stoßwellen-Therapie, Vitamin-Kur, Schnarch-Entwöhnung: In deutschen Arztpraxen*erfreuen sich Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) großer Beliebtheit. Doch was ist Schrott und*was seriös?*Unabhängige Experten haben nun gängige IGeL*bewertet. SPIEGEL ONLINE zeigt zehn*klassische Fälle.*

    Prüfbericht: Ärzte machen mit Unsinn Kasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Da wird hier über Igel-Leistungen gebarmt - dabei werden von jedem Euro Beitrag der gesetzlich Versicherten 23 Cent ! für Bürokratie ausgegeben - Bürokratie verursacht durch die Gesetzlichen Krankenversicherungen!
    Dreiviertel dieser Bürokratieausgaben sind UNSINNIG!! - Dreiviertel von 40.000.000.000 € = 30.000.000.000 € !!!

    'Sonderdruck_ATK-4-Gesundheitheitsbuerokratie' - kann man im Internet einsehen.
    Vielleicht sollte man darüber mal nachdenken.
  2. #51

    Äpfel und Birnen

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    ...Wann lernen Ärzte eigentlich, dass die allermeisten gut ausgebildeten Akademiker weniger als 10000 Euro im Monat verdienen? Und die leisten auch nicht weniger für die Gemeinschaft als die Ärzte.
    ...
    Ärzte stehen ganz weit oben auf der Einkommensleiter. Und das reicht ihnen nicht. Daher wird gejammert, als seien sie ausgebeutete Sklaven der Kassen. Das ist etwa so glaubwürdig wie Lehrer, die über Arbeitsüberlastung jammern.
    Wie die meisten Zeitgenossen verwechseln auch Sie hier Umsatz mit Einkommen. Wenn ein Arzt 10000 Euro im Monat umsetzt, dann muss er davon noch sein Personal und die laufenden Praxiskosten bezahlen. Vom Rest gehen Kranken-, Renten-, Berufsunfähigkeits- und Vorsorgeversicherungen ab, dazu die Praxisfinanzierung und Steuern. Ich schätze mal, es bleibt nichts erwähnenswertes übrig von den 10000 Euro.

    Wenn ein angestellter Akademiker 10000 Euro brutto verdient, dann zahlt sein Arbeitgeber noch anteilig die Sozialabgaben und er kann mit etwas Geschick 7.500 Euro behalten. Was angestellte Ärzte verdienen, kann man z.B. im TVÖD nachlesen - von 10000 brutto können die meisten nur träumen.
  3. #52

    enge Grenzen

    Zitat von kaaaa Beitrag anzeigen
    Als (niedergelassener) Arzt in Deutschland hat man in Deutschland auch ein hohes unternehmerisches Risiko (Sitz kaufen, Praxis einrichten, Angestellte, Weiterbildungen usw.) hat aber sehr wenig Freiheiten im Gegenzug.
    Stimmt. Dafür aber auch garanierte Kundschaft. Die Kassenärztliche Vereinigung zahlt. Und das ist sicher eine erhebliche Risikominderung.

    Zitat von kaaaa Beitrag anzeigen
    Wenn die Politik und die Krankenkassen nicht dafür sorgen, dass Ärzte in Deutschland angemessen entlohnt werden und akzeptable Rahmenbedingungen haben können wir nur hoffen und beten, dass wir alle gesund bleiben.
    Bei durchschnittlichen 10000 Euro Monatssalär nach Kosten vor Steuern ist die ärztliche Zunft sicher nicht unterbezahlt. Andere arbeiten ebensoviel bei geringerem Einkommen. Da hält sich mein Mitleid in engen Grenzen.
  4. #53

    Faktisches ist gefragt...

    @saschaegg: Na dann bin ich ja gespannt auf Informationen von Ihnen: was verdienen denn Ärzte? Und woher wissen SIE das? Konkrete Informationen von Ihnen wären schon hilfreich, um das Ganze hier etwas zu versachlichen.
    Wenn ich morgens an einem Ultraschallgerät für ca. 80000 Euro sitze und daran - nach 12 jähriger Ausbildung und jährlichen Prüfungen meiner Expertise durch die Kassenärztliche Vereinigung - eine Untersuchung mache, die durchaus über Wohl und Wehe dieses Patienten entscheiden kann und bekomme dann ca. 19 Euro für diese Leistung: dann stimmt da etwas ganz gewaltig nicht.
    "Mein" Installateur würde für 19 Euro nicht mal einen Gesellen ´rausschicken.
    Diese 19 Euro sind genau so Fakt wie die Dauer mein Ausbildung, meine 50 Stunden- Woche und die investierten 80000 Euro - wo sind bitte Ihre Fakten?
  5. #54

    Die Stoßwellentherapie...

    ..ist einfach genial !
    Hat meiner Schulter geholfen und meinem rechten Ellenbogen.
    Die Behandlung hat mein damaliger Betriebsarzt, kostenlos für mich, bei mir vorgenommen.
    Wäre ich gleich damit behandelt worden, hätte ich mir 12 Monate sinnlose Behandlungen und lange Wartezeiten beim Orthopäden ersparen können.
    Ich sehe das Problem nicht in der Wirksamkeit der Behandlung, sondern an den extremen Anschaffungskosten der Apparate und der Zusatzausbildung die der behandelnde Arzt haben muss.
    Deswegen will das keine Kasse bezahlen - das es wirklich wirkt steht für mich, meine Mutter und diverse Arbeitskollegen außer Frage.
  6. #55

    Der Artikel mag ja teilweise recht haben ... aber beim Zahnarzt geht es inzwischen doch gar nicht mehr ohne Zusatzleistungen.
    In Deutschland ist es immer noch so das die Kassen nur das giftige Amalgam für Füllungen bezahlen - in vielen Nachbarländern schon verboten - wer das Zeug nicht im Mund haben will MUSS zahlen.

    Oder die prof. Zahnreinigungen - definitiv sinnvoll, vor allem in Kombination mit Vorsorgeuntersuchung (an sauberen Zähnen sieht man viel besser Beschädigungen) aber bezahlt von den Kassen? Nö.
    Oder diese schwachsinnige Praxisgebühr ... argh.
    Im Grunde haben die Ärzte ja teilweise auch recht, das Personal kostet viel Geld und will bezahlt werden, und vor allem eine gut ausgestattete Praxis kostet _massiv_ viel Kohle.
    Einmal Kugellager wechseln am Zahnarzt-Bohrmaschinchen = 500€ futsch. Verschleißteil.
    Der arme Patient wenn der Zahnarzt hier spart und nicht rechtzeitig wechselt ... der Bohrer wird schweine heiß mit defektem Kugellager. Toll an der Zunge...
    Oder alleine was die Praxis an Material vorhalten muss um jede Zahnfarbe anständig abbilden zu können damit Reparaturen auch unsichtbar sind...
  7. #56

    Kirche im Dorf lassen

    Zitat von emma Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich hört das nervige Arzt-Bashing erst auf, wenn es keine mehr gibt. Zumindest keine KV-Vertragsärzte.
    Dazu wird es nicht kommen. Klar könnte es manchmal mehr sein, wer wünscht sich das nicht. Aber im Mittel verdienen Ärzte in Deutschland nach wie vor nicht schlecht. Auch KV-Vertragsärzte.
  8. #57

    Eine Frage der Herangehensweise

    Zitat von tomislav77 Beitrag anzeigen
    ... passiert in allen anderen branchen:


    meine ärztliche ethik sieht so aus, dass ich einem patienten mit wirtschaftlich schwachem hintergrund diese therapien (igel) niemals empfehlen wuerde, andererseits bei finanziell potenten patienten und bestehendem wunsch danach auch dazu greife.
    Als Kaufmann kann ich verstehen, dass Sie - bei angemessener finanzieller Potenz ihrer "Kunden", denn als Patient sehen Sie ihre Kunden ja scheinbar nicht - eine Art Beduerfniserweckung vornehmen. Und solange diese im vom Kunden bewertbarer Form geschieht ist das m.E. auch OK. Das Problem ist allerdings, dass viele Ihrer Kollegen diese Beduerfniserweckung waehrend der aktuellen Behandlung vornehmen (wir koennten auch so arbeiten (der Mund ist offen, der Bohrer drinne) aber auch so, dass kostet aber mehr). Obendrein wird dann auch noch mit ungefaehren Betraegen gearbeitet, die sich dann spaeter in guter Handwerkermanier als zu niedrig herausstellen.
    Sie uebersehen auch, dass es bei Arztbehandlungen um sehr private und zum Teil auch als kritisch erachtete Fragen geht und der Arzt eine Vertrauensposition innehat, die z.B. ein Autoverkaeufer nicht geniesst. Richtig problematisch wird es, wenn eine abgelehnte IGel Leistung dem Kunden als "negatives Scoring" ausgelegt wird, die dann Folgen fuer das spaetere Arzt-Patienten-Verhaeltnis hat (lange Wartezeit, schlechtere Behandlung). Ich habe es selber erlebt, dass mein inzwischen selbstverstaendlich ehemaliger Zahnarzt, nachdem ich keine Zahnreinigung wollte: "keine Zahnreinigung !!!" vermerkte.

    Ich anerkenne durchaus die Wunsch von Aerzten finanziell auf ihren Schnitt kommen zu wollen. Auch wenn - wie einige Mitforisten es darlegen - Aerzte ueberwiegend eher im oberen Einkommensbereich anzusiedeln sind. Es bleibt aber das Problem, dass es sich im medizinischen Bereich nicht um eine Ware wie ein neues Auto handelt sondern eben um das eigene Leben. Und wenn - wie in meinem vorigen Post beschrieben - ein Arzt offensichtlich unnoetige, koerperlich belastende Behandlungen vorschlaegt, die nur vom Wunsch nach Einkommensvermehrung getrieben sind, dann ist das im hoechsten Masse unethisch und sollte sanktioniert werden.
  9. #58

    Stoßwelle hat mir auch geholfen...

    Zitat von My2Cents Beitrag anzeigen
    Also mir hat die Stoßwellentherapie nach monatelangen massiven Schmerzen im Ellenbogen sehr geholfen.

    Vielleicht ein Zufallsergebnis, aber auf jeden Fall für mich Grund genug, beim nächsten Tennisarm es definitiv wieder mit der Stoßwellentherapie zu probieren.
    Ich war auch fast schon austherapiert und kurz vor einer O.P., als mir ein befreundeter Sportmediziner noch die Stoßwellentherapie empfahl.
    Die erste Behandlung hat sehr gut geholfen, die 2. und. 3. bedingt.
    Ca. 90 Euro pro Behandlung waren in diesem Fall kein rausgeschmissenes Geld.
  10. #59

    die Aerzte kopieren

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Stoßwellen-Therapie, Vitamin-Kur, Schnarch-Entwöhnung: In deutschen Arztpraxen*erfreuen sich Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) großer Beliebtheit. Doch was ist Schrott und*was seriös?*Unabhängige Experten haben nun gängige IGeL*bewertet. SPIEGEL ONLINE zeigt zehn*klassische Fälle.*

    Prüfbericht: Ärzte machen mit Unsinn Kasse - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    nur den Schwachsinn, welche Ihnen die Kassen mit Ihren diversen Kursen und fragwuerdigen Programmen " vorgelebt " haben.
    Gluecklicherweise rueckten die Kassen partiell von dem Schwachsinn ab.
    Nun versuchen die Aerzte, ihre Einkuenfte zu verbessern. Dies gelingt am besten, wenn man Privatpatienten zu fragwuerdigen Verbesserungsmassnahmen ihrer Gesundheit ueberredet.

    Bei einigen klar erkennbaren medizinischen Befunden helfen beispielsweise auch Viagra und andere Praeparate nicht weiter, ebenso wenig wie spezielle gymnastische Uebungen oder pysychologische " Umprogrammierungen ".

    Nun ja . . . wer es sich leisten kann, soll ruhig zu gewissen Therapien greifen. Wenn er sich dadurch besser fuehlt, dann ist ja der Zweck erfuellt. Schrott ist alles was nicht hilft. Serioes ist alles was hilft. Dies auch dann, wenn die Entscheidung darueber nur sujektiv sein kann.








TOP



TOP