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Prüfbericht: Ärzte machen mit Unsinn Kasse

Stoßwellen-Therapie, Vitamin-Kur, Schnarch-Entwöhnung: In deutschen Arztpraxen*erfreuen sich Individuelle Gesundheitsleistungen (IGeL) großer Beliebtheit. Doch was ist Schrott und*was seriös?*Unabhängige Experten haben nun gängige IGeL*bewertet. SPIEGEL ONLINE zeigt zehn*klassische Fälle.*

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...810942,00.html
  1. #90

    interessantes Thema

    was bringt nun was und auch bei mir und was nicht oder schadet nur?
    Hab auch schon verschiedene Erfahrung gemacht, mal hat Akupunktur geholfen, mal nicht. Mal hat Therapie genützt, mal geschadet. Leider ist das rechtlich ziemlich schwammig, der Arzt haftet nur für saubere Behandlung, nicht für den Erfolg. Das klingt wie "aus dem vor-vorigen Jahrhundert".
  2. #91

    Zitat von joeking Beitrag anzeigen
    was bringt nun was und auch bei mir und was nicht oder schadet nur?
    Hab auch schon verschiedene Erfahrung gemacht, mal hat Akupunktur geholfen, mal nicht. Mal hat Therapie genützt, mal geschadet. Leider ist das rechtlich ziemlich schwammig, der Arzt haftet nur für saubere Behandlung, nicht für den Erfolg. Das klingt wie "aus dem vor-vorigen Jahrhundert".
    Halten wir es einfach wie im "alten China":
    Der Arzt wird nur für den Behandlungserfolg bezahlt!
    Die Definition Behandlungserfolg überlasse ich gerne Ihnen. :)
  3. #92

    Optionen suchen

    Ärzte haben Medizin studiert, um kranken Menschen wieder zur Gesundheit zu verhelfen. Wenn aber Arzt und Patient feststellen müssen, dass die üblichen Medikamente nicht weiterhelfen, dann muss man logischerweise nach anderen Therapieformen suchen.

    Nun werden wir über ein paar Ecken von unserer überaus besorgten Pharmaindustrie informiert, dass die bösen Ärzte mit den funktionierenden alternativen Heilmethoden ausschließlich nur Kasse machen wollen und dass nur sie, die liebe Pharmaindustrie, die Medikamente liefert, die helfen.

    Jeder kann seine eigene Entscheidung treffen. Darüber hinaus kann man alternative Heilmethoden sowohl kompetent als auch inkompetent anwenden. Im letzteren Fall bringen sie wohl nichts.

    Es scheint mir so, als würde sich der Spiegel gerne von der Pharmaindustrie zur Diskreditierung unliebsamer Konkurrenten einspannen lassen. Erst ging es um Homöopathie und Akupunktur, dann um Vitamine, jetzt um andere Therapien.

    Homöopathie und Vitamine sind schädlich, denn sie wurden ja schon im Dritten Reich eingesetzt. Und was hat die Pharmaindustrie in der Zeit damals gemacht?
  4. #93

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Kann ich bestätigen.
    Ich war vor einigen Jahren beim Augenarzt wegen einer Vorsorgeuntersuchung bei der man versucht hat, mir eine Augeninnendruckmessung aufzuschwatzen.
    ...
    Der Druck, der da von der Praxis aufgebaut wurde, war widerlich.
    Vielleicht verstehen Sie den Arzt wenn Sie Folgendes wissen:

    Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm aus dem Jahr 1977 verstieß ein Augenarzt gegen seine ärztliche Sorgfaltspflicht, als er es unterließ, einen Patienten auf die Notwendigkeit einer Augeninnendruckmessung zur Glaukomfrüherkennung ab einem bestimmten Alter hinzuweisen.

    Deswegen ist jeder Augenarzt gut beraten einen Nachweis zu haben, dass er den Patienten informiert hat.
  5. #94

    Keine Ahnung...

    aber davon ganz viel.
    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Stimmt. Wenn mein Hausarzt für die Ausstellung einer (!) Überweisung im Quartal die volle Fallpauschale erhält stimmt da auch etwas nicht.
    Für die Ausstellung einer Überweisung ohne persönlichen Arzt-Patienten Kontakt erhält der Hausarzt 35 Gummipunkte, was dem Wahnsinnsbetrag von 1,22 € entspricht. Dafür darf die Arzthelferin dann noch die 10 € kranken Kassenstützungsgebühr kassieren, sofern der Patient nicht befreit ist.
    Also, bitteschön, keinen Unsinn hier verbreiten!
    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Dafür haben die Ärzte eine sichere Kundschaft, mit der kassenärztlichen einen sicheren Zahler der nicht pleite geht und einen finanziellen Scherbenhaufen hinderlässt.
    Die Patienten werden in D noch nicht zwangsweise dem Hausarzt vorgeführt. Wer schlecht arbeitet hat auch keine Patienten und ergo auch kein Einkommen, denn so was spricht sich sehr schnell rum
    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Dazu den Vorteil praktisch nicht in Regress genommen zu werden. Selbst wenn der Arzt richtig Mist baut bekommt der für die Reparatur eben dieses Mists noch ein Honorar. Auch Anrufe bei der Kasse bringen da nix.
    Sie zeichnen sich hier durch extremes Unwissen aus. Kein Regressrisiko? Medikamentenregress, Heilmittelregress, Wirtschaftlichkeitsprüfungen, Zeitbudgets etc. Auf den Seiten der KV-Nordrhein können Sie sich mal schlau machen.


    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Haben Sie ein Spendenkonto? Damit da die einzahlen können, die so um die 1200 Euro netto haben.
    thwinfo wies darauf hin, dass sich der Betrieb eines Ultraschallgerätes für Kassenpatienten im Hausarztbereich nicht lohnt. Und da hat er einfach Recht und ist auf Ihre Häme nicht angewiesen.
  6. #95

    Zitat von Katzenliebhaber Beitrag anzeigen
    Halten wir es einfach wie im "alten China":
    Der Arzt wird nur für den Behandlungserfolg bezahlt!
    Die Definition Behandlungserfolg überlasse ich gerne Ihnen. :)
    Wie definieren Sie denn Behandlungserfolg? Nur mit Heilung? Na dann werden wohl demnächst keine Krebspatienten oder chronisch Kranken mehr behandelt.
  7. #96

    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Kann ich bestätigen.
    Ich war vor einigen Jahren beim Augenarzt wegen einer Vorsorgeuntersuchung bei der man versucht hat, mir eine Augeninnendruckmessung aufzuschwatzen. Mit dem üblichen Verfahren: Bei der Anmeldung geben mir die Mädels den Infozettel, beim Betreten des Behandlungszimmers die Frage, ob ich denn nun wolle.

    Ich wollte nicht. Nach Ende meiner Untersuchung dann wieder der Hinweis auf die Augeninnendruckmessung, die doch nötig sei. Darauf habe ich darauf hingewiesen, dass die von der GKV bezahlt werde, wenn die nötig sei. Beim Hinausgehen haben mir dann die Mädels, mir in den Hausflur hinterherlaufend, einen Zettel unter die Nase gehalten, den ich unterschreiben müsse, damit der Arzt von der Haftung freigestellt werde, weil ich die Untersuchung ja verweigert habe.

    Leider war ich nicht geistesgegenwärtig genug, mir den Zettel aushändigen zu lassen.

    Der Druck, der da von der Praxis aufgebaut wurde, war widerlich.
    Vielleicht verstehen Sie den Arzt wenn Sie Folgendes wissen:

    Nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm aus dem Jahr 1977 verstieß ein Augenarzt gegen seine ärztliche Sorgfaltspflicht, als er es unterließ, einen Patienten auf die Notwendigkeit einer Augeninnendruckmessung zur Glaukomfrüherkennung ab einem bestimmten Alter hinzuweisen.

    Deswegen ist jeder Augenarzt gut beraten einen Nachweis zu haben, dass er den Patienten informiert hat.
  8. #97

    Zitat von mainjj67 Beitrag anzeigen
    Für die Ausstellung einer Überweisung ohne persönlichen Arzt-Patienten Kontakt erhält der Hausarzt 35 Gummipunkte, was dem Wahnsinnsbetrag von 1,22 € entspricht. Dafür darf die Arzthelferin dann noch die 10 € kranken Kassenstützungsgebühr kassieren, sofern der Patient nicht befreit ist.
    Also, bitteschön, keinen Unsinn hier verbreiten!
    Da die 10 Euro beim Arzt verbleiben, sind es also 11,22 Euro im Fall der Überweisungsausstellung. Der Vollständigkeit halber.

    Dass dieses Thema Praxisgebühr auch immer wieder aufkommt...
  9. #98

    Zitat von mainjj67 Beitrag anzeigen
    Wie definieren Sie denn Behandlungserfolg? Nur mit Heilung? Na dann werden wohl demnächst keine Krebspatienten oder chronisch Kranken mehr behandelt.
    Sorry, hab die Ironiezeichen vergessen.
  10. #99

    Ah. Wenig faktisches, sondern - Entschuldigung - salbaderndes Geschwafel über "Unternehmertum". Ärzte sind zuallererst sicher nicht Unternehmern und ich möchte als Patient auch nicht von einem Unternehmer behandelt werden. Genau so wenig, wie Patienten zu Kostenstellen und betriebswirtschaftlichen Parametern degradiert werden sollten.
    Wahrscheinlich, sehr geehrter saschaegg, ist es Ihnen noch nie wirklich gesundheitlich dreckig gegangen. Wenn Sie nachts um drei mit einer Gallenkolik aufwachen und - wie ich bei der spürbaren Aggression Ihrer Beiträge vermuten würden - natürlich selbstverständlich erwarten, dass Sie jemand gut ausgebildeter und hochkonzentrierter davor bewahrt, an einer Sepsis durch die Perforation zu sterben: dann ist das kein Job, den ich mit 1200 Euro adäquat bezahlt finde. Und das hat nichts, aber auch nichts mit Unternehmertum zu tun.
    Ich stelle in Abrede, dass Ärzte durchschnittlich 10000 Euro im Monat verdienen. Und mit "verdienen" drücke ich mich genau so unscharf aus wieSie mit "Überschuss". Was soll denn bitte "Überschuss" meinen? Falls Sie damit einen Begriff aus der Betriebswirtschaftslehre meinen, stellen Sie ihn auch bitte richtig und erläutern Sie hier, wie Sie das verstehen - verfügbares Einkommen? Nach oder vor Steuern? Was meinen Sie mit "nach Abzug aller Kosten"
    Und mir wäre - abgesehen davon - neu, dass das journalistische Produkt von SPON die Korrektheit für sich gepachtet hätte. Auch als Journalist müssen Sie theoretisch nicht mal einen Schulabschluss vorweisen.
    Saschaegg, ich bin Arzt seit mehr als 20 Jahren und weiß, wovon ich schreibe - womit verdienen Sie denn Ihr Geld?
    Was soll das Geschwafel von einem Spendenkonto? Und womit belegen Sie "Dauergejammer" von Ärzten?









    Zitat von saschaegg Beitrag anzeigen
    Stand vor einiger Zeit im SPON. Ein Interview mit jemandem von der kassenärztlichen(?). Im Durchschnitt beträgt der Monatsüberschuss je niedergelassenem Arzt gute 10000 Euro nach Abzug aller Kosten.


    Stimmt. Wenn mein Hausarzt für die Ausstellung einer (!) Überweisung im Quartal die volle Fallpauschale erhält stimmt da auch etwas nicht.

    Geht im Übrigen jedem Unternehmer so. An manchen Aktionen verdient man nix, an anderen satt. Leider gibt es die Sattmacher nicht ohne die Magernummern. Das ist nichts ärztespezifisches.

    Dafür haben die Ärzte eine sichere Kundschaft, mit der kassenärztlichen einen sicheren Zahler der nicht pleite geht und einen finanziellen Scherbenhaufen hinderlässt. Dazu den Vorteil praktisch nicht in Regress genommen zu werden. Selbst wenn der Arzt richtig Mist baut bekommt der für die Reparatur eben dieses Mists noch ein Honorar. Auch Anrufe bei der Kasse bringen da nix.


    Haben Sie ein Spendenkonto? Damit da die einzahlen können, die so um die 1200 Euro netto haben.

    Auch andere akademische Berufe haben eine aufwendige Ausbildung, Durchfallquoten bis zum Abwinken und im Arbeitsleben dann regelmäßig 50 bis 60 Stundenwochen. Bei niedrigerem Salär. Da gibt es aber kein Dauergejammer.

    Anders gesagt: Wenn der Arztberuf so schlecht bezahlt wäre, dann wollte ihn bei dem Aufwand niemand machen. Und dann hätten weder mein Haus- noch mein Facharzt so dicke Schlitten vor der Tür.

    Your milage may vary.


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