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Präsidentschaftswahlkampf: Romney umschmeichelt die Waffenlobby

AFPIst er wirklich einer von ihnen? Mitt Romney, aussichtsreichster Präsidentschaftsbewerber der Republikaner, warb vor der US-Waffenlobby für seine Politik. Er setzte sich vehement für das Bürgerrecht aufs Waffentragen ein - die Reaktionen waren trotzdem verhalten.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827492,00.html
  1. #20

    Wilder Westen

    Seit dem Wilden Westen hat sich für die Republikaner in den USA offenbar nichts geändert. Seitdem haben sich nur weltweit (gottseidank) die Bestimmungen für Menschenrechte in den westlichen Ländern weitestgehend verändert. Die Frage ist nun, wie sich diese mit der bedingungslosen Befürwortung der "Bürgerwaffe" vereinbaren lässt.
  2. #21

    Zitat von Meshada Beitrag anzeigen
    Im Gegenteil. Gerade weil wir eine freiheitliche Denkweise haben, sind wir gegen diesen Waffenwahn. Einem totalitären Staat sind waffenbesitzende Milizen kein Dorn im Auge, sie sind ihm recht, da er sie einfach einspannt. Die NRA ist nicht ohne Grund den Kreisen nahestehend, die am ehesten einen Polizeistaat aufbauen würden und ja bereits jetzt an mehreren Gesetzen arbeiten, die die Freiheit mehrerer Minderheiten massiv einschränken sollen (zB das Verbot von Homosexualität als solcher).

    Gott sei Dank haben wir solche Menschen nicht in dem Ausmaß. Wir haben ja historisch die Erfahrung mit solchen Milizen - und diese war definitiv nicht positiv. Diese Milizen sind die ersten, die zu einem totalitären Regieme halten und ihre Waffen zur Einschüchterung benutzen.

    Wo sind übrigens die angeblichen Anti-Waffen Gesetze Obamas? Man sieht eher das Gegenteil. Wundert nicht, schließlich ist Obama ja rechts, und eben nicht links. Hierzulande stände er deutlich rechts der CDU. Aber so ist das halt bei Rechtsextremisten, ist man derartig weit rechts, sind selbst tiefschwarze Parteien plötzlich "links".

    (und bevor wer mit Krankenversicherung kommt - nachschauen wer diese so eigentlich erfunden hat, und warum)
    Der Vergleich mit Deutschland ist etwas müßig, eben weil wir diese Freiheitliche Tradition im amerikanischen Sinne garnicht haben. Aber die Behauptung dass Waffenbesitz zu totalitären Systemen führt ist wohl schwer zu belegen. Ebenso könnte man argumentieren, dass die Bürger sich nicht mehr so einfach von Milizen einschüchtern lassen, wenn sie im Besitz von Waffen sind. Sollten sich in den USA rechtsradikale Kräfte durchsetzen, was hoffentlich nicht passiert, dann hat das ganz andere Ursachen, aber nicht das Recht auf Waffenbesitz.

    Übrigens die Einordnung aller Politiker, Parteien und Ansichten auf einer Skala von rechts nach links ist hoffnungslos weil viel zu einfach und bringt auch nicht viel. Bleiben wir lieber bei den Themen.
  3. #22

    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    Dann haben die Amerikaner wohl nie was von Hobbes' Leviathan gehört: Der Mensch ist dem Mensch ein Wolf. Um ein funktionierendes Sozialleben zu gewährleisten, muss der Mensch auf individuelle Freiheiten verzichten und sie einem über-Ich, dem Leviathan, übertragen, der das nicht-Einhalten von Verträgen und ähnlichem sanktioniert.
    Die Frage ist aber wie weit die Einschränkung der Freiheit gehen sollte. Die Menschen müssen auch etwas Eigenverantwortung übernehmen (dürfen).


    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    Egal wie viele Waffen die Bürger daheim horten - die US-Streitkräfte haben mehr!
    Das sollte aber nicht so sein.



    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    Lustig. Denn viele Befugnisse kann Obama gar nicht ändern. Das allermeiste was das Thema angeht ist immer noch Sache der Bundesstaaten.
    Der Trend geht leider in Richtung Zentralstaat.
  4. #23

    ?

    Zitat von spatenheimer Beitrag anzeigen
    Naja, die deutsche "Nur Kriminelle und der Staat sollten Waffen besitzen"-Haltung hilft uns in einer etwaigen Krisensituation sicherlich auch kaum weiter.
    Welche Art von Krisensituation schwebt Ihnen da vor?
    Aber mir ist das eigentlich auch gleich. Ich möchte keine Schusswaffe besitzen, egal welche Krise sich eventuell abzeichnet.
    Und das kommt auch daher, dass ich das negative Beispiel de USA vor Augen habe.
  5. #24

    Titellos

    Zitat von spatenheimer Beitrag anzeigen
    Naja, die deutsche "Nur Kriminelle und der Staat sollten Waffen besitzen"-Haltung hilft uns in einer etwaigen Krisensituation sicherlich auch kaum weiter.
    Und welche Krisensituation soll das bitte sein?
    Glauben Sie, die Russen hätten sich davon abschrecken lassen, dass wir daheim ein paar Jagdgewehre haben?

    Oder vielleicht das plötzlich die Chinesen in Dresden einmarschieren?
    Oder das Dänemark, Polen, die Schweiz, Frankreich und Luxenburg uns den Krieg erklären?

    Außerdem hat die Bundeswehr noch mehrere Tausend Sturmgewehre eingelagert, für den Fall der Fälle. Aber selbst das ist eigentlich lachhaft.
  6. #25

    Titellos

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Die Frage ist aber wie weit die Einschränkung der Freiheit gehen sollte. Die Menschen müssen auch etwas Eigenverantwortung übernehmen (dürfen).
    Ja, und Dinge wie Justiz, Polizei, Sicherheit sind und sollten immer hoheitliche Aufgaben sein. Ich möchte nicht erleben, dass meine Nachbarn mit Waffen auf der Straße Menschen erschießen DÜRFEN weil sie sich "bedroht gefühlt(!) haben".

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Das sollte aber nicht so sein.
    Wieso? Sie treten dafür ein, dass die zivile Bevölkerung mehr Waffen hortet als die offiziellen Streitkräfte des Landes??? Den Sinn dahinter müssen Sie mir erklären ...

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Der Trend geht leider in Richtung Zentralstaat.
    Das geht gar nicht. In der quasi heiligen US-Verfassung sind die Belange und Kompetenzen der Staaten und Washington DC klar geregelt. Da gibt es zwar hier und da Spielräume, aber die Bundesstaaten lassen sich nicht entmachten.
  7. #26

    “Ein Staat ist immer nur so frei wie sein Waffengesetz.” (Gustav Heinemann, 1899 – 1976, ehemaliger deutscher Bundespräsident).

    Ich denke aber auch das sich Obama und Romney da nicht viel geben. Obama ist ein vernünftiger Politiker der sicher nicht die Demokratie aufs Spiel setzt um sich bei ein paar Leuten mit übertriebenen Ängsten anzubiedern.
  8. #27

    bedroht

    so weit ich es verstanden hab, darf man in einigen staten sofort schiessen, wenn man sich nur bedroht fühlt. als amerikaner würde ich mich von der NRA und Romney bedroht fühlen, wo ist also das problem^^ ironi aus
  9. #28

    Zitat von UnitedEurope Beitrag anzeigen
    Und welche Krisensituation soll das bitte sein?
    Naja, irgendwas werden sich die Gründerväter unseres Staates schon gedacht haben, als sie Artikel 20 Absatz 4 des Grundgesetzes formuliert haben.
  10. #29

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Das Recht Waffen zu tragen beruht auf der Annahme, dass in einer Republik alle Macht beim einzelnen Bürger liegen soll, nicht bei einem allmächtigen Staat.
    "Alle Macht beim Bürger"? Dann also auch: Alle Verpflichtung, die aus der Macht erwächst, beim Bürger, oder? Polizei, Feuerwehr, Straßenbau, Medizin, Landesverteidigung... - das regelt dann am besten jeder für sich selbst und nicht der böse "allmächtige Staat"? Oder wie genau stellen Sie sich das vor?

    Zitat von grover01 Beitrag anzeigen
    Meiner Meinung nach ist dieser Gedanke auch nach wie vor aktuell, vor allem wenn man bedenkt dass die U.S.A. zur Zeit auf dem Weg sind ein totalitärer Polizeistaat zu werden.
    Wenn das der Fall sein sollte, ist es absurd, zu glauben, dass sich einzelne bewaffnete Bürger dagegen wehren können, sebst wenn sie tausendfach auftreten. Ein Polizeistaat ist immer stärker. Der walzt, wenn es sein muss, die Leute mit Panzern platt und schießt sie mit Kampfflugzeugen zusammen. Ganz ehrlich: anzunehmen, das man mit seinen Gewehren und Handfeuerwaffen dagegen ankommen könnte, ist absolut kindisch.

    Im übrigen: Anscheinend ist den Waffenbefürwortern kein Argument zu flach, um ihre Schießbegeisterung zu rechtfertigen. In Wahrheit geht es doch nur darum, dass diese Leute gern in der Gegend rumballern und auch weiterhin ihren persönlichen Waffenfetischismus pflegen wollen. Ganz abgesehen von den handfesten Interessen der amerikanischen Waffenindustrie.


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