ist erstens eine zweite Privatisierungswelle. Eine erste fand unter Wirtschaftsminister Rachid im Jahre 2004 statt, gekoppelt mit starker Handelsliberalisierung. Die Ergebnisse waren erstaunlich; die Jahre 2005-08 zählten zu den besten in der ägyptischen Wirtschaftsgeschichte.
Zweitens wäre eine Reform des Arbeitsmarkts dringend notwendig. In einer 2008 durchgeführten Studie des Werltwirtschaftsforums über die Effizienz nationaler Arbeitsmärkte landete Aegypten von 134 untersuchten Ländern auf dem letzten Platz. Der (formelle) Arbeitsmarkt ist völlig überreguliert, niemand blickt durch die zahlreichen Bestimmungen durch. Es ist Praxis, dass Arbeitnehmer am erwsten Arbeitstag eine undatierte Kündigung unterschreiben müssen, mittels derer sie später jederzeit entlassen werden können. Für die meisten Unternehmer und Arbeitnehmer bleibt daher nur die Flucht in die Informalität. In den Staatsbetrieben hängen Anstellung und Bezahlung leider eher von Beziehungen als von persönlicher Leistung und Fähigkeit ab. Dauerhaft schadet das der Wirtschaftsleistung und versaut die Moral.
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