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Präsidentschaftswahl in der Ukraine: Der letzte Kampf des Wiktor Juschtschenko
Die Lage ist desolat, die Ukrainer sind desillusioniert - und sehnen sich nach einer "starken Hand". Sogar Reformer sind bereit, bei der Präsidentschaftswahl am Sonntag einem Wahlfälscher zu vergeben oder sich mit einstigen Widersachern zu verbünden. Amtsinhaber Juschtschenko ist ohne Chance.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...671648,00.html
- #1 16.01.2010 11:55 von Hubert Rudnick
Ukraine
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Juschenko und wie weiter nun, wo sind die einstigen sogenannten Freunde aus dem Westen geblieben, warum haben sie alle im Stich gelassen, gab es nichts zu holen, oder war der Druck der Russen einfach zu groß.Denn der Westen ist ja abhängig vom russichen Gas.
Eine weiteren Schritt in Richtung Osten wurde abgebrochen, aber warum wollten gewisse westliche Kräfte dort das Rad der Geschicht drehen, doch bestimmt nicht weil da ein so unliebsamer Regierungschef vorhanden war.
Die Ausweitung des westlichen Imperiums ist unterbrochen, oder nur zeitweilig eingestellt?
Ach so, man versuchte es ja auch mit Georgien und das möchte man heute noch mit der NATO Fuß fassen, aber auch da sind die Russen nicht von begeistert und auch wenn der Freund einen Krieg vom Zaune bricht, so einfach geht es zum Glück nicht.
HR - #2 16.01.2010 12:23 von
Der Westen ist schuld
Während unser Außenminister alles für den EU-Beitritt der Türkei macht, um sich die Wählerstimmen der Einwanderer zu sichern, lässt man die Ukraine links liegen. Ja, begrüßt hat man den Sieg über den "Proffessor" damals, aber die Hand der Ukraine hat man nicht gereicht - weder in der NATO, noch in der EU.
Hat man früher in der Ukraine den Polen auf ihrem Weg zum westlichen Wohlstand nachgeschaut, ist jetzt nur noch Verdruß daraus geworden. Man hat dem Land von Anfang an keine Chance gegeben - man denke an den gegen es gerichteten Bau der Gas-Pipeline von St.Petersburg nach Rostock.
Danke, Deutschland - eine weitere Demokratie ist zerstört. Aber hauptsache billig Ost-Nutten, gell? - #3 16.01.2010 13:03 von mojtra
Wahlmanipulationen
Autor Bidder hat es wohl vergessen, dass es in Jahr 2004 auch in Westukraine massive Wahlfälschung für Juschtschenko gab.
Nur weil die europäische/westliche Presse nur Janukowitsch als "Wahlfälscher" abgestempelt hat, heißt nicht, dass damals nur er dies gemacht hat.
;-) - #4 16.01.2010 13:12 von Puffel
...
Erklären Sie bitte, inwiefern die Ukraine Anspruch auf eine Mitgliedschaft hat. Vielleicht hätten die Orangen nichts versprechen sollen, was nicht in der eigenen Macht steht? Wenn hier geschehen, würden Sie vermutlich auf dieselben Politiker schimpfen. Oder Anspruch darauf, am Transit zu verdienen? Das sind rein wirtschaftliche Entscheidungen. Sie dürfen aber gerne monatlich ein paar Hundert Euro dorthin überweisen, wenn Sie Geld zu verschenken haben.
Sie haben eine komische Einstellung zur Demokratie. Eine Demokratie ist zuallererst eine Angelegenheit der Menschen vor Ort, für sie, von ihnen. Die Verantwortung dafür gehört genau in deren Hände, in anderen wäre es Diktatur (oder im Extremfall Besatzung).
Die Möglichkeit, für die eigenen Geschicke selbst verantwortlich zu sein, ist an sich Belohnung genug. Oder haben Sie dermaßen wenig Vertrauen in diese Staatsform, dass Sie Menschen dafür kaufen (belohnen) müssen? - #5 16.01.2010 13:40 von
Ach, Puffel
Rumänien, Türkei, ja - aber Ukraine nein? Sehen Sie da nicht eine gewisse Ungerechtigkeit, die vielleicht etwas damit zu tun haben dürfte, dass der Moskal am Gashahn sitzt?
Und nein, meine Einstellung zur Demokratie ist ganz realistisch - denn Demokratie folgt aus Wohlstand und nicht umgekehrt. Ich denke, besonders als Deutscher sollten Sie das wissen, verschwendet unser Land doch gerade Milliarden für die "Demokratisierung" Afghanistans. Denken Sie doch mal zurück in der deutschen Geschichte - meinen Sie, ohne den Marschall-Plan wären Sie jetzt da, wo Sie sind? Oder hätte sich nicht eher die Geschichte nach dem ersten Weltkrieg wiederholt? - #6 16.01.2010 14:00 von
.
Nach dem Zerfall der Sovietunion haben die Deutschen nichts für die Ukraine getan, im Gegenteil: deutsche Unternehmer (von den ganz großen Unternehmen bis zu dem Rotlicht-Sklavenhändler) haben die wirtschaftlich schwache, instabile Ukraine wie den Rest des Ostblocks ausgebeutet. Selbst jetzt, 20 Jahre später, tritt man nach ihr, wie nach einem dahergelaufenen Köter.
- #7 16.01.2010 14:04 von
"SCHÖPFEND aus dem kulturellen, religiösen und humanistischen Erbe Europas..."
>Erklären Sie bitte, inwiefern die Ukraine Anspruch auf eine >Mitgliedschaft hat.
Einen Rechtsanspruch gibt es natürlich nicht, aber es ergibt sich zweifelsohne aus dem Selbstverständnis der Europäischen Union, dass die Ukraine als Kandidat qualifiziert und langfristig auch erwünscht ist. Weder versteht sich die EU als reiner Wirtschaftsklub, noch liegt die Ukraine außerhalb von Europa, weder geographisch noch kulturell. Es liegt daher nicht nur im Interesse der Ukraine, der EU die Hand zu reichen, sondern auch umgekehrt. - #8 16.01.2010 14:42 von Hubert Rudnick
Wahmanipulationen
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Wurde denn nicht festgestellt, dass in Afghanistan in Größenordnung die letzte Präsidentenwahl manipuliert wurde und das stehen doch alle westlichen Staaten hinter diesen Betrüger, oder Nutznießer des Betruges.
Wo ist denn da ein Unterschied zur Ukraine?
Der Unterschied ist nur, dass die Russen einen anderen Mann haben wollen und der Westen möchte, oder wollte dort Fuß fassen, was aber voll gegen den Baum, oder gegen die Erdgalieferung ging.
HR - #9 16.01.2010 14:42 von
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Solange der Westen vom russischen Gas abhängt muss er abwägen wieviel Förderung er der Ukraine zukommen läßt.
Schon Polen, Rumänien und Bulgarien in die EU aufzunehmen war ein gewaltiges Wagnis. Die Ukraine ist weit entfernt als Demokratie und Rechtsstaat bezeichnet zu werden.
Ukraine - ein anderes Wort für Korruption!
Leider stopfen sich interessierte Kreise schamlos die Taschen voll, während es der großen Mehrheit alles andere als gut geht. Nirgendwo sonst sah ich auf der einen Seite so viele extrem teure, oft auch gepanzerte Luxusautos wie in Kiew. Doch nur drei Häuser weg von den renovierten Potemkinschen Dörfern zeigt sich das Land vollständig herunter gekommen und von Grund auf erneuerungsbedürftig. Arbeit wäre also reichlich vorhanden! Doch Kredit in ein dermaßen korruptes System zu vergeben wäre leichtfertig.
Die Landwirtschaft ist uneffektiv, die "Perle" Krim wird von Spekulanten mit hastig errichteten Neubauten zugepflastert. Der Kohlenpott im Osten ein stinkendes Industrierevier mit deutlich reduzierter Lebenserwartung. Der Tourismus liegt in den KInderschuhen.
Es regiert der Alkohol!
Ließe man sie, die Jugend würde lieber heute als morgen das Land verlassen.
Aus eigener Kraft im Zangengriff zwischen Russland und dem Westen ist es schwer auf die Füße zu kommen. Und keiner der Kandidaten, die ja alle bereits Verantwortung trugen, war und ist in der Lage die Korruption einzudämmen. Ja, sie betreiben Wahlfälschung und übelste Manipulation und nutzen ihre Ämter zur persönlichen Bereicherung. Erst wenn diese Praktiken endgültig begraben werden machen Programme zur Wirtschaftsförderung Sinn.
Gewisse Bürgermeister mit Maybach fahrenden Gattinnen sind ein Pfahl im Fleisch des Landes ...
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