Oder wieso ist der Kandidat hier auf einmal "konservativ"?
In*Brasilien werden*die Weichen für die Zeit nach der Präsidentschaft von Luiz Inácio Lula da Silva gestellt.*Dessen Favoritin Dilma Rousseff lag nach ersten Hochrechnungen*am Wahlabend nur knapp vor dem konservativen Oppositionskandidaten José Serra. Es droht eine Entscheidung per Stichwahl.*
http://www.spiegel.de/politik/auslan...721004,00.html
Oder wieso ist der Kandidat hier auf einmal "konservativ"?
Wenn man Gegnerschaft zur Militärdiktatur als linksgerichtet bezeichnet, dann gehört Serra auch dazu, denn er musste bereits 1964 als nationaler Studentenführer ins Exil gehen. Silva hingegen ist nicht extrem links, sondern eher eine ökologische Kandidatin mit dem Rückhalt in der Mitte und teilweise auch bei den Evangelikalen.
Die Rechte ist aber auf jeden Fall nicht auf dem Vormarsch, denn selbst der Kandidat der Rechten, José Serra, hat sich im Wahlkampf nicht getraut, eine Änderung der Politik Lulas zu verfechten.
Jedenfalls schloss sich Slva einer kommunistischen Gruppe an.
http://www.spiegel.de/flash/flash-24313.html
Bezüglich Militär: In ganz Südamerika (ausser Venezuela) will niemand mehr etwas von Militär wissen. All zu oft verkauften die ihr Land an die USA oder wurden von dieser eingesetzt.
In Südamerika gab es oft im Militär Gegner der Militärdiktaturen, aber nur um selber an die Torte zu kommen.