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Präsidentenwahl in Brasilien: Kampf um Lulas Erbe

Lula da Silva ist der Held der Armen - darf bei der Präsidentenwahl in Brasilien aber nicht mehr antreten. Von den Kandidaten der großen Parteien hat jedoch niemand so viel Charisma wie er. Die Abstimmung könnte deshalb mit einer Überraschung enden.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...720406,00.html
  1. #1

    Keine Chance für Marina Silva

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lula da Silva ist der Held der Armen - darf bei der Präsidentenwahl in Brasilien aber nicht mehr antreten. Von den Kandidaten der großen Parteien hat jedoch niemand so viel Charisma wie er. Die Abstimmung könnte deshalb mit einer Überraschung enden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...720406,00.html
    Sehr guter Artikel. Was der Reporter als "verfilzte" Regierung bezeichnet besteht schon seit Jahrzehnten in diesem Land. Brasilia wird hier oft als "Puff unter offenem Himmel" bezeichnet und das stimmt leider auch. Seien es linke oder rechte Politiker , vor Lula oder nach Lula, es wird sich daran nichts ändern. Solange in Brasilien mehr als 50% der Bevölkerung funktionelle Analphabeten sind, die gerade mit Mühe und Not Ihren Namen schreiben können, solange wird sich daran nichts ändern.
    Und man sollte nicht vegessen das bei der Wahl die Stimme eines Mitglieds des Yacht Clubs von Rio de Janeiro genau so viel wert ist wie die Stimme eines halb verhungerten Bewohners der riesigen Slums von Rio. Und in Brasilien ist die überwältigende Mehrzahl der Armen immer noch nicht aus dem Dreck heraus. Der radikale "linke" Flügel der linken Arbeiterpartei würde gerne aus Brasilien ein zweites Venezuela unter einem br5asilianischem Führer a la Hugo Chavez machen. Und dazu fehlt leider nicht mehr viel. Marina Silva ist viel zu naiv um in dem Freudenhaus Brasilia überleben zu können. Leider.
  2. #2

    .

    Brasilia kann man nicht mehr ausmisten. Atombomben sollen das Einzige sein ...

    Zur Abwechslung mal ein gut recherchierter Artikel. Lula hat seiner Partei eine Wählerbasis geschaffen, die dem Land schon schwer zu schaffen macht und noch schwerer zu schaffen machen wird. Wer soll die ganzen Beamten, Funktionäre und Pöstchen bezahlen und vor allem, wozu? Bolsa-Familia, Bolsa-Prisão, Bolsa-Sorvetão ...

    Glaub´ ich aber nicht, dass Brasilien auf den venezolanischen Weg einbiegt (Da behüte uns Gott vor!). Das würde schlagartig die eingewanderte Industrie abziehen und einen Schlag in die Magengrube des vielgepriesenen brasilianischen Wirtschaftswachstums bedeuten.
  3. #3

    Lula - Held der Armen!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lula da Silva ist der Held der Armen - darf bei der Präsidentenwahl in Brasilien aber nicht mehr antreten. Von den Kandidaten der großen Parteien hat jedoch niemand so viel Charisma wie er. Die Abstimmung könnte deshalb mit einer Überraschung enden.

    http://www.spiegel.de/politik/auslan...720406,00.html
    Ja, weil sich in der Regierungszeit von Lula das Leben
    sehr vieler armer Menschen sehr verbessert hat.
    Warum wird das nicht erwähnt? Millionen von Armen sind
    in der Ära Lula in die Mittelklasse aufgestiegen, ihre
    Kinder haben wesentlich bessere Bildungschancen bekommen,
    Mindestlöhne wurde gesteigert, und das wichtigste überhaupt: der Anteil der Löhne und Gehälter am Bruttoinlandsprodukt ist gestiegen! Der Anteil der
    arbeitenden Bevölkerung am gesamten Kuchen ist grösser geworden. Ja - wo gibt es denn sowas? In Deutschland
    geht es doch genau anders herum.
    Sollen die Deutschen deshalb nichts über die Erfolge der
    Regierung Lula in den systemtreuen Medien erfahren?
    Warum wird der soziale Fortschritt mit und durch Lula überhaupt nicht erwähnt?
    Stattdessen wird ausgiebig über die Opportunistin Marina
    berichtigt, die nicht die Absicht hat, etwas für die Armen zu tun und sich jetzt lieber bei den Reichen anbiedert - obwohl sie einmal links war und in Lulas Partei gross
    geworden ist.
    Haben unsere neoliberalen Medien wie der Spiegel etwa Angst, das die deutschen Leser etwas über Lulas Erfolge erfahren?
    Etwa darüber, das in Brasilien tatsächlich etwas anderes als
    die neoliberale Umverteilung von unten nach oben möglich
    ist?








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