dapdKonsens über den Kandidaten? Über Joachim Gauck kann es durchaus Dissens geben. Das zeigt sich bei Anne Wills Talk über den nächsten Bundespräsidenten. Munter und bisweilen sogar geistreich geht es beim Abwägen von Freiheit und sozialer Sicherheit zu.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,817034,00.html
Und das hat nichts mit Durchleuchtung zu tun: Seine Kinder durften ausreisen; er selbst durfte sie im Westen besuchen. Andere Menschen durften nicht mal zur Beerdigung ihrer Eltern in den Westen reisen. Er gehörte eben nicht der Bürgerrechtsbewegung an bzw. stieg in diese erst 1989 ein, er gehörte nicht zum Widerstand in der evangelischen Kirche. Das sind Fakten. Eine Akte zu haben, dass man bespitzelt wurde, ist kein Beweis, dass man ein Widerstandskämpfer war. Ein Mann, der sich mal mit den Geschwistern Scholl verglich, leidet irgendwie an Größenwahn - ein beleidigender Vergleich für diese tapferen jungen Menschen. Er meckerte über das System und das System ließ ihn in den Westen reisen - er ist nun angekommen in der Gesellschaft, von der er immer träumte, in der konservativen bürgerlichen. Hatten wir da nicht gerade einen Präsidenten, der diesen Traum gelebt hat?
Der Mann ist noch nicht mal im Amt und schon wird er in sämtlichen Talkshows und Printmedien auseinandergenommen, richtiggehend durchleuchtet. Auch vor Aspekten aus dem Privatleben wird nicht haltgemacht. Jetzt ist der Wulff erlegt, schon stürzt sich die Meute auf den Gauck. Jedes Wort, jeder Blick, jede Bewegung - alles unter permannenter Beobachtung unserer Moral- und Sittenwächter.
Da fragt man sich, welcher halbwegs begabte Mensch überhaupt noch in die Politik will. Jede private Äußerung auf einer Party kann einem heutzutage schon zum Verhängnis werden. Gauck wird es schwer haben, ich habe jetzt schon Mitleid mit ihm.
Wo immer auch der Kandidat Gauck zu verorten ist, allein die Aufregung über ihn in Teilen der Blockparteien und hauptsächlich im linken Lager derer, machen den Mann wertvoll und wichtig für unser Land.
Ich hoffe von ganzem Herzen, dass Gauck als Präsident nicht auch wie sein Vorgänger im Chor der Einheitsmeinungen mitsingt und die gleichen nichtssagenden Sprechblasen verzapft wie unsere politisch korrekten "Volksvertreter", die in ihrer eigenen Welt leben - fernab von Realität und Volkes Wille.
"Dissident" beschrieben.
Meine Frage vor allem an ostdeutsche Foreumsteilnehmer- welche allgemein anerkannten Eigenschaften sollten erfüllt sein während eines Lebens/Wirkens in der DDR, um als Dissident gelten zu können?
Welchen Risiken/Einschränkungen war man ausgesetzt als Dissident in der DDR?
der liebe Herr Gauck war im Gegensatz zu Hr. Schorlemmer, von dem jetzt kaum einer noch was weiss, eben KEIN DDR Oppositioneller, er war DDR Opportunist.
Und damit hat er auch den super Übergang zum "Gaucker" hingekriegt.
Wenn es einen Gott gäbe, wäre hier mal ein Blitzschlag fällig.