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Präsidenten-Stichwahl in Frankreich: Rechnung mit rechts
Getty ImagesDämpfer für den Präsidenten im ersten Wahlgang: Wie soll Nicolas Sarkozy den Rückstand auf den Sozialisten Hollande aufholen? Für die Stichwahl in 13 Tagen wird der Konservative jetzt noch stärker am rechten Rand um Stimmen buhlen - doch Rechtspopulistin Le Pen zeigt wenig Interesse, ihn zu unterstützen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...829101,00.html
- #1 23.04.2012 09:46 von wander
na also
Ginge es nach unserer neoliberalen Truppe im Bundestag, hätten wir in 10 Jahren Sozialstrukturen wie ein Entwicklungsland. Man kann den Franzosen nicht dankbar genug sein, dass sie diesen Alptraum entschlossen beenden und dabei Europa vor nordmexikanischen Verhältnissen bewahren. Für Merkel wird es jetzt zum Glück unmöglich, ganz Europa wie geplant in Hartz4 zu schicken.
- #2 23.04.2012 09:50 von
Die Le Pen Wähler in Frankreich sind gottseidank nicht alle Rechtsradikale. Nur weil die Grünen in Frankreich quasi inexistent sind und es noch keine Piraten gibt sind solche Resultate für den FN möglich. Es handelt sich grösstenteils um Protestwähler und man wird sehen dass fast die Hälfte im 2ten Wahlgang für Hollande stimmen werden.
- #3 23.04.2012 09:58 von
"Denn nur die Wähler, die für Hollande und Sarkozy ihre Stimme abgaben, werden sich leicht tun, am 6. Mai noch einmal den gleichen Namen anzukreuzen."
Die Wähler, die Sarkozy oder Hollande gewählt haben, werden - so sie ihre Sinne beisammen haben - mit Sicherheit keinen der beiden Namen ankreuzen. Das macht die Stimmabgabe in Frankreich nämlich ungültig.
Stattdessen wird der Wähler, der Sarkozy oder Hollande etwas gutes tun will, mit mehreren Wahlzetteln, auf denen jeweils der Name eines einzigen Kandidaten steht, in die Wahlkabine gehen und einen davoin in den blauen Umschlag stecken, der wiederum in die Wahlurne eingeworfen wird. So wählt man à la francaise.
So viel zum Thema unbedacht benutzter Floskeln... - #4 23.04.2012 10:19 von
- #5 23.04.2012 10:29 von
...........
wenn es den Menschen schlecht geht, oder schlechter als vor Jahren, trappeln viele Menschen in die rechte Ecke. Es müssen schließlich Schuldige gefunden werden. Niemand fasst dann an die eigene Nase ob z. B. Arbeitslosigkeit auch an mangelnder Ausbildung liegen könnte, usw. usf.
- #6 23.04.2012 10:34 von
- #7 23.04.2012 10:35 von
- #8 23.04.2012 10:35 von
- #9 23.04.2012 10:39 von
Schnee von gestern!
Die Zeiten, in denen die Wähler der FN leicht und wohlfeil als Protestwähler abgetan werden konnten, sind vorbei.
Was vielleicht vor 15 Jahren noch als "vote de protestation" durchging ist inzwischen ein "vote d'adhesion" geworden - die Wähler stehen in erheblichem Umfange hinter den Ideen und dem Programm der FN, und diese Stimmabgabe ist nicht mehr das Ergebnis der Ablehnung der Prgramme und der Politk der etablierten Parteien. Spätestens seit Marine LePen das Ruder von ihrem Vater übernommen hat, dürfte das in zunehmendem Masse der Fall sein.
Insofern sind die Analysten, die hier das Entstehen einer tatsächlich ernst zu nehmenden neuen Kraft in der politischen Landschaft unserer Nachbarn ausmachen, durchaus auf dem richtigen Wege.
Die FN und Herr Melenchon umwerben häufig die gleiche Klientel. Auch hier zeigt sich ganz eindeutig, dass die FN als die Kraft wahrgenommen wird, die die Antworten auf die Fragen der "kleinen Leute" viel eher zu geben in der Lage ist, als die ewig gestrigen Linksaussen mit Klassenkampfparolen und den Rezepturen einer anderen Zeit, die in keinem mir bekannten Land zu halbwegs vernünftigen Ergebnissen geführt haben. Auch wenn diese Parolen zugegebenermassen vom Volkstribun M. eloquent und rhetorisch geschliffen vorgetragen werden... Daher sind sie umso gefährlicher!
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