REUTERSDer Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...829062,00.html
Welcher stolzer Franzose lässt sich schon von einer Deutschen (z. B. Merkel)in den Wahlkampf reinpfuschen?! Deutsche sollten sich nicht so sehr über andere Länder wie die Schweiz (Schweizer Justizsystem) und Südeuropa (deutsche krankhafte Sparzwänge) aufspielen! Das wäre doch ziemlich bedauerlich wenn Deutsche dann ein Dejavu ihrer eher unrühmlichen Vergangenheit miterleben müssten! Die Kinder und Enkel der Deutschen hätten es dann auszubaden! Deutsche haben sich nicht in die Belange anderer Länder einzumischen und dazu gehören eben nun mal Sarkozys/Hollandes Wahlkampf!
Da gibt es nicht viel zu gewinnen.
Hollande dürfte 80 % der Linken Stimmen einschl. der Grünen auf sich vereinen. Die 50 % der Le Pen Stimmen braucht er kaum noch.
Dass 20 % LePen gewählt haben zeigt aber auch klar, dass ( was der Spiegel nicht sagen mag ) ein großer Teil der Franzosen, wie die Deutschen die Entrechtung und Demonetisierung durch die EU endgültig ablehnen.
Es stehen uns nicht nur wegen der Wahl, sondern auch wegen der schwierigen Verhältnisse in Spanien, Griechenland, Italien und Portugal schwere Zeiten bevor.
Wird der Hosenanzug mit Hollande einen gemeinsamen Weg finden ohne dass die Investoren die Staatsanleihen abstoßen?
Es sieht momentan nicht danach aus.
"Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. " - klar doch wenn Sarkozy, die Rechte und die Liberalen bereits ca. 60% der Stimmen auf sich vereinen. Die hochgejubelten sozialistischen Traumtaenzer, Linke und Gruenen sind 40%. Also auf was sind "die Franzosen" wirklich sauer ? Mal rechnen bitte, Genossen !
Hat sich Hollande bei Merkel eigentlich schon für die Wahlkampfunterstützung bedankt ?
Der Vorsprung von Hollande ist doch sehr klein.Es ist bei weitem nicht alles ausgezählt.Erst danach kann es ein Ergebnis geben.
Mit bei dem knappen Ergebnis wird es nämlich eng für Hollande,weil die FN (also die Rechten), die es auf fast 20% gebracht haben, dann eher den Giftzwerg wählt, der gegen seine Ausländer wettert, als den Linken.
Hollande(27.7%) hat also deutlich mehr als Sarkozy(26.6%) ?
Ich würde eher sagen, das ist verdammt knapp.
Im Übrigen meine ich, daß das konservative Lager (Sarko, Bayrou, Frau LePen) reichlich 5% mehr hat als die Linken.
Irgendwie komisch, daß das dem klar unparteiischen Journalisten nicht aufgefallen ist.
Zitat: "Er hat fast 30 Prozent der Stimmen erhalten, deutlich mehr als der amtierende Präsident Nicolas Sarkozy."
Da war wohl wieder der Wunsch Vater des Gedanken....deutlich mehr, hihi, gerade mal 1%.
Für uns Demokraten ist es ein gutes Ergebnis, weil sich die Franzosen, als wichtiges Volk der Eu (jaja, wichtig sind alle, aber nicht groß genug um gehört zu werden), langsam auch angewidert von derer Schulmeisterei abwenden und die Entrechtung der Nationalstaaten einfach nicht mehr ertragen wollen. Leider gibt es in Deutschland statt der FN die Piraten, die zwar auch eine Protestpartei sind, aber halt links der Mitte und somit Europaergeben.
Es gehört schon einiges an ideologischer Verblendung dazu, eine Frau Le Pen mit ihrer menschenverachtenden, rassistischen Hetze und Hassverbreitung als "Rechtspopulistin"
in einem Atemzug mit Jean-Luc Mélenchon als angeblichem "Linkspopulisten" zu nennen, der gerade für eine Bewegung im Interesse der überwältigenden Mehrheit der lohnabhängigen Bevölkerung und gegen die herrschenden Gewaltverhältnisse und jede Form von Menschenfeindlichkeit steht.
Die "Extremismus"ideologie muss aber auch dringend weiter propagiert werden, sonst sind es angesichts der sich weiter vertiefenden kapitalistischen Überakkumulationskrise, tendenziell weiter fallender Profitraten und daraus folgender und ebenso schnell wieder platzender Finanzspekulationsblasen bald nicht nur 120.000 Menschen - wie beim "Sturm auf die Bastille" im Wahlkampf Mélenchons - die im Interesse der Lohnabhängigen, gegen menschenverachtende Ausbeutungs- und Herrschaftsverhältnisse, in Richtung der Paläste ziehen.