Forum


 

Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl

REUTERSDer Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829062,00.html
  1. #40

    Wirklich?

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    wir brauchen in frankreich wie in Deutschland dringend eine Volksfront aus allen linken Kräften um eine Ausbeutung der Länder durch Banken und Konzerne Einhalt zu gebieten. Nur echte Sozialisten können wieder für soziale Gerechtigkeit in Europa sorgen...
    Haben "echte Sozialisten" wirklich je für soziale Gerechtigkeit gesorgt? Ist etwa die Agenda 2010 Hartz 4 etc. von der CDU erfunden worden? Haben die Kommunisten (sind ja auch eine Ausprägung der Roten) wirklich je die Interessen der Arbeitnehmer mitgenommen (die wirtschaftliche Rückstandigkeit der Oststaaten wurde ja wohl durch den Kommunisus verursacht)? Ich habe viel mehr den Eindruck, dass das "soziale Mäntelchen" nur ein Aufhänger ist, um Stimmen für andere Zielsetzungen zu sammeln, z.B. den Internationalismus und den Einweltstaat. Notabene gilt das auch für die Grünen. Die Grünen sind ja für Völkervermischung. Jeder, der aus einem wenig engwickelten Land nach Europa ankommt, verbraucht hier mehr Ressourcen als zuhause. Also müssten die Grünen konsequenterweise gegen Einwanderung nach Europa sein, wenn "grün" wirklich im Zentrum stehen würde.

    Die "Roten" haben schon vorgemacht, wie man eine grosse arme Unterschicht und eine kleine, sehr reiche Oberschicht organisiert (UdSSR). Der Kapitalismus macht nun das Gleiche auf anderem Weg. Das Resultat ist dasselbe.
  2. #41

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

    Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl - SPIEGEL ONLINE
    Na Frau BK Merkel, jetzt weißt Du, was Dich in 1,5 Jahren erwartet. Einen Glückwunsch an die Franzosen, was die GRÜNEN anbetrifft...., dass sollte hier auch mal passieren, aber wir haben ja die FDP, die (hoffentlich) unter 5% bleiben.

    Anscheinend haben die Franzosen von den ständigen Kürzungen und dem ständigen Hineinschmeißen von hauseigenen Finanzen in die EU auch die Nase voll. Richtig haben sie gemacht. Hut ab.

    In Deutschland werden 2013 wieder ein paar Steuermärchen erzählt, worauf der Michl dann wieder voll abfährt und nach der Wahl ist dann die Demenz bei den Politikern ausgebrochen und dann heißt es wieder: Das war vor der Wahl.....
  3. #42

    Die Kommentierung des Abschneidens von Le Pen macht mir Sorge. Etwas mehr als 18% der Franzosen haben für sie gestimmt und müssen sich schon wieder als eine Art "französischer Nazis" diffamieren lassen. Die gleiche Etikettierung durch deutsche Medien erfolgt bei den Erfolgen der SVP in der Schweiz, dem Fidesz in Ungarn und letztlich den Piraten im eigenen Land. Warum Menschen in diesen Demokratien so wählen, wie sie wählen, interessiert offenbar niemanden. Aus der Schweiz weiss ich zu berichten, daß viele ihre Stimmabgabe für die SVP als letzten Rettungsanker zur Wahrung Ur-Schweizer Interessen sehen, was durchaus etwas mit dem Zustand der Nation als ganzem zu tun hat. Nazis sind das nicht!!! Gleiches gilt nach meiner Beobachtung auch für Frankreich, insbesondere für den Süden des Landes.
  4. #43

    Wutwahl

    Zitat von harti1978 Beitrag anzeigen
    Für uns Demokraten ist es ein gutes Ergebnis, weil sich die Franzosen, als wichtiges Volk der Eu (jaja, wichtig sind alle, aber nicht groß genug um gehört zu werden), langsam auch angewidert von derer Schulmeisterei abwenden und die Entrechtung der Nationalstaaten einfach nicht mehr ertragen wollen.
    Das ist ein gutes Ergebnis für Demokraten und vielleicht so eine Art Blaupause für viele weitere Wahlen in der EU. Die Menschen sind es langsam leid von irgendwelchen "Eliten" bevormundet und übergangen zu werden, die offensichtlich nicht mal in der Lage sind, die Währung zu schützen. "Wutwahl" trifft es gut und das werden wir auch in Deutschland erleben. Schade nur, dass dabei der EU-Gedanke Schaden nehmen wird. Aber das, was die Mächtigen aus der an sich richtigen EU-Idee in ihrer Gier und Großmannsucht gemacht haben, darf so nicht weiter gehen.
  5. #44

    Saboteure statt Eliten

    Zitat von Oelteichscheich Beitrag anzeigen
    Noch ein kleiner Hinweis an deutsche Herrn! Vergesst eure geradezu deutschen Absichten eine eigene Familie zu gründen. Ihr braucht euch keine Frauen mehr zu suchen und euch mit der dann Kinder anschaffen, zu heiraten und der ganze lächerliche Kindergarten, denn das sind alte Kamellen aus dem 20. Jahrhundert! Im 21. Jahrhundert, habt ihr.....
    Was fuer ein kognitiver Nullbeitrag! Unser Problem sind doch nicht Griechen, Franzosen, Spanier, Italiener!
    Sondern unsere neoliberale Gueterumverteilung von unten nach oben, also wir selber.
    Europa waere eine Chance, zudem unsere einzige, unsere vitalen Interessen in der Welt zu buendeln.
    Kleinstaaterei hat sich ueberlebt, bietet den Finanzabzockern Hebel gegen uns.
    Unsere Politkomiker gehoeren verjagt, weil sie Europa mit Versagerentsendungen in zahnlose Funktionen sabotieren, statt Eliten dort einzusetzen. Sie wollen nicht, dass Europa intelligenter wird als seine strohdummen Regionalidioten.
    Und Sie wollen offenbar wieder die Regionalfuersterei reinstitutionalisieren.
  6. #45

    Alternativen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

    Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl - SPIEGEL ONLINE
    Was der deutsche Kommentar als "schockierend" beschreibt, ist Normalität in fast allen europäischen Staaten: Eine Partei rechts von der Mitte. Leider fehlt uns in Deutschland eine solche Partei als Alternative zur Mitte-Links-Machtkonzentration im Bundestag bislang.
  7. #46

    Was für eine Demokratie

    Zitat von Analogkäse Beitrag anzeigen
    Wieder typisch für politisch korrekte Deutsche: Das "Entsetzen" über die 20 % für LePen.--- Ganz normaler Vorgang in der Demokratie, dass eben auch nationale und nationalistische Denkweisen sich artikulieren. Das ist doch kein Weltuntergang!
    Le Pen ,Hollande oder Sarkozy sind keine Vertreter unterschiedlicherpolitischer Ansätze , sondern sie vertreten die Interessen der
    Reichen und der Banken .
    Die Maschine der Manipulation läuft bestens.
    Wer das nicht glaubt schaue nach Deutschland.
    Wenn ich hier einen abwertenden Bericht von 5 Minuten über die Opposition höre und das ist nun mal allein die
    Linke, bekomme ich 10 Stunden Säusel Bräusel über
    die FDP. Ich habe viel Zeit in Frankreich verbracht und warimmer wieder erstaunt , wie ähnlich die Menschen
    in Frankreich und Deutschland ticken.

    Die Spaltung und Ausbeutung der Gesellschaftdurch super Reiche , das ist der Analogkäse!
    Im Übrigen haben weder Deutsche noch Franzosenwas zu sagen , sondern der Euro läuft schönparallel zum Dollar in den Abgrund.

    Der Chef der Bild sitzt neben Warner Brothersam Tisch und kriegt seine Instruktionen!
  8. #47

    ...

    Zitat von Oelteichscheich Beitrag anzeigen
    Welcher stolzer Franzose lässt sich schon von einer Deutschen (z. B. Merkel)in den Wahlkampf reinpfuschen?! Deutsche sollten sich nicht so sehr über andere Länder wie die Schweiz (Schweizer Justizsystem) und Südeuropa (deutsche krankhafte Sparzwänge) aufspielen! Das wäre doch ziemlich bedauerlich wenn Deutsche dann ein Dejavu ihrer eher unrühmlichen Vergangenheit miterleben müssten! Die Kinder und Enkel der Deutschen hätten es dann auszubaden! Deutsche haben sich nicht in die Belange anderer Länder einzumischen und dazu gehören eben nun mal Sarkozys/Hollandes Wahlkampf!
    Das klingt aber ganz schön Nationalistisch, wir sind doch alle eine supertolle Europafamilie entsprechend gibt es keine Belänge die nicht miteinander verwoben sind...

    Ums kurz zu machen ich stimme ihnen zu, die Verpflechtung der EU muss zurückgedreht werden, denn was für Deutschland gilt, gilt auch auf Deutschland bezogen. Die Südeuropäer und Franzosen haben uns nicht in unsere Währungspolitik reinzureden, sondern sollen sich an die Verträge halten oder sie mit allen konsequenzen aufkündigen.
  9. #48

    Schicksal des Euros besiegelt

    Nicht Spanien oder Italien; nein - Frankreich besiegelt das Schicksal des Euros.
    Frankreich macht, wie es der britische Economist richtig schreibt, Realitätsverweigerung.

    Überall wird in Europa über Sparmassnahmen und Strukturreformen geredet, nur im französischen Wahlkampf nicht. Dort ist die Neuverschuldung nicht im Griff, die Arbeitslosigkeit hoch und die Wettbewerbsfähigkeit stark rückläufig. Rezepte dagegen? Fehlanzeige.
    Hoffnung auf Abschottung von der Konkurrenz und Schutz vor den Märkten von ganz links bis aussen rechts.

    Demzufolge kann man davon ausgehen, dass der Todesstoss für den Euro von Frankreich geführt wird. Wie von einem Geisteskranken, der sich seines Tuns kaum bewusst ist.
  10. #49

    Steuerzahler aufgepasst

    Zitat von Oelteichscheich Beitrag anzeigen

    Lasst euch nicht vom mit Merkel turtelnden Sarkozy hinters Licht führen! Mit Hollande als euren neuen Machthaber ist Bussi, Bussi, Küsschen, Küsschen mit Merkel ganz schnell vorbei!
    Jawoll.

    Mit Hollande kommen dann in ganz Europa die Steuererhöhungen auf die Agenda!
    Wenn´s gut gemacht wird warum nicht?
    Vieleicht wird´s dann auch was mit der Finanztransaktionssteuer.
    Weil auch Hollande kann nur mit Wasser kochen, bzw. braucht jede Menge Kohle.


TOP



TOP