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Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl

REUTERSDer Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829062,00.html
  1. #20

    Ich wuensche Hr. Hollande viel Glueck und viel Erfolg im zweiten Wahlgang damit er der neue Praesident in Frankreich wird! Denn dann werden endlich dieser unseelige "Spardoktrien" von Merkozy zu Grabe getragen!
    Und damit diese verheerende neoliberale und unsoziale Politik in der EU!! Und fuer Merkel waere es die richtige Antwort auf ihre Frechheit, sich so unverbluemt in den franzoesischen Wahlkampf einzumischen!
  2. #21

    Wie bitte?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

    Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl - SPIEGEL ONLINE
    Na, Herr von Rohr, dann definieren Sie doch bitte einmal das Wort "deutlich". Da ist bis jetzt überhaupt noch nichts entschieden bei 1% Differenz. Aber irgendwie muß ja etwas gewünschtes herbeigeschrieben werden; hoffentlich gibt das kein böses Erwachen für manche, die den Sarko am liebsten in der Versenkung sehen würden. Entscheident wird wohl sein, wo die 20% LePen hinwandern, wohl eher weniger zur PS ...
  3. #22

    Zitat von damoklesx Beitrag anzeigen
    Sehr treffende Überschrift. Le Pen sammelte massiv Wutbürgerstimmen ein. F ist nicht etwa nationalistisch geworden sondern einfach nur sehr verärgert über die Politik der letzten Jahre: Kaufkraftverlust, schrumpfender Mittelstand, Arbeitslosigkeit.
    Das Wutpotential ist in Deutschland kaum geringer. So deute ich die Erfolge der "Piraten".
    Ob man zweifelhalft organisierte Nerds wählt, die immerhin für ein freiheitliches Internet stehen, einfach weil sonst keine brauchbare werteliberale Partei da ist, oder Nationalisten, die mehr oder weniger Unverblühmt einen wirtschaftlichen Isolationismus und Xenophobie propagieren, ist aber schon ein beträchtlicher Unterschied.
  4. #23

    Typischer Fehler politversessener Ideologen!

    Zitat von warndtbewohner Beitrag anzeigen
    wir brauchen in frankreich wie in Deutschland dringend eine Volksfront aus allen linken Kräften um eine Ausbeutung der Länder durch Banken und Konzerne Einhalt zu gebieten. Nur echte Sozialisten können wieder für soziale Gerechtigkeit in Europa sorgen...
    Sie sehen eine "Linksfront" aus Kräften mit sehr verschiedenen Interessen. "Links" und "Rechts" beidseits zusammenzählen ist völliger Unsinn.

    Eine von Ihnen erträumte neue Volksfrontregierung hätte keine 6 Monate, bis sie auf den Knien rutschend in Richtung internationale Investoren herankriechen müsste.
    Viele Linke faseln seit Monaten von "Zockern" und "Bankstern", die sich an der unglücklich in Not geratenen Jungfrau Europa vergehen.
    Spass beiseite. Ohne eine gesunde Wirtschaft läuft Politik nicht lange. Wenn Links von "Wachstum" träumt und gleichzeitig geldgierig Steuern ins Obszöne anheben möchte, so ist dies ein Anachronismus, der sich in der Realität ziemlich schnell in Schall und Rauch auflöst.

    Natürlich kann man dies abtun mit "In den Klauen des Kapitals" oder ähnlichen verstaubten marxistischen Phrasen.
    In Tat und Wahrheit stehen viele anständige Investoren (die trotz allem Unbill immer noch beträchtliche Mengen an Staatsanleihen halten) mit der Türklinke in der Hand am Ausgang der Ballsäle Spaniens, Frankreichs und Italien.
  5. #24

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Ausgang des ersten Wahlgangs in Frankreichs ist ein Signal des Protests. Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.

    Präsidenten-Abstimmung in Frankreich: Die Wutwahl - SPIEGEL ONLINE
    Hallo,

    gut das UNS hier in D nicht passieren kann weil wir gar keine oder nur ganz wenige linke realisten noch haben. Bin mal gespannt wohin uns dieser rechts politische trend seit den 80igern noch bringt.
  6. #25

    Nichts einfacher als dies

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Heer der Enttäuschten muss Francois Hollande nun im zweiten Wahlgang für sich gewinnen.
    Was Sarkozy schadete, war nicht in erster Linie sein Handling der Krise - das hat er zusammen mit Merkel recht günstig für Frankreich hingekriegt, wenngleich viele das System, dem er so Geld in den Rachen schob, ungerecht heißen mögen; es war vor allem das ständige Zurschaustellen der - eigentlich recht beliebten - Deutschen als Vorbild, ein gefühltes In-den-Hintern-Kriechen gegenüber dem östlichen Nachbarn, sowie die bereitwillige Abgabe von nationaler Souveränität an EU-Institutionen. Beides stärkt alle anderen Kräfte, und deshalb rechne ich fest damit, dass nicht nur die Linken Hollande näherstehen, sondern eben auch die Rechten in der Stichwahl zum Teil eher für Hollande stimmen werden als für Sarkozy. Ein rechts-linker Schulterschluss für staatliche Souveränität und gegen das derzeitige bankenzentrierte Wirtschaftssystem.

    Wenn die EU nicht bald gegensteuert, wird sie die Wirtschaftskrise nicht lange überleben. Eben weil sie auf eine Fortsetzung des behäbigen Status Quo gerade in wirtschaftlicher Hinsicht bedacht ist. Sie muss ihr Selbstverständnis als supranationale Organisation bis auf Weiteres beerdigen und bodenständiger, vermittelnder werden. Andernfalls treibt sie - indirekt - einen Keil zwischen die europäischen Bevölkerungen.
  7. #26

    Titel

    Die NZZ betitelt ihren Bericht über die französischen Wahlergebnisse folgendermaßen:

    Rennen um französische Präsidentschaft bleibt offen
    Rückenwind für Hollande nach der ersten Wahlrunde – Gutes Resultat für Le Pen
    Das ist eine seriöse Überschrift. Warum ist man beim Spiegel dazu nicht mehr in der Lage? Und warum ist man beim Spiegel generell zu einer sachlichen Berichterstattung nicht mehr in der Lage?
  8. #27

    Was ist schon rechts und links?

    Man muss einfach begreifen, dass die französischen im Vergleich zu den deutschen Parteien deutlich weiter links sind auch wenn sie sich konservativ nennen. Die konservativen republikanischen Grundwerte Liberté Égalité Fraternité sind übersetzt nichts anderes wie die Grundwerte der SPD: Freiheit Gerechtigkeit Solidarität. Also UMP=SPD, PS=Die Linke und Front de Gauche=wäre in Deutschland wegen Verfassungsfeindlichkeit verboten.
    Eine Marine Le Pen hat hinsichtlich Einwanderung und Ausländer Positionen, wie man sie aus konservativen Flügeln der CDU/CSU kennt - angereichert mit Antikapitalismus, Eurokritik und einer Prise Humor.

    Wenn Sarkozy Francois Bayrou als Premierminister vorschlägt, sind ihm im Vergleich zu den Umfragen weitere 5% sicher, darüber hinaus kann ein geschickter Wahlkampf "entre les deux tours" nochmal 2% zusätzlich bedeuten. Wie heißt dann der neue Präsident?
  9. #28

    Deutschland muss raus aus dem Euro!

    Zitat von Oelteichscheich Beitrag anzeigen
    Welcher stolzer Franzose lässt sich schon von einer Deutschen (z. B. Merkel)in den Wahlkampf reinpfuschen?! Deutsche sollten sich nicht so sehr über andere Länder wie die Schweiz (Schweizer Justizsystem) und Südeuropa (deutsche krankhafte Sparzwänge) aufspielen! Das wäre doch ziemlich bedauerlich wenn Deutsche dann ein Dejavu ihrer eher unrühmlichen Vergangenheit miterleben müssten! Die Kinder und Enkel der Deutschen hätten es dann auszubaden! Deutsche haben sich nicht in die Belange anderer Länder einzumischen und dazu gehören eben nun mal Sarkozys/Hollandes Wahlkampf!
    Stolz genug, um das Geld der Deutschen anzunehmen, sind sich aber weder Franzosen noch die anderen Südeuropäer. Wer auf Kosten der Deutschen lebt, sollte sich über deren Einmischungsversuche nicht wundern. Leider sind Merkel und Schäuble jedoch keine Deutschen mit Rückgrat.
  10. #29

    Zitat von diefreiheitdermeinung Beitrag anzeigen
    "Die Franzosen sind frustriert über den Zustand des Landes und wütend auf ihren Staatschef Nicolas Sarkozy. " - klar doch wenn Sarkozy, die Rechte und die Liberalen bereits ca. 60% der Stimmen auf sich vereinen. Die hochgejubelten sozialistischen Traumtaenzer, Linke und Gruenen sind 40%. Also auf was sind "die Franzosen" wirklich sauer ? Mal rechnen bitte, Genossen !
    Sie haben recht wenig Ahnung von der französischen Politik.
    Es lässt sich nicht einfach so zusammen zählen. Unter den FN-Wähler gibt es genug, die Sarkozy nicht wählen werden. Den ersten Umfragen nach, sollten es ungefähr nur 40% sein die sich für den ausscheidenden Präsidenten entscheiden.
    1981 und 1988 summierten sich die Stimmen von Links auf ungefähr gleichem Niveau beim ersten Wahlgang.
    Es ist aber das erste Mal, dass der Kandidat der noch Präsident ist, es nicht schafft an erster Stelle in die zweite Runde zu gehen.
    Prognose für das End-Ergebnis ist zwischen 54 und 56 % für Hollande in zwei Wochen.
    Worauf die Franzosen sind ? Zum Ersten auf diesen liberalen Einheits-Brei, den man uns als einzige Lösung für unsere Zukunft vorstellt, ohne auch nur einmal zu versuchen sich kritisch damit zu befassen.








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