Präsident von Südsudan: "Sudan hat uns den Krieg erklärt"

DPASüdsudans Präsident Salva Kiir wirft Sudan vor, Krieg gegen sein Land zu führen. Trotz eines Appells von Uno-Chef Ban Ki Moon habe Khartums Armee die Bombardierung des Südens fortgesetzt. Im Streit um die Grenzziehung und die Verteilung des Öls ist eine schnelle Lösung nicht in Sicht.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...829457,00.html
  1. #1

    in erster Linie um eine ethnische Säuberung durch Islamisten handelt (wie in Nigeria werden auch im Sudan Christen in ihren Kirchen angegriffen), wird mal wieder politisch korrekt verschwiegen.
  2. #2

    Zitat von hirnbenutzer Beitrag anzeigen
    in erster Linie um eine ethnische Säuberung durch Islamisten handelt (wie in Nigeria werden auch im Sudan Christen in ihren Kirchen angegriffen), wird mal wieder politisch korrekt verschwiegen.
    Auch in dieser Region leider wieder die übliche explosive Mischung aus Staatsreligion, Bodenschätzen, Clans, Warlords und ungeklärten Grenzverläufen.
  3. #3

    Sudan, from hell...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Südsudans Präsident Salva Kiir wirft Sudan vor, Krieg gegen sein Land zu führen. Trotz eines Appells von Uno-Chef Ban Ki Moon habe Khartums Armee die Bombardierung des Südens fortgesetzt. Im Streit um die Grenzziehung und die Verteilung des Öls ist eine schnelle Lösung nicht in Sicht.

    Präsident von Südsudan: "Sudan hat uns den Krieg erklärt" - SPIEGEL ONLINE
    Es bewahrheitet sich mal wieder daß neue Staaten nur bedingt dazu geeignet sind ethnische Konflikte zu lösen. Der vormalige Staat Sudan mag von einem bösen Diktator beherrscht sein. Allerdings liefert sich der(die) Machthaber im Süden mit ihm ein Kopf an Kopf Rennen...
    Eine interessante Meinung...
    Der bewaffnete Kampf gegen den Norden ist die einzige Daseinsberechtigung der SPLM. Etwa 350.000 Barrel Öl hatte sie jeden Tag fördern lassen. Eigentlich genug, um davon für ein Acht-Millionen-Volk Schulen, Straßen und Krankenhäuser zu bauen. Aber den Versuch, einen Staat aufzubauen, dürfen andere unternehmen. Jeweils 300 Millionen Euro zahlen die EU und Amerika dafür allein bis 2013, viele Dutzend privater Hilfsorganisationen im Schlepptau. Von Tag eins an hingen die Südsudanesen am Tropf. Die Helferarmada ließ ihnen keine andere Chance. Das zementiert wiederum die Macht der SPLM. Und solange die herrscht, wird es weiter Krieg geben.
    Sudan und Südsudan: Der Krieg ums Öl - Ausland - FAZ
    Was hat man im Süden erreicht...?
    Es ist ein schwieriges Unterfangen wenn eine Rebellenarmee die Waffen an den Nagel hängen und auf einmal regieren soll. Es ist auch unzumutbar wenn man auf (westliche) Hilfe hofft und gleichzeitig, nur um dem Gegner zu schaden, auf eigene Einnahmen verzichtet. Es gibt keinen Frieden. Un zuletzt; Christentum lassen wir in dieser Weltgegend lieber bleiben; das ist dort eine hauchdünne Patina. Wichtig sind Stämme, Clans und natürlich das Geld...

    Schian Gruaß...
  4. #4

    Zitat von hirnbenutzer Beitrag anzeigen
    in erster Linie um eine ethnische Säuberung durch Islamisten handelt (wie in Nigeria werden auch im Sudan Christen in ihren Kirchen angegriffen), wird mal wieder politisch korrekt verschwiegen.
    Sie bringen hier einiges durcheinander. Die Anschläge gegen Christen werden von kriminellen Extremisten im Inneren des Sudan verübt, der im Artikel beschriebene Konflikt ist ein nun zwischenstaatlicher, der sich vor allem um eine ölreiche Region dreht.
  5. #5

    Zitat von hirnbenutzer Beitrag anzeigen
    in erster Linie um eine ethnische Säuberung durch Islamisten handelt (wie in Nigeria werden auch im Sudan Christen in ihren Kirchen angegriffen), wird mal wieder politisch korrekt verschwiegen.
    Danke für Ihren korrekten Beitrag!

    Ich sah letztens eine interessante Dokumentation über den Sudan und die Unterdrückung von Christen im Land.
    Der Krieg begang nicht, weil Araber in den schwarzafrikanischen Sudan eingedrungen sind, auch nicht, als sie das Land besetzt haben, auch nicht, als sie alles der arabischen Regierung in Kartoum unterworfen haben, nicht einmal, als sie im äußerten Süden Ölfirmen platziert, Land und Leute ausgebeutet und den gesamten Gewinn in den auf einmal arabischen Norden transferiert haben, sondern als die Araber versuchten alle Schwarzafrikaner zwangszuislamisieren!
    Heute redet al Baschir in aller Öffentlichkeit davon das Land der Scharia zu unterwerfen und von Andersreligiösen ehtnisch zu säubern! Schon heute haben Christen im Sudan keine Rechte mehr, sind der Hetze von Staat, Hasspredigern, Gesellschaft und Sicherheitsapparaten ausgeliefert und Verbrechen an ihnen werden meistens nicht einmal verfolgt.
    Diesen Konflikt haben die Muslime mit ihrer grenzenlosen Intoleranz und maßlosen Verbrechen begonnen, der im Völkermord an den Christen im Sudan geendet ist. Solche Verbrechen zu verschweigen nennt man in Europa "politisch korrekt". Ich erinnere an das Gesetz in Frankreich gegen die Leugnung des Völkermords an die Armeniern...
  6. #6

    Das ganze Unheil hätte vermieden werden können, wenn die Engländer, anstatt ihre Kolonien in die Unabhängigkeit zu entlassen, sich vorher ein paar Gedanken gemacht hätten; denn von ihrem Aufbau her gleichen Staaten wie Nigeria oder der Sudan einer Zwangsvereinigung des mittelalterlichen Iberiens und sowenig wie Spanier und Maurern es vermocht hätten in einem Staat zu leben, so wenig vermögen es in Nigeria und dem Sudan die Christen und Mohammedaner; hinzu kommen noch ältere Stammesfehden. Was die Engländer mit einem Federstrich, ganz so wie in Indien, hätten tun können, hat im Sudan jahrzehntelangen Krieg und Millionen von Toten gefordert; und weiß Eris, die Göttin der Zwietracht, ihren goldenen Zankapfel, in Form reicher Ölvorkommen, unmittelbar auf die umstrittene Grenze der beiden Staaten geworfen hat, so wird nun aus dem Bürgerkrieg ein Krieg werden; und die Wichtigkeit des Öles dürfte diesen lange und blutig werden lassen und schon der Bürgerkrieg stand lange unentschieden...