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Prämierte*Plakate: Liebe und andere Ungereimtheiten

Reißen sich junge Menschen beim leidenschaftlichen Studieren sprichwörtlich das Herz raus* - oder ist mit dem Bachelor die Liebe zum Lernen endgültig gestorben? Das Deutsche Studentenwerk fragte Design-Studenten nach großen Gefühlen und*erfuhr einiges über den studentischen Eros.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...769499,00.html
  1. #1

    tja

    Dass "die Liebe zum Lernen" endgültig gestorben ist, hat weniger mit dem Bachelor als allgemein mit den Bedingungen an den Unis zu tun (zu anonym, zu überlaufen, ...)

    "So frei wie früher studiert es sich nicht mehr."

    Wo aber der große Stress beim beim Bachelor sein soll, muss mir auch mal einer zeigen. Den Stundenplan stellt man sich immer noch selbst zusammen und wenn es in 6 Semestern nichts wird, dann eben in 7 oder 8. Die Uni beschwert sich da jedenfalls nicht.
  2. #2

    Keine Ahnung

    Zitat von flyyy Beitrag anzeigen
    Dass "die Liebe zum Lernen" endgültig gestorben ist, hat weniger mit dem Bachelor als allgemein mit den Bedingungen an den Unis zu tun (zu anonym, zu überlaufen, ...)

    "So frei wie früher studiert es sich nicht mehr."

    Wo aber der große Stress beim beim Bachelor sein soll, muss mir auch mal einer zeigen. Den Stundenplan stellt man sich immer noch selbst zusammen und wenn es in 6 Semestern nichts wird, dann eben in 7 oder 8. Die Uni beschwert sich da jedenfalls nicht.
    Sie mein Herr, oder meine Dame, haben leider keine Ahnung. Ich weiß natürlich nicht wie es in den Geisteswissenschaften genau mit dem Bachelor-System aussieht, aber in den Naturwissenschaften ist es schon in gewisserweise stressig, wenn man 6-10 Klausuren in 2 Wochen schreiben muss und der Stoff sich in jedem Fach auf rund 1000 Seiten beläuft. Man kann sich da auch überhaupt nichts selber zusammenstellen. 98% des Studiums sind vorgegeben.
    Ach ja, da wäre auch noch der Masterzulassungsschnitt, den man erreichen muss, um weiterstudieren zu können. Mit dem Bachelor findet man nämlich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Job.
    Das heißt, dass man sich das ganze Semester abrackern muss, um die Klausuren überhaput zu bestehen. Den Schnitt hinzubekommen ist da eine ganz andere Geschichte. Mit dem einfach mal 2 Semester länger studieren ist da auch nicht getan.
    Sieht natürlich auch extrem gut aus, wenn man sich für eine Stelle bewirbt und 2 Semester länger studiert hat, als die anderen. Da steigen die Chancen auf die Stelle nicht unbedingt.
  3. #3

    Wie sieht das mit der Ahnung aus?

    Seltsam, ich habe nun viele Jahre an der Uni verbracht. Habe gelernt und gelehrt. Und wer 1000 Seiten als den zu lernenden Stoff angibt, der scheint wohl nicht in der Lage zu sein richtig und effizient zu lernen. Das hieße jeder Student wäre auf nahezu den kompletten Alberts, Stryer, Atkins, Tipler oder sonst was angewiesen. Wer so lernt schafft die Anforderungen auch nicht in 10 Semestern. Dazu diese ominösen 6-10 Klausuren in 2 Wochen. Wie glaubt seine Majestät denn sahen vor dem Bachelor die Stundenpläne, bzw. Klausurzeiten aus? Genauso... Sprich keine Änderung. Von mündlichen Prüfungen gar nichtt zu reden. Da heißt es eben lernen, nicht umsonst gelten die Naturwissenschaften als die schwersten. Dort gab es auch immer schon so genannte Siebklausuren, die auch die Qualität der fortgeschrittenen Studieren zu sichern haben. Je weniger, gute Studenten in höheren Semestern lernen, desto besser die Lehrmöglichkeiten.
    Die genannten 98%, die Richtigkeit lassen wir mal dahin gestellt, ist seit jeher gleich. Vergleicht man die anfänglichen 5 Semester der Diplomstudiengänge fällt schnell auf, dass dort die Wahlmöglichkeit auch eher gering war - die Anfänger müssen auch erstmal auf dasselbe Level gebracht werden. Erst dann beginnt die Spezialisierung.
    Jetzt wird nach 5 Semestern verstärkt gesiebt. Früher hatten schlechte Studenten die Möglichkeit auf ihrem niedrigem Niveau weiter zu studieren und Ressourcen zu beanspruchen. Mit dem Radikalschnitt, ist es möglich die Masterstudiengänge qualitativ aufzuwerten. Jeder hat ein Recht auf Bildung, aber niemand hat ein Recht auf hofierte unterdurchschnittliche Studienleistungen.
  4. #4

    nicht jammern

    Vor nicht allzu langer Zeit hat eine Untersuchung ergeben, dass die neuen Bachelorstudenten effektiv im Mittel gerade mal eine Stunde in der Woche mehr investieren, als ihre Diplom/Magisterkollegen.

    Ich bin seit kurzem Elektroingenieur (noch Diplom) und wir haben auch schon zu unserer zeit viel gejammert. Aber eigentlich war alles halb so schlimm. Und genau so ist es jetzt mit dem Bachelor/Master System: Ja, es ist hart, aber eigentlich gehts noch viel viel härter und die Studentenpartys sind genau so gut besucht wie vorher.

    Eine Lanze brechen muss ich noch für die Geisteswissenschaftler. Ich hab sie auch immer belächelt, bis ich eine Freundin hatte, die das ernsthaft betrieben hat. Da hab ich aufgehört zu lachen. Aus der Ferne kann man alles kleinreden.
  5. #5

    aaaarrrrrrrrgggggghhhhhhhhh

    ich kann diese ewigen anti bachelor/master artikel nicht mehr lesen. ob in faz, spiegel oder süddeutsche. alle schreiben das selbe und oft ist es so inhaltsleer wie der artikel mit der liebe.

    verstehe ich es richtig, dass wohl alle der ansicht zu sein scheinen, dass man als diplomstudent rumgammeln und lesen kann, während man als bachelor jeden tag lernt?

    so ein schwachsinn, weder die medizin noch die wirtschaftswissenschaften oder die germanistik ist durch eine umbenennung eines studiengangs neu erfunden worden.

    sucht euch ein neues thema, zum beispiel zu volle vorlesungen. ... und warum deutschland in keinem internationalen ranking eine uni in der top 10 hat.


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