Prämie für Eltern: Familienverband fordert 700 Euro Betreuungsgeld

REUTERSDie Koalition streitet erbittert über die "Herdprämie" - jetzt wirft der Deutsche Familienverband eine neue Forderung in den Ring: Das Betreuungsgeld müsse deutlich höher sein als geplant. Erziehungsarbeit sei schließlich gleichwertig mit Erwerbsarbeit

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...840704,00.html
  1. #60

    Zitat von Turin Beitrag anzeigen
    Selten so gelacht am frühen Morgen.
    Hat der Herr auch eine Notenpresse im Keller stehen? Bei dem Betrag bekomm ich auch 3 Kinder und höre auf zu arbeiten. lohnt sich ja dann nicht mehr.
    Oder besser noch: ich lass die von einer 1€-Kraft privat betreuen und geh zusätzlich noch halbtags arbeiten.

    Entschuldigen Sie bitte die Polemik, aber ich kann gerade nicht anders.
    Schade das sie nicht anders können. Jedenfalls hätten wir dann kein demographisches Problem mehr. Und ja - Kinder sind einen Gemeinschaftsaufgabe und kein Privatvergnügen.
  2. #61

    Richtig ...

    Zitat von Fünfeinhalb Beitrag anzeigen
    ...Die brauchen dann eigentlich doch auch keine staatlichen Almosen für die Kitaunterbringung ihrer Kinder, oder? Wollen wir das für die "Mehrleister" mitsamt dem Kindergeld nicht auch gleich steichen?
    Fände ich o.k.!
    ... genau so sieht es aus! Entweder ich kann mir ein Auto leisten, oder eben nicht. Aber leider ist es heutzutage so, dass keiner mehr nach den Grundregeln der Selbstverantwortung und dem Leistungsprinzip lebt. Gleiches recht für alle, richtig, aber nicht gleichen Lebensstandard für alle, egal was man leistet, denn das ist dann Sozialismus / Kommunismus!
  3. #62

    Zitat von gazettenberg Beitrag anzeigen
    ...
    Und die Reallöhne sinken, wenn der Staat immer mehr Transferleistungen wie das Betreuungsgeld zahlen muss.
    Reallöhne sinken dann, wenn der Staat den Löwenanteil der Kosten für die Kitaunterbringung aufstockt!
    Es ist absurd, wenn der Staat eine Kitabetreuerin dafür bezahlt, dass junge Eltern prekäre Arbeitsverhältnisse annehmen können und Arbeitgeber aus dem vollen Schöpfen können, weil ihnen mehr Arbeitskräfte zur Verfügung stehen, die sich gegenseitig Konkurrenz machen und somit die Löhne drücken!
  4. #63

    Zitat von fördeanwohner Beitrag anzeigen
    ..., dass in Deutschland nicht genügend Kinder geboren werden! Diese Forderung zeigt, wie unsere Gesellschaft tickt: "Kinder nur gegen Bares. Schließlich ist das Erziehen von Kindern auch Arbeit."
    Letzteres wird niemand bestreiten, es ist tatsächlich Arbeit. Allerdings wäre die Menschheit bereits ausgestorben, existierte diese Einstellung, dass sie ganz normal entlohnt werden sollte, schon länger.
    Ich stelle mir das gerade vor: Alle Menschen mit Kindern arbeiten gar nichts anderes und werden dafür so entlohnt wie Menschen ohne Kinder. Muss man wohl nicht weiterdenken.
    Eigentlich habe ich immer gedacht, Menschen setzen in der Regel Kinder in die Welt, weil sie selbst etwas davon haben. Und damit meine ich nicht Geld für Erziehungsarbeit!
    Heute ist es aber immer mehr so, das Kinder bekommen und erziehen ein Armutsrisiko darstellt - und das in einem so reichen Land wie Deutschland; wo niemand mehr weiss, wie all die Produkte und Dienstleitungen an den Mann/die Frau gebracht werden kann; das Geld nur noch fließt in Abhängigkeit von einem Erwerbseinkommen oder unter entwürdigenden Bedingungen. Das ist schon ein Problem - ich denke da an ein Erwerbsunabhängiges Einkommen und wer mag und kann verdient sich daziu was er/sie braucht.
    Und hole mir niemand die Keule "wer geht dann noch arbeiten" hraus - das ist durch viele Studien bereits wiederlegt, das dann alle nur noch Kinder kriegen und sich ansonsten auf die Faule haut legen würden.
  5. #64

    Arbeit ist nicht gleich Arbeit...

    und Erziehungsarbeit ist nicht gleich Erziehungsarbeit! Aber trotzdem sollen alle das gleiche bekommen, SO GEHT DAS NICHT!

    Ich meine hier muss es Unterschiede geben, so eine Art Bonussystem. Wer sein Kind den ganzen Tag vor den Fernseher setzt, also weitgehend passiv betreut, bekommt lediglich einen Grundbetrag. Boni gibt es dann für individuelle Zuwendung, beispielsweise für das Vorlesen eines Buches oder das Erzählen einer Geschichte usw. Auch Ernährung ist ein Qualitätsbereich der zu bewerten ist, wie auch religiöse Erziehung und Aufklärung.
    Dokumentiert wird das alles via Facebook per Selbstaufschreibung. Hier muss halt noch eine Schnittstelle zum Finanzamt programmiert werden. Wer nachweislich betrügt, muss mit Videoüberwachung rechnen!
  6. #65

    Wie jetzt?

    Zitat von C_K99 Beitrag anzeigen
    Wenn das Haus das Sie bauen, wenn es fertig ist, der Gesellschaft gehört. Warum nicht.... lol
    ... Das Kind gehört mir am Ende ja auch!
    Oder muss man dann irgendwann mal ein funktionierendes Kind beim Staat abliefern?
  7. #66

    Ich

    Ich würd einfach mal sagen, setzt nicht derart viele Kinder in die Welt sondern macht was sinnvolles, Leute. Dann müßt Ihr auch nicht rumammern, daß das Geld nicht reicht. Es gibt sieben Mrd. Menschen, da braucht nicht jeder meinen, die Welt warte ausgerechnet auf seinen Nachwuchs. Tut sie nicht, braucht niemand, und schon gar nicht den Nachwuchs derer, die von 700 Euro Wurfprämie am meisten profitieren würden, also die, von deren Kindern die Gesellschaft langfristig nichts hat außer zusätzlichen Kosten. Das mag hart klingen, ist aber richtig und muß auch in dieser Deutlichkeit gesagt werden. Und wer trotzdem ein Kind will, soll halt erst mal eins adoptieren, gibt wahrlich genug. Aber ich weiß, der Egoismus der Menschen ist so unausrottbar wie ihr kurzfristiges denken.
  8. #67

    Gegen subventionierte Krippen-/Kita-Plätze

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...jetzt wirft der Deutsche Familienverband eine neue Forderung in den Ring: Das Betreuungsgeld müsse deutlich höher sein als geplant.
    Wer die Idee ernst nimmt, dass Familien darüber entscheiden sollen, wie sie leben wollen, und nicht die allwissende staatliche Koalition von Sozialarbeitern, Pädagogen, Psychologen, Soziologen u.ä., der gibt den Familien die Unterstützung, die sie brauchen und lässt sie selbst entscheiden, ob sie die Kinder selbst- oder fremdbetreuen und welche Art der Fremdbetreuung sie wählen. Gleichzeitig muss der Rahmen so gesetzt sein, dass private kommerzielle und nichtkommerzielle Träger Krippen, Kitas oder andere Betreuungsformen anbieten können.

    Die Situation im Moment ist genau umgekehrt. Der Staat sagt de facto: "Wir wissen genau, was für euch gut ist. Und zwar für alle - welche individuellen Unterschiede ihr habt, ist uns egal. Wir nehmen euch allen Steuern weg, und wer tut, was wir, der Staat, wollen, dem geben wir es (abzüglich der Verwaltungskosten) als Sachleistung zurück. Wer sich für ein anderes Leben entscheidet, als wir wollen, wird eben finanziell bestraft - euer Pech." Und dieses Modell läuft noch darauf hinaus, den Eltern die Kinder für einen Großteil des Tages wegzunehmen.
    Ich bezweifle nicht den guten Willen der staatlichen Fürsorgebürokratie. Ihr handeln ist aber - wenn auch auf sanfte, scheinbar freundliche Weise - totalitär.
    Heutzutage braucht man schon viel Geld, nur um sich der staatlichen Bevormundung zu entziehen.
  9. #68

    Ein Einwurf bzgl KITA-Subvention vs Herdprämie möchte ich mal so machen:

    Die Mutter, die ihr Kind in die KITA gibt und damit Staatsgeld indirekt abgreift. Im Gegenzug geht sie aber auch arbeiten (dafür will sie ihr Kind ja in die KITA geben) und zahlt Lohnsteuer und zahlt in die Krankenversicherung ein, in der ihr Kind kostenlos mitfinanziert wird.

    Das wird kein Nullsummenspiel sein, aber es gleicht die Ebene etwas aus.


    Eine Mutter, die zu Hause bleibt und Betreuungsgeld haben will, will quasi die gleiche Subvention wie die KITA-Mama, allerdings ohne eine Gegenleistung zu erbringen.
  10. #69

    optional

    Hört sich irgendwie an, als ob die Regierung nach dem letzen Desaster ein Spinndoctor an die Sache gesetzt hat, der erst einmal ein paar extreme Verhandlungspositionen in den Raum werfen lässt.