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Prämie für Eltern : CDU-Politiker ruft Merkel zum Stopp des Betreuungsgeldes auf
dapdBeim Streit um das Betreuungsgeld werden die Fronten in der Union immer unversöhnlicher: Ein CDU-Abgeordneter verlangt von Kanzlerin Merkel, die Gesetzesinitiative dazu ganz zu stoppen. Die CSU wirft Gegnern der Prämie aus der Schwesterpartei "Rebellion gegen den Koalitionsvertrag" vor.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825147,00.html
- #50 02.04.2012 15:35 von
Meine Eltern
haben auch immer gearbeitet. Den ging es so wie Ihnen jedoch hatten wir das Glück ein Großelternteil in der Nähe zu haben und die anderen lebten zwar weiter Weg aber Besuchen fahren in den Ferien ging dann schon. Ich sehe das Betreuungsgeld zweiseitig. Familien, die sich die "one-income and 1.4 kids" schon vorher leisten konnten kassieren trotzdem das Betreuungsgeld. Die Kinder als Einkommensquelle sehen sehen einen weiteren Anreiz (denke aber nicht so stark) weiter Kinder zu bekommen, haben aber numerisch betrachtet einen größeren "Gewinn" bei der ganzen Sache. Schade das Anreize monetärer Art so schnell verpuffen. Eine eindeutige Infrastruktur (mehr Betreuung) wären mir und dem Fiskus wahrscheinlich lieber!
- #51 02.04.2012 15:38 von
- #52 02.04.2012 15:39 von
Familienmodelle 3 Versuch
Das Prinzip Babysitten impliziert nach meiner Auffassung Bezugsperson sein. Da Sie das anscheinend anders sehen, prallen wohl mehrere Definitionen zusammen. Ich denke durch die räumliche Distanz wird ein Abend/ bzw. Nachmittag mit Ihren Kleinen nicht möglich sein.
Entschuldigen Sie, weggeben klingt vielleicht so negativ. Aber es ist bei den Kleinen durchaus positiv. Die Mama/ der Papa kann in Ruhe Einkäufe erledigen oder andere Sachen machen wobei sich die Kleinen nur langweilen würden. Die haben ihren Spass auf dem Spielplatz, im Sommer im Schwimmbad oder woanders und danach freut sich das Kind auf nun entspannte Eltern weil alles geschafft ist und dann auch mehr Zeit für das Kind /die Kinder da ist.
Da Sie sich in Ihren vorigen Beiträgen nur zur Familie an sich geäußert haben, habe ich mal übespitzt das weitergegeben was eben ohne Freunde und Bekannte daraus wird.
Was ich persönlich sehr schade finde.
Womit sie mit ca 650 € Differenz numerisch betrachtet Recht haben. Aber es geht hier nicht nur um blanke Zahlen sondern auch um die antagonistische Art und Weise wie das Betreuungsgeld zu dem Konzept der Kitas steht. Ziel der Kitas ist es (ohne Wertung) die arbeitenden Mütter wieder "arbeitsfähig" zu machen.
Die Konfliktlinie liegt hier nicht zwischen arbeitender Mutter und arbeitender kinderlosen Frau. Die Konfliktline liegt zwischen Befürworterin (mit Kind) der Kitas und der Befürworterin (mit Kind) des Betreuungsgeldes . Die für den Ausbau der Kitas ist und gleichzeitig aber ein Modell mitfinanziert was sie nicht möchte. Das ist diskriminierend. Zumal der Bedarf der Kita-Plätze nach der Einführung des Betreuungsgeldes mit hoher Wahrscheinlicheit heruntergerechnet werden wird. So bleibt der Mangel an Kita-Plätzen der Gleiche auch wenn mehere Geringverdiener sich auf den Deal einlassen. Kostengünstiger ist das Modell auch nicht. Da die Steuereinnahmen der jeweiligen nicht-arbeitenden Frauen fehlen.
Best E. - #53 02.04.2012 15:42 von
Glücklich
bin ich z.B. darüber, dass ich nicht in Baiern aufwuchs, sondern im unglaublicherweise CDU/FDP!-regierten Kohlenpott. Und nicht Ihr Glücksverständnis habe; letzteres hoffentlich nicht aus kindergarden-Zeiten.
Und auf Geld für Heimbetreung verzichten könnte, wie mein "Alter". Nur fürs Eheweib würde ich nicht wie er Beiträge zur Rentenversichrung zahlen können. - #54 02.04.2012 15:45 von
Alte Eltern?
Wer Kinder hat, verzichtet ohnehin freiwillig auf viele materielle Dinge. Muss man nicht unbedingt betonen. Hier drängt sich mir aber der Eindruck auf: Haus und Auto vorhanden, Karriere auch schon erreicht. Aber nun fehlt etwas. Klar, da müssen nun auch Kinder zur eigenen Selbstverwirklichung her. Der Eindruck kann täuschen und ich kann falsch liegen. Aber auch schon mal daran gedacht, wie die Kinder es sehen, alte Eltern zu haben?
Dann liegt es aber an der Einstellung Ihrer Eltern zu Kindern. Mein Mann und ich haben es trotz beidiger voller Berufstätigkeit geschafft, eine gute Beziehung zu unseren Kindern (waren seit dem ersten Geburtstag in Krippe/Kindergarten, sind mittlerweile erwachsen) aufzubauen und zu erhalten. Bei Problemen sind wir nach wie vor meist Ansprechparner Nr. 1. Es kommt nicht darauf an, wieviel Zeit man theoretisch für die Kinder hat, sondern wie man die verfügbare Zeit mit den Kindern nutzt. Notfalls müssen Prioritäten gesetzt werden :-).
Manche Dinge können zu Gunsten der Kinder dann auch warten...
Wer zu Hause bleiben will, soll es machen. Das Geld ist aber besser in den Ausbau von Betreuungsmöglichkeiten angelegt, damit jeder, der möchte, auch sein Kind in eine Tagesstätte geben kann und die Möglichkeit zum Arbeiten hat, ohne schlechtes Gewissen. Gute Kindertagesstätten mit qualifiziertem Personal sind ein Gewinn für die Gesellschaft. Ohne solche Angebote gibt es keine wirkliche Wahlmöglichkeit...
Ich hatte nie als Mutter ein schlechtes Gewissen, dass meine Kinder in der Krippe/im Kindergarten waren, in der Grundschule auch im Hort. Ich wusste, sie waren dort gut aufgehoben. - #55 02.04.2012 15:55 von
Wie das Ding nun heißt, ist eigentlich egal, wird anscheinend sowieso von Bundesland zu Bundesland anders benannt (hoch lebe der Förderalismus!). Bei uns heißt es Krippe (1-3) bzw. Kindergarten (>3), Kita umfasst beides ;-). Es sollte um die Inhalte, d.h. um die Betreuung minderjähriger Kinder, gehen und um keine Wortklauberei...
- #56 02.04.2012 16:19 von
Nun Frau Hasselfeld
Wenn Ihnen die Anerkennung einer gesellschaftlichen Leistung wie Kindererziehung so sehr am Herzen liegt, dann könnten Sie sich angemessener und vor allem gerechter für die Angleichung der Kindererziehungszeiten in der Rentenanrechnung einsetzen.
Da haben nämlich die Mütter der bis 1992 geborenen Kinder keine geringere gesellschaftliche Leistung erbracht wie jene für danach geborene Kinder.
Unterschieden wird dennoch insofern, als für die "ältere" Leistung lediglich ein Jahr, für die "jüngere" drei Jahre rentensteigernd angerechnet wird.
Nicht zuletzt auch angesichts der Tatsache, dass erst seit 1975 staatl. Kindergeld gezahlt wird und es die Mütter der Nachkriegsjahre wesentlich schwerer hatten, ist dies eine sachlich nicht gerechtfertigte Ungleichbehandlung, ja Diskriminierung dieser Mütter.
Doch selbst für dieses eine Jahr mussten Frauen vor dem BVerG eine Regelung erkämpfen, die ihnen das Jahr kummulativ und anstatt mit nur 75 % mit 100 % der Durchschnittseinkommen anrechnet wird.
(Mit Beschlüssen vom 12.03.1996 hatte das BVerfG
die Regelungen über die Bewertung von Kindererziehungszeiten,
die mit Zeiten zusammentreffen, für die Pflicht- oder freiwillige
Beiträge gezahlt wurden, für verfassungswidrig erklärt.)
Es sind ja auch gerade diese Frauen/Mütter, die sich mit Armutsrenten begnügen müssen.
Es graust den Steuerzahler, für welche polit. Fehlentscheidungen (einer CSU-Klientel- und Machtpolitik) er berappen muss. - #57 02.04.2012 16:45 von
Wo
steht denn geschrieben, dass Sie "dieser Republik" ihr Kleinkind anvertrauen sollen?
Was hat ein "Schreien nach Kitaplätzen" mit der Bezeichnung "Bananenrepublik" und wie stellen Sie mit (den gleichen) Beiden einen Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld her?
Niemand nimmt Ihnen oder sonstwem die freie Wahl der Entscheidung.
Nur soll diese freie Entscheidung auch nicht durch ein Betreuungsgeld beeinflusst werden.
(Aber vielleicht würden Sie ja auch gar kein Betreuungsgeld nehmen wollen.)
Dass dies auch häufig als Mitnahmeeffekt der Fall sein und ansonsten mit dem Geld auch eine Klientel bedient wird, die dgl. Sozialleistungen nicht bedarf, woanders das Geld nötiger und sinnvoller einzusetzen wäre (z.B. für mehr KiTa-Plätze und Ganztagsschulen), steht wohl mehrheitlich fest. - #58 02.04.2012 17:00 von
Als Selbstverwirklichung ist es in der heutigen Zeit eher anzusehen, wenn sich eine Mutter entschließt, ihren Beruf aufzugeben, um sich nur noch um Kinder und Haushalt zu kümmern.
Diese Lebensform gibt es erst seit vergleichsweise sehr kurzer Zeit. In den Jahrhunderten davor wurden die Kinder mit auf's Feld genommen, von ein wenig älteren Geschwistern betreut, von irgendwem aus der Großfamilien, der gerade während seiner Arbeit ein wenig darauf schauen konnte, oder auch gar nicht. Die Erwachsenen waren damit beschäftigt, die nächste Mahlzeit zu erarbeiten. Wie haben die Familien und Kinder damals nur überlebt?
Selbst ein geradezu spartanisches Leben ist heute keine Garantie mehr dafür, mit einem Einkommen auskommen zu können. Die Löhne sinken immer mehr und die Lebenshaltung wird gleichzeitig immer teurer. Wir werden es noch erleben, dass eine solche Lebensform wie eine Hausfrauen-Ehe ein Luxus ist, den sich nur noch (wirklich) Reiche leisten können. Dann werden auch die Verfechter dieser Lebensform händeringend nach Betreuungsplätzen rufen.
Wenn Sie Ihr bevorzugtes Lebensmodell erhalten wollen und dieses auch weiterhin als das übliche Lebensmodell sehen wollen, sollten Sie sofort damit anfangen, sich sehr engagiert für Lohnsteigerungen und wieder verbesserte Arbeitsbedingungen einzusetzen. Sonst ist die Hausfrauen-Ehe schon bald nur noch eine Erinnerung an viel bessere Zeiten, die Ihnen Ihre Enkel schon nicht mehr glauben werden. - #59 02.04.2012 17:25 von
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