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Präimplantationsdiagnostik: Die Gewissensfrage

Wann beginnt das menschliche Leben? Und welches Leben ist lebenswert? Der Bundestag entscheidet, ob Präimplantationsdiagnostik erlaubt werden soll. Die Mutter eines gesunden und die eines behinderten Kindes haben sich längst entschieden. Zwei Antworten auf eine sehr persönliche Frage.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...772826,00.html
  1. #30

    .

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Nach übereinstimmender Meinung der in der Ethikkommission versammelten Mediziner, Biologen und sonstigen Wissenschaftler wird bei der PID menschliches Leben vernichtet.
    Das Leben wird ohne PID genauso vernichtet, denn von den befruchteten Eiern kommt nur ein einziges zum Leben, wenn überhaupt. Die Erfolgsquote liegt bei sagenhaften 25% - und nun? Mit andern Worten: sie wollen den mündigen Bürger mit billigen Täuschungsmanövern entmündigen.
  2. #31

    Zustimmung

    Zitat von L.Dombrowski Beitrag anzeigen
    ... Es ist doch einfach schwer vorstellbar, dass man gegen PID sein kann, aber für die Abtreibung. Das wäre irrational und würde Eltern mit diagnostizierten Erbkrankheiten in ein moralisches Dilemma stürzen. ...
    Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Das ist noch ein gewichtiges Zusatzargument. Wer für die Abtreibung eines geschädigten Fötus ist, der muss erst Recht für die Nicht-Implantation einer geschädigten befruchteten Eizelle seien.
  3. #32

    Meinungen ...

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Nach übereinstimmender Meinung der in der Ethikkommission versammelten Mediziner, Biologen und sonstigen Wissenschaftler wird bei der PID menschliches Leben vernichtet. Das hat man in Deutschland nicht so gerne. Und nun?
    Ich kuerze den Beitrag mal auf den relevanten Teil: "Nach übereinstimmender Meinung " - weiter braucht man nicht lesen. Meinung. Nichts anderes. Meinungen gibt es viele, warum ist die von Biologen, Medizinern und sonstigen "Berufenen" irgendwie relevanter als die Meinung anderer? Weil die Politik das so entschieden hat? Weil es Ihnen ins Schema passt?
    Wer die PID verbieten will ist schlicht und einfach grausam und unmenschlich. Er will anderen Menschen moegliches Leid aufzwingen, um seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Die PID ist ihm dabei nur das Mittel der Wahl, auch jedes andere waere recht. Und waere es noch so grausam fuer die Betroffenen, solche Leute wuerden nicht weichen - Hauptsache andere halten sich am Ende an ihre Vorstellungen.
  4. #33

    Moralisch Fragwürdig

    Zitat von jüttemann Beitrag anzeigen
    Ganz einfach: Nach übereinstimmender Meinung der in der Ethikkommission versammelten Mediziner, Biologen und sonstigen Wissenschaftler wird bei der PID menschliches Leben vernichtet. Das hat man in Deutschland nicht so gerne. Und nun?
    Ist es Ethisch besser, Eltern ein behindertes evtl. so schwer geschädigtes Kind zuzumuten, welches dann sein Leben lang auf seine Eltern - bzw. wenn diese den druck nicht meistern, auf professionelle Pflegekräfte -angewiesen sind? Dazu kommen noch genetische Defekte die das Leben des Neugeborenen stark verkürzen können.
    Es klingt für mich weder logisch noch moralisch zu sagen, wir belasten die Eltern mit einem behinderten oder sterbendem Kind als ihnen noch vor der Geburt zu helfen, ein gesundes Kind mit einer guten Lebenserwartung zu bekommen.

    Zitat von Frank Miskar Beitrag anzeigen
    Das Problem an dieser Sache ist die eben die Machtfrage.

    Die römischen Katholiken behaupten, so wie einige andere Strenggläubige auch, dass dies alles "Gott" vorbehalten sein muss; sie selbst glauben aber ganz genau zu wissen was dieser "Gott" will und versuchen "Gottes Willen" allen Menschen per Strafandrohung aufzuzwingen.

    Durchsetzung katholischer Moral per Strafgesetzbuch. Durchsetzung katholischen Moraldiktates per Strafgesetzbuch. Darauf läufts hinaus.

    Und dann polemisieren "Christen" gegen die islamische Scharia. Wir haben längst die katholische Scharia im Lande. Achten wir darauf, dass die Meisners, Mixas und Launs nicht noch mehr, nicht demokratisch legitimierte, Macht bekommen.
    Selbst laut der Bibel ist der Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen worden und sollte deshalb auch seine Befugnisse haben. Das sich Christen so vehement gegen den Fortschritt wehren ist ihre Sache, aber in einem Staat indem Staat und Kirche getrennt sind, sollte man auf so etwas keine Rücksicht nehmen.
  5. #34

    Wieso

    Zitat von Grosskotz Beitrag anzeigen
    unter anderem - in einer gesellschaftlichen Isolation. Niemand besucht einen und das Kind kann man auch nirgendwohin mitnehmen. Man ist in seiner Familie gefangen.
    "Mongies" wohl kaum, eher "Downies". "Mongo" oder "Mongoloid" sind schon sehr abwertende Worte. Warum man die Jungs und Mädels aber nirgendwo mit hinnehmen kann ist mir schleierhaft, es sei denn die Eltern schämen sich für das Kind, aber das ist ein Problem der Eltern, nicht der Kinder.

    @Irgendweg kreidete mir an, dass ich PID nutzen würde und das PID KEINE Garantie sei ein behinderungfreies Kind zu bekommen. Was anderes habe ich auch nicht geschrieben.
  6. #35

    Regeln für alle, nicht für einen

    Existenzielle Fragen wie die PID bedürfen einer gesetzlichen Regelung. Hierbei kommt es jedoch nicht nur auf die Einhaltung der Rechtsnormen an, sondern es sind vor allem subjektive Bewertungen gefragt. Zu diesem Zweck bräuchten wir Menschen, die ihre Entscheidungsorientierung aus den verschiedensten Quellen beziehen und sich ihrer Verantwortung für das Wohl der Allgemeinheit bewusst sind.
  7. #36

    ...

    Zitat von Sloopy Beitrag anzeigen
    Schade für zig Millionen Behinderte, die keine Menschenwürde und damit kein Recht auf Leben besitzen, was?
    Benutzen Sie doch erstmal ihr eigenes Gehirn, bevor Sie über diejenigen anderer Menschen urteilen. Danke.
    Sie überinterpretieren hier bei weitem. Womöglich aus Mangel an Sachverstand? Die wenigsten Behinderungen oder Gendefekte die das potentielle Leben unmöglich machen/stark behindern lassen sich mittels einer PID nachweisen. Ein paar Dutzend Defekte, das war es aber auch schon.
    Der Großteil entsteht immer noch durch Zellteilungsfehler oder Giftstoffe im Mutterleib (zb. Alkohol). Bei Behinderungen kommen noch Krankheitserreger oder Unfälle hinzu. Auf all dies hat eine PID keinen Einfluss.

    Wo sie da das vermeintliche unwerte Leben Behinderter sehen wollen erschließt sich mir nicht und ist immer noch realitätsfern. Außerdem gehört es mit zu den natürlichsten Wünschen einer Mutter überhaupt zu wollen, dass ihr Kind ein Leben ohne große Probleme hat. Diesen Wunsch haben auch viele Eltern von behinderten Kindern, trotzdem lieben sie sie. Das eine schließt das andere nicht aus, es bedingt einander viel mehr!

    PS.: von der schon angesprochenen Doppelmoral PID zu verbieten aber nach einer Fruchtwasseruntersuchung dann wieder ab zu treiben mal ganz zu schweigen.
  8. #37

    Nee

    Zitat von mgroß Beitrag anzeigen
    ...
    Meiner Meinung nach ist es nicht nur Aufgabe der Medizin, das Leben zu schützen und zu respektieren, sondern auch die Prävention unnötiger Krankheitsereignisse.
    Genau das ist doch der Punkt. Unnötige "Krankheitsereignisse" können nach ärztlicher Ethik nur durch Heilung reduziert werden, aber nicht indem man die Betroffenen (Ob Erwachsene, Kinder oder Föten) umbringt.

    Zitat von mgroß Beitrag anzeigen
    Die Chance, bei dispositionierten Eltern weitere genetisch vererbte Krankheiten, wie Chorea-Huntington oder gar Alzheimer, "auszurotten" muss doch ergriffen werden?
    Falscher Ansatz. Man rottet nicht die Krankheiten aus, sondern nur die erkrankten Menschen. Und wie viele der scheinbar Gesunden stehen später vor dem gleichen Problem, wenn sie Kinder haben wollen?
  9. #38

    Wenn du arm bist...

    ...hast du ein schweres Leben vor dir und mußt vermutlich auch früher sterben.
    Wenn du aus einer reichen Familie kommst,die Eltern eine schwere Erbkrankheit hatten, waren sie vor deiner Geburt vermutlich in einem Land mit einfühlsamen Politikern, wo PID erlaubt ist, haben dich als gesunden Embryo auswählen lassen und alles spricht dafür, dass du ein erfülltes Leben vor dir hast.
  10. #39

    Schöne neue Welt

    Zitat von atomkraftwerk Beitrag anzeigen
    Was soll daran eine heikle Frage sein? Blödsinn. Es gibt nichts zu diskutieren. PID hat aus humanistischen, sozialen und ökonomischen Gründen gefälligst zur Pflicht zu werden und zwar für alle. Aber wir sind ja hier im fortshcrittfeindlichen D wo man lieber dem Mittelalter nachhängt und Pfaffengelatsche noch immer über der Wissenschaft steht.
    PID zur Pflicht? Dann aber bitte auch am anderen Ende des Lebens! Mit Erreichen des Rentenalters, den voraussichtlich hohen Kosten der medizinischen Versorgung im Rentenalter, sind alle zu exekutieren. Man ist ja nicht gern im Mittelalter und man will Pfaffengelatsche nicht über die Wissenschaft stellen.

    Schöne neue Welt!


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