Wann beginnt das menschliche Leben? Und welches Leben ist lebenswert? Der Bundestag entscheidet, ob Präimplantationsdiagnostik erlaubt werden soll. Die Mutter eines gesunden und die eines behinderten Kindes haben sich längst entschieden. Zwei Antworten auf eine sehr persönliche Frage.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...772826,00.html
Ich kuerze den Beitrag mal auf den relevanten Teil: "Nach übereinstimmender Meinung " - weiter braucht man nicht lesen. Meinung. Nichts anderes. Meinungen gibt es viele, warum ist die von Biologen, Medizinern und sonstigen "Berufenen" irgendwie relevanter als die Meinung anderer? Weil die Politik das so entschieden hat? Weil es Ihnen ins Schema passt?
Wer die PID verbieten will ist schlicht und einfach grausam und unmenschlich. Er will anderen Menschen moegliches Leid aufzwingen, um seine eigenen Vorstellungen durchzusetzen. Die PID ist ihm dabei nur das Mittel der Wahl, auch jedes andere waere recht. Und waere es noch so grausam fuer die Betroffenen, solche Leute wuerden nicht weichen - Hauptsache andere halten sich am Ende an ihre Vorstellungen.
Ist es Ethisch besser, Eltern ein behindertes evtl. so schwer geschädigtes Kind zuzumuten, welches dann sein Leben lang auf seine Eltern - bzw. wenn diese den druck nicht meistern, auf professionelle Pflegekräfte -angewiesen sind? Dazu kommen noch genetische Defekte die das Leben des Neugeborenen stark verkürzen können.
Es klingt für mich weder logisch noch moralisch zu sagen, wir belasten die Eltern mit einem behinderten oder sterbendem Kind als ihnen noch vor der Geburt zu helfen, ein gesundes Kind mit einer guten Lebenserwartung zu bekommen.
Selbst laut der Bibel ist der Mensch nach dem Bild Gottes geschaffen worden und sollte deshalb auch seine Befugnisse haben. Das sich Christen so vehement gegen den Fortschritt wehren ist ihre Sache, aber in einem Staat indem Staat und Kirche getrennt sind, sollte man auf so etwas keine Rücksicht nehmen.
"Mongies" wohl kaum, eher "Downies". "Mongo" oder "Mongoloid" sind schon sehr abwertende Worte. Warum man die Jungs und Mädels aber nirgendwo mit hinnehmen kann ist mir schleierhaft, es sei denn die Eltern schämen sich für das Kind, aber das ist ein Problem der Eltern, nicht der Kinder.
@Irgendweg kreidete mir an, dass ich PID nutzen würde und das PID KEINE Garantie sei ein behinderungfreies Kind zu bekommen. Was anderes habe ich auch nicht geschrieben.
Existenzielle Fragen wie die PID bedürfen einer gesetzlichen Regelung. Hierbei kommt es jedoch nicht nur auf die Einhaltung der Rechtsnormen an, sondern es sind vor allem subjektive Bewertungen gefragt. Zu diesem Zweck bräuchten wir Menschen, die ihre Entscheidungsorientierung aus den verschiedensten Quellen beziehen und sich ihrer Verantwortung für das Wohl der Allgemeinheit bewusst sind.
Sie überinterpretieren hier bei weitem. Womöglich aus Mangel an Sachverstand? Die wenigsten Behinderungen oder Gendefekte die das potentielle Leben unmöglich machen/stark behindern lassen sich mittels einer PID nachweisen. Ein paar Dutzend Defekte, das war es aber auch schon.
Der Großteil entsteht immer noch durch Zellteilungsfehler oder Giftstoffe im Mutterleib (zb. Alkohol). Bei Behinderungen kommen noch Krankheitserreger oder Unfälle hinzu. Auf all dies hat eine PID keinen Einfluss.
Wo sie da das vermeintliche unwerte Leben Behinderter sehen wollen erschließt sich mir nicht und ist immer noch realitätsfern. Außerdem gehört es mit zu den natürlichsten Wünschen einer Mutter überhaupt zu wollen, dass ihr Kind ein Leben ohne große Probleme hat. Diesen Wunsch haben auch viele Eltern von behinderten Kindern, trotzdem lieben sie sie. Das eine schließt das andere nicht aus, es bedingt einander viel mehr!
PS.: von der schon angesprochenen Doppelmoral PID zu verbieten aber nach einer Fruchtwasseruntersuchung dann wieder ab zu treiben mal ganz zu schweigen.
Genau das ist doch der Punkt. Unnötige "Krankheitsereignisse" können nach ärztlicher Ethik nur durch Heilung reduziert werden, aber nicht indem man die Betroffenen (Ob Erwachsene, Kinder oder Föten) umbringt.
Falscher Ansatz. Man rottet nicht die Krankheiten aus, sondern nur die erkrankten Menschen. Und wie viele der scheinbar Gesunden stehen später vor dem gleichen Problem, wenn sie Kinder haben wollen?
...hast du ein schweres Leben vor dir und mußt vermutlich auch früher sterben.
Wenn du aus einer reichen Familie kommst,die Eltern eine schwere Erbkrankheit hatten, waren sie vor deiner Geburt vermutlich in einem Land mit einfühlsamen Politikern, wo PID erlaubt ist, haben dich als gesunden Embryo auswählen lassen und alles spricht dafür, dass du ein erfülltes Leben vor dir hast.
PID zur Pflicht? Dann aber bitte auch am anderen Ende des Lebens! Mit Erreichen des Rentenalters, den voraussichtlich hohen Kosten der medizinischen Versorgung im Rentenalter, sind alle zu exekutieren. Man ist ja nicht gern im Mittelalter und man will Pfaffengelatsche nicht über die Wissenschaft stellen.
Schöne neue Welt!