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PR-Kritiker Albrecht Müller: "Wir haben keine demokratischen Verhältnisse mehr"

Früher machte er Wahlkampf für Willy Brandt, heute warnt er mit Büchern wie "Meinungsmache" vor Lobbyismus. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Albrecht Müller, warum die Demokratie in Deutschland in Gefahr ist - und warum die SPD ihre wirtschaftspolitischen Chancen verspielt.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...644223,00.html
  1. #370

    Lesen

    Zitat von semper fi Beitrag anzeigen
    Mag ja sein, dass Müller seine "Argumente" belegen kann. Nur sollte er dann mal langsam damit anfangen.
    Oder sie sollten damit anfangen seine Beiträge aufmerksam zu lesen.
  2. #371

    so what

    Zitat von H. Hipper Beitrag anzeigen
    Oder sie (sic semper fi) sollten damit anfangen seine Beiträge aufmerksam zu lesen.
    @semper fi : aeh dafuer wird er aber nicht bezahlt. (scherz)
    Ich glaube naemlich nicht, dass semper fi u.a. bezahlt werden, diese Leute sind nach meinem Eindruck Mitglieder einer Jugendorganisation, die sich zur Aufgabe gesetzt hat, in SPON Foren der argumentativen Uebermacht der "Linken" zu begegnen.
    Leider beherrschen aber weder er noch die anderen rechten Einzeilschreiberlinge dies wirklich. Noch einmal, mittelfristig werden nur noch Einzeiler die Foren Diskussionen bestimmen, also wenn der SPON diesen Unsinn nicht stoppt, dann ruiniert er sich sein eigenes Forum (nach dem SPIEGEL ansonsten eh schon runiiert ist, macht das aber auch nichts mehr)
  3. #372

    Auch gefühlte Demokratie reicht nicht

    Demokratische Verhältnisse müssen vorhanden sein. Sie können nicht mit Worten beschworen werden. Die von der Bevölkerung gewählte Regierung als Demokratievollstrecker offenbart dem Volk täglich: In der Marktwirtschaft regieren der Markt und die Wirtschaft, die Regierung muss und kann nur die Rahmenbedingungen für das gute Funktionieren von Markt und Wirtschaft schaffen, mehr nicht. Das Wohl des Volkes ist nirgendwo mehr Regierungsauftrag. Geht es der Wirtschaft schlecht, da gibt es ad hoc Milliarden. Geht es dem Volk schlecht, gibt es kaum Mindestlohn. Das und tausend Ähnliches hat das Volk erkannt und deshalb wählt nur noch die Hälfte des Volkes und das Volk als Ganzes schrumpft.
  4. #373

    Noch ein Interview

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Früher machte er Wahlkampf für Willy Brandt, heute warnt er mit Büchern wie "Meinungsmache" vor Lobbyismus. Im SPIEGEL-ONLINE-Interview erklärt Albrecht Müller, warum die Demokratie in Deutschland in Gefahr ist - und warum die SPD ihre wirtschaftspolitischen Chancen verspielt.

    http://www.spiegel.de/kultur/gesells...644223,00.html
    Noch ein Interview mit einem etwas weniger verkrampften Interviewer:

    http://www.freitag.de/politik/0935-s...zialdemokraten
  5. #374

    Demokratische Gedanken verschenkt

    Zitat von Drscgk Beitrag anzeigen
    Demokratische Verhältnisse müssen vorhanden sein. Sie können nicht mit Worten beschworen werden. Die von der Bevölkerung gewählte Regierung als Demokratievollstrecker offenbart dem Volk täglich: In der Marktwirtschaft regieren der Markt und die Wirtschaft, die Regierung muss und kann nur die Rahmenbedingungen für das gute Funktionieren von Markt und Wirtschaft schaffen, mehr nicht. Das Wohl des Volkes ist nirgendwo mehr Regierungsauftrag. Geht es der Wirtschaft schlecht, da gibt es ad hoc Milliarden. Geht es dem Volk schlecht, gibt es kaum Mindestlohn. Das und tausend Ähnliches hat das Volk erkannt und deshalb wählt nur noch die Hälfte des Volkes und das Volk als Ganzes schrumpft.
    .......

    Zu den herausragenden Eigenschaften der Demokratie zählen der MInderheitenschutz und funktionierende Kontrolleinrichtungen.
    Die gibt es aber immer weniger. Siehe Ärzte-, Rechtsanwalts- und sonstige Kammern: Einst als demokratische Einrichtungen der Selbstkontrolle gegründet, sind sie mittlerweile zur reinen Interessenvertretung verkommen.
    rabenkrähe
    Geändert von ( um Uhr)
    Es gibt ein Leben vor dem Tod. Der wahre Pazifist ist bereit, mit der Waffe für seine Überzeugung zu kämpfen.....
  6. #375

    Degeneration des Sozialbewusstseins

    Zitat von Scarlet Pimpernell Beitrag anzeigen
    klassischer fall von elitärer arroganz. ein briefträger also, der einen recht anstrengenden job macht, körperlich, sich gewissen risiken aussetzt (hunde, überfälle, witterung, etc.) um ihnen ihre post zu bringen, der hat es nicht besser verdient als schlecht zu verdienen? weil er eine ungebildete arme sau ist? blöd genug den knochenjob für privatwirtschaftler zu machen, die mit zustimmung der regierung ein system ausschlachten, das den bürgern dienen soll? (daseinsvorsorge)

    eine republik aus hochqualifizierten, soso.

    wer die studiengebühr zahlen kann um dann einen gut bezahlten job anzunehmen, der soll von einem gesetzlichen mindestlohn profitieren? weil er den monopolisierten bildungsweg gegangen ist? keine lehre ausserhalb der universitäten?
    oder weil er es sich leisten kann? das berechtigt also zum mindestlohn? da habe ich zweifel. womöglich habe ich sie auch nicht recht verstanden. liegt wohl am fehlenden abitur.

    mir fällt auf, dass hier immer wieder von "alimentierung" die rede ist. alimentierung der faulen, der schnorrer, ja sogar der linken!
    wer große teile der bevölkerung als ballast, altlast, belastung, schnorrer und dumme wahrnimmt, die aus mangelnder eigenverantwortung "allen" auf der tasche liegen, entlarvt sich als demagoge der übelsten sorte. als menschenfeind mit strohhalmblick.
    sozialleistungen sind keine alimente. auch als laie kann ich die milchmädchenrechnung sozialleistungen gegen bankenrettungsschirm abwägen und sehen: hier ging innerhalb einer woche eine solche menge geld in dunkle kanäle (oder hat jemand eine genaue aufstellung der leistungen incl. kriteriendarstellung?), dass man davon lange jahre sozialleistungen hätte zahlen können. das können die erbsenzähler gern mal durchrechnen.
    nach ihrer logik normal, banker sind ja essentiell systemnotwendig, alimentierte schnorrer dagegen...
    Sie bringen es auf den Punkt. Besser hätte ich das nicht schreiben können.
  7. #376

    Ich schon!

    Zitat von Scarlet Pimpernell Beitrag anzeigen
    mir fällt auf, dass hier immer wieder von "alimentierung" die rede ist. alimentierung der faulen, der schnorrer, ja sogar der linken!
    wer große teile der bevölkerung als ballast, altlast, belastung, schnorrer und dumme wahrnimmt, die aus mangelnder eigenverantwortung "allen" auf der tasche liegen, entlarvt sich als demagoge der übelsten sorte. als menschenfeind mit strohhalmblick.
    Hallo Scarli,

    Ihr Problem ist Problemblindheit, oder besser Einäugigkeit.

    Manche Sozialleistungen gehen an die, die es brauchen, Menschen, die nicht aus eigener Schuld in finanzielle Nöte geraten sind.

    Andere gehen aber, wie Sie schreiben, an Faule, Schnorrer etc., Ihre Liste war da schon ganz gut.

    Wenn Sie Ihr Temperament zwischendurch mal so weit in den Griff bekommen, dass Sie wieder klar sehen können, werden Sie vielleicht verstehen, warum die Menschen, denen die Sozialleistungen zuerst als Soziallasten vom Einkommen abgezogen werden, sich fragen, warum sie die zweite Gruppe aus den Früchten ihrer Arbeit alimentieren sollen.

    Dann taucht aber schon die nächste Frage auf: Wer soll denn die Unterscheidung zwischen "guten" und "schlechten" Empfängern machen?

    Als Sozi (putativ) heißt Ihre Antwort natürlich sofort: 'der staat'. Aber der ist dafür eigentlich die schlechteste Wahl. dafür ist dort niemand kompetent.

    Zitat von Scarlet Pimpernell Beitrag anzeigen
    sozialleistungen sind keine alimente.
    Natürlich nicht. Aber sie dienen der Alimentierung.

    Zitat von Scarlet Pimpernell Beitrag anzeigen
    auch als laie kann ich die milchmädchenrechnung sozialleistungen gegen bankenrettungsschirm abwägen und sehen: hier ging innerhalb einer woche eine solche menge geld in dunkle kanäle (oder hat jemand eine genaue aufstellung der leistungen incl. kriteriendarstellung?), dass man davon lange jahre sozialleistungen hätte zahlen können. das können die erbsenzähler gern mal durchrechnen.
    nach ihrer logik normal, banker sind ja essentiell systemnotwendig, alimentierte schnorrer dagegen...
    Da haben Sie leider völlig recht.

    Leider sogar mit Ihrem letzten Satz.

    PS: Ob Sie sich mal einen Duden leisten wollen? Ich empfehle "Grammatik, Großschreibung"








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