Mein Gerät ist super! WeTab-Chef Helmut Hoffer von Ankershoffen hat zugegeben: Er hat*unter falschen Namen euphorische Besprechungen seines Tablet-PCs*auf Amazon geschrieben.*Nun zieht er sich als Geschäftsführer zurück - und lobt den Apparat gleich noch mal.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...721229,00.html
Ich fürchte fast, dieser Mythos wird sich bei Apple-Fanboys noch ewig halten. Obiges war vor zehn, fünfzehn Jahren noch ein Vorteil, heute spielt es keine Rolle mehr. Genauso wie heute auf gängigen Desktoprechnern niemand mehr Assemblercode von Hand optimiert, weil Compiler das schon lange sehr viel besser können, genauso brauchen heute auch Hard- und Software nicht mehr großartig aufeinander "abgestimmt" zu werden. Sämtliche gebräuchlichen Betriebssysteme und Treibermodelle sind seit Jahren stabil genug, ein solcher Mehraufwand wäre schlichtweg überflüssig.
Aber als Marketing-Argument und Glaubensmantra macht es sich natürlich nachwievor sehr gut.
Falsch, es handelte sich von Anfang (1985) an um echtes, präemtives Multitasking wie es unter Unix schon immer, unter Windows für 32-Bit-Programme seit 1995 und unter MacOS erst seit dem Jahr 2000 üblich ist.
Erstens stimmt Ihre Behauptung nicht. HiRes-Non-Interlaced waren mit Overscan 768x288 Pixel, was die 512x384 des Ur-Macintoshs knapp schlägt. Und mit Interlacing natürlich doppelt soviel. Und um Ihre Frage zu beantworten: Das war sehr nützlich, wenn man statt schwarz-weißen Druckerzeugnissen farbenfrohe Videos produzieren wollte.
Das alles würde die Politik nicht davon abhalten, das Produkt als deutsches Technologiewunder zu feiern. Kenne da ein anderes IT-Produkt - preisgekrönte Technologie "Made in Germany" haha - bei welchem die Hardware und die wichtigsten Basics der Software ebenso wenig "German Origin" sind, sondern aus China stammen (Hong Kong), auf deren Patenten und teils auf US-Software basiert ist. Das Produktpaket wird jeweils nur klientengerecht mit eigener Software zusammen gefummelt. Obwohl die Presse schon davon berichtet hat, mindert das den Enthusiasmus der Politiker kein bisschen.
Die deutsche Wirtschaft braucht IT-shooting stars - um jeden Preis. Das wäre wohl ein interessanteres Thema als irgendwelche amazon-Rezensionen zu bemängeln ... Hm, aber da müssten die Spiegel-Journalisten ja anfangen zu recherchieren und dann auch noch etwas schreiben, wovon gewisse Politiker not amused wären ... ;-)