Zitat von
SamZidat
… und diese Idee hat gar nichts damit zu tun, daß man sich wieder an China anbiedern will, und es sich auch nicht mit anderen datenhungrigen Machthabern verderben will, mit denen man Geschäfte machen will.
Leute mit in ihrer Heimat nicht erwünschten politischen Ansichten sind dann also ebensowenig auf G+ erwünscht wie gestalkte Frauen. Und Transmenschen, die noch keinen neuen Namen in den Papieren haben, dürfen dann für G+ gleich noch ein Gutachten schreiben lassen, oder wie?
Noch dreister wird das aber im Zusammenhang damit, daß man neuerdings automatisch, wenn man sich für *irgendwas* auf Google anmeldet, auch gleich auf G+ angemeldet wird. Also gibt es z.B. auch Zugriffe auf Google Docs nur noch für Leute, die ihre Identität komplett preisgeben wollen. (Geburtsdatum und Wohnort sind Pflicht.)
Waren das noch Zeiten, also Google "not evil" sein wollte. Schade, daß diese eindeutig vorbei sind.
Zeit, Alternativen zu suchen!
Ach, und die mangelnde Menge an Beschwerdeführern: Es war doch offensichtlich, daß Google das ohnehin ignorieren würde. Also was soll man sich die Mühe machen?
Und G+ ist durch die Realnamenpflicht ohnehin unbenutzbar - permanent bekomme ich Anfragen von Leuten, deren "richtigen" Namen ich noch nie gehört habe. Ich kenne halt keine "Martina Schmitz aus Dingenskirchen, geboren am 29.2.1977". Ein "Schnuckelhäschen 77" täte ich kennen, aber die meldet sich ja nicht. Und wenn da keiner ist den ich kenne, was soll ich da?