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Golf für Anfänger: Die Mieter schlagen zurück

Wohnen in den Emiraten war lange Zeit unbezahlbar - jetzt ist der Markt gekippt. Vor allem für Gut- und Bestverdiener werden Apartments und Häuser immer billiger. Die Immobilienbranche gibt offen zu: Man habe wohl an der Nachfrage vorbei spekuliert.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,717280,00.html
  1. #50

    Mal ueber den Tellerrand schauen!

    Zitat von H3nry Beitrag anzeigen
    >"One bedplace to rent" steht auf den Zetteln an den Laternen. Der pakistanische Fahrer einer deutschen Beratungsfirma erzählt, dass er seit sechs Jahren mit acht Landsleuten in e-i-n-e-m Zimmer zusammenwohnt und dafür die Hälfte seines Lohns ausgibt.<

    So ergeht es denen, die sich nicht zum Abschaum der Gesellschaft zählen dürfen, der auf dem Geld schwimmt. Ich würde mich als Mensch schämen, mich an sowas zu beteiligen.

    Allah ist groß.
    Bislang ist noch niemand gezwungen worden, in Dubai zu arbeiten und zu leben. Der pakistanische Fahrer hat sich dafuer entschieden, weil er in seinem eigenen Land, wenn er denn ueberhaupt einen Job hat, hoechstens die Haelfte verdient. Und er lebt so wie er lebt, weil er mit seinem Geld in der Heimat eine Familie unterstuetzt, die anderenfalls eventuell auf der Strasse leben muesste. Ich fahre gerne mit pakistanischen Taxifahrern, DAS ist gelebte Entwicklungshilfe. Ich finde auch nichts falsch daran, dass meine Wohnung von einem "armen" Mann aus Sri Lanka geputzt wird - er lebt auch in einer dieser "unwuerdigen" Unterkuenfte. Und mit dem gesparten Geld will er in 2 oder 3 Jahren zuhause ein Restaurant aufmachen. Wuerde ich und all seine anderen Kunden selber putzen, haette er NICHTS.

    Aber das treudeutsche Herz schaemt sich, geht statt dessen lieber nochmal in den Billigdiscounter um fuer ein paar Euro Klamotten zu kaufen, die in Asien von Kindern produziert worden sind. Aber das sieht man ja nicht, da muss man sich dann nicht schaemen. Geis ist geil, Dummheit auch!

    Im Oktober oder November wird im Bremer Ueberseemuseum eine Dubai-Ausstellung eroeffnen - vielleicht oeffnet das Ihre Augen ein wenig fuer die Realitaeten dieser Welt.
  2. #51

    x

    Zitat von nookiex6 Beitrag anzeigen
    Man soll sich mal vorstellen das jedem kind hier ein Studiengang im Ausland bezahlt wird. Hinzu kommt das die kleinen sogar ein Taschengeld von bis zu 1000 Euro pro monat vom staat bekommen.

    ob das alles nun der gesellschaft zutraeglich ist, ist fraglich. Jedoch kann niemand dem Emiraten uterstellen sich nicht um seine einheimischen zu kuemmern.
    Genau das habe ich mit meinem Posting gemeint. Mit diesen großzügigen Sozialleistungen erkaufen sich die herrschenden Scheichs den sozialen Frieden und unterbinden Forderungen nach Demokratie usw. Sozusagen Brot und Spiele.

    Was aber wenn das Geld aus den genannten Gründen knapp wird und diese sozialen Wohltaten nicht mehr finanzierbar sind?
  3. #52

    na was denn nu

    Zitat von Jochen Binikowski Beitrag anzeigen
    Genau das habe ich mit meinem Posting gemeint. Mit diesen großzügigen Sozialleistungen erkaufen sich die herrschenden Scheichs den sozialen Frieden und unterbinden Forderungen nach Demokratie usw. Sozusagen Brot und Spiele.

    Was aber wenn das Geld aus den genannten Gründen knapp wird und diese sozialen Wohltaten nicht mehr finanzierbar sind?
    Sie sprachen von Giernacken und jetzt machen sie sich sorgen um die zukunft der einheimischen? Wie ich schon vorher beschrieben habe kuemmern sich die emirate so gut es geht darum das ihr leute gut ausgebildet werden. Und das Partnership/sponsorship system hier unterstuetzt auch viele junge Emeratis darin ein teil der privatwirtschaft zu werden.

    Nun mal ein ganz anderes Gedankenspiel...was wurde in der kurzen zeit hier unten erreicht? Der immense Wachstum hier wird wohl nur von einigen asiatischen Staedten uebertroffen. Wenn man jedoch die Bauwirtschaft mal ausser acht laesst zeigt sich schnell das gezielt versucht wurde andere Wirtschaftszweige anzusiedeln und zu etablieren. So haben wir Stahl und Aluminium Werke hier, zucker und plastik raffenerien, 4 Containerhaefen, Reederein (Bohrinseln fuer Suedamerika und Norwegen werden hier gebaut und verschifft) und 4 Internationale Flughaefen die eine betraechtliche menge and Passagieren und Gueter abfertigen kann.

    Die Jungs wissen schon ganz genau das irgendwann das oel weg ist aber bis dahin wird investiert soviel es geht.

    Und im islamischen Sinne wird Charity hier gross geschrieben und jeder erfolgreiche Local hier hat seine eigenen projekte die dem Gemeingut zugute kommen.

    Aber auch das wird mit Sicherheit von Ihnen skeptisch betrachtet.
  4. #53

    ..

    Was mich am meisten stört sind solche plumpen US-amerikanischen Kulturimporte die einfach nicht in die Landschaft passen. Die Mega-Malls, Fast-Food-Ketten, Lebensweise was den Konsum angeht. Die Emirate haben kaum kulturelles zu bieten, außer einem aufgesetzten Heritage Village in Dubai. Investition die man als Nachhaltig beschreiben kann, wie die erwähnten Investitionen in Aluminium-Werke u.a. weitere Industrieansiedlungen machen Sinn und sind zu befürworten, aber irgendwelche Ferrari-Funparks und Disney-Land Verschnitte und Hotels mit unterdurchschnittlicher Auslastung, sowie Villen die keiner nachfragt machen auf Dauer aus den Emiraten ein Ramschladen. Lieber gesund und etwas langsamer wachsen.
  5. #54

    *

    Zitat von denker77 Beitrag anzeigen
    Was mich am meisten stört sind solche plumpen US-amerikanischen Kulturimporte die einfach nicht in die Landschaft passen. Die Mega-Malls, Fast-Food-Ketten, Lebensweise was den Konsum angeht. Die Emirate haben kaum .....
    Das veranschlagte Tempo war vielleicht etwas zu schnell, und ueber Sinn und Schoenheit mancher Grossprojekte kann man auch streten. Das gilt aber genauso in der kalten Heimat, sie Stuttgart 21 - das braucht ja eigentlich auch niemand.

    Aber warum sollen die Emiratis keine Mega-Malls bauen, Konsum betreiben, schnelle Autos fahren, etc. - vielleicht lieber wie in guten, alten Zeiten zu Fuss durch die Wueste laufen, nur von Datteln leben, und den neu erworbenen Reichtum dem Westen ueberlassen?

    Malls sind in den extrem heissen Sommermonaten eine der wenigen Moeglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die Hotels waren bis zum Einsezten der WELTwirtschaftskrise ueberdurchschnittlich ausgelastet - die deutsche Hotellerie traeumt von solchen Auslastungs- und Umsatzzahlen.
  6. #55

    Inhalt nicht verstanden ?!

    Zitat von Dscheiran Beitrag anzeigen
    Das veranschlagte Tempo war vielleicht etwas zu schnell, und ueber Sinn und Schoenheit mancher Grossprojekte kann man auch streten. Das gilt aber genauso in der kalten Heimat, sie Stuttgart 21 - das braucht ja eigentlich auch niemand.

    Aber warum sollen die Emiratis keine Mega-Malls bauen, Konsum betreiben, schnelle Autos fahren, etc. - vielleicht lieber wie in guten, alten Zeiten zu Fuss durch die Wueste laufen, nur von Datteln leben, und den neu erworbenen Reichtum dem Westen ueberlassen?
    Malls sind in den extrem heissen Sommermonaten eine der wenigen Moeglichkeiten der Freizeitgestaltung. Die Hotels waren bis zum Einsezten der WELTwirtschaftskrise ueberdurchschnittlich ausgelastet - die deutsche Hotellerie traeumt von solchen Auslastungs- und Umsatzzahlen.








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