Forum


 

Goldener Windbeutel 2012: Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge

Foodwatch"Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste? Die Verbraucherorganisation Foodwatch lässt darüber abstimmen - und die Firmen werden zunehmend nervös.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...834243,00.html
  1. #1

    Schlimmste Werbelüge

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste? Die Verbraucherorganisation Foodwatch lässt darüber abstimmen - und die Firmen werden zunehmend nervös.

    Goldener Windbeutel 2012: Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge - SPIEGEL ONLINE
    Die schlimmste Werbelüge war ja noch die, dass Wasser trinken vor Austrocknung schützt.
    Diese Behauptung wurde zum Glück für uns alle schnell von den weisen Führern der EU verboten.
    Wer es nicht glaubt:
    EU sagt, Wasser sei nicht gesund
  2. #2

    Sehr schön auch wie die Müller Molkerei (Müller Milch) sich aufgeregt hat weil es einige Verbraucher wagten den Verbraucherschutz einzuschalten, O-Ton: "Die können sich doch auch direkt an uns wenden! Wir sagen dazu gar nichts, geht den Verbraucherschutz nichts an!"...

    Kindergarten.
  3. #3

    Mir kommen ein paar der Kritiken von Foodwatch reichlich an den Haaren herbeigezogen vor.

    Hackfleisch: Es steht doch drauf, was drin ist. Eine Mischung. Und die hat eben weniger Fett als reines, normales Hackfleisch. Das ist ja genau das, worin sich die Mischung vom herkömmlichen Hackfleisch unterscheidet.

    Bier: Dass in "alkoholfreiem" Bier immer noch etwas Restalkohol ist, ist eine bekannte Tatsache. Die Frage sollte eher lauten, warum solche Biere dann generell in D als "alkoholfrei" bezeichnet werden dürfen. Da eine einzelne Sorte herauszugreifen ist polemsich. Man kann an der Stelle Footwatch nämlich vorwerfen, dass sie auch nicht besser sind, als die von ihr kritisierte Lebensmittelindustrie. Seriös wäre gewesen, darauf hinzuweisen, dass das für alle "alkoholfreien" Biere gilt.

    Tee: Auch hier. Entweder man verbietet es, die Geschmacksrichtung mit Abbildungen von Früchten (oder was auch immer) zu illustrieren (zumindest dann, wenn nur Aromen enthalten sind) oder eben nicht. Im Moment ist es erlaubt. Und als mündigem Verbraucher kann einem schon zugemutet werden, einen Blick auf die Zutaten-Liste zu werfen.

    Was ich vermisse: Produkte, die als zuckerfrei beworben werden, aber doch Zucker (in anderer Form) enthalten. Aber vielleicht ist das zu kompliziert.
  4. #4

    Auch hier bröckelt das Kapital...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste? Die Verbraucherorganisation Foodwatch lässt darüber abstimmen - und die Firmen werden zunehmend nervös.

    Goldener Windbeutel 2012: Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge - SPIEGEL ONLINE
    ...Nestle, Kraft Foods, Unilever, Danone: einfach die Waren nicht kaufen,hinter denen diese Profitgeier stehen und ihnen dann beim Platzen an den Börsen zu schauen.
    Dann ist endlich Schluss mit den Zucker/Weismehll/Kunstaroma Surrogaten.
    Oder auch anstatt Flugobst aus Neuseeland zu kaufen lokale Produkte bevorzugen. Schmeckt besser und ist oft preiswerter.
    Vielleicht sogar auf Fleisch verzichten? Zumindest nicht mehr beim Discounter kaufen. Hier gilt statt Waaachstuuum: weniger ist mehr.
  5. #5

    Da in Deutschland ein Verbraucherschutzministerium eher seine Aufgabe darin sieht, die Hersteller vor dem Verbraucher zu schützen, der Name gibt es ja bereits her (schließlich ist ein Insektenschutzmittel auch nicht zum Schutz von, sondern gegen), können die Nahrungsmittelproduzenten weiterhin unbesorgt ihren Produkten verkaufsfördernde Eigenschaften andichten und müssten nur wenig Rücksicht dabei auf den Wahrheitsgehalt nehmen.
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste?....
    Es wird langsam Zeit dass wir Gesetze gegen Lügen in der Werbung bekommen denn es ist eigentlich Betrug dem Käufer Eigenschaften zu versprechen die die Ware nicht hat.
  7. #7

    Legal oder illegal ist egal.

    Fakt ist, die Hersteller täuschen bewußt, arglistig. Der Grundsatz von Treu und Glauben - in der heutigen Wirtschaft völlig abhanden gekommen. Schon lange vor Foodwatch gab und gibt es andere Verbrauchervertreter, die eben ähnliche Missstände moniert haben - passiert ist nichts. Grenzen zwischen Politik und Lobby sind praktisch nicht mehr gegeben. Die Wirtschaft verfolgt nur den Weg des Kapitals, sich zu mehren. Das Wohl und der Schutz der Allgemeinheit oblag in der Vergangenheit der Politik und einigen wenigen Unternehmern.
  8. #8

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Bier: Dass in "alkoholfreiem" Bier immer noch etwas Restalkohol ist, ist eine bekannte Tatsache. Die Frage sollte eher lauten, warum solche Biere dann generell in D als "alkoholfrei" bezeichnet werden dürfen.
    In vielen Produkten stecken geringe Mengen Alkohol. Wenn die Restmenge Alkohol so gering ist, dass man Unmengen von alkoholfreiem Bier trinken müsste, damit überhaupt der Alkohol eine merkliche Wirkung entfalten kann, dann ist das eben praktisch "Alkoholfrei".


    Zum generellen Thema: Ich bin natürlich sehr über die Maschen der Industrie verärgert. Andererseits ist es beängstigend, dass Verbraucher nicht mal in der Lage sind zu bewerten, was gesundes und ungesundes Essen ist.
  9. #9

    Verbraucherschutz?

    Zitat von rainer_daeschler Beitrag anzeigen
    Da in Deutschland ein Verbraucherschutzministerium eher seine Aufgabe darin sieht, die Hersteller vor dem Verbraucher zu schützen, der Name gibt es ja bereits her (schließlich ist ein Insektenschutzmittel auch nicht zum Schutz von, sondern gegen), können die Nahrungsmittelproduzenten weiterhin unbesorgt ihren Produkten verkaufsfördernde Eigenschaften andichten und müssten nur wenig Rücksicht dabei auf den Wahrheitsgehalt nehmen.
    Ich lach mich weg. Minibrauch ist wie Miniland(s. G.Orwell) ist doch völlig Lobby-unterwandert und sorgt seit Jahren munter dafür, das die üppigen Subventionen ja bei den großen Agrarbetrieben und Lebensmittelkonzernen landen und blos keine lokalen, unabhängigen Strukturen unterstützen. Was, nebenbei bemerkt, richtig Arbeitsplätze schaffen würde.
    Literaturtipp: Thilo Bodo: Die Essensfälscher








TOP



TOP