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Goldener Windbeutel 2012: Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge

Foodwatch"Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste? Die Verbraucherorganisation Foodwatch lässt darüber abstimmen - und die Firmen werden zunehmend nervös.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...834243,00.html
  1. #100

    Zitat von TylerD. Beitrag anzeigen
    Naja, im Grunde kann doch jeder selbst auf der Verpackung nachlesen was im Produkt steckt.
    Das ist das Totschlagargument schlechthin.

    Ich bin also mündig genug, stundenlang Zutatenlisten zu übersetzen.

    Andererseits macht sich mein Verkehrsminister ernsthaft Gedanken darüber, ob er mich nicht besser dazu zwingt einen Fahrradhelm zu tragen, weil ich nicht in der Lage bin, die Gefahr auf dem morgendlichen Weg zum Bäcker einzuschätzen.

    Das paßt so irgendwie garnicht zusammen.
  2. #101

    Zitat von netdns Beitrag anzeigen
    ...einer Wohlstandsgesellschaft. Wo es keine wirklichen Probleme gibt, wird einfach etwas an den Haaren herbeigezogen...
    Dann schauen Sie sich mal das Wachstum der Quoten der Übergewichtigen und die der Diabetiker über die letzten Jahre an, dann relativiert sich das mit dem "keine wirklichen Probleme".

    Luxusprobleme, die z.B. aufgrund von Überfluss da sind, sind deswegen nicht zwingend weniger drängend. Sie sind nur anders.
  3. #102

    Richtig, es sind Nuancen

    Zitat von maco Beitrag anzeigen
    Auch das wurde in Blindverkostungen widerlegt. Die Tester konnten Bioprodukte (rohe Äpfel und Karoten, gekochte Eier, gebratenes Fleisch und ein paar andere Dinge) nicht von konventionellen Produkten unterscheiden. Nur das Wissen, dies oder jenes sei ein Bioprodukt hat dann pacebomäßig den Geschmack verbessert....
    Das ist nicht so einfach. Bio ist nicht Bio und was heute in Supermärkten angeboten wird hat wenig mit dem direkt beim Bauern gekauften zu tun. Außerdem steigt die Qualität herkömmlicher Anbauprodukte ebenso, zumindest jene aus Deutschland.

    Aber Sie deuten richtig an, dass es bei Gemüse oft um minimale Nuanchen geht und so drastische Beispiel wie billige Tomaten gegenüber reifen deutschen Bioprodukten gibt es wenige.

    Bei Fleisch wird es deutlicher. Vergleichen Sie ein Supermarkt-Huhn mit einem Biohuhn. Sie werden es schmecken.
  4. #103

    Titel!

    Zitat von Joseph Loeffel Beitrag anzeigen
    Und selbst wer alles lesen und verstehen kann, ist doch kaum in der Lage, bei jedem Einkauf die Verpackung jedes Produkts gründlich zu studieren. Wie lange würde ein Einkauf dann dauern?
    Und deshalb fordern ja auch alle "Verbraucherschutzorganisationen" MEHR Informationen auf Lebensmittelverpackungen!

    Und wenn sie dann alle drauf sind, dann beschwert man sich über die Lesbarkeit und fordert spezielle Darstellungsarten, wie z. B. Schriftarten.
    Wird es dadurch nur noch unübersichtlicher, fordert man die Ampelkennzeichung.

    Danach wird man Produkte kritisieren, die überwiegend grüne Kennzeichen aufweisen (denn nur weil etwas "grün" gekennzeichnet wird, bedeutet es nicht, dass es gesund ist!).

    usw usf.
    So generieren sich sog. Verbraucherschutzorganisationen ihre Arbeit selbst!
  5. #104

    Ach ja, ...

    Zitat von Hagbard Beitrag anzeigen
    Mir kommen ein paar der Kritiken von Foodwatch reichlich an den Haaren herbeigezogen vor.
    Hackfleisch: Es steht doch drauf, was drin ist. Eine Mischung. Und die hat eben weniger Fett als reines, normales Hackfleisch. Das ist ja genau das, worin sich die Mischung vom herkömmlichen Hackfleisch unterscheidet.
    ... Und als mündigem Verbraucher kann einem schon zugemutet werden, einen Blick auf die Zutaten-Liste zu werfen.
    und ich erwarte, dass man das Gedruckte ohne Vergrößerungsglas lesen kann.
    Selbst mit aufgesetzter Brille kann man oft nicht lesen, was geschrieben steht.

    Gehört das zur Taktik, um den Umsatz steigern zu können?

    Eben, auch das macht Sinn, sinnbildlich, auf dem Papier, mit abstrakter und gut gewählter Wortwahl, hält man sich als Hersteller (wohl) an die Vorgaben. (?)
  6. #105

    Nicht reden, handeln

    Zitat von PRhodan Beitrag anzeigen
    Unsere geschätzte "Produzentenschutzministerin" hätte den Goldenen Windbeutel auch in diesem Jahr verdient. Kümmert sie doch nicht um die großen und kleinen Skandale im Lebensmittelbereich oder um die an Wucher grenzenden Abzocke bei den Kontokorrentzinsen vor allem bei vielen Sparkassen, Volksbanken, der Targobank und natürlich der größten deutschen Badbank, der Postbank.
    Mensch Perry, was ist aus Ihnen geworden? Reden Sie nicht, handeln Sie! Befreien Sie uns vom Einfluß der Verdummungsstrahlen der Manips. Handeln Sie, schnell, bevor es zu spät ist. :)
  7. #106

    Jaaaa

    Zitat von joey55 Beitrag anzeigen
    Selbst Brot weist oft einen geringen Anteil an Alkohol auf!
    Genau, getunkt in Kirschwasser beim Käsefondue, leeeeecker ...
  8. #107

    Homöopathie und Esoterik-Lebensmittel

    für mich ist die größte Werbelüge, Homöopathie als Azneimittel zu verkaufen!
    ...und alles was dann auf diesen Schmarrn aufbaut, dieses ganze Wassergedächtnis-Geschwurbel (Leonhardsquelle z.B....), bis zu esoterischen Tees:
    Hier wird ein Mirabell-Birnen-Tee als Foto dargestellt, dabei hat Teekanne auch so aromatisierte Schmarrn-Werbe-Tees wie "Harmonie für Körper und Seele", "Träum Schön", "Einfach Schön", "Hol Dir Kraft"...
    Das sind ja wohl die viel ärgeren Werbelügen.
    Mir scheint allerdings "Foodwatch" ist in Sachen Esoterik ziemlich bisschen blind!
  9. #108

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    ...Zum generellen Thema: Ich bin natürlich sehr über die Maschen der Industrie verärgert.
    Das sind für mich keine Maschen, sondern bewusste und vorsätzliche Lügen. Nicht umsonst wird der (meist unnötige) Chemiekram möglichst klein und verklausuliert auf die Rückseite gedruckt, während die Vorderseite ein möglichst appetitliches Bildchen ziert. Wollte man diese überprüfen, bräuchte man selbst mit einer Liste aller erlaubten Zusatzstoffe Stunden, um seinen Einkauf zu erledigen. Wobei der durchgängige Einsatz von Zucker in hundert Variationen quer durch die gesamte Lebensmittelproduktion für mich das größte Übel darstellt. Ob's da geheime Absprachen mit Zahn-/Ärtzeverbänden gibt? :-)

    Zitat von Pfeiffer mit drei F Beitrag anzeigen
    ...Andererseits ist es beängstigend, dass Verbraucher nicht mal in der Lage sind zu bewerten, was gesundes und ungesundes Essen ist.
    Warum kompliziert, wenn's auch einfach geht. Wieso darf der ganze Sondermüll überhaupt in normalen Lebensmitteln (Wurst, Käse, etc.)verwendet werden? Und ich meine nicht Produkte (Hamburger, Pommes, Eis, etc.), die dafür eh jedem bekannt sind. Wenn ich eine Banane kaufe, brauche ich mir schliesslich auch keine Gedanken machen, ob das Ding echt ist oder stattdessen aus Chemiekram zusammengeklebt wurde und nur aussieht wie eine Banane.
  10. #109

    Wer sich jetzt noch täuschen lässt, ist selber schuld.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Alkoholfreies" Bier mit Alkohol, Zuckertees für Kleinkinder und mit Wasser gestrecktes Hackfleisch, das als "fettarm" verkauft wird - welche Werbelüge ist die frechste? Die Verbraucherorganisation Foodwatch lässt darüber abstimmen - und die Firmen werden zunehmend nervös.

    Goldener Windbeutel 2012: Verbraucherschützer küren frechste Werbelüge - SPIEGEL ONLINE
    Ich bin generell gegen eine Dämonisierung von großen Lebensmittelherstellern, denn seien wir mal ehrlich:
    Man kann nicht Milliarden von Menschen vom Bauernhof um die Ecke ernähren.
    Was ich nicht gut finde ist, dass man eine bestimmte Brauerei (Clausthaler) heruaspickt, obwohl doch selbst im Artikel steht, dass fast alle als alkoholfrei gekennzeichneten Biere in D bis zu 0,5% alc. haben. Damit bringt sich foodwatch selbst um ihre Glaubwürdigkeit.
    Ansonsten gilt: eigenen Kopf benutzen. Man kann nicht durchs Leben (oder den Supermarkt) gehen, ohne das Hirn zu benutzen.
    Das Hackfleisch kenne ich auch aus dem Regal: ein Blick auf die Zutatenliste und kurz den Hintergedanken des Herstellers analysiert und dann bleibt eben die Ware im Kühlschrank und landet nicht im Einkaufskorb - was ist so schwer daran, sich selber zu orientieren?

    Mittlerweile sind die Maschen doch bekannt - wer sich jetzt noch täuschen lässt, ist für meiner Meinugn nach selber schuld.


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